DIANA JOHNSTONE: US-Außenpolitik ist ein grausamer Sport


DIANA JOHNSTONE: US Foreign Policy Is a Cruel Sport

DIANA JOHNSTONE: US-Außenpolitik ist ein grausamer Sport

Die Bärenhetze wurde vor langer Zeit als unmenschlich verboten. Doch heute wird eine Version davon jeden Tag gegen ganze Nationen in einem gigantischen internationalen Maßstab praktiziert. 

23. Februar 2022

Von Diana Johnstone

in Paris

Zur Zeit der ersten Königin Elizabeth genossen es britische Königskreise, zuzusehen, wie wilde Hunde zum Spaß einen gefangenen Bären quälten.  Der Bär hatte niemandem etwas zuleide getan, aber die Hunde waren darauf trainiert, das gefangene Tier zu provozieren und es dazu zu bringen, sich zu wehren.  Das Blut, das aus den aufgeregten Tieren floss, erfreute die Zuschauer.

Diese grausame Praxis ist längst als unmenschlich verboten worden.

Und doch wird heute eine Version der Bärenhetze jeden Tag gegen ganze Nationen in einem gigantischen internationalen Ausmaß praktiziert.  Man nennt das die Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Sie ist zur regelmäßigen Praxis des absurden internationalen Sportvereins namens NATO geworden.

Die Führer der Vereinigten Staaten, die sich in ihrer Arroganz als „die unentbehrliche Nation“ sicher sind, haben nicht mehr Respekt vor anderen Ländern als die Elisabethaner vor den Tieren, die sie quälten. Die Liste der Ziele amerikanischer Bärenhetze ist lang, aber Russland sticht als Paradebeispiel für ständige Schikanen hervor.  Und das ist kein Zufall.  Die Hetzjagden sind bewusst und sorgfältig geplant.

Als Beweis verweise ich auf einen Bericht der RAND Corporation aus dem Jahr 2019 an den Stabschef der US-Armee mit dem Titel „Extending Russia“. (1) Eigentlich ist die RAND-Studie selbst ziemlich vorsichtig in ihren Empfehlungen und warnt davor, dass viele perfide Tricks nicht funktionieren könnten.  Ich halte jedoch die bloße Existenz dieses Berichts für skandalös, und zwar nicht so sehr wegen seines Inhalts als vielmehr wegen der Tatsache, dass das Pentagon seine Top-Intellektuellen dafür bezahlt, Wege zu finden, andere Nationen in Schwierigkeiten zu locken, die die US-Führung auszunutzen hofft.

Die offizielle US-Linie lautet, dass der Kreml Europa durch seinen aggressiven Expansionismus bedroht, aber wenn die Strategen unter sich reden, sieht die Geschichte ganz anders aus.  Ihr Ziel ist es, Russland durch Sanktionen, Propaganda und andere Maßnahmen dazu zu bringen, genau die Art von negativen Maßnahmen („Überdehnung“) zu ergreifen, die die USA zum Nachteil Russlands ausnutzen können. (…)

Der vollständige Text findet sich hier:

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