Rubikon – Magazin für die kritische Masse | Professionelle Heuchelei (3/4)

Professionelle Heuchelei (3/4)

Der Blick hinter die Fassade offenbart: Das Journalistenbüro Correctiv ist alles andere als unabhängig, aufklärerisch und investigativ.

Redaktionelle Vorbemerkung: Die Recherche von Elke Schenk zu Correctiv erscheint als Vierteiler. Den ersten Teil lesen Sie hier, den zweiten hier. Beim hier vorliegenden Text handelt es sich um den dritten Teil.

Correctiv als Kalte Krieger 2: „Flug MH17 Die Suche nach der Wahrheit“

Am 17. Juli 2014 wurde über der Ukraine in einer Höhe von über 9000 Metern das malaysische Verkehrsflugzeug MH 17 abgeschossen mit fast 300 Toten. Da es in dem von Separatisten kontrollierten Gebiet der Ostukraine niederging, wurden von westlicher und ukrainischer Seite die gegen das Kiewer-Putsch-Regime und für eine Föderalisierung der Ukraine kämpfenden „prorussischen Separatisten“ dafür verantwortlich gemacht, schon wenige Stunden nach dem Absturz. Als Waffe wurde eine Boden-Luft-Rakete (BUK) genannt. Die Separatisten verfügten aber nicht über ein Gerät, das eine solche Flughöhe erreichen konnte. Darüber verfügen nur die ukrainische Armee und Russland. Da die Täter schon feststanden, konnten es – dieser Logik folgend – nur eine russische BUK und russische Soldaten sein, die die Maschine von ostukrainischem Gebiet aus abgeschossen hatten. Die russische Seite warf der ukrainischen Regierung vor, die Zivilmaschine mit einem Kampfjet abgeschossen zu haben und die Schuld den Separatisten bzw. Russland in die Schuhe zu schieben.

(Eine fundierte Aufarbeitung bieten Stephan BEST und Martin ZEIS in ihrem Vortrag: Malaysian Airlines Flug MH-17 – Beispiel eines macht- und medienpolitischen „Ereignisses“; 29.01.2015, Vortragstext und Folien abrufbar unter:
https://steven25.files.wordpress.com/2015/02/mh17-aufsatz150130.pdf
https://steven25.files.wordpress.com/2015/01/mh17_f3_folien150130.pdf
https://steven25.files.wordpress.com/2015/10/mh17-nachtrag151012.pdf)

Es wurde eine Untersuchungskommission eingerichtet unter niederländischem Vorsitz, (engl. Dutch Safety Board, DSB). Mitglied waren darüber hinaus die ukrainische Regierung (als potentielle Täter) und Australien. Malaysia als Opfernation blieb monatelang von der Kommission ausgeschlossen und erhielt erst nach längeren Protesten im Dezember 2014 Zugang. Die Separatisten übergaben dem Vertreter der malaysischen Regierung die unversehrten Flugdatenschreiber und Voice recorder. Diese wanderten zum DSB in die Niederlande und von dort nach Großbritannien zur Auswertung. Im September 2014 legte das DSB seinen Zwischenbericht vor, in dem als Absturzursache der Einschlag von „Objekten von hoher Energie“ genannt wurde. Weitere Konkretisierungen wurden nicht vorgenommen. Insbesondere klärte der Zwischenbericht nicht, ob MH 17 von einer BUK oder einem Kampfjet aus der Luft abgeschossen worden war. Die westlichen Medien und Politiker beschuldigen bis heute Russland, hinter dem Verbrechen zu stehen, ohne Beweise vorzulegen, und verschärften die Sanktionen gegen Russland. (…)

Quelle: Rubikon – Magazin für die kritische Masse | Professionelle Heuchelei

Neue Erkenntnisse zu Todesschüssen auf dem Maidan 20.2.2014

Elke Schenk – globalcrisis/globalchange NEWS

20.2.2017

https://www.heise.de/tp/features/Woher-kamen-die-Todesschuesse-3630949.html?view=print[1]

*Woher kamen die Todesschüsse?*

20-2-2017 – Stefan Korinth

Keine tödliche Kugel passt zu Berkut-Kalaschnikows. Die Staatsanwaltschaft nutzt ein entscheidendes Überwachungsvideo nicht. Und über hundert Menschen erklärten bislang, Schützen in Maidangebäuden gesehen zu haben. […]

(Der kanadisch-ukrainischen Politikwissenschaftler) Katchanovski hatte in seiner Studie ermittelt, dass vorrückende Maidankämpfer und andere Maidananhänger von Schützen aus Gebäuden wie dem Hotel Ukraina, dem Oktoberpalast oder der Bank Arkada erschossen wurden. Genau wie die Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft habe auch seine Studie „keine zuverlässigen Beweise“ dafür gefunden, dass Regierungsscharfschützen der Einheiten Omega, SBU-Alpha, Bulat oder Scharfschützen einer sogenannten „dritten Kraft“ die Maidankämpfer ermordeten, unterstreicht der Forscher von der Universität Ottawa. […]

27 von 28 an der Institutska getöteten Maidananhängern und die absolute Mehrheit der Verletzten sei aus signifikant vertikalen Winkeln erschossen worden, so Katchanovski weiter. Die Barrikade weiter hinten auf der Straße, von der Berkut-Polizisten feuerten, befand sich jedoch auf nahezu gleicher Höhe mit den Maidankämpfern. […]

Die massive Sperre der Sonderpolizei (Berkut, E.S.) könnte für die Aufklärung des Verbrechens entscheidend sein: „Die Staatsanwaltschaft hat während des Prozesses zugegeben, dass sie während des gesamten Massakers Videoaufzeichnungen der Berkut-Barrikade hat“, so der Politikwissenschaftler.

Bisherige Videos zeigten die Barrikade immer nur aus größerer Entfernung. Aber diese Videos, die aus einer viel näheren Entfernung von einer Nationalbank- Kamera gemacht wurden, werden, mit einer Ausnahme, im Prozess nicht als Beweismittel für die Erschießung von Demonstranten durch Berkut eingesetzt.

/Ivan Katchanovski/

Diese wichtigen Aufnahmen mit Zeitstempel könnten leicht mit den Zeiten der Schüsse auf Demonstranten und mit den Positionen der Berkut-Polizisten synchronisiert werden, erklärt Katchanovski weiter. Dass dies von der Staatsanwaltschaft nicht gemacht werde, sei ein indirekter Beweis dafür, dass das Maidan-Massaker eine „Operation unter falscher Flagge“ war. Katchanovski kam in seinen Nachforschungen zum Ergebnis, dass es dieselben Schützen waren, die sowohl vorrückende Maidankämpfer als auch Polizisten beschossen.

*Nur ein Todesschütze bislang definitiv identifiziert*

Der einzig bislang bekannte Todesschütze ist Maidankämpfer Ivan Bubentschik, der in Interviews 2015 und 2016 gestand, dass er am Morgen des 20. Februar mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr zwei Berkut-Kommandeure vom Musikkonservatorium aus erschossen und viele weitere Polizisten verwundet hatte. (*Maidan: „Ich schoss ihnen ins Genick“[10]*) Wegen einer Generalamnestie für Maidankämpfer wird er jedoch nicht strafrechtlich dafür verfolgt. Bubentschik kommandiert heute das Bataillon Zakhid-2, das aus Mitgliedern des Rechten Sektors gebildet wurde.

[…]

vollständiger Text im Anhang

Ergänzende Hinweise Elke Schenk:

(1) Schon am 10.4.2014 hat die ARD-Monitor-Sendung (nur die 11-minütige Sendung ist vollständig) „*Todesschüsse in Kiew: Wer ist für das Blutbad vom Maidan verantwortlich“*

http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Todessch%C3%BCsse-in-Kiew-Wer-ist-f%C3%BCr-das-Bl/Das-Erste/Video?bcastId=438224&documentId=38433008

(Abruf 20.2.2017) wesentliche Erkenntnisse zum Tathergang und zu den Todesschützen veröffentlicht.

(2) Das Verhalten der Generalstaatsanwaltschaft verwundert nicht, wenn man weiß, dass der nach dem Putsch in der Ukraine eingesetzte Generalstaatsanwalt Oleg Machnitzkij zur Partei Swoboda gehört, einer ideologisch der NPD nahe stehende Partei.

(3) Die 79 Seiten umfassende Untersuchung von Ivan Katchanovski wird im Artikel

von Stephan Korinth nicht verlinkt:

The “Snipers ’ Massacre” on the Maidan in Ukraine, Ivan Katchanovski, Ph.D. School of Political Studies & Department of Communication University of Ottawa Ottawa, ON K1N 6N5, Canada – ikatchan@uottawa.ca

Paper prepared for presentation at the Annual Meeting of American Political Science Association in San Francisco, September 3-6, 2015

Neue Erkenntnisse zu Todesschüssen auf dem Maidan 20.2.2014

Elke Schenk – globalcrisis/globalchange NEWS

20.2.2017

https://www.heise.de/tp/features/Woher-kamen-die-Todesschuesse-3630949.html?view=print

Woher kamen die Todesschüsse?

20-2-2017 – Stefan Korinth

Keine tödliche Kugel passt zu Berkut-Kalaschnikows. Die Staatsanwaltschaft nutzt ein entscheidendes Überwachungsvideo nicht. Und über hundert Menschen erklärten bislang, Schützen in Maidangebäuden gesehen zu haben. […]

(Der kanadisch-ukrainischen Politikwissenschaftler) Katchanovski hatte in seiner Studie ermittelt, dass vorrückende Maidankämpfer und andere Maidananhänger von Schützen aus Gebäuden wie dem Hotel Ukraina, dem Oktoberpalast oder der Bank Arkada erschossen wurden. Genau wie die Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft habe auch seine Studie „keine zuverlässigen Beweise“ dafür gefunden, dass Regierungsscharfschützen der Einheiten Omega, SBU-Alpha, Bulat oder Scharfschützen einer sogenannten „dritten Kraft“ die Maidankämpfer ermordeten, unterstreicht der Forscher von der Universität Ottawa. […]

27 von 28 an der Institutska getöteten Maidananhängern und die absolute Mehrheit der Verletzten sei aus signifikant vertikalen Winkeln erschossen worden, so Katchanovski weiter. Die Barrikade weiter hinten auf der Straße, von der Berkut-Polizisten feuerten, befand sich jedoch auf nahezu gleicher Höhe mit den Maidankämpfern. […]

Die massive Sperre der Sonderpolizei (Berkut, E.S.) könnte für die Aufklärung des Verbrechens entscheidend sein: „Die Staatsanwaltschaft hat während des Prozesses zugegeben, dass sie während des gesamten Massakers Videoaufzeichnungen der Berkut-Barrikade hat“, so der Politikwissenschaftler. Bisherige Videos zeigten die Barrikade immer nur aus größerer Entfernung.

Aber diese Videos, die aus einer viel näheren Entfernung von einer Nationalbank-Kamera gemacht wurden, werden, mit einer Ausnahme, im Prozess nicht als Beweismittel für die Erschießung von Demonstranten durch Berkut eingesetzt.

Ivan Katchanovski

Diese wichtigen Aufnahmen mit Zeitstempel könnten leicht mit den Zeiten der Schüsse auf Demonstranten und mit den Positionen der Berkut-Polizisten synchronisiert werden, erklärt Katchanovski weiter. Dass dies von der Staatsanwaltschaft nicht gemacht werde, sei ein indirekter Beweis dafür, dass das Maidan-Massaker eine „Operation unter falscher Flagge“ war. Katchanovski kam in seinen Nachforschungen zum Ergebnis, dass es dieselben Schützen waren, die sowohl vorrückende Maidankämpfer als auch Polizisten beschossen.

Nur ein Todesschütze bislang definitiv identifiziert

Der einzig bislang bekannte Todesschütze ist Maidankämpfer Ivan Bubentschik, der in Interviews 2015 und 2016 gestand, dass er am Morgen des 20. Februar mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr zwei Berkut-Kommandeure vom Musikkonservatorium aus erschossen und viele weitere Polizisten verwundet hatte. (Maidan: „Ich schoss ihnen ins Genick“[10]) Wegen einer Generalamnestie für Maidankämpfer wird er jedoch nicht strafrechtlich dafür verfolgt. Bubentschik kommandiert heute das Bataillon Zakhid-2, das aus Mitgliedern des Rechten Sektors gebildet wurde.

[…]

vollständiger Text im Anhang

Ergänzende Hinweise Elke Schenk:

(1) Schon am 10.4.2014 hat die ARD-Monitor-Sendung (nur die 11-minütige Sendung ist vollständig) „Todesschüsse in Kiew: Wer ist für das Blutbad vom Maidan verantwortlich“ http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Todessch%C3%BCsse-in-Kiew-Wer-ist-f%C3%BCr-das-Bl/Das-Erste/Video?bcastId=438224&documentId=38433008 (Abruf 20.2.2017) wesentliche Erkenntnisse zum Tathergang und zu den Todesschützen veröffentlicht.

(2) Das Verhalten der Generalstaatsanwaltschaft verwundert nicht, wenn man weiß, dass der nach dem Putsch in der Ukraine eingesetzte Generalstaatsanwalt Oleg Machnitzkij zur Partei Swoboda gehört, einer ideologisch der NPD nahe stehende Partei.

(3) Die 79 Seiten umfassende Untersuchung von Ivan Katchanovski wird im Artikel von Stephan Korinth nicht verlinkt:

The “Snipers ’ Massacre” on the Maidan in Ukraine, Ivan Katchanovski, Ph.D. School of Political Studies & Department of Communication University of Ottawa Ottawa, ON K1N 6N5, Canada – ikatchan@uottawa.ca

Paper prepared for presentation at the Annual Meeting of American Political Science Association in San Francisco, September 3-6, 2015

Katrin McCLEAN Reise in ein bestraftes Land

Globalcrisis/globalchange NEWS
Stephan Best 16.Februar 2017

Guten Tag an die Listen,

wenn der neu gewählte US Präsident mit Nachdruck vertritt, dass Russland bitteschön die Krim wieder an deren eigentliche Besitzerin zurückzugeben habe, bevor über ein Ende der Sanktionen verhandelt werden könne, dann mag das in unserer Medienlandschaft von DLF bis ZEIT keines kritischen Kommentars wert sein. Wer sich die wirklichen Abläufe des vom Westen gesponserten und bejubelten Präsidentensturz in der Ukraine im Februar 2014 noch mal vergegenwärtigt, wird die Haltung von Donald Trump und der ihn beeinflussenden Kräfte als Fortsetzung einer Außenpolitik wahrnehmen, die geschichtsvergessen ihre imperiale Agenda weiterhin betreibt.

Der Reisebericht von Katrin McCLEAN wirkt dagegen auf den entfernten Leser wie die Reportagen einer Karin LEUKEFELD über Syrien: sie zeichnen ein Bild vom tatsächlichen Leben der Bevölkerung und ordnen die Gespräche mit Einzelnen in die historischen Belastungen und Narrative ein, vor deren Hintergrund westliche Außenpolitik als verfehlte Strafaktion gesehen wird.

Ciao Stephan Best

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Sanktionen:

02 Dez 2016

Reise in ein bestraftes Land

Wem schaden die Russland-Sanktionen am meisten? Und wie begründet sind sie eigentlich? Autorin Katrin McClean flog nach St. Petersburg und auf die Krim, um diesen Fragen nachzugehen.

von Katrin McClean

http://www.free21.org/reise-in-ein-bestraftes-land/

-=Der Original – Bericht im Anhang=-

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Free21.org ist eine global ausgerichtete Plattform für journalistische Beiträge und qualifizierte Debatten. Alle Artikel werden typographisch so gesetzt, dass sie heruntergeladen und auf DIN A4 Papier ausgedruckt werden können. Die Artikel werden durch Photos ergänzt und mit einem Quellenverzeichnis versehen. Alle Artikel auf Free21.org können von den Nutzern frei geteilt und verbreitet werden, sowohl online als auch im PDF-Format (Lizens: Creative Commons 3.0).

Free21.org funktioniert als Netzwerk-Projekt. Wir beziehen Beiträge von Fachleuten aus den verschiedensten Fachgebieten mit ein.

Zusammen arbeiten wir daran, in einem Zeitalter der Verwirrung die Tatsachen herauszufinden und über sie zu berichten. Wir wollen ein qualitativ hochwertiges und unabhängiges Medium schaffen, dass frei von den Zwängen und Einschränkungen großer Medienkonzerne agieren kann.

Free21.org wurde 2014 von dem dänischen Journalisten Tommy Hansen (57) gegründet.

Tommy Hansen ist seit 1985 als freier investigativer Journalist tätig. Tommy hat sich vertieft mit den Ereignissen am 11. September 2001 in New York und den Kriegen, die darauf folgten, beschäftigt. Weitere Themen, mit denen er sich journalistisch auseinandersetzt, sind Weltpolitik und moderne Geschichte, Umweltthemen, Netzpolitik und Internet.

Tommy hat in Deutschland, der Schweiz und Norwegen gelebt und reiste in den 90ern als Reisejournalist durch die Welt. Dabei verbrachte er längere Zeit in Ländern der arabischen/islamischen Welt, wie Tunesien, und auch in der Ukraine.

Gesendet von Mail für Windows 10
Stephan Best mail@sbest.eu
steven25.com
0049 178 170 5671

03-McClean_Krimreise-TH4 20161203.pdf

Riesiger Friedensmarsch auf Kiew

Stephan Best
globalcrisis/globalchange NEWS
15.07.2016

 

Hallo an die Listen,
nachdem erstaunlich große Volksbewegungen im Westen der Ukraine sich auf den Weg des Protests nach Kiew machen und die westlichen Mainstream-Medien darüber nicht berichten, verwundert es doch einigermaßen, dass auch auf den sonst verlässlichen Portalen nichts darüber zu finden ist. Nun möchten wir zwei Fundstellen dokumentieren, die mit Informationen dazu aufwarten: Willy Wimmer reflektiert die Rolle der (orthodoxen) Kirche bei der Moblisierung des Protestmarsches auf seniora.org, während Russia Insider bereits eine gewaltsame Unterdrückung der russisch-orthodoxen Aktion befürchtet. Dazu sprechen einige Kommentare aus der ukrainischen Administration eine deutliche Sprache. Offensichtlich passen diese Zehntausenden mit ihren Kreuzen und Heiligenbildern so gar nicht in das hierzulande medial gehätschelte Muster von Maidan- und Anti-Maidan Kräften in der Ukraine.

-=Beide Dokumente im Anhang!=-

Ciao Stephan Best
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seniora.org

Seniora.org – Riesiger Friedensmarsch auf Kiew

Willy Wahl

Von Willy Wimmer – 14. 07. 2016

Mit den Bildern aus der Ukraine wird das ganze Dilemma in Europa deutlich. In der Ukraine haben die Kirchen den Menschen noch etwas zu sagen und die Menschen lassen sich nicht alles durch die Regierenden bieten. Die Menschen wollen Frieden und sie gehen dafür nicht nur auf die Straßen. Sie pilgern über hunderte von Kilometern und nehmen damit unglaubliche Strapazen auf sich.

Der damit deutlich werdende Aufschrei der Menschen gegen die gegenwärtigen Verhältnisse ist so dramatisch, daß weder die Staatsgewalt noch die rechtsfaschistischen Kräfte es wagen, sich den Pilgern in den Weg zu stellen. Wo sind bei uns die Pilgerzüge, die sich den Kriegstreibern in den Weg stellen und wo die Kirchen, deren Priester den Menschen noch etwas zu sagen haben?

Die Bilder könnten gegensätzlicher nicht sein. Der Westen, der hinter dem schlimmen Schicksal der Ukraine steht und alles dort letztlich zu verantworten hat, glänzt durch Militärmanöver und dramatisches Säbelrasseln.

Dagegen zeigen die Menschen in einem tiefgläubigen Land mit ihren Friedenszügen, was der christliche Glaube in und für ein Volk bewirken kann. Wir im Westen sollten uns nicht täuschen, was die tatsächliche Lage in der Ukraine anbelangt.

Dabei ist es geradezu unglaublich, daß die Pilgerzüge im Westen der Ukraine ihren Ausgang genommen haben. In dem Teil der Ukraine, der schon dem Bilde nach an das alte Österreich erinnert und das bislang nach Westen oder in die Eigenstaatlichkeit strebte.

Wer in den letzten Jahren nach dem westlich unterstützten Putsch gegen die legitime Regierung in Kiew angenommen hatte, daß es keine staatliche Kooperation mit den alten faschistischen Strukturen in diesem Lande geben würde, sah sich enttäuscht.

Die Europäische Union hatte nicht das geringste dagegen einzuwenden, riesige Finanzströme dem „rechten Sektor“ zugute kommen zu lassen, solange sich diese Kräfte gegen den russisch-sprechenden Teil der Ukraine oder Rußland selbst einsetzen ließen. Der deutsche Widersinn kam dabei besonders deutlich zu Tage. Hier wurde der Verbotsantrag gegen die NPD beim Bundesverfassungsgericht eingereicht und deutsches Regierungsgeld stärkte die „Asow“-und sonstigen Bataillone im Kampf gegen alles das, was „russisch“ war und ist.

Die Pilgerzüge haben nichts von dem „an sich“, was in den letzten Jahren die Wiege des russischen Volkes in Europa so auseinandergetrieben hatte. Man muß sich in beiden Ländern nur einmal die Mehrzahl der Ehepaare ansehen, um eines feststellen zu können: Russen heiraten Ukrainer und umgekehrt. Hier haben nach dem Zerfall der Sowjetunion jene westlichen Kräfte angesetzt, die schon vor dem Ersten Weltkrieg über den Council on foreign relations aus Chicago alles unternommen haben, die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie auseinander zu jagen.

Das für Mitteleuropa so desaströse amerikanische Modell wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht nur in der Ukraine umgesetzt. Rußland ist jetzt das Ziel. Dagegen stehen die Menschen in der Ukraine auf. Sie wollen sich ihre Mitmenschlichkeit nicht auch noch nehmen lassen. Und es ist das christliche Kreuz, das ihre Friedenspilgerzüge bestimmt.
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https://www.youtube.com/watch?v=yOAxKT5jLnEVideo vom Friedensmarsch Ukrainischer Orthodoxer nach Kiew, beeindruckend das „Volk“ – der Mut und die Konsequenz
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13. Juli 2016 Update 22:00 Noch ist alles ruhig. Die Regierung in Kiew tobt und fordert jetzt unverblümt den Rechten Sektor auf einzugreifen und die Ankunft in Kiew zu verhindern. Das ist aber bereits unmöglich geworden. Die Kreuzzüge werden immer umfangreicher und die schieren Menschenmassen sind einfach zu groß, als daß man sie noch stoppen könnte. Selbst Gewalt richtet gegen Hunderttausende aus drei Richtungen nichts mehr aus.Der ukrainische Geheimdienst SBU soll die riesigen Prozessionen beobachten, sich aber zurückhalten. Einzelne Gruppen des Rechten Sektors stehen auch bisweilen am Straßenrand, beschimpfen und bepöbeln die Pilger, trauen sich aber bisher nicht wirklich, die Leute anzugreifen.

Die Leute stehen überall am Straßenrand, verneigen sich, bekreuzigen sich. Immer mehr ziehen mit.

Der Zug, der aus dem Westen auf Kiew zuwandert, startete vom Heiligen Himmelfahrtskloster in Potschajiw in der Oblast Tarnopil aus. Am Auszug aus dem Kloster beteiligten sich mindestens 5.000 Gläubige was man nach Minute 3 des untenstehenden Videos gut sehen kann. Als die Prozession die erste Etappe erreichte, waren es schon Zehntausend Pilger, die im Namen von Liebe, Frieden und Gebet nach Kiew ziehen. Hier gibt es ein Video mit Aufnahmen davon:

http://quer-denken.tv/ukrainer-stehen-auf-zigtausende-auf-einem-friedensmarsch-nach-kiew/

14.07.2016 — http://russia-insider.com/en/politics/ukraine-about-start-war-against-orthodox-believers-video/ri15603

Ukraine is About to Start War Against Orthodox Believers (Video)
By Daniel REYNOLDS

For many people in war-torn countries, there is only one safe harbor left – the Church. They turn to religion in search for missing peace, love and hope. That’s what is happening today in Ukraine.
The immense Cross Procession began in the Donetsk region, in the east of the country, on July 3 as an initiative of the Ukrainian Orthodox Church of the Moscow Patriarchate. A week later, it was kept up by the western inhabitants of Ukraine, who launched their own procession in the Ternopol region on July 9. Both columns of believers are going to meet each other in Kiev on July 27 on the eve of the Rus Epiphany celebration.
More than ten thousand pilgrims (and counting) left their homes to join the Cross Procession. They pray for peace, love, and the absence of war in the country. In modern Ukraine, this is called Kremlin provocation.
Look at the blessed faces of these people (the large part of them are women, children and the elderly) who take part in this procession and try to identify Kremlin agents who are working hard to destabilize Ukraine.

Video — The Orthodox Church in Ukraine Organises All-Ukraine Orthodox Christian Sacred Procession;
YouTube, 13.07.201,6 6:37min – https://www.youtube.com/watch?v=pIZRV_ey238

Any success?

Probably not. It’s because you don’t have the fevered imagination of Ukrainian nationalists who see Russian aggression literally everywhere.

The infamous Ukrainian “Right Sector” nationalist movement has already organized provocations against the Orthodox believers, writes the Union of Orthodox Journalists. (1) They escorted the procession with red-and-black flags chanting, “Russia is an aggressor!”, “Thanks be to Dazhbog!”, and other BS.

Some Ukrainian public figures have already made radical statements:
Zoryan Shkiryak, acting advisor of the head of the Ministry of Internal Affairs, called the procession a, “FSB provocation”, and promised “to do everything possible to ruin vile Kremlin plans”. (2)

Ukrainian expert in politics, Yury Romanenko, offered to put crosses along the way of the Cross Procession with a promise to crucify its participants:

“Moscow popes are trying to organize the Cross Procession from Lugansk and Donetsk regions towards Kiev. If more precisely, not Moscow popes but the Kremlin with the popes’ support. What should we do? First, we should announce everywhere that all the participants will be crucified beyond the front line. Second, we should put crosses along the route of the procession in advance. The effect will be great.”

A well-known Ukrainian neo-nazi, Viktoria Reznichenko, wrote on her FB page: “We have to stop this scum. We have to get ready and unite our efforts. Offer concrete ideas: how will we kill, burn or shoot them down?”

Oh, well … what other way is it possible to deal with a big procession of defenseless people praying for peace?

Notes
(1) http://uoj.org.ua/novosti/vopros-very/pravoradikaly-pytalis-pomeshat-krestnomu-khodu
(2) https://www.facebook.com/zoryan.zoryan/posts/1124724974255115

Willy WIMMER Friedensmarsch 20160714.pdf
Willy WIMMER Friedensmarsch 20160714.docx
UKRAINE-cross-procession-to-kiev160714.pdf

Aufforderung aus Übersee an Angela Merkel mäßigend auf NATO-Gipfel in Warschau einzuwirken — Eirenae’s blog

von US-Geheimdienstveteranen für Vernunft/ Veteran Intelligence Professionals For Sanity :Frau Merkel wirken Sie mäßigend NATO-Kriegskurs ein!In einem neuerlichen Memorandum an die Adresse der Bundeskanzlerin wenden sich ehemals hochrangige Geheimdienstveteranen kurz vor der Warschauer NATO-Konferenz am 8. Juli erneut an Frau Merkel und bitten darum, sie möge mäßigend Einfluß auf die kriegerische NATO nehmen.Vor dem…

über Aufforderung aus Übersee an Angela Merkel mäßigend auf NATO-Gipfel in Warschau einzuwirken — Eirenae’s blog

Friendly Fire in Kiew? | Telepolis

Friendly Fire in Kiew?
Stefan Korinth 20.02.2016

„Am besten dokumentierte Massentötung“

Quelle: Friendly Fire in Kiew? | Telepolis

Die Untersuchungen zu den vier am 20. Februar erschossenen und mehr als 30 Verwundeten Polizisten laufen getrennt von dem Verfahren zu den erschossenen Maidankämpfern und -helfern ab – obwohl mehrere Beweise, wie gleiche Kugeln und vergleichbare Schusswunden darauf hindeuten, dass Polizei und Demonstranten durch dieselben Schützen getötet wurden, unterstreicht Ivan Katchanovski. „Die Ermittler haben nicht mal versucht, die Kugeln zu vergleichen, um herauszufinden, ob beide Gruppen aus denselben Waffen getötet wurden.“

Es sei unmöglich, dass erfahrene GPU-Ermittler so viele grundlegende Fehler immer in Richtung der Regierungsversion vom Massaker nur zufällig begehen, zweifelt Katchanovski. „Das Maidan-Massaker ist vielleicht die am besten dokumentierte Massentötung in der Geschichte.“ Es wäre durchaus schnell zu lösen gewesen, ist der gebürtige Westukrainer überzeugt. Das dies nicht geschehen sei, sei nur ein weiterer Indikator dafür, dass die Untersuchungen aus politischen Gründen bis heute verfälscht werden. (…)