„Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag“

Erich Kästner „Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag“

 

Am 26.12.2011 veröffentlicht

Rezitation: Fritz Stavenhagen mehr deutsche Lyrik zum hören: http://www.deutschelyrik.de/ oder bei Facebook: http://www.facebook.com/DeutscheLyrik
Text: Zweitausend Jahre sind es fast, seit du die Welt verlassen hast, du Opferlamm des Lebens! Du gabst den Armen ihren Gott. Du littest durch der Reichen Spott. Du tatest es vergebens! Du sahst Gewalt und Polizei. Du wolltest alle Menschen frei und Frieden auf der Erde. Du wusstest, wie das Elend tut und wolltest allen Menschen gut, damit es schöner werde! Du warst ein Revolutionär und machtest dir das Leben schwer mit Schiebern und Gelehrten. Du hast die Freiheit stets beschützt und doch den Menschen nichts genützt. Du kamst an die Verkehrten! Du kämpftest tapfer gegen sie und gegen Staat und Industrie und die gesamte Meute. Bis man an dir, weil nichts verfing, Justizmord, kurzerhand, beging. Es war genau wie heute. Die Menschen wurden nicht gescheit. Am wenigsten die Christenheit, trotz allem Händefalten. Du hattest sie vergeblich lieb. Du starbst umsonst. Und alles blieb beim alten. Bilder: Gustave Doré

Federico PIERACCINI: Geopolitics, Globalization and World Order Part I – IV; strategic-culture-foundation, 19.12.2016 – 15.01.2017

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 15.01.2017

Dear all,

I entrust to you the four-part series of articles written by Federico PIERACCINI about Geopolitics, Globalization and World Order.

„In this series of four articles I intend to lay a very detailed but easily understandable foundation for describing the mechanisms that drive great powers. To succeed, one must analyze the geopolitical theories that over more than a century have contributed to shaping the relationship between Washington and other world powers. Secondly, it is important to expound on how Washington’s main geopolitical opponents (China, Russia and Iran) have over the years been arranging a way to put a stop to the intrusive and overbearing actions of Washington. Finally, it is important to take note of the possibly significant changes in American foreign policy doctrine that have been occurring over the last twenty years, especially how the new Trump administration intends to change course by redefining priorities and objectives.“ Pieraccini, 19.12.2016

„The preceding three parts of this series analyzed the mechanisms that drive great powers. The most in-depth understanding of the issues concerned the determination of the objectives and logic that accompany the expansion of an empire. Geopolitical theories, the concrete application of foreign-policy doctrines, and concrete actions that the United States employed to aspire to global dominance were examined. Finally, the last bit of analysis focused particularly on how Iran, China and Russia have adopted over the years a variety of cultural, economic and military moves to repel the continual assault on their sovereignty by the West. Finally, specific attention was given to the American drive for global hegemony and how this has actually accelerated the end of the ‚unipolar moment‘, impelling the emergence of a multipolar world order.

In this fourth and final analysis I will focus on a possible strategic shift in the approach to foreign policy from Washington. The most likely hypothesis suggests that Trump intends to attempt to prevent the ongoing integration between Russia, China and Iran.“, Pieraccini, 15.01.2017

I’ve compiled the articles in one pdf-file (attached, 22 p) – separate they are available via following URLs:

Author: Federico Pieraccini

I. Geopolitics, Globalization and World Order, 19.12.2016
www.strategic-culture.org/news/2016/12/19/geopolitics-globalization-and-world-order.html

II. The United States and The Race for Global Hegemony, 23.12.2016
www.strategic-culture.org/news/2016/12/23/united-states-and-race-global-hegemony.html

III. How a United Iran, Russia and China are Changing The World – For the Better, 01.01.2017
www.strategic-culture.org/news/2017/01/01/how-united-iran-russia-china-changing-world-better.html

IV. Trump’s Delusion: Halting Eurasian Integration and Saving ‚US World Order‘, 15.01.2017
www.strategic-culture.org/news/2017/01/15/trumps-delusion-halting-eurasian-integration-saving-us-world-order.html

PIERACCINI-Geopolitics2016-17_Dec-Jan.pdf

KenFM im Gespräch mit: Eugen Drewermann

Veröffentlicht am 20.03.2016

Eugen Drewermann ist das Gegenteil eines Menschenfeindes. Er spricht selbst über die, die ihn verraten und verkauft haben, nicht abfällig, und das sind eine Menge Leute. Sie alle haben etwas gemeinsam. Sind waren und sind Teil einer Struktur, in der weniger der Einzelne und sein Tun zählt, sonder mehr seine Position in der Machtpyramide und sein Unterlassen.

Drewermann prangert vor allem das Unterlassen an. Das Unterlassen von Mitgefühl. Das Unterlassen von Widerstand. Das Unterlassen von Wahrhaftigkeit.

Wir leben in einer durch und durch korrumpierten Welt, in der jeder für sich, mehr oder weniger, versucht, sich über Wasser zu halten. Immer mehr Menschen sind bereit, dafür andere untergehen zu lassen, aus Angst, sonst als nächstes an die Reihe zu kommen. Dieses System trägt den verharmlosenden Namen Marktwirtschaft und gibt vor, demokratisch zu sein und sich um das Wohl der Massen zu bemühen.

In Wirklichkeit herrscht eine kleine Elite über den großen Rest, indem sie verkündet, die Massen wären in Kern identisch. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die größte Gemeinsamkeit aller Menschen ist ihre Individualität. Individualität und Profit beißen sich, denn nur wenn man uns alle gleich macht, kann eine Macht die Massen gleichmäßig und damit global unterdrücken.

Das System ist perfide, schmeckt süß und glänzt in den buntesten Farben, aber es kommt nicht ohne Gewalt aus. Gewalt nach Außen, Gewalt im Inneren. Systemgewalt. Jeder, der diese Mechanik erkannt hat und laut ausspricht, wird vom System attackiert und isoliert. Man versucht, an ihm ein Exempel zu statuieren, indem man zum Beispiel alles dafür tut, um die wirtschaftliche Situation zu zerstören. Die physische Vernichtung wird bei diesen Machtspielchen billigend in Kauf genommen, um nicht zu sagen – erwünscht.

An Eugen Drewermann haben sich schon unzählige Personen die Zähne ausgebissen. Der Theologe und Kirchenkritiker ist aber unkaputtbar. Als Psychoanalytiker kennt er sich aus mit dem menschlichen Verstand, als Priester hat er gute Verbindungen nach ganz Oben. Der Autor Drewermann ist aber alles andere als entrückt. Im Gegenteil. Er weiß bis ins letzte Detail, was Sache ist. Ob NATO-Übung oder Geldsystem, Neoliberalismus oder Propagandatechniken der Massenmedien, Eugen Drewermann ist ein wandelndes Archiv. Ein Beobachter und Analyst.
Mit ihm zu sprechen war eine echte Herausforderung, denn seine Antworten dauern mitunter 15 Minuten und bauen Gedanken zu komplexen Gebäuden, die, wenn sie schlüsselfertig vollendet wurden, dem Zuhörer Räume eröffnen, die dieser zuvor gar nicht kannte. „Sapere Aude“ könnte man die Begegnung mit diesem Denker zutreffend zusammenfassen. Wage es, weise zu sein.

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