Zum trilateralen Abkommen Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan – Global21



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In einer Niederlage für Trump streben die Saudis ein Verteidigungsabkommen mit der Türkei und Pakistan an
Nach einer Niederlage für Trump streben die Saudis ein Verteidigungsabkommen mit der Türkei und Pakistan an
Indem das saudische Königreich seine Sicherheit in einem Abkommen mit den Pakistanern und den Türken sucht, macht es deutlich, dass es sich noch weiter von den Abraham-Abkommen distanziert
GLOBAL21

  1. AUG. 2026

Das von Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan unterzeichnete trilaterale Abkommen, das offiziell als „Mecca Joint Defense Agreement“ (Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka) bezeichnet wird, enthält eine Klausel zur kollektiven Verteidigung: Ein bewaffneter Angriff auf einen Mitgliedstaat gilt als Angriff auf alle.

Laut offiziellen Erklärungen des pakistanischen Außenministeriums und türkischer Behörden zielt das Abkommen darauf ab, die kollektive Abschreckung zu stärken und die regionale Stabilität zu fördern. Sie betonen, dass es sich nicht gegen eine bestimmte Nation richte.

In der Praxis handelt es sich um eine formelle Weiterentwicklung des im vergangenen Jahr unterzeichneten bilateralen Abkommens zwischen Saudi-Arabien und Pakistan, das nun auf Ankara ausgeweitet wurde. Die Bestimmungen sehen den Austausch von Geheimdienstinformationen, gemeinsame Übungen sowie gemeinsame Projekte in der Rüstungsindustrie vor.

Saudi-Arabien bringt finanzielles Gewicht ein, die Türkei steuert fortschrittliche Militärtechnologie bei und Pakistan stellt eine kampferprobte Armee zur Verfügung. Interessanterweise gibt der technologische Austausch zwischen Pakistan und der Türkei bereits Anlass zur Sorge für China, insbesondere im Drohnenbereich, wo die drei Länder in direktem Wettbewerb stehen.

Das saudisch-pakistanische Bündnis besteht schon seit langem, war jedoch stets sehr unbeständig. Im Jahr 2015 erwartete Riad von Islamabad die Entsendung von Truppen zur Bekämpfung der Houthis im Jemen, doch das pakistanische Parlament stimmte für Neutralität. Diese Entscheidung verärgerte die saudische Monarchie zutiefst und führte zu einem diplomatischen Eiszeit sowie zur vorübergehenden Aussetzung von Kreditfazilitäten und subventionierten Öllieferungen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass die Saudis im Begriff sind, den Bürgerkrieg im Jemen wieder anzufachen, was unweigerlich Vergeltungsmaßnahmen auslösen wird. Löst das Erleiden von Vergeltungsschlägen für die Führung eines Krieges durch Stellvertreter und Verbündete die kollektive Verteidigungsklausel aus? Ich habe den starken Eindruck, dass wir hier in ernsthafte Sackgassen geraten werden.

Der bilaterale Vertrag von 2025 wurde von Islamabad als einfacher Tauschgeschäft konzipiert: Pakistan würde Saudi-Arabien formelle militärische Sicherheitsgarantien gewähren und im Gegenzug massive, sofortige Investitionen in seine angeschlagene Wirtschaft erhalten. Doch schon Monate nach der Unterzeichnung brodelte in Islamabad die Frustration. Pakistan beklagte, dass trotz der Formalisierung des Pakts und der Entsendung von rund 8.000 Soldaten, Kampfflugzeugen und Luftabwehrsystemen auf saudisches Territorium die von Riad versprochenen produktiven Investitionen nie zustande kamen. Die Saudis hielten die Überweisungen weiterhin zurück und beschränkten sich auf bürokratische Einzahlungen, die an strenge IWF-Auflagen geknüpft waren.

Was hat sich nun geändert?

Die umfassende militärische Eskalation im Nahen Osten hat Riad’s Überlebenskalkül völlig auf den Kopf gestellt. Um das gebrochene Vertrauen zu Pakistan wiederherzustellen und das Land zur Unterzeichnung eines neuen strategischen gemeinsamen Verteidigungsvertrags zu bewegen, musste Saudi-Arabien auf wirtschaftlicher Ebene Zugeständnisse machen… (…)
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