Die Schweizer TagesWoche tat das, was man von einem seriösen Medium erwarten würde, wenn seine Glaubwürdigkeit massiv angeschlagen ist: sie öffnete sich dem medienkritischen Diskurs und forderte die Leser auf, ihre Ansichten zu fünf vorformulierten Thesen darzulegen.
These 1: Wer nicht zweifelt, ist unglaubwürdig
These 2: Medien üben den Konsens
These 3: Verschwörungstheorien füllen Lücken in der Berichterstattung
These 4: Zweifler finden sich im Netz und bestärken sich gegenseitig
These 5: Transparenz verstärkt paradoxerweise das Misstrauen
Das Frappierende, das Entlarvende an diesem Vorgang ist, dass er so singulär und abseits vom Mainstream stattfindet, dass allein die hehre Intention die angeblich so renommierten Medien in Schamesröte versinken lassen müsste. Anstatt den Lesern ein vergleichbares Angebot viel früher unterbreitet zu haben, verfingen und verfangen sich die gleichgeschalteten Medien in Deutschland in Diffamierungen und Zensur, vertiefen damit den Graben zwischen sich und den Konsumenten und bestätigen damit indirekt die gegen sie erhobenen Vorwürfe.
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