Pepe ESCOBAR Putin and Trump stage-manage a win-win meeting

Peter FREY Der Tiefe Staat, die Rattenlinie und ein Inside Job

 postet auf seinem FB Blog:

„Rubikon mal wieder mit einem starken Hintergrund-Artikel in dem Peter Frey die ganze Entwicklung nachzeichnet und verschiedene Einzelheiten in Zusammenhang bringt.

Lesenswert.“

„Der Tiefe Staat, die Rattenlinie und ein Inside Job

Medien und Politik lügen beim Thema Syrien wie gedruckt. Oder übersehen das Wirken des Tiefen Staates im Hintergrund.

von Peter Frey 4.07.2017

Im Jahre 2012 zog der damalige US-amerikanische Präsident Barack Obama eine „Rote Linie“, deren Überschreiten er mit einer erforderlichen US-amerikanischen Intervention in Syrien gleichsetzte. Der investigative Journalist Seymour Hersh nahm das zum Anlass, einer weiteren Linie, die real war, einen bewusst ähnlichen Namen zu verleihen. Jenen der „Rat Line“, der Rattenlinie. Doch was hat das mit der 2012 erfolgten Ermordung des US-Botschafters in Libyen und mit einer Verschwörung gigantischen Ausmaßes gegen Syrien zu tun? …“

Der vollständige Artikel als Anhang

Peter FREY Der Tiefe Staat, die Rattenlinie 20170704

und über diesen Link:
https://www.rubikon.news/artikel/die-rattenlinie-und-ein-inside-job

 

Rubikon – Magazin für die kritische Masse | Entscheidung in Syrien

von Günter Meyer

Foto: Karin Leukefeld

03.07.2017

Entscheidung in Syrien

Ist Syrien auf dem Weg zum Frieden oder zur militärischen Eskalation durch die USA?

 

Bereits 1920, als die Staatsgrenzen Syriens und seiner Nachbarstaaten gezogen wurden, war die Region ein Spielball der Großmächte. Fast hundert Jahre später

Quelle: Rubikon – Magazin für die kritische Masse | Entscheidung in Syrien

Seymour M. HERSH: Trump‘s Red Line; welt.de, 25.06.2017

Globalcrisis/globalchange NEWS

Stephan Best

26.06.2017

Hallo an die Listen,

der in SPRINGERS WELT am 24. Juni auf Englisch veröffentlichte Artikel (Siehe 1. Anhang als PDF) schlug bei einigen Kommentatoren bombenähnlich ein.

Der international bekannte Investigativ-Journalist Pepe Escobar postete gestern auf Facebook zu diesem Artikel:

„Absolute must read.

Trump’s „Syria policy“ in a nutshell.

The fact Sy Hersh simply cannot publish something like this in the US speaks not volumes, but whole libraries.“

Prof. Dr. Günter Meyer vom Zentrum für Forschung zur Arabischen Welt (ZEFAW) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hat die US-Version als False-Flag-Operation dekonstruiert:

https://www.rubikon.news/artikel/giftgasmassaker-war-false-flag-operation

Jens BERGER (NACHDENKSEITEN) kommt zwar nicht mit einer deutschen Übersetzung des Artikels der WELT heraus, will aber dennoch, dass Hershs piece mit den wichtigsten Aussagen Verbreitung findet:

26. Juni 2017 um 15:38 Uhr | Verantwortlich: Jens Berger

Seymour Hersh zu Assads angeblichem Giftgasangriff und Trumps angeblichem Vergeltungsschlag

Veröffentlicht in: Medien und Medienanalyse, Militäreinsätze/Kriege

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Der große alte Mann des investigativen politischen Journalismus hat wieder zugeschlagen. Seymour Hershs Artikel „Trump´s Red Line“ befasst sich mit dem angeblichen Giftgasangriff von Khan Scheikoun am 4. April 2017 und dem drei Tage später folgenden Luftangriff der USA auf einen syrischen Militärflugplatz. Laut Hersh, der sich wie gewohnt auf hochrangige Quellen im US-Sicherheitsapparat bezieht, gab es nie einen Giftgasangriff. Syriens Luftwaffe habe vielmehr ein hochrangiges Treffen von Kommandeuren islamistischer Gruppierungen mit einer konventionellen Bombe angegriffen. Die „Vergeltung“ der USA war demzufolge vor allem eine persönliche Entscheidung Trumps, bei der Militärberater das Schlimmste gerade noch verhindern konnten. Sehr interessant ist auch, dass Hershs jüngster Artikel exklusiv in der WELT am Sonntag erschienen ist. Sein alter Partner London Review of Books hat offenbar Angst, als prorussisch und prosyrisch zu gelten. Da muss man ausnahmsweise auch mal den Hut vor WELT-Herausgeber Stefan Aust ziehen, der dieses brisante Stück publizierte. Von Jens Berger.

Leider sind die deutschsprachigen Versionen des Hersh-Artikels „Trumps rote Linie“ und der Hintergrundbericht „Im Nebel des Kriegs“ hinter der Bezahlschranke von welt.de. Die englischsprachigen Versionen „Trump´s Red Line“ und „The Fog of war“ sind jedoch frei zugänglich.

Seymour Hersh ist eine lebende Legende. Der Pulitzer-Preisträger deckte unter anderem 1969 das Massaker von My Lai auf und machte die Welt 2004 auf die Folterpraktiken im US-Gefängnis Abu-Ghraib aufmerksam. Regelmäßig schreibt er über sicherheitspolitische Themen, vor allem über die US-Kriege im Nahen und Mittleren Osten. Hershs große Stärke sind seine Netzwerke. Er verfügt über zahlreiche hochrangige Insiderquellen in den Ministerien, den Geheimdiensten und dem Militär, die er in seinen Artikeln anonym zitiert. Genau dies wird ihm von seinen Kritikern paradoxerweise immer wieder vorgeworfen. Es ist schon seltsam, dass Quellenschutz immer dann hinterfragt wird, wenn die Quellen der „offiziellen Deutung“ widersprechen. Die WELT hat, so Redakteur Dirk Laabs, Hershs Quellen selbst überprüft und für glaubwürdig befunden. Dies gibt den Vorwürfen Hershs eine besondere Bedeutung, können sie doch nicht mehr wie üblich als antiamerikanisch abqualifiziert werden. Denn eines kann man Springers WELT nun wirklich nicht vorwerfen – dass sie antiamerikanisch sei.

Der „Giftgasangriff“, der wohl keiner war

Was hat sich also am 4. April 2017 in Syrien abgespielt? Hershs Quellen zufolge hatten die Russen schon längere Zeit ein zweistöckiges Gebäude im Norden der von Islamisten besetzten Stadt Khan Scheikoun im Visier. Dort sollte sich, Geheimdienstberichten zufolge, eine Art Kommandozentrale der Islamisten befinden. Nach einer Überwachung des Gebäudes durch Drohnen war man der Überzeugung, mit einem gezielten Luftschlag zum richtigen Zeitpunkt hochrangige Kommandeure der Dschihadisten ausschalten zu können. Der Angriff wurde von der syrischen Luftwaffe durchgeführt. Als Waffe kam offenbar eine moderne russische lasergelenkte Bombe mit 500 Pfund Sprengstoff zum Einsatz. Der Angriff wurde den US-Militärs zuvor im üblichen Rahmen angekündigt – eine Praxis, die verhindern soll, dass man sich gegenseitig im gefährlichen syrischen Luftraum in die Quere kommt. Im besonderen Fall ging es – so Hershs Quelle – jedoch auch darum, dass die US-Dienste ihre Informanten oder Agenten unter den Dschihadisten vor dem Anschlag warnen konnten.

Die Bombardierung war offenbar erfolgreich. Geheimdienstberichten zufolge konnten vier hochrangige Kommandeure ausgeschaltet werden. Was danach passierte, entzieht sich jedoch auch für Hershs Quellen jeglicher Kenntnis. Minuten nach der Bombardierung wurden über YouTube und die Sozialen Netzwerke bereits Filme und Bilder von vermeintlichen Giftgasopfern gezeigt – die Quelle waren meist Gruppierungen wie die „Weißhelme“; eine vom Westen finanzierte syrische NGO, die massiv in der Kritik steht, Teil eines Informationskriegs gegen Russland und Syrien zu sein.

Es ist unmöglich, den Vorfall wirklich objektiv zu bewerten, da es keine belastbaren Belege gibt. Unabhängige Inspektoren waren nie vor Ort, die Proben, die von der OPCW untersucht wurden, stammten aus Material, das das türkische Gesundheitsministerium von „Oppositionellen“ bekommen hat und entziehen sich daher jeder Aussagekraft. Hershs Version ist jedoch auch nicht über jeden Zweifel erhaben, da syrische und russische Erklärungen über den Vorfall deutlich von den Aussagen der Quelle Hershs abweichen . Warum sollten die Syrer und die Russen etwas von einem offenbar zerstörten „Chemiewaffenlager“ der Islamisten vermelden, wenn es gar kein solches Lager gab? Die Vergiftungen der Menschen vor Ort erklärt Hershs Quelle damit, dass im Erdgeschoss des zerstörten Gebäudes ein Lager für Düngemittel, Insektizide und chlorhaltige Desinfektionsmittel untergebracht war, das angeblich durch eine „Sekundärexplosion“ chemische Giftstoffe freigesetzt haben soll. Über jegliche Zweifel erhaben ist diese Version auch nicht. Wesentlich stärker ist da schon das Argument von Hershs Quelle, dass Assad nicht nur kein Motiv gehabt hat, sondern dass ein Giftgasangriff sogar ganz entschieden gegen die syrischen Interessen gerichtet sei.

„Was den meisten Amerikanern gar nicht in den Sinn kommt, ist, dass ein syrischer Giftgasangriff, den Bashar [al Assad] befohlen haben soll, die Russen zehnmal mehr verärgert hätte als den Westen. Die russische Strategie gegen den IS, die ja eine Kooperation mit dem Westen vorsieht, wäre dahin und Basahr [al Assad] wäre dafür verantwortlich, Russland vor´s Schienbein getreten zu haben, ohne die Konsequenzen für ihn zu bedenken. Würde Bashar [al Assad] so was tun? Wo er gerade dabei ist, den Krieg zu gewinnen? Wollt Ihr mich veräppeln?“

Trumps Vergeltungsschlag sollte uns beunruhigen

Über jeden Zweifel erhaben ist indes die offizielle Reaktion der USA. Trump verfolgte die Folgen des angeblichen Giftgasangriffs Hersh zufolge zusammen mit dem jordanischen König im Fernsehen und war vom ersten Moment an schockiert. „Unschuldige Babies“ – dafür musste irgendwer bezahlen und wenn die Medien Assad als Schlächter ausgemacht hatten, war er es halt, der die Vergeltung der USA zu spüren bekommen sollte.

Interessant ist, dass laut Hersh die US-Dienste mehrfach unterstrichen haben sollen, dass es kein Indiz für eine syrische Täterschaft und noch nicht einmal einen starken Beweis dafür gebe, dass es überhaupt einen „Giftgasangriff“ gegeben hat. Das soll Trump aber nicht davon abgehalten haben, eine Vergeltung anzuordnen. Es ging nicht mehr um das „ob“, sondern nur noch um das „wie“.

Beschlossen wurde der Vergeltungsschlag bei einem Treffen des inneren Zirkels auf Trumps Anwesen in Mar-a-Lago. Es gab offenbar vier Optionen, von denen zwei (gar nichts zu tun und ein Enthauptungsschlag mit einer Bombardierung der Paläste Assads) von vornherein ausgeschlossen wurden. Übrig blieb die letzten Endes beschlossene, eher symbolische Bombardierung eines syrischen Luftwaffenstützpunktes und eine groß angelegte Bombardierung zahlreicher Einrichtungen des syrischen Militärs. Dabei soll – so Hershs Quelle – die „politische Seite“, allen voran Trump und Außenminister Rex Tillerson, eigentlich die letztere Option bevorzugt haben. Glücklicherweise konnten die Militärberater, die darauf hinwiesen, dass einem groß angelegten Bombardement auch russische Soldaten in den Luftabwehrstellungen zum Opfer fallen würden, sich durchsetzen und man entschied sich für einen symbolischen Akt, der möglichst wenig Schaden verursachen sollte. Nachdem man vorher die Russen und damit indirekt auch die Syrer vorwarnte, blieben die Folgen überschaubar: Offenbar traf nur ein Bruchteil der 60 Marschflugkörper überhaupt das Ziel und zerstörte dort lediglich neun, ohnehin nicht mehr einsatzfähige, Flugzeuge. Es hätte schlimmer kommen können.

Nun ist Trump einer von uns!

Zugegeben – je mehr man über die Vorgänge erfährt, desto skurriler wird die ganze Geschichte. Vor allem sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass der US-Vergeltungsschlag im Westen als die eigentliche Amtseinführung des neuen US-Präsidenten gewertet wurde. Schaut her, auch Trump führt Kriege! Nun ist er einer von uns – ein „ganz normaler“ US-Präsident.

Die Lektion aus dem Vorfall lässt jedoch Schlimmes erwarten. Wenn es den Islamisten mit Hilfe gelungener PR-Arbeit gelungen ist, Trump einmal in die „Rote-Linie-Falle“ laufen gelassen zu haben, werden sie dies auch noch weitere Male probieren. Und dann kann Trump nicht mehr hinter seine eigene Doktrin zurück – er muss wieder Vergeltung üben und diese Vergeltung muss noch deutlicher ausfallen. So will es die Macho-Logik, der sich ein Trump allem Anschein nach unterworfen hat. Diesmal konnten ihn seine Berater noch davon abhalten, russische Militärs zu bombardieren und so eine internationale Krise auszulösen. Wird ihnen das beim nächsten Mal auch noch gelingen?

Auch die Bewertung des Giftgasangriffs als vermeintliche False-Flag-Aktion ist beunruhigend, zeigt sie doch, wie leicht es ist, eine willfährige Mehrheit der Medien ohne echte Belege hinters Licht zu führen. Qualitätskontrollen scheint es keine mehr zu geben, wenn quotenstarke Bilder von toten Kindern angeboten werden. Bleibt abzuwarten, ob die WELT selbst ihre Schlüsse aus diesem ungewöhnlichen Gastartikel zieht. Ihre kleine Schwester BILD gehörte im April jedenfalls zu den schrillsten Lautsprechern der islamistischen Propaganda.1

Der vollständige Artikel der NACHDENKSEITEN ist ebenfalls als 2. PDF angehängt

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Und hier zum Originaltext:

www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-Line.html

Trump‘s Red Line

Von Seymour M. Hersh

25.06.2017

President Donald Trump ignored important intelligence reports when he decided to attack Syria after he saw pictures of dying children. Seymour M. Hersh investigated the case of the alleged Sarin gas attack.

On April 6, United States President Donald Trump authorized an early morning Tomahawk missile strike on Shayrat Air Base in central Syria in retaliation for what he said was a deadly nerve agent attack carried out by the Syrian government two days earlier in the rebel-held town of Khan Sheikhoun. Trump issued the order despite having been warned by the U.S. intelligence community that it had found no evidence that the Syrians had used a chemical weapon.

The available intelligence made clear that the Syrians had targeted a jihadist meeting site on April 4 using a Russian-supplied guided bomb equipped with conventional explosives. Details of the attack, including information on its so-called high-value targets, had been provided by the Russians days in advance to American and allied military officials in Doha, whose mission is to coordinate all U.S., allied, Syrian and Russian Air Force operations in the region.

Some American military and intelligence officials were especially distressed by the president’s determination to ignore the evidence. „None of this makes any sense,“ one officer told colleagues upon learning of the decision to bomb. „We KNOW that there was no chemical attack … the Russians are furious. Claiming we have the real intel and know the truth … I guess it didn’t matter whether we elected Clinton or Trump.“

Within hours of the April 4 bombing, the world’s media was saturated with photographs and videos from Khan Sheikhoun. Pictures of dead and dying victims, allegedly suffering from the symptoms of nerve gas poisoning, were uploaded to social media by local activists, including the White Helmets, a first responder group known for its close association with the Syrian opposition.

(…)

– full text attached (pdf, 12 p) and available via www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-Line.html

Ciao Stephan Best

Rezension der Nachdenkseiten zu Michael LÜDERS Bestseller 25 April, 2017

Globalcrisis/globalchange NEWS

Stephan Best

24.04.2017

Hallo an die Listen,

Angesichts einer vielkanaligen Schlammschlacht gegen den Autor Michael LÜDERS fällt eine Rezension bei den Nachdenkseiten besonders positiv aus dem Rahmen, den die Verunglimpfer gesteckt haben.

Am Ende seines unbedingt lesenswerten Buches ‚Die den Sturm ernten’ finden sich erstaunliche Feststellungen des Autors:

„Alles in dieser Welt schwitzt das Verbrechen aus: die Zeitung, die Mauern und das Gesicht des Menschen.»

Baudelaire

(…)

„Vieles von dem, was ich, der Autor dieses Buches, im Verlaufe der Recherche erfahren musste, hätte ich am liebsten gar nicht erst gewusst – weil auf einmal vermeintliche Gewissheiten oder längst verinnerlichte Überzeugungen auf dem Prüfstand stehen. Wie geht man damit um, wenn das, was zu den größten Errungenschaften unserer Zeit gehört, nämlich Freiheit und Demokratie, in der Geopolitik zu purem Zynismus verkommt?“

Auszug aus: Lüders, Michael. „Die den Sturm ernten.“

Michael Lüders muss nach der Recherche zu seinem Buch eine nachhaltige Erschütterung heimgesucht haben. Angesichts seiner Einsichten und Fakten, die er vermittelt, erscheint bloße Empörung gegenüber Neokolonialismus und westlicher Geopolitik etwas zu kurz gesprungen. Etwas weiter geht da schon der Leserbriefschreiber Marco Wenzel, der anstatt am Ende seiner Mail dem Empörungsstau eine weitere Empörung hinzu zu fügen zu klaren Handlungskonsequenzen gelangt.

Nachfolgend dokumentiere ich eine gelungene Rezension von Udo BRANDES auf den NachDenkSeiten zusammen mit zwei Leserbriefen.

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DOKUMENTATION

20. April 2017 um 9:22 Uhr | Verantwortlich: Albrecht Müller

Rezension von Michael Lüders neuem Buch über den Syrienkrieg und zwei Lesermails zum Thema

Veröffentlicht in: Rezensionen

Wie bekannt ist, hat der Nahost-Experte Michael Lüders ein weiteres Buch zum Syrienkrieg vorgelegt. Udo Brandes hat es für die Nachdenkseiten gelesen. Sein Fazit: Eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich ein differenziertes Bild vom Syrienkrieg machen möchten. Siehe zum Thema auch das Interview mit Michael Lüders auf den NachDenkSeiten: Anne Will arbeitet mit einer bösartigen Unterstellung, so Michael Lüders im NDS-Interview. – Passend zum Thema folgen als Anlage noch ein Leserbriefe von Bernd Duschner und eine Mail von Marco Wenzel, einem NachDenkSeiten-Leser aus Thailand. Albrecht Müller.

„Ich empöre mich, also sind wir“

Eine Rezension von Udo Brandes

Michael Lüders hat seinem neuen Buch (Titel: „Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“) ein Zitat des 2015 verstorbenen SPD-Politiker Egon Bahr vorangestellt:

„Wenn ein Politiker anfängt, über ‚Werte’ zu schwadronieren, anstatt seine Interessen zu benennen, wird es höchste Zeit, den Raum zu verlassen.“

Ich selbst hatte mir vor längerer Zeit ein ähnliches Zitat von Egon Bahr archiviert. Anlässlich einer Diskussion mit Schülern in der Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg gab Egon Bahr diesen Folgendes mit auf den Weg:

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“ (Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 04.12.2013)

Regime-Change-Politik für geopolitische Interessen

Auch in Syrien, so Lüders, gehe es nicht um Werte, sondern um Interessen:

„Geopolitik ist dabei das Schlüsselwort. (….) Auf syrischem Boden kämpfen die USA und Russland, aber auch der Iran und Saudi-Arabien und nicht zuletzt die Türkei um Macht und Einfluss. Die Hauptakteure allerdings sind seit 2012 Washington und Moskau.“ (S. 11)

Lüders zeigt anhand vieler Beispiele, dass die USA seit Jahrzehnten versuchen, ihre Interessen durch eine Regime-Change-Politik durchzusetzen – obwohl dieser Ansatz regelmäßig gescheitert ist. Aber genauso unbelehrbar wie ein neurotischer Mensch, der seine Konflikte zu lösen versucht, indem er genau das Verhalten verstärkt, das ihm seine Probleme beschert, versuchen die US-Regierungen immer wieder aufs Neue, mit Regime-Change-Politik ihre Interessen durchzusetzen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Geheimdienste, insbesondere der CIA. Dieser wurde 1947 mit zwei Aufträgen gegründet, so Lüders: Erstens sollte er Informationen sammeln sprich spionieren. Und zweitens sollte er verdeckte Operationen ausführen, um unliebsame Regierungen zu stürzen, die die Interessen der USA stören. Was nur wenigen Menschen bewusst sei: Diese Art von Interventionen habe Millionen von Menschen das Leben gekostet.

„Wer etwa die endemische Bandengewalt im heutigen Zentralamerika, den Putsch gegen Chiles Präsidenten Allende 1973, den Aufstieg Pol Pots in Kambodscha in der 1970er Jahren, den Staatszerfall im Kongo oder die iranische Revolution verstehen will, landet unweigerlich in Washington oder Langley, dem Sitz der CIA. Syrien reiht sich ein in diese Chronik – seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als die USA die vormaligen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich als entscheidender Machtfaktor im Nahen und Mittleren Osten abzulösen begannen.“ (S. 13)

Das Muster der US-Politik sei immer gleich: Es werden oppositionelle Gruppen unterstützt, die das bestehende Regime bekämpfen – womit die US-Regierungen sich regelmäßig höchstselbst neue Feinde heranzüchteten. So zum Beispiel in Afghanistan. Dort finanzierten und bewaffneten die USA mit saudischer und pakistanischer Unterstützung die Mudschahedin, also Glaubenskämpfer, die gegen die sowjetischen Truppen kämpften. Genau aus diesen Glaubenskämpfern gingen später Al-Quaida und die Taliban hervor. Auch Osama Bin Laden gehörte zu diesen Glaubenskämpfern.

Werte: Chiffre für die Legitimation militärischer Gewalt

Die USA schreckten bei ihrer Regime-Change-Politik auch nicht davor zurück, demokratische Regierungen zu stürzen. So wurde 1953 der demokratisch gewählte iranische Ministerpräsident Mossadegh durch einen von britischen und US-Agenten inszenierten Putsch gestürzt. Sein Fehler war: Er hatte es gewagt, die Erölindustrie zu verstaatlichen. Durch den Staatsstreich kam der Schah an die Macht – und wurde seinerseits von der Islamischen Revolution hinweggefegt, was Lüders als

„zeitversetzte, radikale Antwort auf den Putsch von 1953“ (S. 18)

einordnet. Man kann Lüders also beim besten Willen nicht widersprechen, wenn er sagt:

„Im Kontext von Geopolitik sind ‚Werte’ wenig mehr als eine Chiffre, die der Eigenlegitimation militärischer Gewalt dient – zur Durchsetzung hegemonialer Macht. Ähnlich wie in kolonialen Zeiten das Wort von der ‚Zivilisation’, an die heranzuführen es die Eingeborenen angeblich galt – um mit Hilfe dieser Umschreibung so unschöne Begriffe wie Ausbeutung oder Landraub zu vermeiden.“ (S. 164)

Die Fakten, mit denen Lüders seine Position begründet, sind erdrückend. Dies war erst jüngst bei der Talkshow Anne Will zu beobachten, zu der auch Michael Lüders als Experte eingeladen war. Dort wurde schnell die argumentative Hilflosigkeit des medialen und politischen Mainstreams sichtbar. Anne Will sah sich genötigt, Michael Lüders als Person zu diffamieren, weil sie offensichtlich nicht wusste, wie sie seine Argumente entkräften sollte. Ebenso der ehemalige US-Botschafter John Kornblum, der zum stigmatisierenden Schlagwort „Verschwörungstheorie“ griff. (Siehe dazu auch auf den Nachdenkseiten hier und hier).

Geopolitische Interessen in Syrien

Was konkret sind nun die geopolitischen Interessen, um derentwillen diverse Mächte in Syrien Krieg führen? Zum einen geht es dabei um eine Erdgaspipeline. Das Golfemirat Katar gab im Jahr 2000 Pläne für den Bau einer Pipeline bekannt, die zehn Milliarden Dollar kosten sollte und über 1500 Kilometer durch Saudi Arabien, Jordanien und Syrien bis in die Türkei führen sollte.

„Die Katar/Türkei-Pipeline, sollte sie je gebaut werden, würde den wirtschaftlichen und politischen Einfluss der sunnitischen Herrscherhäuser am Golf gegenüber Teheran stärken. Entsprechend wurden die katarischen Pläne in Washington umgehend begrüßt. Und auch die Europäische Union, die rund ein Drittel ihres Bedarfs aus Russland bezieht, stand dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.“ (S. 71)

Aus westlicher Sicht bedeutet der Bau einer solchen Pipeline überdies, dass die Gaspreise sinken würden und die Abhängigkeit von russischem Gas für die Europäische Union geringer würde. Von den sinkenden Preisen würde auch die Türkei profitieren, und zudem noch von Transitgebühren, die bei einer Pipeline über türkisches Gebiet fällig würden. Deshalb kommt Lüders zu dem Schluss:

„Es verwundert nicht, dass Moskau die Pipeline als existentielle Bedrohung ansieht. (…) Alternativ schlug Russland den Bau einer ‚Islamischen Pipeline’ vor, die von der iranischen Seite des Gasfeldes über Irak und Syrien in den Libanon führen sollte. “ (S. 71)

2009 kam dann das endgültige Aus für die Katar/Türkei-Pipeline, als Assad erklärte, dass er dem Verlauf der Pipeline über syrisches Gebiet nicht zustimmen werde. Stattdessen wurde der Bau einer sogenannten „Islamischen Pipeline“ vorangetrieben.

„Im Juli 2012, als der Krieg in Syrien auch Damaskus und Aleppo erreicht hatte, verständigten sich die Regierungschefs Syriens, Iraks und Irans auf ein ‚Memorandum of understanding’ für Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Dollar – für den Bau einer ‚islamischen’ Pipeline-Variante.“ (S. 72)

Michael Lüders legt in seiner Darstellung nahe, dass diese Entscheidung ein wichtiges Motiv für die USA gewesen sei, das Assad-Regime zu stürzen. Er verweist dazu auf einen Artikel von Robert F. Kennedy junior, einen Neffen von John F. Kennedy.

Aber der Konflikt in und um Syrien sei keineswegs allein auf das Pipeline-Projekt zurückzuführen. Er sei vielmehr Teil eines noch viel größeren geopolitischen Puzzles. Es sei den USA seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion darum gegangen, das Machtvakuum zu nutzen, um ihre Vormachtstellung im Nahen und Mittleren Osten auszubauen. Er zitiert dazu den ehemaligen Staatssekretär im Pentagon, Paul Wolfowitz. Der habe 1991 gesagt:

„Ich denke mal, dass wir noch fünf bis zehn Jahre Zeit haben, um unter den alten sowjetischen Klientelregimen aufzuräumen – Syrien, Iran, Irak. Bis dann die nächste Supermacht auf den Plan tritt und uns Grenzen setzt.“ (S. 75)

Genau diesen Widerstand und die Grenzen ihrer Macht erlebten die USA nun in Syrien. Moskau habe in Afghanistan einen Regime Change hingenommen, ebenso im Irak 2003. Aber spätestens 2011 beim Sturz Ghaddafis sei aus Moskaus Sicht die rote Linie überschritten worden. Hieraus erkläre sich die harte Haltung Moskaus, das Syrien niemals aufgeben werde, weil dieses genau wie die Ukraine der Hinterhof Russlands sei.

Auch wenn man nicht jede einzelne These von Michael Lüders teilen sollte: Nach der Lektüre seines Buches wird man nur noch milde lächeln können, wenn Ursula von der Leyen oder Angela Merkel mal wieder von der „westlichen Wertegemeinschaft“ sprechen. Und der Öffentlichkeit weismachen wollen, diese „Wertegemeinschaft“ würde in Syrien oder anderswo Freiheit, Demokratie oder Menschenrechte militärisch verteidigen. Es geht immer um knallharte Interessen. Wenn wirklich die genannten Werte eine Rolle spielten, würden westliche Länder nicht ein Land wie Saudi Arabien mit Waffen beliefern. Ein Land, auch das beschreibt Michael Lüders in seinem Buch, das einen grausamen Krieg gegen Jemen führt und dort bewusst zivile Strukturen wie Schulen, Krankenhäuser oder die Wasserversorgung zerstört. Dort habe es bis Ende 2016 schon mehr als 10.000 Todesopfer gegeben. Humanitär sei die Lage vergleichbar katastrophal wie in Syrien. 14 Millionen Menschen litten unter Mangelernährung. Warum wird dieser Krieg in westlichen Medien kaum zur Kenntnis genommen? Vielleicht weil die „westliche Wertegemeinschaft“ dort das Gegenteil von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten unterstützt?

Die Fratze, die uns ein Spiegelbild vorhält

Ich kann Michael Lüders Fazit nur zustimmen:

„Der ‚Islamische Staat’ und andere dschihadistische Gewalttäter sind nichts weniger als die Fratze, die uns ein Spiegelbild vorhält, die Quittung präsentiert für ein Jahrhundert Unterwerfung. Baschar al-Assad darf sicherlich als Schwerverbrecher gelten. Aber sind George W. Bush, Dick Cheney, Paul Wolfowitz, Tony Blair oder Nicolas Sarkozy, um eine beliebige Auswahl zu treffen, so viel besser? Wer andere Länder systematisch und gezielt zerstört, der sollte sich nicht wundern, wenn eines Tages die Bomben auch im eigenen Vorgarten hochgehen. Auf diesen Zusammenhang hinzuweisen rechtfertigt keinen Terror, aber es hilft, ihn zu verstehen.“ (S. 166/167)

Was also tun? Diese Frage stellt auch Michael Lüders und empfiehlt, Medien, Politiker und sogenannte Denkfabriken immer wieder kritisch zu hinterfragen. Und verweist auf ein Zitat von Albert Camus: „Ich empöre mich, also sind wir.“

Wer sich nicht von dem moralisierenden Gut/Böse-Schema des medialen und politischen Mainstreams den Blick vernebeln lassen will und sich ein differenziertes Bild vom Syrienkrieg machen möchte, für den ist dieses Buch eine unverzichtbare Lektüre. Es informiert umfassend über die Hintergründe des Syrienkrieges sowie über historische, politische und soziale Entwicklungen der Staaten im Nahen und Mittleren Osten. Ich kann es nur empfehlen.

Michael Lüders: Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte, C. H. Beck-Verlag, München 2017, 176 Seiten, 14,95 Euro

Anlage:Zwei Lesermails zum Thema:

1. Leserbrief von Bernd Duschner im Donaukurier

Anbei ein am 19.4.2017 veröffentlichter Leserbrief von Bernd Duschner zum US-Angriff auf Al-Schairat. Dazu schreibt er: „Leider wird die schändliche Rolle der Führung der syrischen Kurden als Handlanger der USA bei der Zerlegung des syrischen Staates bei weiten Teilen der Friedensbewegung nicht erkannt.“

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2. Ein Übersichtsartikel von Marco Wenzel aus ThailandVon roten Linien und Giftgas in Syrien

Ciao Stephan Best

Texte zum Giftgasangriff in Khan Shaykhun, Syrien – Kritik der Erzählung des Weißen Hauses

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 19.04.2017

Hallo mitnand,

die NDS haben heute die Übersetzung der von MIT-Professor (em.) Theodore A. Postol am 11.04.2017 verfassten Einschätzung des US-Geheimdienst-Reports zum Giftgasangriff in Khan Shaykhun (Syrien) veröffentlicht. Der Anfang dieses Textes ist unten wiedergegeben.

Die englische Originalfassung ist verfügbar über: http://imgur.com/ZSl8o42 ( Theodore Postol – A Quick Turnaround Assessment of the White House Intelligence Report Issued on April 11, 2017 About the Nerve Agent Attack in Khan Shaykhun, Syria – Imgur )

Vor einigen Tage hatte bereits Prof. Dr. Günter Meyer auf dem Portal Rubicon.news die von den deutschen Medien sofort übernommene Story des Weißen Hauses, Assad sei der Täter, dekonstruiert. Siehe:
https://www.rubikon.news/artikel/giftgasmassaker-war-false-flag-operation

Schnelle Einschätzung des Geheimdienst-Reports, den das Weiße Haus am 11. April 2017 herausgegeben hat zum Giftgasangriff in Khan Shaykhun, Syrien
Von Theodore A. Postol, Emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und Nationale Sicherheitspolitik am Massachusetts Institute of Technology

„Lieber Larry,

ich beziehe mich auf das, was ich als ein Statement des Weißen Hauses verstehe, das Behauptungen aufstellt über geheimdienstliche Erkenntnisse zum Giftgasangriff am 4. April 2017 in Khan Shaykhun in Syrien. Aus Ihrer Nachricht entnehme ich, dass diese Zusammenfassung geheimdienstlicher Informationen im Laufe des 11. April 2017 herausgegeben wurde.

Ich habe mir das Dokument aufmerksam angesehen, und ich glaube, dass man zweifelsfrei zeigen kann, dass das Dokument keinen Beweis irgendeiner Art dafür liefert, dass die US-Regierung konkret weiß, dass die syrische Regierung Verursacher des Giftgasangriffs in Khan Shaykhun, Syrien, um ca. 6:00 bis 7:00 Uhr am 4. April 2017.

Tatsache ist, dass ein in dem Dokument angeführtes Beweisstück auf einen Angriff hinweist, der am Morgen des 4. April von Einzelpersonen am Boden verübt wurde, nicht aus der Luft.

Dieser Schluss basiert auf einer Vermutung, die das Weiße Haus anstellt hinsichtlich des Giftgasbehälters und der Fotos dieses Behälters. Meine Einschätzung ist, dass dieser Behälter höchst wahrscheinlich manipuliert oder inszeniert ist, so dass keine ernsthaften Schlüsse aus den vom Weißen Haus vorgelegten Fotos gezogen werden können.

Wenn man – wie das Weiße Haus – annimmt, dass das Sarin an dieser Stelle ausgetreten ist und dass an dieser Stelle nicht manipuliert worden ist, dann ist die plausibelste Schlussfolgerung, dass das Sarin aus einem improvisierten Behälter ausgetreten ist, der aus einem 122mm Raketenrohr bestand, in das das Sarin gefüllt war und das auf beiden Seiten verschlossen war.

Die einzige unbestreitbare Tatsache im Bericht des Weißen Hauses ist, dass an jenem Morgen in Khan Shaykhun ein Chemiewaffenangriff mit Giftgas stattgefunden hat. Der Report wiederholt diesen Punkt an vielen Stellen, aber er enthält absolut keinen Beweis dafür, dass es sich dabei um einen Angriff mit einer Munition handelt, die aus einem Flugzeug abgeworfen wurde. Tatsächlich gibt es im Report keinen Beweis dafür, wer der Urheber dieser Gräueltat war. (…)“

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=37887

Seniora.org – Der Postol Report zum kürzlichen Gas-Angriff in Syrien

Eric Zuesse 18.04.2017

Weil dieser Bericht von lebenswichtiger Tragweite für Mensch und Natur ist, haben wir ihn ins Deutsche übersetzt.

Danke für die Übersetzung!

Der Postol Report zum kürzlichen Gas-Angriff in Syrien

 

Quelle: Seniora.org – Der Postol Report zum kürzlichen Gas-Angriff in Syrien

-= Der vollständige Text in engl. und deutscher Sprache im Anhang =-

POSTOL Giftgasangriff 20170418