Pauk Schreier Die Querfront-Hysterie

Paul Schreyer

21. Dezember 2017   —   Rechtsextreme vereint mit Verschwörungstheoretikern bedrohen die Demokratie, Ken Jebsen ist ihr Wortführer und immer mehr Linke schließen sich ihnen an – so heißt es aktuell in vielen Medien. Eine Gegenrede

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Zur Causa JEBSEN und LEDERER

globalcrisis/globalchange NEWS
18.11.2017
Stephan Best

Hallo an die Listen,

am 14.Dezember sollte im Berliner Kino BABYLON der Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik an Ken JEBSEN verliehen werden. Daraus wird leider nichts – zumindest wahrscheinlich nicht am geplanten Ort. Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer fand Wege und Mittel den Veranstaltungsort zu verhindern und unterfütterte seine Haltung mit Zuschreibungen für den zu Ehrenden, die den Tatbestand des Rufmordes erfüllen dürften.

In diesem Zusammenhang seien einige Texte dokumentiert. Zuerst die Bekanntmachung des Preisverleihs des Verlags Neue Rheinische Zeitung selbst. Darauf folgt ein Artikel der TAZ, in dem die Ablehnungsgründe des Berliner Senats zustimmend entfaltet werden. Gewissermaßen als Gegenrede dazu sind die Ausführungen von Mathias Broeckers zu betrachten, der die Laudatio bei der Preisverleihung halten wird. Abschließend sei noch ein Text aus derselben Feder angefügt, in dem Bröckers sich der Frage stellt, wie er eigentlich links geworden sei.

  • http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24255 (Unter diesem Link auch Kartenbestellung, der Laudator etc.)Berlin, 14.12.2017: Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik der Neuen Rheinischen Zeitung an Ken Jebsen
    KenFM – ein „Organ der Demokratie“

    Von Redaktion und Herausgebern der NRhZ
    Darf mensch in einer Demokratie Fragen stellen, Argumente austauschen, gegensätzliche Positionen vertreten? Ja, aber nur zwölf Minuten lang. Das empfiehlt der Bundespräsident der Jugend bei „Jugend debattiert“. Darf ein Journalist Fragen stellen, Argumente durchleuchten, Positionen verschiedener Interessengruppen gegenüberstellen. Ja, aber nicht alle Fragen, nicht in öffentlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten und nur mit genehmen Diskutanten. Warum die Macht der Macher unter Kontrolle gehalten werden muss, belegen einfache Beispiele der Kriegsrhetorik, die der Preisträger des Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik, Ken Jebsen, ständig in seinem unabhängigen Medienkanal KenFM zur Debatte stellt: „So sind illegale NATO-Angriffskriege heute ‚friedenssichernde Maßnahmen‘, bezahlte Killer werden uns als ‚moderate Rebellen‘ verkauft und ein US-Präsident, der während seiner gesamten Amtszeit Krieg geführt hat, darf auf dem Kirchentag in Berlin über seine humanistische Grundhaltung faseln und bekommt Applaus von Christen, die glauben kritisch zu sein.“ (Ken Jebsen)Ken Jebsen (Foto: arbeiterfotografie.com)

    KenFM entlarvt – für Vertreter der Machtelite völlig unerträglich – Widersprüche und stellt die Grundlage in Frage, warum die „westliche Wertegemeinschaft“ seit nunmehr 16 Jahren einen letztlich unbegründeten, verheerenden „Krieg gegen den Terror“ führt. Ken Jebsen, der ehemalige erfolgreiche ARD-Moderator und heutige Betreiber des crowdfinanzierten Medienportals KenFM fordert eine Ost- und eine Westerweiterung der Friedensbewegung.

    Für seinen aufklärerischen, unabhängigen, facettenreichen, urdemokratischen (Art. 5 GG) Journalismus erhält der vom Radiomann zum Fernsehmacher mutierte mutige Macher und Medienunternehmer Ken Jebsen den fünften „Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik“ der Neuen Rheinischen Zeitung, deren historisches, von 1848 bis 1849 von Karl Marx herausgegebenes Vorbild sich als „Organ der Demokratie“ betitelte.

    Die Preisträgerin und Preisträger der Vorjahre der vom Journalisten und Filmemacher Peter Kleinert (1937-2016) gegründeten Neuen Rheinischen Zeitung sind: Werner Rügemer (2008), Wolfgang Bittner (2010), Rolf Gössner (2012), Evelyn Hecht-Galinski (2014).

    Festveranstaltung am 14. Dezember 2017 in Berlin

    Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30,
    10178 Berlin (nahe Alex, gegenüber Volksbühne)
    http://www.babylonberlin.de
    Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18 Uhr / Einlass 17:30 Uhr
    Eintritt: 12 Euro, (…)

  • Querfront-Preisverleihung abgesagt

Kein Raum für Jebsen

Im Berliner Kino Babylon sollte Ken Jebsen als mutiger Journalist geehrt werden. Kultursenator Lederer polterte, jetzt gab es eine Absage.

TAZ 14.11.2017

https://www.taz.de/Querfront-Preisverleihung-abgesagt/!5463066/

  • Kultursenator zieht Rufmord vom Leder – und schießt sich ins Knie

Posted on 15/11/2017 by Mathias Broeckers

http://www.broeckers.com/2017/11/15/kultursenator-zieht-rufmord-vom-leder-und-schiest-sich-ins-knie/

  • “Wie bist du eigentlich links geworden?”

Ist lechts gleich rinks?

von Mathias Bröckers Samstag, 18. November 2017

https://www.rubikon.news/artikel/wie-bist-du-eigentlich-links-geworden

-= Der vollständige Artikel findet sich als Anhang=-

Ciao Stephan Best

Mathias BROECKERS Links geworden 20171118.pdf

In eigener Sache: Paul Schreyer, Ken Jebsen, Jürgen Elsässer, Compact und die Querfront

Paul Schreyer

26. Januar 2017   —   Ein beliebtes Mittel der Kritik besteht darin, jemanden mit Personen zu verknüpfen, die in schlechtem Ruf stehen. Wissenschaftlich nennt man das „Assoziationstäuschung“ oder einfacher gesagt: „Kontaktschuld“.

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Dokumente zum Treffen der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt und zur laufenden Querfront-Kampagne (8 Punkte von Albrecht Müller in PDF als Anhang)

  • Dokumente zum Treffen der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt und zur laufenden Querfront-Kampagne (8 Punkte von Albrecht Müller in PDF als Anhang)

            Verantwortlich: Albrecht Müller

Im Vorfeld der Konferenz der Akteure des sogenannten Friedenswinters wurde insbesondere von der TAZ der Versuch gemacht, dieser Gruppe eine Zusammenarbeit mit Rechten zu unterstellen. Hier ist ein herausragendes Beispiel: „Neurechte Friedensbewegung: Tausend Mal berührt. Seit vier Monaten läuft der Friedenswinter, Schulter an Schulter mit der Querfront.
Das Verfahren der TAZ und ihres Redakteurs Christian Jakob ist typisch für diesen Kampagnen-Journalismus. Zur Diffamierung hat man sich das Etikett ausgedacht, die Friedensbewegung sei Teil der sogenannten Querfront, also einer Verbindung von links und rechts. Und dann wird ein Kronzeuge organisiert. Im konkreten Fall ist es ein Patrick Rupprecht. Und für weitere angebliche Belege wird auf frühere Ereignisse zum Beleg zurückgegriffen. Albrecht Müller.

  • https://www.youtube.com/watch?v=y6LG-RzQFHg Mahnwache Berlin 16.03.2015 Teil 03 Ken Jebsen Rede KenFM KenFM.de Potsdamer Platz mahnwachen.info Das scheint die vollständige Rede (in mehreren Teilen auch andere Beiträge zur selben Kundgebung) zu sein!
  • „Ein Versuch, der gescheitert ist“ 13. März 2015 um 20:04 <https://www.facebook.com/notes/monty-sch%C3%A4del/ein-versuch-der-gescheitert-ist/788548637894775> _Organisation _/Wie geht es weiter mit dem Projekt Friedenswinter? Der Aktivist Monty Schädel fordert, dass man sich klar von rechts abgrenzt/ Interview in der taz vom 04.03.2015.
  • Mit dazu gelesen werden sollte auch der Artikel „Tausend Mal berührt“ zum „Friedenswinter 2014/15“ unter: http://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!156325/ <http://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/%21156325/> *taz: Am Wochenende findet in Frankfurt eine große Konferenz der Friedensbewegung statt. Gibt es da Hauen und Stechen?* Monty Schädel
  • Roland Blach DFG-VK :  
    „Ehrlich gesagt bin ich entsetzt über das Interview.“ (mit Reiner Braun; ergänzt StB} – JW)
  • »Ich plädiere für verbale Abrüstung« – junge Welt –  https://www.jungewelt.de/2015/03-18/062.php
    Rote Linien der Friedensbewegung: Streit um Abgrenzung nach rechts spitzt sich zu. Ein Gespräch mit Reiner Braun. jungewelt.de | Von Claudia Wangerin
       Andreas Grünwald  *) kommentierte die teilweise stark emotionalisierte Rede Ken Jebsens wie folgt:
  • „Man darf im Zusammenhang mit der Rede von Ken Jebsen nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Auch ich finde, dass manche Äußerungen von Ken Jebsen in Berlin überzogen waren. Wenn man die ganze Rede hört, die Junge Welt brachte ja nur sehr kleine Ausschnitte, dann bemerkt man aber auch, dass Ken Jebsen sehr wütend war. Wütend über die dauerhaften Angriffe, die zuletzt in den Attacken in der taz mündeten. Wenn man sich ein eigenes Bild machen will, muss man also diese drei Dinge nebeneinander legen.
  • Andreas Grünwald
    Beschlüsse und Dokumente der Konferenz der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt am Main
    Auf nach Berlin!!Beschlüsse und Dokumente der Konferenz der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt am Main / Umstellung dieser Facebook Gruppe
    Nach einem zunächst eher persönlich abgefassten Bericht von der Konferenz am 14. März in Frankfurt / Main, folgt hier nun eine ausführliche Sammlung von Beschlüssen, Referaten und Presseveröffentlichungen zu unserer Konferenz.

    Auf nach Berlin zur großen Demonstration der Friedensbewegung am 10. Mai 2015!

    Vielfältige Aktionen zum Tag der Befreiung: „Nie wieder Faschismus und Krieg“ sind die einigende Herausforderung. Auf der Aktionskonferenz des Friedenswinters, am 14.3.2015 wurde von den etwa 150 Teilnehmenden aus allen Teilen der Bundesrepublik nach einer intensiven, solidarischen, teilweise auch kontroversen Diskussion, einvernehmlich der folgende Beschluss gefasst:

    „Die Aktionskonferenz Friedenswinter am 14. März 2015 unterstützt die vielfältigen dezentralen antifaschistischen und friedenspolitischen Aktivitäten am 8. und 9. Mai 2015 sowie die Demonstration in Berlin, die vom Berliner Aktionsbündnis „70 Jahre Tag der Befreiung“ für den 10. Mai 2015 vorbereitet wird. Die Aktionskonferenz ruft dazu auf, dort, wo es möglich ist, zum 10. Mai 2015 nach Berlin zu mobilisieren und zu kommen. Lasst uns Berlin zu einem eindrucksvollen Abschluss der vielfältigen Aktivitäten um den Jahrestag der Befreiung machen.“

    Weitere Aktionen nach dem 10. Mai 2015

    Unterschiedliche Erfahrungen und Eindrücke prägten die Debatte, Kontroversen wurden nicht vermieden, aber in einer Atmosphäre des Zuhörens und des Versuch, einander zu verstehen, bearbeitet. Wir haben viel mehr gemeinsam als uns trennt und dies in einer von allen als friedenspolitisch ernst und bedrohlich empfundenen Situation. Wir brauchen mehr und größere Aktionen, war der einheitliche Tenor und nur gemeinsam sind wir stark. Dabei ist der Antifaschismus unsere unumstößliche Grundlage, weil nur dieser eine Friedensgrundlage sein kann.

    Weitere Aktionen auch nach den Aktivitäten zum 8./9. Mai sind notwendig. Auch dazu verabschiedete die Aktionskonferenz ein für alle offenes Verfahren zum weiteren Vorgehen:

    „Initiativen und Organisationen werden aufgefordert, Überlegungen, Ideen, Vorschläge, Hinweise, Kreationen für weitere dringend notwendige Aktionen der Friedensbewegung zu entwickeln und vorzuschlagen. Diese werden gesammelt und auf einer Friedensversammlung im Juni/Juli diskutiert und bei Konsens bzw. breiter Unterstützung auch beschlossen. Zur Planung der Ideenbörse und weiterer Schritte beschließt die Aktionskonferenz die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Intensiv bemüht werden soll sich auch, weitere Kräfte aus der Friedensbewegung für ein gemeinsames Handeln zu gewinnen.“

    Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden!

    Frankfurt am Main, 14. März 2015

    M A T E R I A L

    1. Referate

    Die folgende PDF Datei wurde von Jens Wernicke zur Veröffentlichung auf dem Nachrichten-Blog „NachDenkSeiten“ zusammengetragen.
    Sie enthält die vier Referate die zu Beginn der Konferenz gehalten wurden und zudem den ersten Diskussionsbeitrag in der Generaldebatte:

    http://data9.blog.de/media/902/8465902_5ba1c589e3_d.pdf

    2. Presseberichte

    Vor der Konferenz:

    Interview mit Reiner Braun in der Frankfurter Rundschau:
    http://www.berliner-zeitung.de/…/interview-mit-aktivist-rei…

    Interview mit Pedram Shahyar für den Info-Blog Bohemien:
    http://le-bohemien.net/…/pedram-shahyar-du-hast-deinen-ruf…/

    Interview mit Monty Schädel in der taz:
    http://www.taz.de/Zukunft-der-Friedensbewegung/!156414/

    Artikel in der taz vor der Konferenz:
    http://www.taz.de/!156325/

    (Das Interview von Monty und der Artikel bildeten in der taz eine Themenseite)

    Nach der Konferenz:

    Bericht im Neuen Deutschland (ein sehr positiver und sehr konstruktiver Bericht – leider aber zur Zeit /17.03.2015/ nur für Abonnenten zugänglich. Gibt sich aber meist nach ein paar Tagen):
    https://www.neues-deutschland.de/…/964939.dienstweg-zur-kor…

    Interview mit Reiner Braun in der Berliner Zeitung (wurde auch im Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht):
    http://www.berliner-zeitung.de/…/interview-mit-aktivist-rei…

    Zusammenfassender guter Bericht auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=25429#more-25429

    3. Neugestaltung dieser Diskussionsgruppe bei Facebook

    Um den Anforderungen für eine wirksame aktionsorientierte Friedensbewegung besser entsprechen zu können, soll diese Facebook Gruppe bis zum 24. März 2015 umgestaltet werden.

    (…)
    (Hervorhebungen von mir, StB)

  • *) Andreas GRÜNWALD ist Admin der Facebook-Gruppe ‚FRIEDENSWINTER 2014/2015‘.
  • Friedenswinter 2014 / 2015 – Auf Initiative der „Kooperation für den Frieden“ wurde auf einer Konferenz der Friedensbewegung am 11. Oktober 2014 ein Aktionskonzept beschlossen:– Eine gemeinsame Aktionswoche für den Frieden in ganz Deutschland, die vom 08. bis zum 13. Dezember stattfinden wird. Diese mündet in fünf regionalen Großdemonstrationen, die am 13. Dezember in Berlin, Hamburg, München, Leipzig und im Ruhrgebiet stattfinden werden.
    – Demonstrationen und Aktionstage Ende Februar aus Anlass der in München stattfindenden „Sicherheitskonferenz“.
    – Die gemeinsame Gestaltung der Ostermärsche 2015.
    – Eine bundesweite Großdemonstration aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus Anfang Mai 2015 in Berlin.

    Diese Gruppe dient dazu, diese Aktionen gemeinsam vorzubereiten, umzusetzen, auszugestalten.
    Auf Facebook zählt die Gruppe 1252 Mitglieder (Stand 18. März.)

Beste Grüße
Stephan Best

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Stephan Best sbest@gmx.net
blog: steven25.wordpress.com
global crisis- / global change NEWS
phone: 01781-705671