Stephen GOWANS Die weitgehend unbekannte Besetzung Syriens durch die US-Streitkräfte 11.03.2018

Globalcrisis-/globalchange NEWS
Stephan Best
05.05.2018

Guten Morgen an die Listen,

dass ein beachtlicher Teil geopolitischer Analysen und Kritik aus dem angelsächsischen Sprachraum kommt, entgeht vielen politisch interessierten Menschen bei uns oftmals auf Grund unzureichender Sprachkenntnisse. Umso kostbarer ist es, wenn solche Fakten gesättigten Texte von dort einer breiteren Leserschaft durch Übersetzung zugänglich gemacht werden. Gerade bei der Beurteilung der gegenwärtigen Optionen und Szenarien für den souveränen Staat Syrien sind solche Dokumente wie dieser LUFTPOST-Brief aus Kaiserslautern unerlässlich.

Eva Strieffler hat einen Link geteilt.

„Die USA haben weite Teile Syriens besetzt….und tun so, als hätten SIE das Recht dazu und keiner schaut hin ……
„“Der US-Autor Stephen Gowans untersucht die langfristigen Planungen der US-Regierung für Syrien.“

„Die weitgehend unbekannte Besetzung Syriens
durch die US-Streitkräfte“
Von Stephen Gowans
what’s left, 11.03.18

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-arc…/…/LP05518_040518.pdf

https://gowans.wordpress.com/2018/03/11/the-largely-unrecognized-us-occupation-of-syria/

-=Der vollständige Artikel findet sich in deutscher und englischer Sprache im Anhang=-

Stephen GOWANS ist ein unabhängiger politischer Analyst, dessen hauptsächliches Interesse es ist, wer die Bildung der US Außenpolitik beeinflusst.

Seine Texte erscheinen auf seinem Blog ‘What’s left’.

https://gowans.wordpress.com/2018/03/11/the-largely-unrecognized-usoccupation-of-syria/

Ciao Stephan Best

LP05518_040518.pdf

Weapons of Mass Deception

Weapons of Mass Deception

von alexandrabader

15.04.2018

Sergej und Julia Skripal, von denen es kein Lebenszeichen gibt, sollen mit russischem Nervengas vergiftet worden sein, behauptet Großbritannien, das auch am meisten Druck machte für einen „Militärschlag“ gegen Syrien. Dort fand blitzartig eine angebliche Giftgasattacke statt, kaum dass die USA bekanntgaben, dass sie sich aus dem leidgeprüften Land zurückziehen wollen. Zwar wurden unter Aufsicht der OPCW syrische – nie eingesetzte – Chemiewaffenbestände von den USA und Russland vernichtet, aber wen stören solche Details, wenn man Kriegspropagandapresse zur Verfügung hat? Diese verbreitet eifrig Behauptungen und sichtbar gestellte Aufnahmen von angeblichen Opfern, die sämtlich von Organisationen kommen, die Jaish Al-Islam (Al Nusra Front) und Al Qaida nahestehen. Erst mit Trump kämpften US-Truppen gegen den IS und andere Gruppierungen, statt sie mehr oder weniger offensichtlich zu unterstützen. Wie beim Irakkrieg 2003, wo aus „Weapons of Mass Destruction“ bald „Weapons of Mass Deception“ wurden, gibt es keine eigentlichen Geheimdienstberichte, die stichhaltige Beweise liefern, sondern man bastelt sich etwas zusammen, gibt sogar wie im Fall Frankreichs zu, dass das Material aus dem Internet bzw. von „NGOs“ stammt („White Helmets“ und Co.). (…)

Ceiberweiber

Sergej und Julia Skripal, von denen es kein Lebenszeichen gibt, sollen mit russischem Nervengas vergiftet worden sein, behauptet Großbritannien, das auch am meisten Druck machte für einen „Militärschlag“ gegen Syrien. Dort fand blitzartig eine angebliche Giftgasattacke statt, kaum dass die USA bekanntgaben, dass sie sich aus dem leidgeprüften Land zurückziehen wollen. Zwar wurden unter Aufsicht der OPCW syrische – nie eingesetzte – Chemiewaffenbestände von den USA und Russland vernichtet, aber wen stören solche Details, wenn man Kriegspropagandapresse zur Verfügung hat? Diese verbreitet eifrig Behauptungen und sichtbar gestellte Aufnahmen von angeblichen Opfern, die sämtlich von Organisationen kommen, die Jaish Al-Islam (Al Nusra Front) und Al Qaida nahestehen. Erst mit Trump kämpften US-Truppen gegen den IS und andere Gruppierungen, statt sie mehr oder weniger offensichtlich zu unterstützen. Wie beim Irakkrieg 2003, wo aus „Weapons of Mass Destruction“ bald „Weapons of Mass Deception“ wurden, gibt es keine eigentlichen Geheimdienstberichte, die stichhaltige Beweise liefern…

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How the US Swindled Russia in the Early 1990s

Eric ZUESSE | 19.12.2017 | WORLD / Americas, Europe

How the US Swindled Russia in the Early 1990s

Due to a historic data-dump on December 10th, the biggest swindle that occurred in the 20th Century (or perhaps ever) is now proven as a historical fact; and this swindle was done by the US Government, against the Government and people of Russia, and it continues today and keeps getting worse under every US President. It was secretly started by US President George Herbert Walker Bush on the night of 24 February 1990; and, unless it becomes publicly recognized and repudiated so that it can stop, a nuclear war between the US and all of NATO on one side, versus Russia on the other, is inevitable unless Russia capitulates before then, which would be vastly less likely than such a world-ending nuclear war now is.

This swindle has finally been displayed beyond question, by this, the first-ever complete release of the evidence. It demonstrates beyond any reasonable doubt (as you’ll verify yourself from the evidence here), that US President G.H.W. Bush (and his team) lied through their teeth to Soviet President Mikhail Gorbachev (and his team) to end the Cold War on Russia’s side, when the US team were secretly determined never to end it on the US-and-NATO side until Russia itself is conquered. And this swindle continues today, and keeps getting worse and worse for Russians.

Until now, apologists for the US-Government side have been able to get away with various lies about these lies, such as that there weren’t any, and that Gorbachev didn’t really think that the NATO issue was terribly important for Russia’s future national security anyway, and that the only limitation upon NATO’s future expansion that was discussed during the negotiations to end the Cold War concerned NATO not expanding itself eastward (i.e., closer to Russia) within Germany, not going beyond the then-existing dividing-line between West and East Germany — that no restriction against other east-bloc (Soviet-allied) nations ever being admitted into NATO was discussed, at all. The now-standard US excuse that the deal concerned only Germany and not all of Europe is now conclusively disproven by the biggest single data-dump ever released about those negotiations.

The release on December 10th, by the National Security Archives, of a treasure-trove of all the existing documentation — 33 key documents — that’s been made available to them from numerous archives around the world, and brought together finally for the very first time complete and in chronological order, makes crystal clear that the American apologists’ lies about the lies WERE lies, not accurate accounts of the history, at all. (…)

The Dokument follows in PDF:

ZUESSE-US-lies-to-Russia1990ff171219

German Foreign Policy: Waffen für den IS

19.12.2017 GFP
(Eigener Bericht) – Der IS hat bei der Verteidigung von Ramadi, Fallujah und Mossul gegen die Anti-IS-Koalition Schusswaffen und Munition aus Beständen von EU-Staaten in teils signifikanter Menge zur Verfügung gehabt. Dies belegen Recherchen der in Großbritannien ansässigen Organisation „Conflict Armament Research“ (CAR). Demnach haben zwei Staaten, die zu den wichtigsten Rüstungskunden auch Deutschlands gehören – die USA und Saudi-Arabien -, Kriegsgerät in Rumänien und Bulgarien erworben und es sodann aufständischen Milizen in Syrien zur Verfügung gestellt, die es offenbar zum Teil an den IS weitergeleitet haben. Das betrifft etwa Panzerabwehrraketen. Dabei erfolgte der Reexport nach Syrien ohne Kenntnis oder gar Zustimmung der ursprünglichen Lieferanten. Jihadisten zugearbeitet hat eine weitere Organisation, die vom Auswärtigen Amt kofinanziert worden ist: die Free Syrian Police. Sie hat Polizisten beschäftigt, die vom syrischen Al Qaida-Ableger ausgewählt wurden, und in zumindest einem Fall die Steinigung zweier Frauen ermöglicht.

Quelle: Detail
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7484/

Fehlerhaftes Axiom

Fehlerhaftes Axiom

Es folgt eine zusammenfassende Übersetzung des Beitrags “Fehlerhaftes Axiom“.

“Es gibt keinen Preis, den Russland nicht für die Ukraine bezahlen würde” – das ist das wichtigste Axiom, mit dessen Anwendung die westliche Koalition, gemeinsam mit Israel und einer Gruppe arabischer Staaten, einen Fehlstart in der Ukrainekrise hingelegt haben, mit dem eigentlichen Ziel, Russlands Einmischung in Syrien zu verhindern. Der Putsch in der Ukraine wurde seit langem vorbereitet, war aber zu den Neuwahlen [regulär Anfang 2015] geplant. Putin hat das so bestätigt, dass der Putsch zu den Neuwahlen geplant war, aber vorgezogen wurde. Der Grund für die Eile war die Angst, dass Russland es wagen könnte, sich im Nahen Osten einzumischen und dort das Fest des Westens stören könnte. Bei der Umverteilung im Hauptspiel wurde die Ukraine von Beginn an als Joker zurückgehalten, für den Fall, dass Putin sich in den geplanten Mega-Raub und die Neuziehung von Grenzen einmischen würde. Die Gewissheit über “es gibt keinen Preis…” gründete sich auf die Meinung zahlreicher Experten, Analysen, Berichte, sowie den zahlreichen Bestätigungen dieses Axioms durch russischsprachige Juden, die im Westen als Russlandexperten gelten. Das ist wirklich so, die stehen dort verschiedenen Instituten vor und sind Mitglieder in Think Tanks und machen ein gutes Geschäft, indem sie ihre kostbare Meinung verteilen, sowohl über Russland als auch über alle ehemaligen Territorien des Russischen Imperiums. (…)

Quelle: http://analitik.de/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen

Am Anfang des Vortrags wurde dieses Portal als Quelle genannt:

https://syria.liveuamap.com/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen – 24.11.2017

Gefunden bei:

Am 26.11.2017 veröffentlicht

Vortrag und Diskussion mit Karin Leukefeld 01:13:43 Die Waffenbestände des IS 01:36:30 Die Ursprünge des IS und des politischen Islam Der Krieg in Syrien ist im 6. Kriegsjahr mit Hunderttausenden Toten, enormen Zerstörungen und Millionen Flüchtlingen. Mit Waffenlieferungen und direktem militärischen Eingreifen unterstützen Saudi-Arabien, Katar, Türkei, Israel und einige Nato-Staaten radikal-islamische Salafisten während der Iran, Russland und die libanesische Hisbollah auf Seite des syrischen Regierung kämpfen. Um welche geostrategischen In¬teressen geht es bei diesem Krieg? Welche Rollen spielen die einzelnen Mächte? Wie ist Deutschland an diesem Krieg beteiligt und welche Ziele verfolgt es? Hat sich gegenwärtig das Blatt gewendet und gibt es Hoffnung auf einen baldigen Frieden? Was und wie berichten unsere Medien über den Krieg und was verschweigen sie? Die Journalistin Karin Leukefeld berichtet als einzige deutsche Korrespondentin aus Syrien und ist bis Mitte November wieder in Syrien und im Nahen Osten. Sie wird ihre Eindrücke und Erfahrungen schildern, sowie ihre Einschätzungen und Perspektiven vorstellen. Karin Leukefeld, *1954, studierte Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften. Seit 17 Jahren berichtet sie als freie Journalistin aus dem Nahen und Mittleren Osten für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk.
Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Attac-Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst¬gegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Augsburg

Katalonien in entscheidender Phase – der vielfältige Widerstand gegen das Art 155-Regime formiert sich – was plant die USA?

Hallo zusammen,

in dem jüngsten Bericht des herausragenden Journalisten Ralf Streck wird viele das Kapitel „Wie werden die USA mit einer Unabhängigkeitserklärung umgehen?“ überraschen. Dort wird eine strategische Überlegung des „Empire of Chaos“ (Escobar) deutlich, eine Republik Katalonien staats-/völkerrechtlich gegen den Willen der EU anzuerkennen, um mit dieser neuen, kleinen Republik „ins Geschäft“ zu kommen – fragt sich nur, welche.

Erfreulich war gestern die Meldung, dass Hunderte von Kommunen über ihre Bürgermeister öffentlich erklärten, Anweisungen des Art-155-Regimes keine Folge zu leisten, sondern wie bisher mit der von der Bevölkerung gewählten Regierung und den autorisierten Instutitutionen der Autonomen Gemeinschaft Katalonien zu kooperieren.

Grüße,
Martin Zeis

www.heise.de/tp/features/Entscheidende-Stunden-in-Katalonien-3868648.html?view=print

Entscheidende Stunden in Katalonien

von Ralf STRECK, TP 23.10.2017

Nun strebt Katalonien auf die entscheidende Phase nach dem Referendum über die Unabhängigkeit von Spanien am 1.Oktober und der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung am 10. Oktober zu. Da Spanien weiter jeden Dialog mit den Katalanen verweigert[1] und nicht nur nach Ansicht der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung über den Paragraph 155 einen „Putsch“ in Katalonien durchziehen will, tritt am kommenden Donnerstag das katalanische Parlament zu einer womöglich entscheidenden Sitzung zusammen.

Verschiedene Medien schreiben[2] mit Bezug auf Quellen in der Unabhängigkeitsbewegung schon, dass auf der Sitzung der Wille der Bevölkerung umgesetzt werden solle, da sich 91% für die Unabhängigkeit[3] ausgesprochen hatten. Das würde bedeuten, die ausgesetzten Wirkungen der unterzeichneten Unabhängigkeitserklärung in Kraft zu setzen. Ob das tatsächlich so der Fall ist, konnte Telepolis in Barcelona jedenfalls noch nicht bestätigen. Klar ist, dass es deutlich Hinweise dafür gibt, aber es auch weiter Versuche gibt, das zu vermeiden.

Offiziell heißt es, dass in der Parlamentssitzung der „institutionelle Angriff über die Anwendung des 155 analysiert“ werde, um eine „Antwort“ darauf zu geben. Das erklärte[4] Lluís Corominas für die Einheitsliste „Junts pel Si“ (Gemeinsam für das Ja/JxSi). Gemeinsam mit der linksradikalen CUP habe man die Sitzung beantragt. Das Parlament tritt also in Barcelona einen Tag vor der Sitzung des Senats in Madrid zusammen. Das Oberhaus soll am Freitag die Maßnahmen abnicken, mit denen der spanische Regierungschef Mariano Rajoy die katalanische Regierung und das Parlament entmachten und auch Polizei und öffentlich-rechtliche Medien unter die Kontrolle aus Madrid bringen will.

„Wir sind keine Untertanen der Bourbonen“, sagte Corominas mit Blick auf den König und dessen Brandrede[5], „noch Sklaven von Rajoy.“ Er ließ aber offen, ob tatsächlich definitiv der Unabhängigkeitsweg nach dem Übergangsgesetz in Kraft gesetzt wird. „Das werden wir sehen.“ Er wollte weder bestätigen noch dementieren, ob der Regierungschef Carles Puigdemont eingreifen wird. Er verwies auf das Reglement, dass der Präsident jederzeit eingreifen dürfe. Es bleibt unklar, ob Puigdemont das ausgesetzte Übergangsgesetz[6] aktiviert und ob das Parlament formell über die Unabhängigkeit abstimmt, was bisher ebenfalls nicht geschehen ist. In einem Nebenraum des Plenarsaals hatten 72 Parlamentarier, eine Mehrheit, die Erklärung unterzeichnet.

Puigdemont hält am Dialog fest und will im Senat in Madrid auftreten

(…)

Neuwahlen stehen für Katalanen nicht zur Debatte

Die Katalanen werden vielfältige Klagen gegen das spanische Kabinett einlegen, um sich gegen den „einmaligen Angriff“ zu wehren. Man müsse seine Institutionen schützen, erklärte Corominas. Es soll auf „strafrechtlicher, zivilrechtlicher und verfassungsrechtlicher Ebene“ vorgegangen werden, auf „katalanischer, spanischer und europäischer Ebene“. Dass Puigdemont seinerseits vor der Umsetzung des 155 ab Freitag das Parlament auflöst, um Neuwahlen anzusetzen, ist unwahrscheinlich. Auch der katalanische Regierungssprecher Jordi Troll hatte am Sonntag gesagt[9], das stehe „nicht zur Debatte“. Er fügte an: „Das wird eine Woche der Entscheidungen sein und wir werden entsprechend handeln.“

Während die antikapitalistische CUP die Katalanen nun zum „massiven zivilen Ungehorsam“ gegen die „größte Aggression gegen die bürgerlichen Rechte seit der Franco-Diktatur“ aufruft[10] und die Unabhängigkeit „so schnell wie möglich“ fordert, sieht auch die spanische Linkspartei Podemos (Wir können es) eine „Konterrevolution von oben“, wie Parteichef Pablo Iglesias schreibt. Der Pakt nach dem Übergang zur Demokratie werde „in die Luft gejagt“, meint er. Er sieht „einen Angriff auf die Fundamente der spanischen Demokratie“[11]. Für Iglesias gehören die Sozialdemokraten (PSOE) zu den Aggressoren, die nun trotz massiver interner Widerstände erneut Rajoys Volkspartei (PP) stützen. Er führt als Beispiel auch den Sommer 2011 an, als eilig die Verfassung von beiden Parteien geändert[12] wurde, weil Berlin von Spanien die Einführung der Schuldenbremse gefordert hatte.

Wie werden die USA mit einer Unabhängigkeitserklärung umgehen?

Weiterhin interessant bleibt, wie die USA mit einer Unabhängigkeitserklärung umgehen werden. Denn die Töne aus Washington unterscheiden sich deutlich von denen, die man aus Brüssel hört. Die Sprecherin des State Departments hatte

schließlich sogar eine Anerkennung eines unabhängigen Kataloniens in den Raum gestellt[13]. Ein Dementi bekam Rajoy bei seinem Besuch kürzlich bei US-Präsident Donald Trump nicht zu hören. Man konnte sogar erneut eher das Gegenteil aus den Äußerungen lesen, die Trump auf einer gemeinsamen Pressekonferenz gemacht hatte, als er sich auf Druck von Rajoy doch noch zu dem Thema geäußert hatte.

Dass diese Positionen nicht aus dem Nichts kommen, zeigt ein Dokument, das gerade in Katalonien aufgetaucht ist und diskutiert wird. Denn schon im März 2016 hatte sich der Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Kongresses mit der Unabhängigkeitsfrage ausgiebig beschäftigt. In einem 14-seitigen Dokument wird als ein klarer Fall für die Selbstbestimmung bezeichnet[14]. Das geschieht mit Blick auf die Vorgänge in Quebec und im Kosovo, wo der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag festgestellt[15] hat, dass auch eine einseitige Erklärung der Unabhängigkeit nicht gegen das Völkerrecht verstößt. Der IGH hatte 2010 zum Kosovo geurteilt: „Die Erklärung vom 17. Februar 2008 hat das allgemeine internationale Recht nicht verletzt.“

Eindeutig wurde klargestellt, dass es keine internationale Rechtsnorm gibt, die es einer Bevölkerung verbiete, sich auch einseitig für unabhängig zu erklären. Dafür benötigt man zwar eine „ultima ratio“ aber dann ist nicht einmal ein Referendum wie im Kosovo nötig. Spanien schafft mit dem Vorgehen gegen Katalonien über den 155 nun die benötigte ultima ratio. Auch im US-Ausschuss für Auswärtige Angelegenheit wird festgestellt, dass in Spanien die Regierung nur „zwei Tage“ gebraucht hat, um eine Volksabstimmung in Katalonien 2014 durch das Verfassungsgericht verbieten zu lassen.

Der Ausschuss erkennt eine „potentielle destabilisierende Wirkung“ der Vorgänge an, merkt aber an, dass die verfassungsrechtlichen Prinzipien im Fall einer Unabhängigkeit für die Katalanen unbedeutend sind, auf denen Spanien ständig herumreitet, wenn es erklärt, dass eine Abtrennung nicht vorgesehen sei. „If Catalonians eventually choose independence, they will seek international recognition as an independent state based on the will of the people, not on provisions of the Spanish constitution. As the International Court of Justice (ICJ) noted when reviewing the legality of Kosovo’s declaration of independence, there is no international legal bar against a sub-state entity declaring independence.

Herausgearbeitet wurde auch schon im vergangenen Jahr, dass sich die EU in eine „unmögliche und prekäre“ Lage angesichts von Unabhängigkeitsbestrebungen in der EU manövriert hat. „Without a coherent and cohesive approach to these movements, the EU has placed itself in an impossible and precarious position. If the EU were to consider recognizing Catalonia, this action could encourage further referenda in Belgium, Cyprus, Slovakia, Romania, and possibly Italy, which are all grappling with their own self-determination movements, raising opposition from these members.“ Erkenne die EU die Unabhängigkeit Kataloniens aber nicht an, drohe ein „ökonomischer Konflikt“ im Herzen Europas, was ein „ökonomisch fragiles Spanien“ weiter schwächen wird. Viele europäische Länder würden die „Nicht-Anerkennung als undemokratisch“ wahrnehmen, was sehr schwierig zu rechtfertigen wäre, schließlich habe die EU in den letzten 25 Jahren fast drei Dutzend Staaten anerkannt.

„However, if the EU denies recognition to Catalonia, this may generate a frozen economic conflict in the core of Europe that would drain political capital and economic resources from an economically fragile Spain. This frozen economic conflict will also create a „state,“ with the Euro as its currency and seven million Catalonians that could retain their EU citizenship while living outside the EU. Furthermore, in many European states, non-recognition would be perceived as anti- democratic. Such a move would be extremely difficult to justify, given that nearly three-dozen states have achieved recognition by EU member states in the past twenty-five years.“

Links (…)

– kompletter Text siehe obige URL und Anhang (pdf) –

Catalonia-Streck-entscheidende-Stunden171023.pdf

Ceiberweiber

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Journalist und Autor

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