KenFM-Positionen 10: Trump – Chance oder Katastrophe für Europa?


Veröffentlicht am 28.04.2017 Donald Trump!
Das schlichte Erwähnen dieses Namens reicht, um Menschen auf dem gesamten Globus in zwei Lager zu spalten. Entweder man steht Trump wohlwollend gegenüber, wartet ab, was er tun wird oder man verachtet ihn, unabhängig davon, wie er während seiner Amtszeit handelt.Die, die Trump verachten, halten ihn für einen hochgefährlichen, egozentrischen Wirrkopf. Den Dieter Bohlen der USA. Nur, dass Trump nicht als Kopf einer Casting-Show agiert, sondern über die Codes der US-Atombomben verfügt. Trump hat es ins Weiße Haus geschafft. Wie konnte das passieren und was bedeutet sein Wahlsieg speziell für das Schicksal Europas? Anders als die bekennenden Gegner Trumps sind diejenigen, die ihn schlicht als Nachfolger Obamas sehen, nicht automatisch seine Fans. Ihnen fällt nur auf, dass Trump vor allem von den Massenmedien des Westens so dargestellt wird, wie zuvor all jene politischen Führer, die sich nicht bedingungslos den Interessen des amerikanischen Geldadels unterordnen wollen. Trump, das liegt auf der Hand, gehört einer anderen Elite als seine Vorgänger an, was nicht zwingend bedeutet, dass amerikanische Außenpolitik mit ihm besser wird. Entscheidend für die Beobachter ist, die Zeit des politischen Schwarz-Weiß-Denkens ist vorbei, was auch mit dem Aufkommen alternativer Medien und der Dynamik sozialer Netzwerke zu tun hat. Immer mehr Menschen rund um den Globus bilden sich ein eigenes, unabhängiges Weltbild, das deutlich komplexer ist, als von Konzern-Medien bisher vorgegeben. Hier läuft ein Lernprozess, der das, was man politische Analyse nennt, dorthin outsourced, wo es in einer echten Demokratie hingehört: an die Basis. Die Zeit der medialen Bevormundung ist mit dem Netz vorbei und macht die Frage „Trump – Chance oder Katastrophe für Europa?“ erst sinnvoll. Die Antwort darauf muss nämlich komplex sein und darf sich nicht vom Schubladendenken der medialen Gatekeeper manipulieren lassen. In der zehnten Ausgabe von Positionen geht es um weit mehr als Trump. Es geht darum, ob wir, die Bürger, in der Lage sind, uns unserer eigenen Scheuklappen zu entledigen.
Zu all diesen Fragen diskutierten im März diesen Jahres folgende Gäste miteinander:
Hans-Christof von Sponeck – Diplomat der Vereinten Nationen von 1968-2000; tätig u.a. in Pakistan, Ghana, Botswana, Irak
Andreas von Bülow – Mitglied des Deutschen Bundestages von 1969-1994 (SPD); Geheimdienstexperte und SachbuchautorFlorian
Ernst Kirner – a.k.a. Prinz Chaos II; politischer Aktivist und Liedermacher
Hannes Hofbauer – Journalist, Historiker und Verleger bei ProMedia
Inhaltsübersicht:
00:26:43 Die Chancen der Präsidentschaft Donald Trumps
00:35:07 Ist die Konfrontation Europa – Russland nur vertragt? Die Beziehungen zwischen dem Trump Lager und Russland
00:54:33 Wie kann sich der Einzelne einbringen um den Zusammenhalt in der Basisbevölkerung zu stärken?
01:09:17 Das Versagen der UNO und der repräsentativen Demokratie
01:21:33 Trump – sein Verhältnis zum Staat und dem Neoliberalismus
01:28:54 Politisches Handeln im Sinne des Miteinanders – Moralische Grundsätze und eine Aussöhnung mit Russland
01:33:15 Populismus und Politik: Wie sich Rückgrat und der Abbau von Feindbildern auswirken
01:50:30 Das neue Online-Magazin Rubikon
02:04:19 „Planetarismus“ – ein neues Verständnis der Welt
02:18:00 Was bedeutet Trump für Russland?
02:24:56 Wo liegt die Chance bzw. Katastrophe mit Trump?
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