Norbert HÄRING zum Bargeldverbot: Die Summers-Draghi-Rogoff-Verschwörung (mit P.S.); 17.02.2016


globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 17.02.2016

Guten Tag zusammen,

der Wirtschaftsjournalist und Fachbuchautor Norbert Häring, der seit 2002 für das Handelsblatt über Geldpolitik, Konjunktur und Finanzmärkte berichet(e) und seit 2011 Direktor der von ihm mit gegründeten World Economics Association, einer internationalen Ökonomenvereinigung mit rund 7000 Mitgliedern aus über 110 Ländern sowie Mitherausgeber der Fachzeitschrift „World Economics Journal“, ist, hat interessante Hintergründe zu der seit einigen Wochen in die breite Öffentlichkeit getragene Bargeldverbots-Kampagne zusammengetragen. (siehe sein Artikel weiter unten).

Das Thema wird seit Monaten auf zahlreichen Websites/Foren – v.a. in den U.S. – kritisch diskutiert. Demnach sind die zentralen Absichten dieses – für viele fast nicht glaubhaften – Vorhabens:

1. die vollständige Kontrolle aller Geldbewegungen der BürgerInnen;

2. angesichts der bevorstehenden Finanzkrise Lehman 2.0 im Westen (siehe Deutsche Bank) soll ein Bankrun im Ansatz elektronisch verhindert werden, indem
a) niemand (vorher) Bargeld abgeben kann und
b) die Geldauszahlung über Bankautomaten (oder die Geldüberweisungen v.a. in den Nicht-Euro-Raum) problemlos limitiert werden können (z.B. 100 Euro pro Tag);

Das schon in der heißen Phase befindliche Verbot von 500-Euro-Scheinen hat z.B. in Griechenland zur Panik geführt, weil Teile der Bevölkerung nach der Sparguthaben-Enteignung in Zypern ihre Alters-/Vorsorge-/Notzeiten-Ersparnisse in 500-Euro-Scheinen platzsparend außerhalb der Bank deponiert haben — sind diese Scheine verboten, sind sie wertlos, bringt man sie zur Bank, outet man sich. und wird ggf. über Strafsteuern etc. teilenteignet;

3. die problemlose elektronische (Teil-)Enteignung von Bank-Einlagender sog. Cut – (ab bestimmten Limits), z.B. bei einer Bankinsolvenz; so sahen sich in Zypern u.a. viele RentnerInnen, kleine, mittlere Betriebe ihrer Altersversorgung oder ihrer Lohnzahlungs- und Betriebsmittel-Einlagen ab 100.000 Euro aufwärts über Nacht beraubt;

4. gegen die schleichende Entwertung der gesamten Geldeinlagen im Zuge der Einführung von Negativzinsen seitens der Zentralbanken (erst für die Banken, danach für die großen Guthaben, danach für alle – im Gespräch sind bis zu minus 5 Prozent pro Jahr) ist man wehrlos

HÄRING-Bargeldverbot160217.pdf

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