Dokument: Aufruf an die Mächtigen dieser Welt; initiiert von der Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung, 14.04.2018

globalcrisis/globalchange NEWS

Martin Zeis, 17.04.2018. 14:00
martin.zeis@gmxpro.net

D o k u m e n t i e r t

Die Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung mit den
Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaften
Deutschland, Österreich, Schweiz

Aufruf 14. April 2018

zu gemeinsam angewandter Vernunft in den
internationalen Beziehungen unserer Zeit

  • Rufen Sie mit uns durch Ihre Unterschrift die Mächtigen dieser Welt auf, … Die Zeit drängt!
  • Sign to join our appeal to the great of this world …
    The time is running out!
  • Обратитесь вместе с нами, поставив свою подпись, к власть имущим этого мира с просьбой,… Время не ждет!

Deutsch – https://www.cfvw.org/files/cfvw/petition/deutsch.pdf
Englisch https://www.cfvw.org/files/cfvw/petition/englisch.pdf
Russisch – https://www.cfvw.org/files/cfvw/petition/russisch.pdf

A u s z u g aus der dt. Fassung (vollständiger Text im Anhang)

„… Mit Carl Friedrich v. Weizsäcker sind wir, die Unterzeichner dieses Aufrufes, überzeugt: „Eine komplizierte Gesellschaft in raschem Wandel wie die unsere kann nicht überleben, geschweige denn die besten Wege finden ohne Einsicht. Einsicht aber wird uns nicht ohne vorherige äußerste Anstrengung der Wahrheitssuche gegeben“. Und wir sind mit v. Weizsäcker überzeugt, „dass alle politischen, ökonomischen, ökologischen Probleme unserer Gegenwart und Zukunft grundsätzlich in gemeinsam angewandter Vernunft lösbar wären.“

Die Alternative zur Entspannung und zum Ausgleich unterschiedlicher Interessen auf der Basis gegenseitiger Berechenbarkeit und gegenseitigen Vertrauens ist weder rational noch moralisch zu verantworten, sowenig wie das Verdrängen gemeinsamer Verantwortung: Die weitere Verbreitung nuklearer Waffensysteme zu verhindern, Krisenherde wie Afghanistan und im südchinesichem Meer, im Nahen Osten und in der Ukraine mittels politischer Voraussicht beispielsweise und vertrauensbildender militärischer Maßnahmen einzuhegen, schließlich zu befrieden und so nicht zuletzt den vielfältigen Lebensentwürfen der Völker in ihren individuellen Facetten eine verlässliche und menschenwürdige Zukunft zu sichern.

Die Zeit drängt! Rufen Sie mit uns durch Ihre Unterschrift die Mächtigen dieser Welt auf, den Antagonismus von Provokation und Gegenprovokation, Verdächtigung und Beschuldigung, Drohung und Gegendrohung, von Sanktionen und Gegensanktionen, Fehleinschätzung und Überreaktion zu durchbre- chen und zu gemeinsam angewandter Vernunft zurückzukehren.

Rufen Sie mit uns durch Ihre Unterschrift die Mächtigen dieser Welt auf, in gemeinsam angewandter Vernunft neue Wege in der Gefahr zu suchen, zu finden und zu gehen – neue Wege zu einer „Friedens- und Sicherheitsordnung von Vancouver bis Wladiwostok“, wie sie in der „Pariser Charta für ein neues Europa“ angelegt ist. Die Zeit drängt!“ Hervorh. m.z.

Erstunterzeichner

Professor Justus Frantz
General a.D. Harald Kujat
Dr. Bruno Redeker

Maximilian Ardelt, Starnberg
ConDigit Consult GmbH, Vorstand der C. F. v. Weizsäcker-Gesellschaft

Prof. Dr. Jörg Baberowski, Berlin
Humbold Universität Berlin

Ao. Univ.-Prof. Mag. DDr Matthias Beck, Wien
Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Wien

Prof. Dr. Vladislav Belov, Moskau
Europainstittut der Russischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Wilfried Bergmann
Vice-Präsident der Alma Mater Europaea, Senator der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste

Prof. Dr. Hans-Joachim Blome, Köln
ehem. Professur für Luft- und Raumfahrttechnik

Prof. Dr. Rémi Brague, Paris
ehem. Professur für Philosophie, Sorbonne und LMU, Mitglied des Institute de France

Chris J. M.Brenninkmeyer, Starnberg

FH-Prof. Dr. Dietmar Brodel, Villach
Dekan des Studienbereichs Wirtschaft & Management, Fachhoschule Kärnten

Prof. Dr. Andrzej Bronk SVD, Lublin
ehem. Professur für Philosophie, Katholische Universität Lublin

Hartmut Bühl
Chefredakteur „The European – Security and Defence Union“, Brüssel

Dr. Erhard Busek, Wien
Vorsitzender des Vorstands, Institut für den Donauraum und Mitteleuropa

Jürgen Chrobog, Berlin
Staatssekretär a. D., ehem. Vorstandsvorsitzender der BMW Stiftung Herbert Quandt

Katharina Jobe-Gräfin Esterházy, Fahrenzhausen

Prof. Dr. Christian Fabjan, Wien
Direktor Institute of High Energy Physics, Austrian Academy of Sciences

Dr. Thomas Fasbender
Forschungsinstitut Dialog der Zivilisationen (DOC)

Professor Justus Frantz
Pianist und Dirigent

Dr. rer. nat. Hermann R. Franz

Franz Fürst, Elsbethen
Geschäftsführer Fürst Developments GmbH

Sigmar Gabriel
ehem. Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Hermann Gartemann, Bünde
Internist und Sozialmediziner

Dr. Ralph Ghadban, Berlin
Islamwissenschaftlier, Politologe und Publizist

Dr.-Ing. Peter H. Grassmann, Herrsching
Senator E.h., Publizist und Autor, ehem. Bereichsvorstand Siemes AG

Prof. Dr. Alfred Grosser, Paris
Publizist und Autor, ehem. Professur am Institut d’études politiques

Prof. Dr. Ruslan Grinberg, Moskau
Institut für Wirtschaft, Russische Akademie der Wissenschaften

Dirk Große-Wördemann, Frankfurt a. M.
DGW Consult, u. a. ehem. Vorstandsmitglied der Allianz und der Aareal Bank

Thomas Gyöngyösi, Salzburg

Günther M. Handke, Düsseldorf
Repräsentanz Deutschland der Gorbatschow-Stiftung

Mechthild M. Handke, Düsseldorf

Prof. Dr. Günther Hasinger, Paris
Wissenschaftsdirektor der ESA

Prof. Dr. Martin Heisenberg, Reichenberg
ehem. Professur für Genetik und Neurobiologie, Universität Würzburg

Rüdiger Herzog,Grünwald
Rechtsanwalt

Prof. Dr. Rudolf Hickel, Bremen
Forschungsleiter für Wirtschaft und Finanzen am IAF, Universität Bremen

Heinz Dieter Jopp, Barmstedt
Institut für Strategische Zukunftsforschung, Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung

Dr. Andrea von Knoop
Ehrenpräsidentin der deutsch-russischen Außenhandelskammer (AHK), Moskau

Prof. Dr. Gebriele Krone-Schmalz
Journalistin

Harald Kujat
General a.D., ehem. Generalinspekteur und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses

Prof. Dr. Klaus Mainzer, München
Professur für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der TMU München

Udo Freiherr von Massenbach
Massenbach-Letter News

Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß, Konstanz
Direktor des Konstanzer Wissenschaftsforums, ehem. Professur für Philosophie und Wissenschaftstheorie

Dr. Hendrik Napp, Hamburg

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, München
Staatminsiter a.D., Lehrstuhl für Philosophie an der LMU München, zzt. University of Virginia

Haralampi G. Oroschakoff
Künstler

Dr. Johannes Penzias, Wien
Geschäftsführung Weizsäcker-Gesellschft Österreich

o. Univ.-Prof. Dr. Herbert Pietschmann, Wien
Institut für Theoretische Physik Universität Wien

Jost Pilgrim, Vaduz
Ehrenmitglied des Verwaltungsrates Neue Bank AG

Dkfm. Reinhard Pinzer, Wien
ehem. Vorstandsmitglied Siemens Österreich, Vorstand Carl Friedrich v. Weizsäcker-Gesellschaft Österreich

Mathias Platzeck
ehem. Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Stephan Radermacher, Zürich
Executive Director Avis Financial Corporation

Alexander Rahr
Autor und Politologe

Dr. Bruno Redeker
Geschäftsführender Vorstand der Carl Friedrich von Weisäcker-Gesellschaften, Vorstandsvorsitzender der Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung

Alexandra Rodina, Moskau
Doktorandin, Master of Arts, Linguistik, Russische Akademie der Wissenschaften

Peter Rump, Köln

Thomas Sattelberger, München
MdB, ehem. Vorstand der Deutschen Telekom AG

Dr. Otto Schily, Berlin
Bundesminister a.D.

Doris Schröder-Köpf, MdL
Länderbeauftragte für Migration und Teilhabe Niedersachsen

Prof. Dr. Peter W. Schulze
Georg-August-Universität, Göttingen

Prof. Dr. phil. Andrej Sevalnikov, Moskau
Institut für Philosophie, Russische Akademie der Wissenschaften

Helmut Späth, Grünwald
ehem. stev. Vorstand Versicherungskammer Bayerns, Mg. Kuratorium der Weizsäcker-Gesellschaft

Herbert Steinbach, Kreuzlingen
Verwaltungsrat af-service ag

MMag. DDr. Andreas W. Stupka, Pfaffstätten
Oberst dG

Dipl.-Ing. Hermann Sturm, München
Stiftungsrat, Stiftung Wir-Eigentümer-Untrnehmer

Dr. Matthias Stürmer, Neuried
Rechtsanwalt, Leitungsfunktionen im Sachanlagebereich, Mitglied Kuratorium Weizsäcker-Gesellschaft

Martin Wambach, Köln
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Geschäftsführender Partner Rödl & Partner GbR

Prof. Dr. Jens Wendland

Dr. h.c. Heino Wiese
Managing Partner Consult GmbH

Weitere Unterzeichner. (…)

Aufruf-an-die-Mächtigen-dieser-Welt180414.pdf

Neue Nuclear Posture Review – Die Überprüfung der US-Atomwaffendoktrin

Fee (Eva) Strieffler postet die ins Deutsche übersetzte Fassung der zu überprüfenden US Atomdoktrin.

S. Anhang in dt. u. engl. Sprache

*Wichtig für jeden Bürger Deutschlands , da auch US-Atom-Waffen in der BRD sowie B, NL, I, stationiert sind :

„“Wir haben das persönliche Vorwort übersetzt, mit dem US-Verteidigungsminister Jim Mattis die Überprüfung der US-Atomwaffendoktrin im Jahr 2018 eingeleitet hat.
„Nuclear Posture Review —
Die Überprüfung der US-Atomwaffendoktrin“
Februar 2018
Vorwort des US-Verteidigungsministers Jim Mattis (Seite I – III)““

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-arc…/…/LP02618_280218.pdf
https://media.defense.gov/…/2018-NUCLEAR-POSTURE-REVIEW-FIN…

Der US- Verteidigingsminister Jim Mattis eröffnet seine Ausführung mit klarer Ansage : Zitat “ Am 27. Januar 2017 hat der Präsident (Trump) das Verteidigungsministerium angewiesen,eine neue Nuclear Posture Review / NPR (Überprüfung der US-Atomwaffendoktrin) vorzunehmen, um eine sichere und wirksame Abschreckung zu gewährleisten, die unser eigenes Land und unsere Verbündeten schützt und Angriffe unserer Gegner verhindert. Diese Überprüfung erfolgt in einem für die Geschichte unserer Nation sehr kritischen Moment, indem sich die USA mit einer internationalen Sicherheitssituation konfrontiert sehen, die komplexer und herausfordernder als jede andere seit dem Ende des Kalten Krieges ist. In dieser kritischen Lage dürfen wir die Modernisierung unserer atomar bewaffneten Streitkräfte nicht länger hinauszögern, wenn wir eine glaubwürdige atomare Abschreckung sicherstellen wollen, die unseren Diplomaten die Möglichkeit erhält, aus einer Position der Stärke heraus über Krieg und Frieden verhandeln zu können. ….. “
Unbedingt den besorgniserregenden Artikel fertiglesen ….. und den Zusatzlinks bitte auch Beachtung schenken. Es geht um IHR Leben, mit dem hier gespielt wird.

Ciao Stephan

LP02618_280218.pdf

Colin POWELL: Israel hat 200 Atomsprengköpfe – alle auf Teheran gerichtet; n-tv, 16.09.2016

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 16.09.2016

Eine späte Genugtuung für den israelischen Nukleartechniker Mordechai VANUNU, der die internationele Öffentlichkeit 1986 darüber informierte, dass Israel (im Geheimen) Atommacht geworden war. Vanunu wurde am 30.09.1986, sechs Tage vor Veröffentlichung seiner Unterlagen in der Londoner Sunday Times, von der israelischen Agentin Cheryl Ben Tov nach Rom gelockt, dort vom MOSSAD entführt, nach Israel verchleppt und wegen Landesverrats und Spionage am 24.03.1988 zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er rund 11 Jahre in Isolationshaft im Schikma-Gefängnis in Aschkelon absaß.

Auf dem Hintergrund der folgend dokumentierten Powell-Mail erhält der Jonit Comprehensive Plan of Action (sog. Iran Deal), der am 14.07.2015 in Wien zwischen dem Iran und China, Frankreich, Russland, Großbritannien, USA, Deutschland + EU abgeschlossen wurde, eine neue friedenspolitische Brisanz.

—————
„Alle auf Teheran gerichtet“
Powell: Israel hat 200 Atomsprengköpfe
Offiziell gibt es in Israel kein Atomwaffenprogramm. Der ehemalige Außenminister der USA, Colin Powell, spricht in nun von Hackern veröffentlichten Mails über israelische Atomwaffen. Das ist in doppelter Hinsicht erstaunlich.
Der ehemalige Sicherheitsberater und Außenminister der USA, Colin Powell, behauptet, Israel verfüge über 200 Atomwaffen. Das schrieb er im Jahr 2015 in einer E-Mail* an den Spender der Demokratischen Partei, Jeffrey Leeds.  Hacker hatten zahlreiche E-Mails Powells abgefangen und veröffentlicht. Powell hat die Echtheit des Leaks bereits eingeräumt.
* E-Mail from Powell to Jeffrey Leeds, Sent: Tuesday, March 03, 2015  „…   Negotiators can’t get what he wants. Anyway, Iranians can’t use one if they finally make one. The boys in Tehran know Israel has 200, all targeted on Tehran, and we have thousands.  As Akmdinijad (sp)  „What would we do with one, polish it?“ I have spoken publicly about both nK and Iran. We’ll blow up the only thing they care about – – regime survival. Where, how would they even test one?“
Powell schreibt in der E-Mail weiter, dass er daran zweifle, dass der Iran – selbst wenn er in den Besitz kommen könnte – Atomwaffen einsetzen würde, denn „die Jungs in Teheran wissen, dass Israel 200 hat, alle auf Teheran gerichtet und wir haben Tausende“, schrieb er an Leeds. Die Korrespondenz ist datiert auf den 3. März 2015. Kurz zuvor hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu eine Rede vor dem US-Kongress gehalten und vor dem Zustandekommen eines Atom-Deals mit dem Iran und der daraus resultierenden möglichen Gefahr für Israel gewarnt.
Die Behauptung eines hochrangigen US-Politikers, Israel habe Atomwaffen, ist bemerkenswert. Israel streitet seit Jahrzehnten konsequent die Existenz eines Atomwaffenprogramms ab. 1985 machte der israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu öffentlich, dass Israel Atomwaffen baue und veröffentlichte Details zum Kernforschungszentrum Negev. Auch ist die Zahl von 200 Sprengköpfen, die Powell nennt, bedeutsam. Auch wenn Israel bis heute nicht offiziell zum Kreis der Atommächte gerechnet wird, gingen Experten bisher meistens von weniger als 200 israelischen Sprengköpfen aus. Vanunu wurde für seine Behauptungen wegen Landesverrats zu 18 Jahren Haft verurteilt, behauptete nach seiner Entlassung jedoch erneut, Israel baue auch Wasserstoff- und Neutronenbomben.
Netanjahu wählte damals drastische Worte vor dem US-Kongress um die USA doch noch davon abzuhalten, sich auf den Deal mit Teheran einzulassen. Powell zeigt in seinen E-Mails teilweise Verständnis für Netanjahus Sorge. Denn falls es der Iran tatsächlich darauf abgesehen hätte, eine Atombombe zu bauen, dann würde es aufgrund des übermächtigen Arsenals Israels eben nicht nur bei einer Bombe bleiben. Dann zitiert er den ehemaligen iranischen Staatschef Ahmadinedschad mit den Worten: „Was sollen wir denn mit einer? Sie polieren?“
(…)

Eine russische Warnung | The Vineyard Saker ­ Deutsche Version

globalcrisis/globalchange NEWS

Stephan Best 01.06.2016

http://vineyardsaker.de/usa/eine-russische-warnung/#more-4713

(Die deutsche Übersetzung des heutigen Aufrufes ins Deutsche durch Dagmar Henn als PDF im Anhang)

Eine russische Warnung | The Vineyard Saker – Deutsche Version

A Russian Warning

Vorbemerkung: Eigentlich bräuchte es eine deutsche Version eines solchen Textes. Es gab schon Ähnliches, den Aufruf der ehemaligen NVA-Offiziere… aber Saker hat Recht, es ist nötig, im Grunde überfällig, gezielt das Militär anzusprechen. Auch die Bundeswehr. D.H. (Dagmar HENN)

Wir, die Unterzeichnenden, sind Russen, die in den USA leben und arbeiten. Wir haben mit zunehmender Sorge beobachtet, wie die gegenwärtige Politik der USA und der NATO uns auf einen extrem gefährlichen Kollisionskurs mit der Russischen Föderation gebracht hat, wie auch mit China. Viele angesehene, patriotische Amerikaner, wie Paul Craig Roberts, Stephen Cohen, Philip Giraldi, Ray McGovern und viele andere haben vor einem drohenden Dritten Weltkrieg gewarnt. Aber ihre Stimmen sind im Geschrei der Massenmedien untergegangen, die angefüllt sind mit täuschenden und fehlerhaften Berichten, die die russische Wirtschaft als im Chaos versunken und das russische Militär als schwach beschreiben – ohne dass es dafür Beweise gäbe. Aber wir, die wir sowohl die russische Geschichte als auch den heutigen Zustand der russischen Gesellschaft und des russischen Militärs kennen, können diese Lügen nicht schlucken. Wir empfinden es jetzt als unser Pflicht, als in den USA lebende Russen, das amerikanische Volk zu warnen, dass es belogen wird, und ihm die Wahrheit zu sagen. Und die Wahrheit ist schlicht dies:

Wenn es zu einem Krieg mit Russland kommt, dann werden die Vereinigten Staaten mit hoher Sicherheit zerstört, und viele von uns wird das das Leben kosten.

Treten wir einen Schritt zurück und stellen das, was geschieht, in einen historischen Kontext. Russland hat viel unter ausländischen Invasoren gelitten und 22 Millionen Menschen im zweiten Weltkrieg verloren. Die meisten der Toten waren Zivilisten, denn es wurde in das Land eingefallen, und die Russen haben geschworen, ein solches Unglück nie wieder geschehen zu lassen. Jedes mal, wenn Russland überfallen wurde, war es am Ende siegreich. 1812 marschierte Napoleon in Russland ein; 1814 ritt die russische Kavallerie in Paris ein. Am 22. Juli 1941 bombardierte Hitlers Luftwaffe Kiew; am 8. Mai 1945 rollten sowjetische Truppen durch Berlin.

Aber seitdem haben sich die Zeiten geändert. Würde Hitler Russland heute angreifen, wäre er 20 bis 30 Minuten später tot und sein Bunker durch einen Schlag einer Kalibr Überschalllenkrakete in einen Haufen glühenden Schutts verwandelt, die von einem kleinen Schiff der russischen Marine irgendwo in der baltischen See abgefeuert wurde. Die operationellen Fähigkeiten der neuen russischen Armee wurden während der jüngsten Einsätze gegen ISIS, Al Nusra und andere aus dem Ausland finanzierte Terrorgruppen, die in Syrien operieren, sehr überzeugend demonstriert. Vor langer Zeit musste Russland auf Provokationen reagieren, indem es auf seinem eigenen Gebiet Landgefechte führte und dann zur Gegeninvasion überging; aber das ist nicht länger nötig. Russlands neue Waffen sorgen für sofortige, nicht zu entdeckende, unaufhaltsame und perfekt tödliche Erwiderung.

Daher ist es sichergestellt, dass die USA, falls morgen ein Krieg zwischen ihnen und Russland ausbräche, vernichtet würden. Zum Mindesten gäbe es kein Stromnetz mehr, kein Internet, keine Öl- und Gaspipelines, keine Autobahnen, keinen Luftransport und keine GPS-Navigation. Die Finanzzentren lägen in Trümmern. Regierung würde auf jeder Ebene aufhören, zu funktionieren. Die US-Streitkräfte, die rund um den Globus stationiert sind, würden nicht länger mit Nachschub versorgt. Im schlimmsten Fall würde die gesamte Landmasse der USA von einer Lage radioaktiver Asche bedeckt. Wir erzählen euch das nicht, um Panik zu machen, sondern, weil wir selbst, auf Grundlage dessen, was wir wissen, besorgt sind. Wenn Russland angegriffen wird, wird es nicht nachgeben, es wird zurückschlagen, und es wird die Vereinigten Staaten völlig auslöschen.

Die Führung der USA hat alles in ihren Mächten stehende getan, um die Situation an den Rand der Katastrophe zu führen. Zuerst hat ihre anti-russische Politik die russische Führung davon überzeugt, dass es nutzlos ist, dem Westen Konzessionen zu machen oder mit ihm zu verhandeln. Es wurde offensichtlich, dass der Westen immer jedes Individuum, jede Bewegung oder Regierung unterstützen wird, die anti-russisch ist; seien es Steuern hinterziehende russische Oligarchen, verurteilte ukrainische Kriegsverbrecher, von den Saudis unterstützte wahabitische Terroristen in Tschetschenien oder Punks, die in Moskau eine Kathedrale entweihen. Nun, da die NATO sich unter Bruch ihrer früheren Versprechen bis an die russische Grenze ausgedehnt hat, und US-Truppen ins Baltikum entsandt sind, in Artilleriereichweite von St. Petersburg, Russlands zweitgrößter Stadt, gibt es nichts, wohin die Russen zurückweichen könnten. Sie werden nicht angreifen, aber sie werden auch nicht nachgeben oder sich ergeben. Die russische Führung genießt die Unterstützung von über 80% der Bevölkerung, und die verbliebenen 20% sind der Überzeugung, sie sei den westlichen Übergriffen gegenüber zu zaghaft. Aber Russland wird Vergeltung üben, und eine Provokation oder ein simpler Fehler könnten eine Kette von Ereignissen auslösen, die mit Millionen toter Amerikaner und den USA als Trümmerhaufen endet.

Anders als viele Amerikaner, die Krieg als aufregendes, siegreiches Abenteuer im Ausland sehen, hassen und fürchten die Russen den Krieg. Aber sie sind ebenso bereit dazu, und sie haben sich schon seit einigen Jahren darauf vorbereitet. Ihre Vorbereitungen waren sehr effektiv. Anders als die USA, die ungezählte Milliarden für zweifelhafte, überteuerte Waffenprogramme wie den F-35 Mehrzweckkampfflieger verschleudern, gehen die Russen mit den Rubeln ihres Verteidigungsetats sehr sparsam um und erhalten dafür im Vergleich zur aufgeblasenen US-amerikanischen Rüstungsindustrie etwa zehn Mal soviel ‘Knall für die Kohle’. Auch wenn es stimmt, dass die russische Wirtschaft unter den niedrigen Energiepreisen gelitten hat, ist sie weit davon entfernt, ins Chaos zu stürzen, und eine Rückkehr zu Wachstum wird bereits nächstes Jahr erwartet. Senator John McCain nannte Russland einmal „eine Tankstelle, die vorgibt, ein Land zu sein.“ Nun, er hat gelogen. Ja, Russland ist der weltgrößte Ölproduzent und der zweitgrößte Ölexporteur; aber es ist auch der weltgrößte Exporteur von Getreide und von Nukleartechnik. Russland ist ebenso fortgeschritten und hoch entwickelt wie die Vereinigten Staaten. Die russischen Streitkräfte, die konventionellen wie die nuklearen, sind jetzt zum Kampf bereit, und sie sind denen der USA und der NATO mehr als ebenbürtig, insbesondere, wenn ein Krieg irgendwo in der Nähe der russischen Grenze ausbrechen sollte.

Aber ein solcher Kampf wäre für alle Seiten selbstmörderisch. Wir sind davon überzeugt, dass ein konventioneller Krieg in Europa mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr schnell nuklear wird, und dass jeder Nuklearschlag der USA oder der NATO gegen russische Truppen oder russisches Gebiet automatisch einen atomaren russischen Vergeltungsschlag gegen die USA selbst auslösen wird. Entgegen der verantwortungslosen Behauptungen einiger amerikanischer Propagandisten können die amerikanischen Raketenschilde gegen ballistische Raketen das amerikanische Volk nicht vor einem russischen Nuklearschlag schützen. Russland hat die Mittel, Ziele in den USA zu treffen, mit nuklearen wie auch mit konventionellen Langstreckenwaffen. (…)

 

http://vineyardsaker.de/usa/eine-russische-warnung/#more-4713

(Die deutsche Übersetzung des heutigen Aufrufes ins Deutsche durch Dagmar Henn als PDF im Anhang)

The SAKER Aufruf dt. 20160601

Linda WURSTER. Atomarer Erstschlag als Option? Experten warnen: Die US-Präventivstra tegie führt zu einem Dritten Weltkrieg; focus 04.07.2015

Guten Tag allerseits,

die Beunruhigung über die in den USA geführten Präventivkriegs-Debatten im Pentagon und im politischen Establishment, welche die Auslöschung Russlands an erster und Chinas an zweiter Stelle zum Ziel haben, ist zwischenzeitlich so fortgeschritten, dass in Mainstream-Medien wie dem FOCUS Wissenschaftler und Kritiker der US-Politik – vorsichtig und distanzierend kommentiert – zu Wort kommen, welche den TeilnehmerInnen dieser Liste seit Gründung (März 2006) durch viele Texte/Analysen bekannt sind. Beide Zitierte, Prof. Michel Chossudovsky und Paul Craig Roberts, tauchen erstmals in dieser Form im D-Mainstream auf – übrigens ohne mit der Verschwörungskeule belegt zu werden.

(…)
Martin Zeis

http://www.focus.de/politik/ausland/atomarer-erstschlag-als-option-experten-warnen-die-us-praeventivstrategie-fuehrt-zu-einem-dritten-weltkrieg_id_4795479.html

Atomarer Erstschlag als Option? Experten warnen:
Die US-Präventivstrategie führt zu einem Dritten Weltkrieg
Samstag, 04.07.2015, 15:16 MESZ
von FOCUS-Online-Redakteurin Linda Wurster

Die USA sind die größte Bedrohung für den Westen. Da ist sich der kanadische Professor Michel Chossudovsky sicher. Er behauptet, dass die Amerikaner einen atomaren Erstschlag gegen Russland in Erwägung ziehen – was zwangsläufig zum dritten Weltkrieg führen müsse. Eine krasse These, für die der Kanadier jedoch Unterstützung von anderen Experten bekommt.

  • Experten warnen vor möglichem Dritten Weltkrieg
  • Nuklearer Erstschlag der USA gegen Russland befürchtet
  • „Die Welt steht an einem sehr gefährlichen Scheideweg“

Es scheint undenkbar: Ein US-amerikanischer Atomangriff auf Russland – mit unvorstellbaren Auswirkungen auf Europa. Doch genau diese Gefahr sieht Michel Chossudovsky, der Direktor des Zentrums für Globalisierungsforschung in Montreal. (1) Der kanadische Professor warnt eindringlich davor, dass die USA einen Dritten Weltkrieg vom Zaun brechen könnten.

In einem Interview sagte Chossudovsky: „Die USA haben einen sehr gefährlichen Pfad eingeschlagen, weil sie die Doktrin des Präventivkriegs eingeführt haben – tatsächlich sagen sie auch, dass sie Nuklearwaffen gegen Russland als Präventivschlag einsetzen könnten.“ Diese Art von Diskurs sei „extrem gefährlich, weil sie ein Dritter-Weltkriegs-Szenario entfachen könnte“. (2)

Experte bezeichnet nuklearen Erstschlag als „ernsthafte Option“
In der neuen Konfrontation zwischen Russland und dem Westen, die aus der Ukraine-Krise erwuchs, sieht Chossudovsky die USA als Aggressor – und vermutet dahinter eine breit angelegte Militärstrategie, die weit über die Ukraine hinausgeht: „Die Nato – und wenn wir Nato sagen, meinen wir auch die Vereinigten Staaten – engagieren sich in Kriegsspielen vor Russlands Türschwelle“, sagte er in einem Interview mit dem iranischen Sender „Press TV“, das auch auf der Internetseite seines Forschungszentrums veröffentlicht wurde.

Eine zentrale Rolle spielt dabei für Chossudovsky der Umgang mit Atomwaffen. Der Professor aus Kanada ist davon überzeugt, dass ein nuklearer Erstschlag gegen Russland für die US-Regierung eine ernsthafte Option ist.“Jetzt bedrohen sie Russland mit Atomwaffen, und es ist sehr klar, dass die nukleare Option im US-amerikanischen Kongress diskutiert worden ist“, sagt er.

Es handle sich nicht länger nur um abstrakte Überlegungen, sondern der Einsatz von Atomwaffen sei „von den Entscheidungsträgern im Pentagon ins Auge gefasst“ worden, behauptet Chossudovsky.

„Es könnte den Dritten Weltkrieg geben“
Deshalb warnt der Wissenschaftler eindringlich, dass sich die Welt an einem sehr gefährlichen Scheideweg befinde: Das Undenkbare sei denkbar geworden: „Es könnte den Dritten Weltkrieg auslösen.“

Aus vielen Gründen scheint das von dem Kanadier entworfene Szenario unvorstellbar. Der offensichtlichste sind die verheerenden Auswirkungen auf Europa und die Welt, die die US-Regierung in Kauf zu nehmen bereit sein müsste.
Doch Chossudovsky steht mit seinen Befürchtungen keineswegs alleine da. Immer mehr Experten warnen vor einer realen Kriegsgefahr und thematisieren dabei auch die Rolle von Atomwaffen.

In Washington gebe es Leute, die für einen Atomschlag plädieren
So behauptete der Ökonom und frühere Vize-Finanzminister Paul Craig Roberts im vergangenen Jahr, dass es in Washington Pläne für einen präventiven Nuklearschlag gegen Russland gebe. Und er versichert, dass dort eine Reihe von Leuten, “ für einen Atomkrieg plädieren“: „Wir haben hier Leute, die durch Washington laufen und sagen: ‚Was ist das gute an Nuklearwaffen, wenn wir sie nicht einsetzen?'“, erzählte Roberts damals. (3)

Robert war stellvertretender Finanzminister unter Reagan. In seinen Augen wurde unter der Bush-Regierung die US-amerikanische Kriegsdoktrin so verändert, dass die Rolle von Nuklearwaffen nicht mehr länger nur auf Vergeltungsschläge begrenzt sei. „Sie wurde auf eine Erstschlags-Position angehoben“, so Roberts. (4)

(…)

Anmerkungen/Links (m.z.)

(1) www.globalresearch.ca

(2) US, NATO Playing War Games on Russia’s Doorstep, Threatening Russia with a First Strike Nuclear Attack, By Prof Michel Chossudovsky; Global Research, June 28, 2015 — URL: http://www.globalresearch.ca/us-nato-playing-war-games-on-russias-doorstep-threaten-russia-with-a-first-strike-nuclear-attack-michel-chossudovsky/5458752
Press TV – URL: http://www.presstv.ir/Detail/2015/06/26/417607/Russia-Ukraine-NATO-US-Europe

(3) Paul Craig Roberts: U.S. Has Plans for Preemptive Nuclear Attack on Russia and Possibly China! URL: https://socioecohistory.wordpress.com/2014/06/05/paul-craig-roberts-u-s-has-plans-for-preemptive-nuclear-attack-on-russia-and-china
Video 26:26 min): Dr. Paul Craig Roberts-Belief U.S. Can Win Nuclear War Makes it Likely; published on 03.06.2014 by Greg HUNTER – URL: http://usawatchdog.com/u-s-has-plans

(4) see: Paul Craig Roberts – Institute for Political Economy; URL: http://www.paulcraigroberts.org

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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange NEWS
martin.zeis

Die Renaissance des Westens (I)

Die Renaissance des Westens (I)
07.05.2015
BERLIN/BRÜSSEL
(Eigener Bericht) – Deutsche Außenpolitik-Experten fordern eine „Renaissance“ des transatlantischen Bündnisses zur Verteidigung der globalen westlichen Hegemonie. Die EU müsse in Zukunft ungeachtet gewisser Differenzen wieder enger mit den Vereinigten Staaten kooperieren, heißt es in einem Strategiepapier zweier deutscher Autoren, das der Think-Tank der Europäischen Volkspartei (EVP) unlängst veröffentlicht hat. Demnach lasse sich die „liberale Weltordnung“, die den westlichen Ländern seit dem Ende des Kalten Kriegs weltweit die Vormacht gesichert hat, nur bewahren, wenn Europa und Nordamerika sich wieder enger zusammenschlössen – wirtschaftlich, politisch und militärisch. Jegliche Bemühungen, mit Russland enger zu kooperieren, müssten eingestellt werden. Stattdessen schlägt das Papier die stärkere Einbindung von Nicht-Regierungsorganisationen und von religiösen Gemeinschaften in Osteuropa in die prowestlichen Einflussaktivitäten vor. Zudem soll die innere Formierung der europäischen Gesellschaften forciert werden; „Desinformation“ zugunsten Russlands gelte es systematisch „bloßzustellen“. Einer der Autoren verlangt darüber hinaus, „wir“ müssten „bereit“ sein, „in den Krieg zu ziehen“, und schlägt eine neue nukleare Aufrüstung in Europa vor. (…) Zum Originalartikel: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59110