Fehlerhaftes Axiom

Fehlerhaftes Axiom

Es folgt eine zusammenfassende Übersetzung des Beitrags “Fehlerhaftes Axiom“.

“Es gibt keinen Preis, den Russland nicht für die Ukraine bezahlen würde” – das ist das wichtigste Axiom, mit dessen Anwendung die westliche Koalition, gemeinsam mit Israel und einer Gruppe arabischer Staaten, einen Fehlstart in der Ukrainekrise hingelegt haben, mit dem eigentlichen Ziel, Russlands Einmischung in Syrien zu verhindern. Der Putsch in der Ukraine wurde seit langem vorbereitet, war aber zu den Neuwahlen [regulär Anfang 2015] geplant. Putin hat das so bestätigt, dass der Putsch zu den Neuwahlen geplant war, aber vorgezogen wurde. Der Grund für die Eile war die Angst, dass Russland es wagen könnte, sich im Nahen Osten einzumischen und dort das Fest des Westens stören könnte. Bei der Umverteilung im Hauptspiel wurde die Ukraine von Beginn an als Joker zurückgehalten, für den Fall, dass Putin sich in den geplanten Mega-Raub und die Neuziehung von Grenzen einmischen würde. Die Gewissheit über “es gibt keinen Preis…” gründete sich auf die Meinung zahlreicher Experten, Analysen, Berichte, sowie den zahlreichen Bestätigungen dieses Axioms durch russischsprachige Juden, die im Westen als Russlandexperten gelten. Das ist wirklich so, die stehen dort verschiedenen Instituten vor und sind Mitglieder in Think Tanks und machen ein gutes Geschäft, indem sie ihre kostbare Meinung verteilen, sowohl über Russland als auch über alle ehemaligen Territorien des Russischen Imperiums. (…)

Quelle: http://analitik.de/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen

Am Anfang des Vortrags wurde dieses Portal als Quelle genannt:

https://syria.liveuamap.com/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen – 24.11.2017

Gefunden bei:

Am 26.11.2017 veröffentlicht

Vortrag und Diskussion mit Karin Leukefeld 01:13:43 Die Waffenbestände des IS 01:36:30 Die Ursprünge des IS und des politischen Islam Der Krieg in Syrien ist im 6. Kriegsjahr mit Hunderttausenden Toten, enormen Zerstörungen und Millionen Flüchtlingen. Mit Waffenlieferungen und direktem militärischen Eingreifen unterstützen Saudi-Arabien, Katar, Türkei, Israel und einige Nato-Staaten radikal-islamische Salafisten während der Iran, Russland und die libanesische Hisbollah auf Seite des syrischen Regierung kämpfen. Um welche geostrategischen In¬teressen geht es bei diesem Krieg? Welche Rollen spielen die einzelnen Mächte? Wie ist Deutschland an diesem Krieg beteiligt und welche Ziele verfolgt es? Hat sich gegenwärtig das Blatt gewendet und gibt es Hoffnung auf einen baldigen Frieden? Was und wie berichten unsere Medien über den Krieg und was verschweigen sie? Die Journalistin Karin Leukefeld berichtet als einzige deutsche Korrespondentin aus Syrien und ist bis Mitte November wieder in Syrien und im Nahen Osten. Sie wird ihre Eindrücke und Erfahrungen schildern, sowie ihre Einschätzungen und Perspektiven vorstellen. Karin Leukefeld, *1954, studierte Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften. Seit 17 Jahren berichtet sie als freie Journalistin aus dem Nahen und Mittleren Osten für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk.
Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Attac-Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst¬gegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Augsburg

Manlio DINUCCI: The Role of NATO’s New Intelligence Headquarters . Espionage and “Humanitarian” Secret Operations; GR Sep 7, 2017

globalcrisis/globalchange News

Martin Zeis, 08.09.2017

Hallo zusammen,

der nachfolgende Text von Manlio Dinucci (original: il manifesto 5.9.2017) zeigt, dass es überfällig ist, dass die europäischen Länder alle NATO-Verträge + jeweilige Geheimabkommen mit den US kündigen, wollen sie nicht weiter als eine ihrem Einfluss entzogene Plattform (Infrastruktur, Logistik, Spionage-/Abhörzentren, Steuerungszentralen für weltweite NATO-Angriffshandlungen/-kriege, Hardware-Drehkreuz zur See, in der Luft, zu Lande (z.B. Neapel, Ramstein) und als Zentren für verdeckte Operationen (nach innen und außen) dienen.

Am 2. Mai 2017 reportierte Jenny Perelli auf TP, dass die 5-Sterne-Bewegung ernsthaft die Bedingungen eines Austritts aus der NATO erörtert:

„… Wir werden darüber nachdenken müssen, ob wir dazu gehören wollen oder nicht“, sagte Di Stefano in Bezug auf einen potentiellen NATO-Exit. Diese 70 Jahre alte Organisation sei für eine ganz andere Welt als die heutige gedacht worden – nun sei sie definitiv obsolet und reformbedürftig. Vor allem wünscht die Bewegung ein Festhalten der NATO an ihrer Nichteinmischungspolitik und plädiert gleichzeitig für Italiens Abzug aus allen militärischen Missionen der NATO, die ein Ausdruck der alten Politik seien und Italien zu Investitionen in Großprojekte und Waffen forciere. Zur Anvisierung der neuen geopolitischen Realität schließt Senator Stefano Lucidi Italiens Bereitschaft zu neuen Allianzszenarien nicht aus.

Generell sagt das Programm Nein zum Krieg und lehnt jegliche Art von bewaffneter Intervention ab – mit Ausnahme der reinen Friedensmissionen (im Klartext heißt das ja zu Libanon und nein zu Afghanistan). Laut Di Battista sei es traurig, dass Politiker, die sich für Frieden und Abrüstung einsetzen als Utopisten abgetan würden, als ob nur diejenigen regieren könnten, die von Kriegen, bewaffneten Eingriffen und Muskelzeigen sprechen. …“

Quelle: http://www.heise.de/tp/features/Fuenf-Sterne-Bewegung-erwaegt-NATO-Austritt-3700574.html

07.09.2017 — http://www.globalresearch.ca/the-new-nato-intelligence-headquarter/5607722

The Role of NATO’s New Intelligence Headquarters. Espionage and “Humanitarian” Secret Operations

By Manlio Dinucci

Global Research, Sep 07, 2017

On 5 September 2017, a ribbon-cutting ceremony took place at Lake Patria (Naples), where the Joint Nato Forces Command (Jfc Naples) is based. It was at these headquarters (which cover an area of 85,000 m2 and accommodates a bulked up staff of 2,500 soldiers and civilians), that the “Hub for Nato’s Strategic Leadership for the South”(Nsd-S Hub) was inaugurated. Strongly supported by Minister Pinotti, this Hub is mandated to “gather information and analyse a wide range of issues relating to destabilization, terrorism, radicalization and migration”. In other words, it is an intelligence-gathering centre, whose activity “focus on Southern regions, such as the Middle East, North Africa and Sahel, Sub Saharan African and adjacent areas”.

The Nato Joint Forces Command, of which the new Centre for Intelligence forms part of, is under the leadership of a US admiral appointed by the Pentagon (who right now is Michelle Howard of the U.S. Navy) who simultaneously heads the U.S. Naval Forces in Europe (which are headquartered at Naples-Capodichino and the Sixth Fleet, docked at Gaeta) and the U.S. Naval forces for Africa. The mandate of JFC Naples is “to plan and lead military operations in the areas of responsibilities of the Supreme Allied Command in Europe and beyond such areas”. The Supreme Allied Command in Europe – currently Curtis Scaparrotti – must always be a U.S. General appointed by the US President. This general also holds the office of “Head of the US European Command”, whose operational area includes the whole of Europe and the whole of Russia (including the Asian part), plus several countries that form part of Western and Central Asia: Turkey, Israel, Georgia, Armenia and Azerbaijan.

Since the new “Hub of Nato Strategic Leadership for the South” is led by Admiral Howard, who in turn, takes orders from General Scaparrotti, this Hub is in fact integrated into the Pentagon’s chain of command and prioritizes US strategy. It is on the basis of the intelligence gathered (or fabricated) by Nsd-S Hub that Nato will make a decision on its military interventions in the Middle East, Africa and adjacent areas.

The Nato Centre for Intelligence benefits from collaboration with universities (such as University College London), think tanks (Overseas Development Institute), UN organizations (including UNICEF and the International Organization for Migration) and non-governmental organizations (including Oxfam and Save the Children). Such organizations, as well as being used as the “humanitarian” face of the Nsd-S Hub, risk, through agents that have infiltrated them, being implicated in espionage and other secret operations led by the Nato Intelligence Centre in Middle Eastern and African countries.

The issues that this new intelligence centre will deal with – destabilization, terrorism, radicalization, migration– are all too familiar to the headquarters on Lake Patria. Indeed, it was Nato that destabilized Libya, feeding its domestic terrorism and radicalization, and then demolished the Libyan State with a war, which had disastrous consequences and provoked migration. In both this war and the covert war waged in Syria, the Nato Command at Naples has played and is playing a primary role. Look: this was the Command that in 2011 led an air-naval attack which hammered Libya with more than 40,000 bombs and missiles. Yet it is this same Command that is now defined by Pinotti as the “Hub for the South” with the mission of “reconstructing failed States”

Michael Lüders, Publizist: „Die Unterstützung für Erdogan wird nicht abnehmen“

Veröffentlicht am 29.03.2017
Der Politikberater und Publizist Michael Lüders lässt auf der Konferenz „Quo vadis Deutschland-Türkei?“ der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag am 27. März 2017 keinen Zweifel: „Die Türkei ist in einer schwierigen Situation, in einer Tragödie.“ Egal wie das Verfassungsreferendum ausgehe, die Unterstützung für Recep Tayyip Erdoğan werde nicht abnehmen. Es werde ein langer und dorniger Weg, die Herrschaft des türkischen Präsidenten zu überwinden. Der Staatschef in Ankara sei ein „Meister der Polarisierung“. In dem NATO-Land drohe ein Bürgerkrieg. Die Rolle von Erdoğans Türkei und Washingtons im Krieg um Syrien beleuchtet Michael Lüders in seinem aktuellen Buch „Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“.

Betreff: Syrien: War es wirklich ein „Chemiewaffen Angriff“? – Me morandum von ehem. Mitarbeitern aus den US-Geheimdiensten an Trump

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 13.04.2017

Hallo mitnand,

die vielen aufmerksamen ZeitgenossInnen aus ihrer wichtigen Aufklärungs- und Oppositionsarbeit gegen die verdeckten (regime-changes, Söldnertruppen etc.) und offenen Kriege der USA (z.B. Irakkrieg 2003, Ukraine-Putsch Nov. 2013 f) bekannte Vereinigung VIPS — von ehemaligen hochrangigen Mitarbeitern zentraler US-Geheimdienste gegründet — hat sich jetzt mit einem Offenen Brief an Präsident Trump gewandt, den Kriegs-/Konfrontationskurs gegenüber Syrien/Russland zu beenden und seine „Begründung“ für den jüngst befohlenen Tomahawk-Angriff auf Syrien „nachzurecherchieren“.

Das Memorandum der „Veteran Intelligence Professionals für Sanity“ Trump Should Rethink Syria Escalation“ ist zuerst am 11.04.2017 auf der Website consortiumnews.com veröffentlicht worden. –
siehe Anhang und URL :
https://consortiumnews.com/2017/04/11/trump-should-rethink-syria-escalation/?print=pdf )

Bei RTDt ist gestern Mittag eine Übersetzung des Textes (ohne die Unterzeichnenden) erschienen; sie wird weiter unten wiedergegeben.

In diesem Zusammenhang gewinnen die Aktionen der Friedensbewegung an Ostern eine umso wichtigere Bedeutung – vgl. u.a. http://www.friedensnetz.de/termine/2017/20170415.shtml
und die im dortigen Aufruf zum Ostermarsch am Samstag in Stuttgart vertretenen Forderungen wie:

– Schluss mit allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr! Nein zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren!

– Auflösung der NATO und der Militärstrukturen der EU. Bundeswehr abschaffen.

– Keine Beteiligung Deutschlands am Konfrontationskurs gegen Russland – weder an Kriegsmanövern, noch an der Militärpräsenz in Osteuropa.

D o k u m e n t i e r t

Memorandum der Veteran Intelligence Professionals für Sanity an Präsident Trump

Ungefähr zwei Dutzend ehemaliger Mitarbeiter von amerikanischen Geheimdiensten verfassen einen offenen Brief an Donald Trump. Darin bitten sie den Präsidenten eindringlich, seine Anschuldigung zu überdenken, die syrische Regierung Schuld sei verantwortlich für die Giftgasopfern in Idlib. Sie fordern Trump zudem auf, den gefährlichen Konfrontations-Kurs gegenüber Russland zu beenden.

Memorandum an Präsident Trump
von Veteran Intelligence Professionals für Sanity (VIPS)
Betreff: Syrien: War es wirklich ein „Chemiewaffen Angriff“?

1. Wir schreiben, um Ihnen eine eindeutige Warnung vor der Gefahr durch bewaffneten Feindseligkeiten gegenüber Russland auszusprechen – die Gefahr besteht, dass eine Eskalation zum Atomkrieg führen kann. Die Bedrohung ist nach dem Vergeltungsschlag auf Syrien gewachsen. Denn Sie behaupteten, dass es einen Chemiewaffen Angriff am 4. April auf syrische Zivilisten gegeben haben soll.

2. Unsere Kontakte bei der US-Armee in der Gegend haben uns gesagt, dass dies nicht der Fall war. Es gab keinen „Angriff mit chemischen Waffen“ durch Syrien. Stattdessen bombardierte ein syrisches Flugzeug ein al-Qaida Munitionsdepot in Syrien. Dieses erwies sich voll mit schädlichen Chemikalien. Ein starker Wind wehte diese chemisch beladene Wolke über ein nahes gelegenes Dorf. Viele Leute starben.

3. Dies bestätigen die russische und die syrische Regierung, was wichtiger ist, als dass, was sie zu glauben scheinen.

4. Sollen wir noch hinzufügen, dass das Weiße Haus unseren Generälen Vorgaben machte, was diese zu berichten haben?

5. Nachdem Putin im Jahr 2013 Assad davon überzeugen konnte seine chemischen Waffen aufzugeben, zerstörte die US-Armee in nur sechs Wochen 600 Tonnen syrischer Chemie-Waffen. Das Mandat der UN-Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW-UN) sollte sicherstellen, dass alle Chemischen Waffen zerstört wurden – genauso wie das Mandat für die UN-Inspektoren für den Irak in Bezug auf Massenvernichtungswaffen.
Die Befunde der UN-Inspektoren für Massenvernichtungswaffen waren richtig. Rumsfeld und seine Generäle haben gelogen und dies scheint wieder hier zu passieren. Allerdings ist der Preis jetzt höher! Die Bedeutung eines Vertrauensverhältnisses mit russischen Führern darf nicht unterschätzt werden.

6. Im September 2013, nachdem Putin Assad überredet hat, seine chemischen Waffen aufzugeben (und damit Obama einen Weg aus einem harten Dilemma ermöglichte), schrieb der russische Präsident einen Kommentar für die New York Times, in dem er sagte:
„Meine Arbeit und persönliche Beziehung mit Präsident Obama ist durch wachsendes Vertrauen geprägt. Ich schätze das.“

Entspannungspolitik hatte ein jähes Ende
7. Drei Jahre später, am 4. April 2017, sprach der russische Ministerpräsident Medwedew von dem „absoluten Misstrauen“, das er als „traurig für unsere jetzt völlig zerstörten Beziehungen“ bezeichnete. Das wären „gute Nachricht für Terroristen.“ Das ist nicht nur traurig aus unserer Sicht, es vor allem völlig unnötig, schlimmer noch- gefährlich.

8. Durch die Annullierung der Vereinbarung, sich mit Moskau über Flugaktivitäten in Syrien auszutauschen, wurde die Zeit um sechs Monate in den vergangenen September / Oktober zurückgedreht. Als elf Monate harter Verhandlungen endlich zu einem Waffenstillstandsabkommen geführt haben. Das Vertrauen war bereits angeschlagen, denn die US-Luftwaffe führte Angriffe auf die syrische Armee am 17. September 2016 aus und töteten dabei etwa 70 Menschen und verwundet weitere 100 Menschen. Das beschädigte die jüngste Waffenstillstandsvereinbarung von Obama und Putin, die nur eine Woche zuvor beschlossen worden war.

9. Am 26. September 2016 beklagte Außenminister Lawrow:
„Mein guter Freund John Kerry … steht unter heftiger Kritik durch die US-Militärmaschine, die anscheinend nicht wirklich auf den Oberbefehlshaber hört.“
Lawrow kritisierte, dass JCS-Vorsitzenden Joseph Dunford gegen die gemeinsame Nutzung von Informationen von Russland und Syrien auftrat. Eine Vereinbarung, die auf direkten Befehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama geschlossen wurde. Lawrow bemängelte, dass es schwierig ist, mit solchen Partnern zu arbeiten.

10. Am 1. Oktober 2016 warnte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova:
„Wenn die USA eine direkte Aggression gegen Damaskus und die syrische Armee beginnen würde, würde sie eine schreckliche, tektonische Verschiebung nicht nur im Lande, sondern in der ganzen Region verursachen.“

11. Am 6. Oktober 2016 warnte der russische Verteidigungssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow, dass Russland bereit, sei nicht identifizierte Flugzeuge – einschließlich aller Tarnkappenflugzeuge- über Syrien abzuschießen. Konaschenkow betonte, dass die russische Luftverteidigung „keine Zeit haben wird, den Ursprung des Flugobjekts zu identifizieren“.

12. Am 27. Oktober 2016 beklagte Putin öffentlich:
„Meine Vereinbarungen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten haben keine Ergebnisse gebracht“ und beschwerten sich darüber, dass, „Menschen in Washington bereit sind alles Mögliche zu tun, um zu verhindern, dass diese Vereinbarungen in die Praxis umgesetzt werden.“
Bezugnehmend auf Syrien verurteilte Putin das Fehlen einer „gemeinsamen Front gegen den Terrorismus nach so langen Verhandlungen, enormen Anstrengungen und schwierigen Kompromissen“.

13. So befinden wir uns in einer Situation, in der die amerikanisch-russischen Beziehungen zerrüttet sind: vom „wachsenden Vertrauen“ zum „absoluten Misstrauen“. Allerdings begrüßen viele die hohen Spannungen, die zugegebenermaßen für das Waffengeschäft super sind.

14. Wir glauben, dass es von großer Bedeutung ist, einen Zerfall der Beziehungen zu Russland zu verhindern. Der Besuch von US-Außenminister Tillerson in Moskau diese Woche bietet eine Gelegenheit, den Schaden zu beheben. Aber es besteht auch die Gefahr, dass es keine Verbesserung eintritt, vor allem, wenn Tillerson nicht mit der oben genannten Geschichte vertraut ist.

15. Es ist an der Zeit mit Russland auf Grundlage von Fakten zu verhandeln und nicht anhand dubioser Beweisen etwa aus „sozialen Medien“. Während andere dem Höhepunkt dieser Anspannungen entgegensehen, würden wir dies gerne verhindern: Sie könnten es in die Wege leiten, dass US-Außenminister Tillerson einen Weg der Verständigung mit Präsident Putin einschlägt.

Liste der Unterzeichnenden aus dem Original-Text:

For the Steering Group, Veteran Intelligence Professionals for Sanity

Eugene D. Betit, Intelligence Analyst, DIA, Soviet FAO, (US Army, ret.)
William Binney, Technical Director, NSA; co-founder, SIGINT Automation Research
Center (ret.)
Marshall Carter-Tripp, Foreign Service Officer and former Office Director in the
State Department Bureau of Intelligence and Research, (ret.)
Thomas Drake, Senior Executive Service, NSA (former)
Bogdan Dzakovic, Former Team Leader of Federal Air Marshals and Red Team, FAA
Security, (ret.) (associate VIPS)
Robert Furukawa, Capt, CEC, USN-R, (ret.)
Philip Giraldi, CIA, Operations Officer (ret.)
Mike Gravel, former Adjutant, top secret control officer, Communications
Intelligence Service; special agent of the Counter Intelligence Corps and former
United States Senator
Matthew Hoh, former Capt., USMC, Iraq and Foreign Service Officer, Afghanistan
(associate VIPS)
Larry C. Johnson, CIA & State Department (ret.)
Michael S. Kearns, Captain, USAF (Ret.); ex-Master SERE Instructor for Strategic
Reconnaissance Operations (NSA/DIA) and Special Mission Units (JSOC)
John Brady Kiesling, Foreign Service Officer (ret.)
John Kiriakou, former CIA analyst and counterterrorism officer, and former
senior investigator, Senate Foreign Relations Committee
Linda Lewis, WMD preparedness policy analyst, USDA (ret.) (associate VIPS)
Lisa Ling, TSgt USAF (ret.) (associate VIPS)
Edward Loomis, NSA, Cryptologic Computer Scientist (ret.)
David MacMichael, National Intelligence Council (ret.)
Ray McGovern, former US Army infantry/intelligence officer & CIA analyst (ret.)
Elizabeth Murray, Deputy National Intelligence Officer for Near East, CIA and
National Intelligence Council (ret.)
Torin Nelson, former Intelligence Officer/Interrogator, Department of the Army
Todd E. Pierce, MAJ, US Army Judge Advocate (Ret.)
Coleen Rowley, FBI Special Agent and former Minneapolis Division Legal Counsel
(ret.)
Scott Ritter, former MAJ., USMC, and former UN Weapon Inspector, Iraq
Peter Van Buren, U.S. Department of State, Foreign Service Officer (ret.)
(associate VIPS)
Kirk Wiebe, former Senior Analyst, SIGINT Automation Research Center, NSA
Sarah G. Wilton, Commander, US Naval Reserve (ret), DIA (ret.)
Robert Wing, former Foreign Service Officer (associate VIPS)
Ann Wright, U.S. Army Reserve Colonel (ret) and former U.S. Diplomat

VIPS_Trump-Should-Rethink-Syria-Escalation170411.pdf

Thomas PANY zum Programm des Jean-Luc Mélenchon bei den anstehenden frz. Präsident schaftswahlen, TP 03.04.2017

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 04.04.2017

Thomas Pany hat auf telepolis gestern einen interessanten Bericht zum Programm des hierzulande wenig beachteten Kandidaten der französischen Präsidentschaftswahlen Jean-Luc Mélenchon veröffentlicht. Mélenchon (geb. am 19.08.1951 in Tanger) ist Vorsitzender der Parti de Gauche.

Einige wichtige Programmpunkte:

  • Erarbeitung einer neuen Verfassung + Referendum; Ende der präsidentiellen Monarchie, Abwählbarkeit von Parlamentariern im Laufe ihrer Amtszeit.
  • Frankreich raus aus der NATO. „Das Land sollte eine neue Allianz solcher Länder initiieren, „die sich weigern, sich den Imperien anzuschließen, um die Souveränität der Völker zu schützen, die über sich selbst bestimmen wollen“. Mit der „Macht des Imperiums“ zu konkurrieren ergebe keinen Sinn für Frankreich, so Mélenchon. In der Nato sei Frankreich nur ein Anhängsel der USA.“
  • Einführung einer generellen Steuer, die auf der Nationalität basiert, um Steuerflucht zu vermieden; Einkommen, die das Median-Einkommen um das 20fache übersteigen.
  • Bis 2050 Ausstieg aus der Stromgewinnung durch Atomkraft und 100%ige Deckung durch erneuerbare Energieträger.

Der gesamte Artikel ist im Anhang dokumentiert und verfügbar über die URL
www.heise.de/tp/features/Melenchon-Ein-Linker-den-die-Sozialdemokraten-fuerchten-3673561.html?view=print

A U S Z U G

… Die Deutschen scheinen abgrundtiefe Angst vor Veränderungen zu haben, hieß es vor einer Woche nach den Wahlen im Saarland an dieser Stelle: „Keine Experimente, nach Trump schon gar nicht mehr.“ (Saarland-Wahl: Die Deutschen in Schock-starre [1]). Wie aber steht es mit den Franzosen? Zu welchen Veränderungen sind sie bereit?

In Frankreich geht es in knapp drei Wochen nicht um eine Regionalwahl, sondern um die Präsidentschaft. Die erste Wahlrunde findet am Sonntag, den 23. April statt. Bislang richten die meisten großen Medien diesseits und jenseits des Rheins ihre Aufmerksamkeit auf ein „Duell“ zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron.

Beide liegen in den derzeitigen Umfragen Kopf an Kopf mit Abstand vorne, Macron führte am Wochende in der Pop2017 BVA-Salesforce-Umfrage [2] knapp mit 25 Prozent vor Le Pen mit 24 Prozent. Mit 19 Punkte folgte der Kandidat der Rechte-Mitte-Partei „Die Republikaner“, François Fillon.

Mélenchon: Chancen auf einen Sieg
Man weiß, die Aussagekraft solcher Umfragen ist wenig verlässlich. Zudem gibt es eine ganz Menge konkurrierender Umfragen und mittlerweile schon eine Zusam-menstellung [3] mehrerer Umfrageergebnisse. Erkennbar ist ein bemerkenswerter Trend zugunsten eines Kandidaten, den die „Leitmedien“ nicht so oft in die Topnach-richten setzen: Jean-Luc Mélenchon, den eine Umfrage am Samstag [4] als Sieger unter den „Linken“ herausstellte: Er vertrete laut Umfrage „die Ideen und Werte der Linke am besten“.
Mittlerweile räumt ihm sogar die NZZ „Chancen auf einen Sieg“ [5] ein. Vor zwei Wochen konnte Mélenchon mit seiner Bewegung „La France insoumise“ („das sich nicht unterwerfende Frankreich“) über Hunderttausend (130.000 nach Angaben der Bewegung [6]) für einen Marsch von der Bastille zum Platz der Republik in Paris mobilisieren.
Am vergangenen Wochenende füllte er einen Saal in der Provinzstadt Château-roux [7] mit 3.000 Personen. Le Pen schaffte zuvor nur die Hälfte [8]. Mélenchons Kampagne will nun Fillon überholen und setzt dabei auf eine Gegenüberstellung [9], die man von Le Pen kennt: „La force du peuple“ – für das Volk gegen die Oligarchie. (…)

Raus aus der 5. Republik ..
Raus aus der Nato …
100 Prozent Steuer für Spitzenverdiener …
Raus aus der Atomkraft …

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Albrecht MÜLLER: „Trump: Berlin soll NATO-Schulden zahlen“ – Diese dreiste Forderung sollten wir mittelfristig mit dem Austritt aus der NATO beantworten.

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange NEWS 22.3.2017

Auszüge aus dem Beitrag von Albrecht Müller, Herausgeber der „Nachdenkseiten“, sind unten einkopiert, der vollständige Text im Anhang und unter der angegebenen url.

Einige Anmerkungen von mir am Schluss der Mail.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=37517

22. März 2017 um 9:20 Uhr | Verantwortlich: Albrecht Müller

„Trump: Berlin soll NATO-Schulden zahlen“ – Diese dreiste Forderung sollten wir mittelfristig mit dem Austritt aus der NATO beantworten.

„Berlin soll NATO-Schulden bezahlen“ – das war die Titelschlagzeile der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom vergangenen Sonntag. Trump hatte in einem Tweet verlautbart: „Deutschland schuldet der NATO große Summen & die Vereinigten Staaten müssen mehr Geld für die starke und sehr teure Verteidigung erhalten, die sie Deutschland zur Verfügung stellen.“ Das ist eine unglaubliche Einlassung, sie stimmt hinten und vorne nicht. So geht der Chef eines Imperiums mit dem Vasallen um, er fordert Tribut. Ohne Rücksicht auf die wahren Verhältnisse. Albrecht Müller.

Deutschland hat keine Schulden an die NATO. Dass die USA so hohe Militärausgaben haben (2016: 664 Milliarden $, zum Vergleich Deutschland: 41,67 und Russland 2015: 66,4 Milliarden $), ist die Folge dessen, dass sie unentwegt Kriege in der Welt führen. Das ist die eigene Entscheidung der bisherigen Regierungen der USA.

Die NATO war eindeutig als Verteidigungsbündnis gegründet. (1)

Dieser NATO sind wir beigetreten. Mit dem Ende des West-Ost-Konfliktes 1989/1990 war diese Funktion beendet. Zwischen dem Westen und dem größten Nachfolgestaat des Warschauer Paktes, Russland, bestand damals die Absicht, die gegenseitige Aggression zu beenden und gemeinsam für Sicherheit zu sorgen. (2) Die Rüstungsetats hätten dann in allen Staaten Europas einschließ-lich Russlands und der NATO-Staaten USA und Kanada sinken können. […]

Auf Betreiben der USA ist die NATO vom Verteidigungsbündnis an der Grenze nach Osten zu einem weltweit tätigen Militärbündnis umgebaut und auch in den Dienst imperialer Absichten der USA gestellt worden. Das lag und liegt nicht in deutschem Interesse und auch nicht in europäischem Interesse. […]

Deutschland hat sich auf Wunsch und Drängen der USA an den Militäraktionen beteiligt. Die USA und die NATO-Administration haben uns um die sogenannte Friedensdividende gebracht. […]

Unsere Sicherheit kann nicht auf Rüstung und Militär gründen. Wir brauchen dauerhaft die Verständigung mit Russland und wir müssen das nach dem Fall von Mauer und Konfrontation formulierte Projekt verwirklichen: Gemeinsame Sicherheit. […]

Die Konsequenz für unser Land: wir müssen uns aus der Umklammerung durch die USA lösen. Das kann nur mittelfristig gehen. Aber wir müssen heute mit der Planung beginnen. Dabei ist vieles zu bedenken. Aber das Ziel ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre und der deutlich erkennbaren Fehlentwicklung der USA ziemlich klar und unumstößlich. […]

NATO-Austritt undenkbar?

Vermutlich halten selbst Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten die Empfehlung, den Austritt aus der NATO zu erwägen und zu planen, für zu radikal. Für die große Mehrheit unserer sogenannten Eliten gilt das sowieso. Das ist schon aus einem einfachen Grund sehr eigenartig:

Die Zugehörigkeit zu einem Krieg führenden Militärbündnis ist ja kein Pappenstiel. Zu einem solchen Bündnis, verbunden mit einer Beistandsverpflichtung in absehbar kritischen Situationen zu gehören ist gefährlich und setzt eine bewusste Entscheidung voraus. Wann ist diese Entscheidung in Deutschland demokratisch diskutiert worden? Wann ist sie demokratisch gefällt worden?

Es gab in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine ausführliche Debatte um den NATO Beitritt Deutschlands. Immerhin. […]

Über die Veränderung der NATO hin zu einem militärischen Interventionsbündnis wurde in Deutschland weder ausführlich debattiert noch demokratisch entschieden. […]

Auch im Bundestagswahlkampf für die Wahl im September 1998 kam dieses Thema nach meiner Erinnerung nicht zur Sprache. Die zum Bundeskanzler und zum Vizekanzler nominierten Personen Gerhard Schröder und Joschka Fischer wurden offensichtlich bei einem Besuch in Washington, der im Oktober 1998 nach der Bundestagswahl und vor der Wahl der beiden Personen zum Kanzler und Vizekanzler durch den Deutschen Bundestag stattfand, auf die Veränderung des Charakters der NATO eingeschworen.(3) Im März 1999, also ein halbes Jahr später, beteiligte sich Deutschland an der militärischen Intervention außerhalb des NATO-Bereichs gegen Restjugoslawien, dem sogenannten Kosovokrieg. Dabei spielten erkennbar US-amerikanische Interessen eine besondere Rolle. So haben die USA danach im Kosovo eine ihrer großen Militärbasen außerhalb ihres eigenen Landes aufgebaut. […] (4)

Wenn wir uns jetzt auf den Weg machen würden, die nicht demokratisch zustande gekommene Entscheidung, einem Bündnis anzugehören, das in erster Linie nicht mehr Verteidigungsbündnis, sondern militärisches Interventionsbündnis ist, zu korrigieren, dann ist das keine radikale Tat, sondern eher eine Selbstverständlichkeit.

Anmerkungen Elke Schenk:

(1) Schon an diesem Selbstbild der NATO sind Zweifel berechtigt. Die Nato wurde 4 Jahre nach der UNO mit ihrer friedenspolitischen Grundlagencharta gegründet. Die Gründung steht im Zusammenhang mit dem Kalten Krieg und dem Ziel des „containments“ bzw. „roll-back“ des kommunistischen, d. h. antikapitalistischen Systems. Den Warschauer Pakt gab es erst 1955.

(2) Vgl. die „Charta von Paris“: Das „Zeitalter der Konfrontation und der Teilung Europas (ist) zu Ende gegangen“, so dass in „Europa ein neues Zeitalter der Demokratie, des Friedens und der Einheit“ anbricht.

(3) Müller nimmt die bundesdeutschen Regierungen in Schutz und stellt sie m. E. zu sehr als Opfer des US-Drucks dar. Ich warte auf den Tag, an dem eine deutsche Regierung sich öffentlich hinstellt und, wie de Gaulle, der eigenen Bevölkerung berichtet, welche Methoden die USA anwenden, um Gefolgschaft zu sichern, und die Bevölkerung aufruft, sie zu schützen in ihrem Widerstand gegen illegale Machenschaften der USA / NATO.

(4) Bei der Militärbasis handelt es sich um das Camp Bondsteel. Über diese US-Interessen schreibt Willy Wimmer in einem Offenen Brief an Kanzler Schröder in seinem Bericht über eine Tagung des US-Außenministeriums und des American Enterprise Institutes im Mai 2000: „Der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien sei geführt worden, um eine Fehlentscheidung von General Eisenhower aus dem 2. Weltkrieg zu revidieren. Eine Stationierung von US-Soldaten habe aus strategischen Gründen dort nachgeholt werden müssen.“ Die NATO-Osterweiterung sei Teil einer Strategie, Russland aus Europa herauszudrängen und eine westliche Einflusssphäre von St. Petersburg über Ost- und Südost-Europa bis Anatolien sicherzustellen.

MUELLER-Austritt-aus-der-Nato-NDS2017_03_22.pdf