Die Indianer bezahlen die Zeche des Machtwechsels in Brasilien von der Arbeiterpartei zur Rechten. Brasiliens Regierung braucht im Kongress die Stimmen der Agrarlobby. Dafür ist sie wohl bereit, die staatliche Behörde für indigene Völker zu opfern. Dabei hätte die Verfassung deren Rechte eigentlich wahren sollen.


Internationales Forum

Regierung Temer in Brasilien
Die Indianer bezahlen die Zeche des Machtwechsels
von Thomas Milz, Rio de Janeiro18.5.2017, 12:00 Uhr
Brasiliens Regierung braucht im Kongress die Stimmen der Agrarlobby. Dafür ist sie wohl bereit, die staatliche Behörde für indigene Völker zu opfern. Dabei hätte die Verfassung deren Rechte eigentlich wahren sollen.
Munduruku-Indianer demonstrieren im letzten November in Brasilia. (Bild: Joédson Alves / Epa)

Munduruku-Indianer demonstrieren im letzten November in Brasilia. (Bild: Joédson Alves / Epa)

Der dreitausend Seiten lange Abschlussbericht über die staatliche Indigenenbehörde Funai, den der konservative Abgeordnete Nilson Leitão am Dienstag einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss vorlegte, ist vernichtend ausgefallen. Sein Fazit: Die Funai sei inkompetent. Mehr noch, Leitão sprach von durch angebliche Anthropologen gefälschten Verfahren zur Landvergabe an Indigene, die ebenfalls und in Wahrheit nichts als Betrüger seien. Kurzum – die Funai solle am besten dichtgemacht werden.

Mittel drastisch gekürzt

Die Behörde steht mit dem Rücken zur Wand, und mit ihr Brasiliens Indigene. Im aktuellen Haushalt wurden die ohnehin kargen Mittel…

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