Glenn Greenwald über die US-Medien


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greenwald„Ich respektierte [den Journalisten und Pulitzer-Preisträger] Gellman, nicht aber die Washington Post, die in meinen Augen der Inbegriff eines regierungsfreundlichen Presseorgans ist und die schlimmsten Attribute der politischen US-Medien in sich vereint: übermäßige Regierungsnähe, Ehrfurcht vor dem Sicherheitsstaat, ständiges Totschweigen abweichender Meinungen. Der medienkritische Journalist Howard Kurtz, der lange selbst für die Zeitung tätig war, dokumentierte 2004, wie die Post im Vorfeld des Einmarschs im Irak die Kriegsbefürworter systematisch unterstützte, gleichzeitig die Opposition herunterspielte oder gar nicht erst zu Wort kommen ließ. Die Berichterstattung der Post, stellte Kurtz abschließend fest, sei »auffallend einseitig« zugunsten der Invasion ausgefallen. Und auch danach blieb die Leitartikelseite der Post eine der lautstärksten Befürworter von US-Militarismus, Geheimniskrämerei und Überwachung….

greenwald-die-globale-uberwachungAusserdem wusste ich, dass die Washington Post sich pflichtschuldig an die ungeschriebenen Regeln halten würde, wie die Medien des Establishments mit Regierungsgeheimnissen umzugehen haben. Gemäß diesen Regeln, die es der Regierung ermöglichen, Enthüllungen selbst zu steuern…

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