Infos zu RUBIKON ein neues Online-Portal für kritischen Journalismus – erscheint ab April 2017

globalcrisis/globalchange News
Martin Zeis, 30.03.2017

Liebe Leute,

was im deutschsprachigen Raum schon längst überfällig war, erblickt in Kürze das Licht der Welt: RUBIKON ein neues Online-Portal für kritischen Journalismus – siehe www.rubikon.news

Urheber des Projekts ist Jens Wernicke, den viele ListenteilnehmerInnen u.a. von seinen hoch ergiebigen Interviews auf NDS her kennen. Ausführlicher zeigt er sich in seinem Buch „Lügen die Medien? Das Medienkritik-Kompendium – Propaganda, RudelJournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“ – vgl. https://jensewernicke.wordpress.com/2017/03/10/neuerscheinung-jens-wernicke-luegen-die-medien-propaganda-rudeljournalismus-und-der-kampf-um-die-oeffentliche-meinung

Was mir bei diesem Projekt gefällt:

a.) Es ist kooperativ, unabhängig und crowdfinanziert. Über https://www.rubikon.news/spenden kommen – so ist zu wünschen – rasch die notwendigen Mittel für eine solch kühne Unternehmung dauerhaft zusammen.

b.) Der Beirat ist mit sehr fähigen Leuten besetzt, deren Vor-/Beiträge/Analysen wir z.T. an dieser Stelle seit Jahren gepostet haben. Unter https://www.rubikon.news/beirat stellen die einzelnen Mitglieder ihre Anliegen und die Rolle von RUBIKON vor.

B e i r a t

Daniele Ganser
Rainer Mausfeld
Daniela Dahn
Konstantin Wecker
Sven Böttcher
Maren Müller
Klaus-Jürgen Bruder
Karin Leukefeld
Matthias Burchardt
Gaby Weber
Hannes Hofbauer
Werner Ruf
Mathias Bröckers
Walter von Rossum
Jörg Becker
Arnulf Rating
Rainer Roth
Werner Rügemer
Conrad Schuler
Winfried Wolf
Hans See
Jochen Scholz
Mag Wompel

c.) spannend finde ich die bisher schon zugesagten Festformate (Rubriken) – vgl. nachfolgende Aufstellung.
Die Verantwortlichen und ihre Beschreibung des jeweiligen Formats sind unter https://www.rubikon.news/festformate zu finden.

F e s t f o r m a t e

Welt (Un) Ordnung
Werner Rügemer

Zum Glück Widerstand
Christiane Borowy

Die Arena
Wolf Wetzel

Gegen den Strich
Mathias Burchardt

Werkzeug- und Prämissenkunde
Wolf Wetzel

Faktencheck
Maren Müller

Neues aus Latinoland
Gaby Weber

Die Wunderlampe
Volker Bräutigam & Friedhelm Klinghammer

Verquersignale
Magda von Garrel

Literatur-Salon
Katrin McClean

Auf dem Prüfstand
Andreas von Westphalen

Ordnung & Chaos
Prinz Chaos II

Aus der Warte der Kinder
Ursula Wesseler

Durchschaut
Marcus Klöckner

Einwand zur Lage
Hannes Hofbauer

Unerhört und nachgeschaut
Katrin McClean

Ganz und gar
Thomas Hillebrand

Orientierung im Orient
Karin Leukefeld

Ungehorsam
Mag Wompel

Die Brechecke
Herr M.

Studie: Der Propaganda-Multiplikator: Wie globale Nachrichtenagenturen und westliche Me dien über Geopolitik berichten

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 28.01.2017

Guten Abend zusammen,

das Forschungsprojekt zu Propaganda in Schweizer Medien hat dankenswerterweise in knapper Form (22 S.) die Rolle der drei marktbeherrschenden internationalen Agenturen Associated Press (AP), Agence France Press (AFP) und Reuters bei der internationalen „Berichterstattung“ der westlichen (Massen-)Medien beleuchtet – inklusive der Primär-Lieferanten des Contents.

Die Gleichförmigkeit der Themensetzung, der Inhalte, der sprachlichen Form/Formulierungen wird abseits direkter Zensureingriffe von „oben“, der Chefredaktionen (die es gibt) konkret nachvollziehbar.

https://swisspropaganda.wordpress.com/der-propaganda-multiplikator

Der Propaganda-Multiplikator

Es ist einer der wichtigsten Aspekte unseres Mediensystems – und dennoch in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt: Der größte Teil der internationalen Nachrichten in all unseren Medien stammt von nur drei globalen Nachrichtenagenturen aus New York, London und Paris.

Die Schlüsselrolle dieser Agenturen hat zur Folge, dass unsere Medien zumeist über dieselben Themen berichten und dabei sogar oftmals dieselben Formulierungen verwenden. Zudem nutzen Regierungen, Militärs und Geheimdienste die globalen Agenturen als Multiplikator für die weltweite Verbreitung ihrer Botschaften. Die transatlantische Vernetzung der etablierten Medien gewährleistet dabei, dass die gewünschte Sichtweise kaum hinterfragt wird.

Eine Untersuchung der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche. Zudem sind 82% aller Kommentare und Interviews USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich auf der Gegenseite verortet wird.

Die gesamte Studie (pdf, 22 S.) ist unter folgendem Link herunterzuladen:

https://swisspropaganda.files.wordpress.com/2016/11/studie-der-propaganda-multiplikator-2016-mk.pdf

Der Propaganda-Multiplikator: Wie globale Nachrichtenagenturen und westliche Medien über Geopolitik berichten
Ein Beitrag des Forschungsprojekts zu Propaganda in Schweizer Medien Juni 2016
„Man muss sich deshalb immer fragen: Weshalb kommt jetzt gerade diese Information in dieser Form auf mich zu? Letztlich stecken immer Machtfragen dahinter.“ (*) Dr. Konrad Hummler, ehemaliger NZZ-Präsident
Inhalt

Zusammenfassung ………………………………………………1
Teil 1: Der Propaganda-Multiplikator ………………………. 2
Teil 2: Fallstudie zur Syrien-Berichterstattung …………. 16
Anmerkungen und Literatur …………………………………22

Einleitung: »Etwas Eigenartiges«
»Woher weiß die Zeitung, was sie weiß?« Die Antwort auf diese Frage dürfte manchen Zei- tungsleser überraschen: »In der Hauptsache bezieht sie ihr Wissen von Nachrichtenagenturen. Die nahezu anonym arbeitenden Nachrichtenagenturen sind gewissermaßen der Schlüssel zu den Geschehnissen in der Welt. Wer also sind die Nachrichtenagenturen, wie arbeiten sie und wer finanziert diese Unternehmen? All dies sollte man wissen, um sich ein Bild machen zu können, ob man auch wirklich über die Ereignisse in Ost und West zutreffend unterrichtet wird.« (Höhne 1977)

Ein Schweizer Medienforscher gibt deshalb zu bedenken: »Die Nachrichtenagenturen sind die «AktualiTäter», sind die wichtigsten Stofflieferanten der Massenmedien. Kein tagesaktuelles Medium kommt ohne sie aus. () So beeinflussen die Nachrichtenagenturen unser Bild von der Welt; wir erfahren vor allem das, was sie ausgewählt haben.« (Blum 1995)

Angesichts ihrer essentiellen Bedeutung erstaunt es umso mehr, dass diese Agenturen in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind: »Einem Großteil der Gesellschaft ist nicht klar, dass es Nachrichtenagenturen überhaupt gibt … Dabei nehmen sie tatsächlich eine enorm wichtige Rolle auf dem Medienmarkt ein. Doch trotz dieser großen Bedeutung wurde ihnen in der Ver- gangenheit nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.« (Schulten-Jaspers 2013)

Selbst der Vorsitzende einer Nachrichtenagentur wunderte sich: »Es ist etwas Eigenartiges um die Nachrichtenagenturen. Sie sind in der großen Öffentlichkeit wenig bekannt. Im Gegensatz beispielsweise zu einer Zeitung vollzieht sich ihre Tätigkeit nicht so stark im Scheinwerferlicht, obwohl sie doch immer an der Quelle der Nachricht zu finden sind.« (Segbers 2007)

»Das unsichtbare Nervenzentrum des Mediensystems«
Wer also sind diese Agenturen, die »immer an der Quelle der Nachricht« zu finden sind? Glo- bale Agenturen gibt es inzwischen nur noch drei:

  1. Die amerikanische Associated Press (AP) mit weltweit über 4000 Mitarbeitern. Die AP gehört US-Medienunternehmen und hat ihre Hauptredaktion in New York. AP- Nachrichten werden von rund 12 000 Medien genutzt und erreichen dadurch täglich mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.
  2. Die quasi-staatliche französische Agence France-Presse (AFP) mit Sitz in Paris und ebenfalls rund 4000 Mitarbeitern. Die AFP versendet pro Tag über 3000 Meldungen und 2500 Fotos an Medien in aller Welt.
  3. Die britische Reuters in London, die privatwirtschaftlich organisiert ist und etwas über 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Reuters wurde 2008 vom kanadischen Medienunterneh- mer Thomson – einer der 25 reichsten Menschen der Welt – gekauft und zu Thomson- Reuters mit Sitz in New York fusioniert.

(…)

Kleines Kürzel, große Wirkung
Es gibt jedoch einen einfachen Grund, warum die globalen Agenturen trotz ihrer Bedeutung dem breiten Publikum so gut wie unbekannt sind, denn: »Radio und Fernsehen nennen ihre Quellen in der Regel nicht, und die Quellenangaben in Zeitschriften entziffern nur Spezialis- ten.« (Blum 1995)

Das Motiv für diese Zurückhaltung dürfte indes klar sein: Unsere Medien sind nicht besonders stolz darauf, dass sie viele ihrer Beiträge in Wirklichkeit gar nicht selbst recherchiert haben, sondern aus den immer gleichen Quellen beziehen.
Die folgende Abbildung zeigt einige Beispiele zur Quellenkennzeichnung in bekannten deutschsprachigen Zeitungen. Neben den Agenturkürzeln finden sich die Kürzel von Redak- teuren, die den jeweiligen Agenturbericht bearbeitet haben.

(…)

Das Projekt – Kontakt über: https://swisspropaganda.wordpress.com/kontakt/

Swiss Propaganda Research ist ein Forschungs- und Informations­­projekt zu geo­po­li­tischer Pro­pa­ganda in Schwei­zer Medien. Alle Studien und Bei­trä­ge wurden von einer politisch und publi­zistisch unab­hängigen, wissenschaftlichen Forschungsgruppe ohne Beauftragung oder Fremdfinanzierung er­stellt.

Das Forschungsprojekt wurde im Frühjahr 2016 als erstes seiner Art lanciert und zählt unterdessen zu den bekanntesten medien­kritischen Publi­ka­tionen der Schweiz.

Die Mitglieder der Forschungsgruppe möchten persönliche Diffa­mie­rungen und berufliche Sanktionen vermeiden und haben sich deshalb entschieden, nicht namentlich aufzutreten. Wir bitten um Verständnis und sind zuversichtlich, dass die präsen­tierten Infor­ma­tionen für sich selbst sprechen können.

“Das Großartige an der Aufklärung bestand ja von Anfang an darin, dass
rationale Argumente ihren Wert unabhängig davon haben, wer sie äußert.”

— Philosoph Slavoj Žižek in der NZZ vom 30. Januar 2016 (*) —

Rückmeldungen und Anfragen sind willkommen.

Die Bewusstseins-Industrie – Interview Jens Wernicke mit Jörg Becker

02.01.2017

Edward L. Bernays formulierte vor fast einem Jahrhundert: „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften …

Hierzu sprach Jens Wernicke mit dem Politikwissenschaftler und Propagandaforscher Jörg Becker.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=36428

Quelle: Die Bewusstseins-Industrie

Diverse Vorbereitungen einer staatlichen Internet-Zensur in USA +EU

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 12.12.2016

Hallo zusammen,

seit einigen Monaten gibt es in den USA und der EU intensive Bemühungen, die vielfältigen, frei zugänglichen Nachrichtenportale, Websites, Blogger-Seiten etc. aus der ganzen Welt einer staatlichen Zensur zu unterwerfen und einen staatlichen Maßnahmenkatalog zu etablieren, mit dem Nachrichten/Meldungen/Artikel …, die deutliche Kritik an den wirtschaftlichen oder sozialen Strukturen des jeweiligen Landes oder dessen Außenpolitik/direkter+indirekter Kriegführung äußern, geahndet werden können (z.B. Websites abschalten, Absender aus dem Medium wie facebook, twitter entfernen/blockieren, Provider veranlassen, die Weiterverteilung von Nachrichten auf einer Mail-Liste ins Leere laufen zu lassen, indem die Verteileradressen, ohne dass es der Absender merkt, blockiert werden) und/oder weitergehend den Tatbestand einer „terroristischen Aktivität“ zu behaupten und zu verfolgen.

Hintergrund: Die USA und die NATO mussten feststellen, dass die im Jahre 2000 vom Pentagon + diversen Geheimdiensten anvisierte full spectrum dominance im sog. information-warfare (Propaganda-Kriegführung) unter den Bedingungen eines globalen, frei zugänglichen Internets nicht möglich ist und zunehmende Teile der Bevölkerungen dazu übergegangen sind, sich des pluralen, und in den Massenmedien blockierten Informationsangebots vergleichend zu bedienen und eine eigene Auffassung vom jeweiligen Geschehen zu bilden. Dabei spielt ein größeres Netz unabhängiger investigativer JournalistInnen eine wichtige Rolle.

Am letzten Donnerstag ist der von den beiden U.S. Senatoren Rob Portman (Rep, Ohio) und Chris Murphy (dem, Connecticut) eingebrachte Countering Disinformation and Propaganda Act (Gesetz zur Bekämpfung von Desinformation und Propaganda) vom Senat verabschiedet worden. Es soll den „American allies“ helfen „ausländischer Propaganda von Russland, China und anderen Nationen entgegenzutreten.“ Dazu wird ein interagency center im Außenministerium etabliert, das die „counterpropaganda“ koordiniert und synchronisiert. Das Gesetz sieht im Weiteren ein großzügiges Finanzierungsprogramm für NGOs, Think Tanks, zivilgesellschaftliche und andere Experten außerhalb der Regierung vor, die sich in der Counter-Propaganda-bezogenen Arbeit engagieren; parallel wird ein Fond aufgelegt, um lokale Journalisten in dieser Arbeit zu schulen.

„… The legislation establishes a fund to help train local journalists and provide grants and contracts to NGOs, civil society organizations, think tanks, private sector companies, media organizations, and other experts outside the U.S. government with experience in identifying and analyzing the latest trends in foreign government disinformation techniques. This fund will complement and support the Center’s role by integrating capabilities and expertise available outside the U.S. government into the strategy-making process. It will also empower a decentralized network of private sector experts and integrate their expertise into the strategy-making process. …“

(zit. a. Press Release Rob PORTMAN vom 8.12.2016 – Senate Passes Major Portman-Murphy Counter-Propaganda Bill as Part of NDAA; URL: http://www.portman.senate.gov/public/index.cfm/press-releases?ID=3765A225-B773-4F57-B21A-A265F4B5692C )

Parallele Bemühungen gibt es auch in deutschen Gefilden. So fordert der CSU-Politiker Stephan Mayer einen Straftatbestand für Desinformationskampagnen im Internet, wofür bisher (leider) die rechtliche Grundlage fehle.

„…Der CSU-Politiker sieht dringenden Handlungsbedarf bei „Falschmeldungen“: „Damit müssen wir uns dringend auseinandersetzen und einen entsprechenden Straftatbestand schaffen.“ Mayer forderte zudem klarere Zuständigkeiten, wer bei den Sicherheitsbehörden zuständig sei. Dann müsse das Internet verstärkt auf die bewusste Verbreitung von Falschmeldungen untersucht werden. „Die Gefahr ist sehr groß, dass Hackerangriffe auf Parteien und Fraktionen und Desinformationskampagnen zunehmen werden.“

Mayer verstärkt damit eine Regierungslinie: „Wir erleben Desinformationskampagnen, denen auch Angriffe auf die IT von Regierung, Parlament oder Medienhäusern vorausgehen können“, hatte auch Innenminister Thomas de Maizière vor kurzem laut Reuters gewarnt. Für die Bundesregierung hatten zuvor bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel und Justizminister Heiko Maas zum Kampf gegen „Falschmeldungen“ aufgerufen.

Noch ist nicht bekannt, wie die Bundesregierung Falschmeldungen identifizieren wird und ab wann eine Meldung als Falschmeldung zu klassifizieren ist. Es ist auch noch unklar, ob die Bundesregierung für „Falschmeldungen“ Gefängnisstrafen verhängen will. Diese Praxis gibt es bereits in vielen Ländern, die autoritär geführt werden.“

(zit. a. DWN, 11.12.2016, URL: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/11/csu-politiker-falschmeldungen-sollen-strafbar-werden )

Der Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Markus KOMPA hat sich in diesem Zusammenhang kürzlich auf Telepolis mit dem Vorschlag einer Digitalen Charta ( http://digitalcharta.eu ) eines von der ZEIT-Stiftung ins Leben gerufenen „Tugendrats“ auseinandergesetzt und dabei drei wesentliche Fragen aufgeworfen:

• Wer hat denn allgemein darüber zu befinden, was „Hetze“, „Mobbing“ oder „gefährdende Aktivitäten“ sein sollen?
• Wer hat im konkreten Fall zu überwachen und zu entscheiden, was im konkreten Fall erlaubt ist und was nicht?
• Und wie soll dieses „verhindern“ denn aussehen? Und wie soll eine Prävention in Einklang mit dem Zensurverbot gebracht werden?

(siehe Markus KOMPA: Digitale Chartastimmung, TP 01.12.2016 – URL: http://www.heise.de/-3528979 )

John Pilger: Im Innern der unsichtbare Regierung Krieg, Propaganda, Clinton & Trump — Die Propagandaschau

Im Innern der unsichtbare Regierung – Krieg, Propaganda, Clinton & Trump von John Pilger Übersetzung: FritztheCat Der amerikanische Journalist Edward Bernays wird oft als der Mann beschrieben, der die moderne Propaganda erfunden hat. Bernays, der Neffe von Sigmund Freud, dem Pionier der Psychoanalyse, prägte den Begriff „Public Relations“, ein Euphemismus für Meinungsmache und deren Täuschungen.

über John Pilger: Im Innern der unsichtbare Regierung Krieg, Propaganda, Clinton & Trump — Die Propagandaschau

Die Ukraine zwischen Faschismus, Pöbelherrschaft und Zerfall

Die Ukraine zwischen Faschismus, Pöbelherrschaft und Zerfall Und jetzt, im Mai 2016, wird es immer deutlicher, wenn nicht sogar unleugbar, dass das ganze „ukrainische Projekt“ ein völliges Schlamassel ist, womöglich noch schlimmer und weitaus gefährlicher als das Schlamassel in Libyen oder im Irak. von TheSaker                      […]

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/05/17/die-ukraine-zwischen-faschismus-poebelherrschaft-und-zerfall/

KenFM über: Die Panama-Putin-Posse – Was ist eine Briefkastenfirma?

KenFM über: Die Panama-Putin-PosseKenFM 34.229 Aufrufe

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Veröffentlicht am 05.04.2016 Was  ist eine Briefkastenfirma?

Bei einer Briefkastenfirma handelt es sich nicht um eine klassische Fabrik mit echten Mitarbeitern, die morgens wirklich zur Arbeit kommen, um tatsächlich irgendetwas zu produzieren. Auch wird in einer Briefkastenfirma keine echte Dienstleistung erbracht. Eine Briefkastenfirma ist nichts anderes, als eine Postadresse, die der Täuschung dient. Wie zu erwarten war, geht es um Geld. Extrem viel Geld. Dieses Geld wird über die Briefkastenfirma in einer Steueroase geparkt, gewaschen oder weitergeleitet.
Dieses Phänomen ist nicht neu, sondern so alltäglich wie Prostitution. Wer über eine Briefkastenfirma verfügt, kann gegenüber dem heimischen Finanzamt behaupten, er würde schon Steuern auf seine Gewinne bezahlen, aber eben an ein Finanzamt, das sich in einer Steueroase befindet. Das aber wäre völlig legal, denn schließlich wäre auch der eigene Firmensitz zufälligerweise an diesem Ort. Praktisch. Und einen Briefkasten gäbe es dort auch. Der ist nur sehr klein, was aber damit zu tun hätte, dass auch die abzuführenden Steuern sehr klein seien. Wie passend!
Wer sich die Nutzer von Briefkastenfirmen ansieht, wird feststellen, dass sich kaum Hartz-IV-Empfänger unter ihnen befinden. Dieses Geschäftsmodell lohnt nur, wenn man nicht mehr weiß, wohin mit seinem Schotter. Nur wer schon reich ist, wird sich um einen Briefkasten in einer Steueroase bemühen. Natürlich macht ein Bonze, eine Firma oder ein Konzern das nicht selber. Dafür gibt es schließlich Profis. Eine ganze Branche lebt davon, die Institution „Finanzamt“ zum Narren zu halten. Legal, versteht sich.
Es lebe das Gewerbe der Wirtschaftsberatungsunternehmen, die schon deshalb dem Fiskus oder den Anwälten immer einen Schritt voraus sind, da auch hier die Politik der Drehtür fest zum Geschäftsmodell gehört.
Profis in Sachen Steuervermeidung werben die Fachleute von den ermittelnden Behörden einfach ab. Später wechseln die mit Cash auf Linie gebrachten Personen auch gerne wieder zurück auf Staatsposten, oder aber werden Teilhaber großer Kanzleien, die wiederum beratend den agierenden Wirtschaftsprüfern zur Seite stehen. Ein Kreis schließt sich hier nicht, der Ring kann gar nicht verlassen werden, denn er ist extrem stabil und sorgt dafür, dass die Multimilliarden der Kunden mit einem Speed von A nach Z verschoben werden, dass man in Cern schon fast neidisch wird.
Das Ganze ist ein großer Circus, bei dem eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, denn jeder, der sich zu den Reichen oder Superreichen zählt, spielt in diesem Casino mit. Jeder.

Wer hat die Panama Papers bezahlt?

Das ICIJ, ein internationales Konsortium für investigative Journalisten. Das ICIJ wurde 1997 gegründet und gehört zum CPI, dem Center for Public Integrity. ICIJ und CPI werden vor allem aus Stiftungen finanziert. US-Stiftungen steinreicher Oligarchen, gegen die Putin selbst dann noch ein armes Würstchen wäre, sollte er tatsächlich 200 Milliarden gemopst haben.
Finanziert hat die Enthüllungsstory, genannt Panama Papers, die Ford Foundation, der Rockefeller Family Fund, die W. K. Kellogg Foundation, Carnegie Endowment und, wie nicht anders zu erwarten, die Open Society Foundation eines gewissen, na klar, George Soros.
Das könnte erklären, warum die Süddeutsche Zeitung, die Russland auch 2016 noch bezichtigt, die Krim annektiert zu haben, obwohl rechtlich längst bewiesen ist, dass hier eine Sezession vorliegt, in ihrem Text zu den Panama Papers Putin als den Bösewicht Nummer Eins darstellt.
Die Krim wollte sich nicht der durch Faschisten unterstützten Putsch-Regierung in Kiew anschließen, nur hat dies das State-Department innerhalb der Süddeutschen Zeitung noch immer nicht verkraftet. Und dass Soros in der Ukraine während des Putsches auch das ZDF mit von ihm gezimmerten Nachrichten versorgte, ist der SZ anscheinend egal. 
Ist es nicht verwirrend, dass ausgerechnet ein Netzwerk von Superreichen über ihre Stiftungen, die sie gründeten, um Steuern zu sparen und das gesparte Geld politisch nutzen, jetzt DIE Enthüllung des Jahrhunderts in Sachen Steuerschlupflöcher finanziert hat, und keine Sau in den Leitmedien sich die Frage stellt, wie das zusammenpasst?
Gut, dass wir alternative Blogs wie den von Alexandra Bader aus Österreich haben. Sie stellt die Frage, ob Putins Intimfeind George Soros als Mitfinanzier des Enthüllungspapiers nicht stutzig machen müsste.
Reichlich dubios.
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Das gesamte Skript und alle weiterführenden Links unter:

KenFM über: Die Panama-Putin-Posse

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