Iran Links to Eurasia with Persian Canal | Réseau International (english)

With the US and EU economic sanctions gone, it’s becoming clear that Iran today wants to build not destroy as the West seems hell-bent to do. The latest is

Quelle: Iran Links to Eurasia with Persian Canal | Réseau International (english)

F. William Engdahl is strategic risk consultant and lecturer, he holds a degree in politics from Princeton University and is a best-selling author on oil and geopolitics, exclusively for the online magazine “New Eastern Outlook”.
http://journal-neo.org/2016/04/07/iran-links-to-eurasia-with-persian-canal/

Martin ZEIS: 3. Weltkrieg oder multipolare Weltordnung? Vortrag am 30.10. in Stuttgart

Martin Zeis

III. Weltkrieg oder multipolare Kooperation

Vortrag am 30.10.2015 um 19:30 im Forum 3, Stuttgart, Gymnasiumstraße/Ecke Theodor-Heuss-Allee

Wer während des Evangelischen Kirchentags in Stuttgart die vom offiziellen Programm ausgegrenzten Veranstaltungen, Aktionen zu den Themen Frieden, Wirtschaftssystem miterlebte, konnte die tiefe Beunruhigung über ein „Aus-den-Fugen-Geraten“ der Welt und über die zunehmende Gefahr eines weiteren großen Krieges in Europa spüren.

Wie kann eine solche Entwicklung erklärt werden, wurde doch mit dem Fall der Mauer die Hoffnung auf eine „Friedensdividende“ verbunden.

Martin Zeis wird in seinem Vortrag die geopolitische Entwicklung seit dem Fall der Berliner Mauer, insbesondere die Politik der USA skizzieren, die glaubten und glauben, ihre 1990ff erreichte absolute Vorherrschaft mit allen Mitteln (Finanz-/Dollar-System, Rohstoffpolitik, militärische Einkreisung Russlands und Chinas, Farbrevolutionen + Stellvertreterkriege weltweit …) ad ultimo verlängern zu können.

Als Gegenbewegung formiert sich seit einigen Jahren die Kooperation einer um die BRICS-Staaten sich scharende Ländergruppe, um sich von dem US-dominierten Bretton-Woods-Weltordnungssystem zu befreien. In atemberaubenden Tempo zieht diese Ländergruppe — mit der Achse Moskau-Peking im Zentrum — im Bereich der Währungen, des Finanzsystems, der Handelsbeziehungen, der Technik/IT-Kommunikation … eine Parallel-Struktur hoch, deren jüngstes Projekt „Neue Seidenstraße“ den Aufbau der Infrastruktur Eurasiens von Moskau bis Wladiwostok, bis Südchina und Indien umfasst.

In diesem Zusammenhang wird anhand der Entwicklung der Syrienkrise und den Aktionen der Anti-IS-Koalition (Syrien, Russland, Irak, Iran, seit kurzem Jordanien) zunehmend deutlich, dass sich die „full-spectrum-dominance“-Strategie des Pentagon/US-Empire als Illusion erweist, nachdem sie schon vielen Millionen Menschen seit 1991/1999 (Irakkrieg 01, NATO-Angriffskrieg auf Jugoslawien) das Leben gekostet hat.

Martin Zeis wird in seinem Vortrag u. a. folgenden Fragen nachgehen:

  • Welche Art von Weltordnung zeichnet sich ab?
  • Nach welchen Vorstellungen/Regeln soll eine multipolare Kooperation gestaltet werden?
  • Inwieweit drehen die Eliten des in einer destruktiven Sackgasse steckenden westlichen (Finanz-)-Kapitalismus-Typs ohne weitere kriegerische Eskalation bei?
  • Lassen sich die EU-Länder von diesem Prozess als US-/EU-/TTIP-/CETA-Block abspalten und
  • Will/kann die geplante multipolare Ordnung das kapitalistische Strukturproblem des fortlaufenden Wachstumszwangs (die Megamaschine der Geldvermehrung; Scheidler) mit all seinen destruktiven Folgen angehen?

Eintritt: € 7,– /Rentner 5,– erm. 4,– /bis 21 J. 2,–

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange NEWS

Pepe ESCOBAR at his best: SEIDENSTRASSENKARAWANE OHNE LAHME ENTE; Information Clearing House, Nov 13, 2014

Donnerstag, 13. November 2014
SEIDENSTRASSENKARAWANE OHNE LAHME ENTE
Pepe Escobar at his best
Pepe Escobar,
13. November 2014
Seidenstraßenkarawane_Escobar
Findet ihr Europa auf der Karte?
Es gibt kaum eine bessere Illustration, wohin die multipolare Welt unterwegs ist, als
das, was auf dem Asia-Pacific Economic Cooperation Gipfel (APEC) in Beijing
passierte.
Schaut euch genau die offiziellen Fotos an. Es geht um die Aufstellung- und da es sich um China handelt, ist es voll symbolischer Bedeutung. Ratet, wer den Ehren-
platz zur Rechten von Präsident Xi Jinping einnimmt. Und ratet, wo die lahme Ende der ‚unentbehrlichen‘ Nation hin verwiesen wurde. Die Chinesen können auch
Meister sein beim Schicken einer globalen Botschaft.

escobar-SEIDENSTRASSENKARAWANE_OHNE_LAHME_ENTE141113.pdf

Der Ukraine-Konflikt und die veränderten internationalen Beziehungen – Gabriela Simon -TP

Der Ukraine-Konflikt und die veränderten internationalen Beziehungen
von Gabriela Simon
Der Westen kann sich die Ablösung der westlichen Hegemonie nur als Rückkehr zur Bipolarität oder als Neuauflage des Kalten Krieges vorstellen
Im Ukraine-Konflikt hat der Westen sein Feindbild und sein Selbstbewusstsein wieder gefunden. Offen bleibt, welche internationalen Konstellationen sich daraus entwickeln. Beginnt gerade ein neuer Kalter Krieg? Eine Rückkehr zur bipolaren Welt? Erleben wir den Durchmarsch der alleinigen Weltmacht USA? Oder den Beginn eines großen globalen Durcheinanders? Mit seinem harten Vorgehen gegen Russland schweißt der Westen antihegemoniale Bündnisse fester zusammen. Seine internationalen Machtstrategien stoßen zunehmend auf Widerstand. Kleiner Versuch einer Gesamtschau.
Für das Selbstbewusstsein des Westens erweist sich der internationale Konflikt um die Ukraine als reinster Jungbrunnen. Eben noch eine Ansammlung „marktkonformer Demokratien“ in EU-Europa und eine westliche Führungsmacht, deren völkerrechtswidrige Kriege und international praktizierte Foltermethoden man mit Grausen zur Kenntnis nahm, wandelte sich der Westen in kurzer Zeit wieder zur „Wertegemeinschaft“, die ihre historische Rolle im Kampf gegen die finsteren Mächte der Unfreiheit findet. Leitartikler zögerten nicht, eine Zeitenwende auszurufen, eine neue Ära, die, glauben wir Michael McFaul, dem ehemaligen US-Botschafter in Moskau, eine Ära der Konfrontation mit „Putins Russland“[1] sein müsse. Im Weißen Haus wurde die alte Strategie[2] reaktiviert, Russland weltweit zu isolieren und in einen „Paria-Staat“ zu verwandeln. Und auch die Nato hatte wieder ihren Feind gefunden. Die Welt teilte sich nach alter Gewohnheit in Gut und Böse und der Westen konnte seinen Anspruch auf eine globale Führungsrolle wieder legitimieren.
Doch kaum waren die Instrumente der neuen Konfrontationsstrategie im Einsatz, stellte sich heraus, dass sich die Welt tatsächlich grundlegend geändert hat, dass längst eine neue Ära existiert, aber eine, die so gar nicht zu den Vorstellungen des Westens passen will. Russlands Präsident Wladimir Putin konnte zwar problemlos vom G8-Gipfeltreffen ausgeschlossen werden. Doch schon bei der G20 scheiterte dieser Versuch am einhelligen Widerstand der BRICS-Gruppe. Auch die Wirtschaftssanktionen wirken nur begrenzt, weil BRICS-Staaten und eine Reihe weiterer Länder in die Marktlücken sprangen, die von der Sanktionspolitik gerissen wurden.
Der Westen macht im Ukraine-Konflikt die Erfahrung, dass Russland Teil von etwas ist, das sich seiner Kontrolle zunehmend entzieht. Die tektonischen Verschiebungen im internationalen System seit Beginn dieses Jahrhunderts, der Aufstieg neuer Wirtschaftsmächte und die Entwicklung antihegemonialer Allianzen – all das wird nun im Kräftemessen zwischen den Westen und „Putins Russland“ manifest. Die Frage nach der neuen Ära muss deshalb anders gestellt werden. Was hat sich im System der internationalen Beziehungen seit Beginn dieses Jahrhunderts verändert? Und wie wirken sich diese neuen Konstellationen auf die Interessen und Perspektiven der am Ukraine-Konflikt beteiligten Staaten aus?
Seidenstraßenstrategien  …
Die mächtige Welle der neoliberalen Globalisierung verliert zusehends an Einfluss …
Revolte auf leisen Sohlen …
Wovor sich der Westen drückt  …
Anhang  …
Der vollständige Text ist als pdf-Datei (7 S.) im Anhang verfügbar sowie über URL:
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange News
martin.zeis@gmxpro.net