Fast 160 Länder wollen im Fall Skripal einen Nachweis aus London – russland.NEWS

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Fast 160 Länder wollen im Fall Skripal einen Nachweis aus London – russland.NEWS


Ein Sprecher der russischen Botschaft in London sagte, dass fast 160 Länder Beweise von Großbritanien über die Beteiligung Russlands an der Vergiftung des Ex-Obersten GRU Sergey Skripal in Salisbury wünschen.

„Wir haben auf die Erklärung der Premierministerin (Großbritannien) aufmerksam gemacht. Nuancen können sich ändern, aber die Hauptsache bleibt gleich. Selbst wenn Frau (Therese) May sagte, dass sie absolut sicher sei, dass Russland für den Vorfall in Salisbury verantwortlich sei, müsste sie , der internationalen Gemeinschaft und der britischen Öffentlichkeit alle Beweise gegen Russland vorlegen. Dies ist die Meinung von fast 160 Ländern, die keine Mitglieder des westlichen Blocks sind. Offensichtlich nimmt niemand in einer größeren Welt die Worte Großbritanniens als selbstverständlich hin“, sagte der Sprecher der Botschaft.

Zuvor hatte der britische Premierminister im Fall von Skripal neue Maßnahmen gegen Russland gefordert.

Präsentation der „Beweise“

Die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, nannte die Präsentation von sechs Folien, die von London für ausländische Botschafter vorbereitet wurden, ein Scheitern der britischen Premierministerin Theresa May.

Am 22. März wurde das Dokument den Botschaftern anderer Länder in einer geschlossenen Besprechung in der britischen Botschaft in Moskau vorgestellt. Eine Kopie der Präsentation ist hier zu sehen

Aufgrund dieses Materials sollen die USA und die EU beschlossen haben, russische Diplomaten auszuweisen, schrieb Sacharova auf ihrer Facebookseite.

Das erste Bild ist das Titelblatt, das zweite enthält eine thesenhafte Chronologie der Ereignisse in Salisbury, in deren Verlauf der ehemalige sowjetische Geheimdienst-Oberst Skripal und seine Tochter durch ein Nervengift schwer verletzt wurden. Blatt drei und vier der Präsentation informieren über die Wirkung des die Nerven lähmenden Gases auf den Organismus des Menschen. Dabei wird erneut behauptet, dass dieses Gift nur aus russischer Produktion stammen könne.

Auf dem fünften Chart sind die Punkte aufgezählt, die, nach Meinung Londons, die Schuld Russlands „höchst wahrscheinlich“ machen: der Anschluss der Krim, der Absturz der malaysischen Boeing, die Einmischung in die Präsidentenwahlen der USA, der Versuch eines Staatsstreichs in Montenegro. Zum Schluss werden die Maßnahmen genannt, welche die britische Behörden bereits gegen Moskau ergriffen haben oder in Kürze einleiten wollen.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat inzwischen die Präsentation als „großen Reinfall von Theresa May“ bezeichnet. Ihren Worten nach sei die vorliegende Darstellung die größte Manipulation der weltweiten öffentlichen Meinung durch Großbritannien. Auf der Grundlage von sechs Bildern sei anderen Staaten eine mögliche Mitwirkung Russlands an dem Giftgas-Vorfall eingeredet worden.

Pentagon „weiss“ warum Russland Skripal vergiftete

Russland vergiftete den ehemaligen Oberst GRU Sergei Skripal im britischen Salisbury, um die Einheit der NATO zu spalten. Diese Meinung äußerte der US-Verteidigungsminister James Mattis gegenüber Associated Press.

„Die Russen versuchen die Einheit der NATO zu brechen, sagte der Chef des Pentagon. „Russland hat den Weg der Rivalität gewählt, bis hin zu unverantwortlichen Aktivitäten.“

Am 28. März sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass das Bündnis die Anzahl der Mitarbeiter der russischen ständigen Mission im Zusammenhang mit dem Fall Skripal um ein Drittel reduzieren würde – von 30 auf 20 Personen. „Unsere Maßnahmen spiegeln die ernsthaften Sicherheitsbedenken aller Verbündeten wider und sind Teil einer koordinierten internationalen Anstrengung, auf das Verhalten Russlands einzugehen“, sagte er.

Russland muss sich schuldig bekennen

State Department Sprecherin Heather Nauert sagte, um die Beziehungen zu den USA und ihren Verbündeten zu verbessern, muss Russland erstmal die Verantwortung für die Vergiftung von Sergej Skripal übernehmen.

„Die Tür zum Dialog mit der russischen Regierung ist noch offen, aber wenn Russland die Beziehungen verbessern will, muss es zunächst die Verantwortung für den Angriff zugeben und das rücksichtslosen und aggressive Verhalten stoppen,“ sagte Nauert.

Auf die Frage, ob Großbritannien den Vereinigten Staaten Beweise für die Beteiligung Rußlands an diesem Angriff lieferte, sagte Nauert, sie selbst habe sie nicht gesehen, und diese Arbeit werde nicht über das Außenministerium, sondern über Geheimdienste geleistet.

Gleichzeitig konnte sie nicht eindeutig sagen, ob irgendwelche Beweise übermittelt worden waren.

[gg/russland.NEWS]

UK_Briefing als PDF

Quelle: http://www.russland.news/fast-160-laender-wollen-im-fall-von-skripal-einen-nachweis-aus-london/

 

Zur „Neuordnung“ des Mittleren Ostens – Artikelauswahl

Globacrisis/globalchange NEWS

19.02.2018

Teil I von Stephan Best

Guten Tag an die Listen.

Die gegenwärtige Lage in und um Syrien gerät besonders seit dem Übergreifen türkischer Kampfverbände auf syrisches Territorium immer unübersichtlicher. Immer wieder bieten an Stelle von Agentur gestützten Nachrichten die Analysen und Einordnungen von Reportagen von Menschen, die sich vor Ort ein differenzierteres Bild der Lage verschaffen, Einblicke in deren Hintergrundwissen.

Unsere Redaktion wählt für diesen Rundbrief für die deutschen Listen statt umfänglicher Dokumentenanhänge eine Übersicht von weiter führenden Artikeln.

17.02.2018Schwerpunkt Junge Welt

»Stabilisierung« à la USA

Washington braucht Krieg in Syrien, um den Mittleren Osten »neu zu ordnen«. Türkei, Iran und Russland sind Gegenspieler

Von Karin LEUKEFELD

Die Türkei verfolgt mit ihrem neoosmanischen Kurs das Ziel, in der Region an Einfluss mit Iran und Saudi-Arabien zumindest gleichzuziehen. Die NATO wiederum will verhindern, dass ihr Mitglied Türkei zur regionalen Großmacht aufsteigt. Sie nutzt kurdische Ambitionen nicht nur als Bollwerk gegen ein Bündnis zwischen Beirut, Damaskus, Bagdad und Teheran, sondern auch, um Ankara in Schach zu halten. Deswegen hat sich die Türkei Russland zugewendet und den Astana-Vereinbarungen für Syrien zugestimmt. Ein Krieg gegen die Kurden ist darin nicht vorgesehen.

Die türkische Wirtschaft und ehemalige Militärs fordern, dass Ankara auf Damaskus zugehen und zulassen soll, dass Syrien wieder die Kontrolle der Grenzen übernimmt. Russland und der Iran würden das unterstützen, die USA, Israel und die EU nicht. (…)

Quelle: https://www.jungewelt.de/m/artikel/327428.stabilisierung-%C3%A0-la-usa.html

Leukefeld hat einen dem jW-Artikel teilweise identischen, teilweise anders akzentuierten Artikel bei Rubikon veröffentlicht:

Samstag, 17. Februar 2018

Kampf um die Levante

Eskaliert der Krieg in Syrien?

von Karin Leukefeld

Das NATO-Mitglied Türkei bedroht das NATO-Mitglied USA im Norden Syriens. Die syrische Luftabwehr schießt über syrischem Territorium einen israelischen Kampfjet ab und der UN-Sondervermittler für Syrien, Staffan De Mistura spricht von der „klaren Gefahr“, dass der Krieg in Syrien sich über die Landesgrenzen hin zu einem regionalen Stellvertreterkrieg entwickeln könnte. „In einigen Teilen des Landes“ sei eine militärische Eskalation zu beobachten. In den vier Jahren, die er als UN-Sondervermittler für Syrien tätig sei, habe er „nie einen gefährlicheren Moment erlebt“, so der UN-Diplomat. (…)

Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/kampf-um-die-levante

Syrien: Weitere Eskalation durch Angriffe der USA und Israel (Joachim GUILLARD)

Die Hinweise darauf, wie gefährlich die Politik der führenden syrisch-kurdischen Kräfte PYD/YPG ist, zusammen mit den USA den Osten Syriens zu besetzen, haben sich sehr schnell bestätigt.

Die USA haben jetzt aus diesem Gebiet heraus direkt regierungsloyale Kräfte angegriffen und eigenen Angaben zufolge über 100 Gegner getötet. Es sind die ersten US-Angriffe zur Durchsetzung der von YPG und US-Armee Grenze entlang des Euphrats.

Zynischer Weise bezeichnete Washington die Angriffe als einen Akt seines „nicht verhandelbaren Rechts zur Selbstverteidigung“ und als „defensive“ Luftangriffe zur Vergeltung für einen „unprovozierten“ Angriff auf die „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) und „ausländische Militärberater“, d.h. Spezialeinheiten der USA (und evtl. Frankreichs u. Großbritanniens). Dabei besteht kein Zweifel, dass die US- und NATO-Truppen absolut illegal im Land sind.

Teil II von Martin Zeis

Am 17.02.2017 veröffentlichte die Plattform zerohedge.com einen Beitrag unter dem Titel „Escalation In Syria – How Far Can The Russians Be Pushed?“ (1), in dem eine gehackte E-Mail des US-Sonderbeauftragten für Syrien, Michael Ratney (2) an Khaled Al-Mahamid (3), Mitglied der Verhandlungsdelegation der syrischen Opposition bei den Genfer Friedensgesprächen zu Syrien, verlinkt ist (4).

(1) https://www.zerohedge.com/news/2018-02-17/escalation-syria-how-far-can-russians-be-pushed

(2) https://www.state.gov/r/pa/ei/biog/200454.htm

(3) https://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-talks/syrian-government-team-to-arrive-in-geneva-for-peace-talks-on-wednesday-idUSKBN1DS0RE

(4) https://jasirx.wordpress.com/2018/01/25/u-s-instructions-to-syrian-opposition/

Im Folgenden der Wortlaut der E-Mail (dt. übers. m.z.)

+++++

Re: Vienna talks

Michael Ratney RatneyMA@state.gov

To  khaled.almahamid@yahoo.com

Dear Mr. Al-Mahamid,

ich möchte Ihnen die Position der U.S. Regierung bzgl. eines in Sotschi (Russland) stattfindenden Kongresses des syrischen nationalen Dialogs übermitteln.

Das US-Außenministerium beabsichtigt über die UN zu agieren um ein Gegengewicht zu den russischen Initiativen zu bilden. Wir können nicht zulassen, dass ein alternativer Beschluss zum Syrienkonflikt (rechtlich) legitimiert wird. Beachten Sie bitte, dass der Genfer Prozess für uns vordringlich bleibt.

Wir möchten Folgendes unterstreichen:

  1. Sie sollten weiter darauf bestehen, dass Assad und die ihn unterstützenden Kräfte die Bühne zu verlassen haben.
  2. Wir glauben, dass sie weiter Bedingungen stellen sollten, die für die Delegation der syrischen Regierung unannehmbar sind.
  3. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die diplomatischen Anstrengungen Russlands in/bzgl. Syrien/s und die Gespräche in Sotschi zu blockieren.

Wir fordern Sie auf an alle anderen oppositionellen syrischen Delegationen in Wien einen nachdrücklichen Appell zu richten, ihre Reise nach Russland abzusagen.

Best regards,

Michael Ratney

Special Envoy for Syria

—–

Im o.a. Beitrag auf zerohedge kommt der Autor zum Schluss, dass das US-Imperium sich dafür entschieden hat, eine partielle „Rückeroberung“ Syriens zu versuchen, zumindest aber die russische Seite einen möglichst hohen Preis für ihre Rolle im Syrienkonflikt zahlen zu lassen. D.h. unter anderem:

„ (…)

  • Eine de-facto Teilung Syriens vornehmen, indem das östlich des Euphrat gelegene syrische Territorium okkupiert wird;
  • Diebstahl/Erbeutung der Erdgasvorkommen in Nordwest-Syrien;
  • Die Konfiguration eines Bereitstellungsraums, vom dem aus Operationen kurdischer Kräfte, „guter“ und „böser“ Terroristen geplant und ausgeführt werden können;
  • Die Sabotage sämtlicher, von Russland unterstützter Friedensgespräche/-Verhandlungen;
  • Die Unterstützung israelischer Operationen gegen iranische Kräfte und die Hisbollah im Libanon und in Syrien;
  • Regelmäßige Angriffe gegen die syrischen Streitkräfte, die versuchen, ihr Land von ausländischen Invasoren zu befreien;
  • Die Invasion und (Teil-)-Okkupation Syriens als einen der „Erfolge“ zu präsentieren, die von Trump gegenüber dem Militärisch-Industriellen-Komplex und der israelischen Lobby (in den U.S.) versprochen wurde.“

vgl. Conclusions in:  https://www.zerohedge.com/news/2018-02-17/escalation-syria-how-far-can-russians-be-pushed

Anm. m.z.:  Eine übergreifende Betrachtung der neu justierten US-Außen-/Geopolitik findet sich u.a. in einem Beitrag von Finian Cunningham: The US is Executing a Global War Plan; URL:  www.strategic-culture.org/news/2018/02/18/us-is-executing-global-war-plan.html

 

Teil III von Elke Schenk

Guten Tag,

eine Behauptung, die in unseren Medien immer wieder wiederholt wird, ist, die syrische Regierung setze Giftgas gegen das eigene Volk ein. Als Gewährsleute dafür werden u. a. die Weißhelme, syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London oder Bellingcat angeführt, – alles von westlichen Geldern gegründete oder finanzierte Gruppen, die den militärischen Rebellengruppen im Krieg gegen den syrischen Staat nahe stehen, teilweise mit Verbindung zu Islamisten.

Den Vorwurf wiederholte auf der jetzigen „Münchner Sicherheitskkonferenz“ Trumps Sicherheitsberater McMaster: „Fotos zeigen ganz klar, dass Assad weiter Chemiewaffen einsetzt“.

Newsweek berichtet von einer Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister James Mattis, in der dieser zum Giftgaseinsatz befragt wurde. Seine Antwort:

Jim Mattis: Nein, ich habe keinen Beweis, nicht speziell. Ich habe keine Beweise dafür. Was ich sage ist, dass andere Gruppen im Feld, NGOs, Kämpfer auf dem Boden gesagt haben, dass Sarin verwendet wurde. Wir sind daher auf der Suche nach Beweisen. Ich habe keine Beweise, glaubwürdige oder unglaubwürdige.

 

Der Artikel von Thierry Meyssan (s.u.) zum Thema sowie der Originalartikel aus Newsweek, auf den sich Meyssan bezieht.

Raed Al Saleh, Chef der Weißhelme, Sitz in Gaziantep, ist im übrigen Teilnehmer der diesjährigen „Münchner Sicherheitskonferenz“. Die 26-seitige Liste ist abrufbar unter https://www.securityconference.de/fileadmin/MSC_/2018/Dokumente/MSC2018_ListParticipants.pdf

In der Einführung heißt es:

Von Freitag bis Sonntag kommen mehr als 30 Staats- und Regierungschefs und über 100 Minister aus aller Welt zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zusammen, um über aktuelle Herausforderungen in der internationalen Sicherheitspolitik zu diskutieren.

Verschwiegen wird dabei die hohe Zahl an Vertretern von Konzernen und transatlantischen, neokonservativen Think tanks.

Viele Grüße

Elke Schenk

 

Jim Mattis widerlegt die „Fake News“ von Israel und der NATO

von Thierry Meyssan Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 14. Februar 2018

 

Seit Jahren versichert die atlantische Presse: der Präsident Bachar Al-Assad würde chemische Waffen gegen sein eigenes Volk verwenden. Jetzt aber handelt es sich, laut dem US-Verteidigungsminister, General Jim Mattis, um eine fake news. Wie Saddam Husseins chemische Waffen ist diese Geschichte, die die Zeitungsspalten seit fünf Jahren füllt, reine Kriegspropaganda. (…)

http://www.voltairenet.org/article199716.html

 

 

 

Ciao Stephan Best

Joachim GUILLIARD: Kurden im Zwielicht: Die türkische Aggression gegen Afrin und die Problematik der Solidarität mit den syrischen Kurden; 27.01.2018

Liebe Leute,

am 27. Januar 2018 hat Joachim Guilliard auf seinem Blog einen lesenswerten Text „Kurden im Zwielicht – Die türkische Aggression gegen Afrin und die Problematik der Solidarität mit den syrischen Kurden“ veröffentlicht, der nachfolgend von Rubikon, KenFM, Nachrichten-Fabrik.de, propagandaticker.wordpress.com, cooptv.wordpress.com, friedliche-loesungen.org übernommen wurde. (vollständiger Originaltext als pdf im Anhang.)

Grüße,

Martin Zeis,

A u s z u g

27.01.2018 — http://jghd.twoday.net/stories/kurden-im-zwielicht-tuerkische-aggression-afrin-problematik-der-solida/

Kurden im Zwielicht: Die türkische Aggression gegen Afrin und die Problematik der Solidarität mit den syrischen Kurden

Von Joachim GUILLIARD

Der Einmarsch türkischer Truppen und dschihadistischen Milizen im Norden Syriens ist zweifelsohne ein verbrecherischer Angriff, der scharf zu verurteilen ist. Proteste gegen die üble, zum guten Teil mit deutschen Waffen durchgeführte Aggression sind daher selbstverständlich angebracht.

Doch warum nur hier? Offensichtlich misst ein Großteil der Linken und der Friedensbewegung bei ihrer Solidarität mit angegriffenen Bevölkerungsgruppen mit zweierlei Maß. Sind kurdisch kontrollierte Gebiete von Angriffen betroffen, gibt es stets einen Aufschrei, werden jedoch nicht-kurdische Dörfer und Städte in Syrien von Kämpfern des selben Schlags attackiert, die nun an der Seite der türkischen Truppen einrücken, dann schert sich kaum jemand darum. Verdienen Assyrer, Drusen, Araber etc. keine Solidarität, wenn ihre Dörfer von islamistischen Milizen verwüstet werden? Wo bleibt der breite Protest gegen das westl. Embargo, das von Deutschland mitgetragen wird und für die gesamte Bevölkerung verheerend ist?

Problematisch ist auch die Idealisierung der syrisch-kurdischen Organisationen. So wird oft behauptet, dass ihre Milizen die effektivsten und aufopferungsvollsten im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ seien. Auch wenn man ihre Verdienste dabei anerkennt, sollte man nicht übersehen, dass es die syrische Armee ist, die von Anfang an die Hauptlast des Krieges gegen all die dschihadistischen Milizen, von Ahrar al Sham über die Al Nusra Front bis zum IS trug. Und der Kampf gegen den IS im Osten wäre effektiver gewesen, hätte die YPG nicht gemeinsam mit der US-Luftwaffe die syrische Armee daran gehindert, in Raqqa und Umgebung gegen den IS vorzugehen, statt die eigenen Kräfte mit ihr zu vereinen.

Die türkische Aggression hätte vermutlich verhindert werden können, wenn die PKK-nahen syrisch-kurdischen Organisationen auf die Vermittlungsvorschläge von russischer Seite eingegangen wären, die sich intensiv um eine politische Lösung bemüht hatte. Diese beinhalteten die Übernahme der Sicherung der Grenze von Afrin zur Türkei durch syrische und russische Truppen. Die türkische Regierung hätte sich wohl damit zufrieden gegeben. (siehe dazu u.a. die Ausführungen von Karin Leukefeld und Rainer Rupp zur türkischen Offensive in Syrien) …

GUILLIARD-Kurden-im-Zwielicht180127.pdf

Fehlerhaftes Axiom

Fehlerhaftes Axiom

Es folgt eine zusammenfassende Übersetzung des Beitrags “Fehlerhaftes Axiom“.

“Es gibt keinen Preis, den Russland nicht für die Ukraine bezahlen würde” – das ist das wichtigste Axiom, mit dessen Anwendung die westliche Koalition, gemeinsam mit Israel und einer Gruppe arabischer Staaten, einen Fehlstart in der Ukrainekrise hingelegt haben, mit dem eigentlichen Ziel, Russlands Einmischung in Syrien zu verhindern. Der Putsch in der Ukraine wurde seit langem vorbereitet, war aber zu den Neuwahlen [regulär Anfang 2015] geplant. Putin hat das so bestätigt, dass der Putsch zu den Neuwahlen geplant war, aber vorgezogen wurde. Der Grund für die Eile war die Angst, dass Russland es wagen könnte, sich im Nahen Osten einzumischen und dort das Fest des Westens stören könnte. Bei der Umverteilung im Hauptspiel wurde die Ukraine von Beginn an als Joker zurückgehalten, für den Fall, dass Putin sich in den geplanten Mega-Raub und die Neuziehung von Grenzen einmischen würde. Die Gewissheit über “es gibt keinen Preis…” gründete sich auf die Meinung zahlreicher Experten, Analysen, Berichte, sowie den zahlreichen Bestätigungen dieses Axioms durch russischsprachige Juden, die im Westen als Russlandexperten gelten. Das ist wirklich so, die stehen dort verschiedenen Instituten vor und sind Mitglieder in Think Tanks und machen ein gutes Geschäft, indem sie ihre kostbare Meinung verteilen, sowohl über Russland als auch über alle ehemaligen Territorien des Russischen Imperiums. (…)

Quelle: http://analitik.de/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen

Am Anfang des Vortrags wurde dieses Portal als Quelle genannt:

https://syria.liveuamap.com/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen – 24.11.2017

Gefunden bei:

Am 26.11.2017 veröffentlicht

Vortrag und Diskussion mit Karin Leukefeld 01:13:43 Die Waffenbestände des IS 01:36:30 Die Ursprünge des IS und des politischen Islam Der Krieg in Syrien ist im 6. Kriegsjahr mit Hunderttausenden Toten, enormen Zerstörungen und Millionen Flüchtlingen. Mit Waffenlieferungen und direktem militärischen Eingreifen unterstützen Saudi-Arabien, Katar, Türkei, Israel und einige Nato-Staaten radikal-islamische Salafisten während der Iran, Russland und die libanesische Hisbollah auf Seite des syrischen Regierung kämpfen. Um welche geostrategischen In¬teressen geht es bei diesem Krieg? Welche Rollen spielen die einzelnen Mächte? Wie ist Deutschland an diesem Krieg beteiligt und welche Ziele verfolgt es? Hat sich gegenwärtig das Blatt gewendet und gibt es Hoffnung auf einen baldigen Frieden? Was und wie berichten unsere Medien über den Krieg und was verschweigen sie? Die Journalistin Karin Leukefeld berichtet als einzige deutsche Korrespondentin aus Syrien und ist bis Mitte November wieder in Syrien und im Nahen Osten. Sie wird ihre Eindrücke und Erfahrungen schildern, sowie ihre Einschätzungen und Perspektiven vorstellen. Karin Leukefeld, *1954, studierte Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften. Seit 17 Jahren berichtet sie als freie Journalistin aus dem Nahen und Mittleren Osten für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk.
Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Attac-Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst¬gegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Augsburg

Der russische Außenminister Sergej Lawrow – Vortrag und Diskussion in Berlin — Gert Ewen Ungar

Am 14. Juli war der russische Außenminister Lawrow zu Gast in Berlin. Die Körber-Stiftung hatte ihm ein Podium eröffnet, auf dem Lawrow über aktuelle Probleme sprach. Lawrow legt klar die Sichtweise Russlands dar, analysiert plausibel die westliche Politik sowie die Entwicklung der letzten Jahre und zeigt mögliche Wege aus der Krise. Es ist nichts weniger […]

über Der russische Außenminister Sergej Lawrow – Vortrag und Diskussion in Berlin — Gert Ewen Ungar

Oliver STONE’s „The Putin Interviews“ (Part I- IV – English Subtitles) now generally accessible

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis / martin.zeis@gmxpro.net

Dear all,

since June 16, 2017 the complete series of Oliver STONE’s „The Putin Interviews“ (Part I-IV – English Subtitles) is generally accessible:

Part 1 – 57:50

https://www.youtube.com/watch?v=xejO7e2xUJc

Part 2 – 57:41

https://www.youtube.com/watch?v=E68wDqTfHmg

Part 3 – 57:51

https://www.youtube.com/watch?v=0S6d3wHq5tk

Part 4 – 56:38 min

https://www.youtube.com/watch?v=5wJGB8X3Fb0

„Will the Oliver Stone interview change any minds? It’s too soon to tell“, notes James George JATRAS, former U.S. diplomat and foreign policy adviser to the Senate GOP leadership, in a recent article and evaluates the feedback of the American media:

„… It remains to be seen whether Oliver Stone’s extended interview with Putin on the Showtime network will have any impact. So far the commentary seems to be divided between descriptions of the substance of the discussion and attacks on Stone for talking with such a bad, bad man: «Speaking after the interview, Stone refuted allegations that he became an unwitting messenger of pro-Putin propaganda or of dishonest information given by the president».

With regard to substance, relatively little attention has been accorded in American media to Putin’s flat accusation that U.S. «special services» have supported terrorists, including in Chechnya. Of course anyone paying attention would know that arming jihadists is a standard part of U.S. policy, going back at least to Afghanistan in the 1980s and repeated in Bosnia, Kosovo, Libya, and today in Syria. Indeed, as early as the 1950s the U.S. had established a very close relationship with the Muslim Brotherhood and its terrorist elements as a weapon against Egypt’s Gamal Abdel Nasser and Baathists in Syria and Iraq, who Washington thought were a little too cozy with the Soviet Union and far too socialist and secular for the taste of our pals in Saudi Arabia and the Gulf.

There is a real symbiosis between the anti-Russian imperative in American foreign policy and support for radical Islamic elements. It did not end when the Soviet Union and communism collapsed but rather was intensified. This is why Moscow’s constant calls for a common front against terrorism are always rebuffed. Such cooperation doesn’t make any sense for anomenklatura whose number one goal is hostility to Moscow and for whom jihadists are at worst «frienemies» – people who may be troublesome but useful.

We can only imagine how completely different the world would be if the U.S. were to recognize that Russia is a country that in many respects is not that different from the United States or Europe and that we had common interests. But for the U.S. Deep State, that would amount to switching sides in a global conflict, where we see jihadists essentially as «freedom fighters» against a geopolitical adversary. These same clueless «elites» are then puzzled when their carefully nurtured, cuddly, «moderate» jihad terrorists attack us back here at home. …“ — emphasis, m.z. —

Source: https://www.strategic-culture.org/news/2017/06/16/it-the-russia-stupid.html

Ergänzung (StB):

„The Putin Interviews“ von Oliver Stone mit deutschen Untertiteln.

Teil 1: https://rutube.ru/video/5ae16f6d3a968a7eaa74ed83e7e5500d/
Teil 2: https://rutube.ru/video/41427b2cc19d838aadb846df6e128297/
Teil 3: https://rutube.ru/video/46f725f1e97d13f12ef5d4e74be68115/
Teil 4: https://rutube.ru/video/44d55cc5b61f47ec8549a4e61d4ae6c4/