In The Zone of Interest geht es um die Gefahr, Gräueltaten zu ignorieren – auch in Gaza | Naomi Klein


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In The Zone of Interest geht es um die Gefahr, Gräueltaten zu ignorieren – auch in Gaza | Naomi Klein

Naomi Klein

14.03.2024

12-16 Minuten

Es ist eine Oscar-Tradition: Eine ernsthafte politische Rede durchstößt die Blase aus Glamour und Selbstbeweihräucherung. Die Reaktionen darauf sind widersprüchlich. Die einen verkünden die Rede als Beispiel für Künstler in ihrer kulturverändernden Bestform, die anderen als egoistische Usurpation eines ansonsten feierlichen Abends. Dann ziehen alle weiter.

Ich vermute jedoch, dass die Wirkung von Jonathan Glazers Rede, mit der er bei der Oscar-Verleihung am vergangenen Sonntag die Zeit angehalten hat, wesentlich nachhaltiger sein wird und ihre Bedeutung und Wichtigkeit noch viele Jahre lang analysiert werden wird.

Glazer nahm den Preis für den besten internationalen Film für The Zone of Interest entgegen, der vom wahren Leben von Rudolf Höss, dem Kommandanten des Konzentrationslagers Auschwitz, inspiriert ist. Der Film folgt Höss‘ idyllischem Leben mit seiner Frau und seinen Kindern, das sich in einem herrschaftlichen Haus mit Garten in unmittelbarer Nähe des Konzentrationslagers abspielt. Glazer beschreibt seine Figuren nicht als Monster, sondern als „nicht denkende, bürgerliche, aufstrebende Karrieristen“, Menschen, denen es gelingt, das abgrundtief Böse in weißes Rauschen zu verwandeln.

Vor der Verleihung am Sonntag wurde Zone bereits von mehreren Gottheiten der Filmwelt angekündigt. Alfonso Cuarón, der Oscar-prämierte Regisseur von Roma, nannte ihn „den wahrscheinlich wichtigsten Film dieses Jahrhunderts“. Steven Spielberg erklärte ihn zum „besten Holocaust-Film, den ich seit meinem eigenen gesehen habe“ – eine Anspielung auf Schindlers Liste, der vor 30 Jahren die Oscars eroberte. (…)

(Übersetzt mit DeepL)

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