So hat der Westen den Krieg in die Ukraine gebracht 

So hat der Westen den Krieg in die Ukraine gebracht 

31. Mai 2022 Autor: Benjamin Abelow

übernommen mit Dank am 2.06.22 von globalbridge.ch

02. Juni 2022

«Die fehlgeleitete Politik der USA und der NATO hat zur Ukraine-Krise und zum Krieg in der Ukraine geführt. Jetzt riskieren die USA gar einen Atomkrieg.» Der US-amerikanische Wissenschaftler Benjamin Abelow hat zur Beziehung USA/NATO versus Russland und zur Verursachung des Krieges in der Ukraine eine detailierte Analyse geschrieben. Ist äusserst lesenswert! (cm)  

Es ist eine Dummheit, dass Finnland und Schweden der NATO beitreten – Von Jan Oberg (The Transnational) — CO-OP NEWS

https://transnational.live/2022/05/12/it-is-foolish-for-finland-and-sweden-to-join-nato-and-ignore-both-the-real-causes-and-consequences/ Sie ignorieren sowohl die wahren Ursachen als auch die Folgen. Folgendes kann der Westen – inmitten seiner grenzenlos selbstgerechten, militaristischen Stimmung – intellektuell nicht sehen: Die Expansionspolitik der NATO hat den Konflikt geschaffen – und ist dafür verantwortlich . Russland hat den Krieg  geschaffen – und ist dafür verantwortlich . Es gibt keine Gewalt, die nicht in zugrunde liegenden […]

Es ist eine Dummheit, dass Finnland und Schweden der NATO beitreten – Von Jan Oberg (The Transnational) — CO-OP NEWS

Die Friedensbewegung am Scheideweg

Vortrag gehalten am 26.03.2022
Veranstaltung der Regionalgruppe RotFuchs Bernau / TAG der GRH e.V. Bernau bei
Berlin


Die Friedensbewegung am Scheideweg
von Doris Pumphrey
In den letzten Jahren wurde immer wieder konstatiert und kritisiert, dass die
Friedensbewegung schwach sei, nur noch Wenige zu Aktionen kommen. Sie spiele in der
öffentlichen Wahrnehmung keine nennenswerte Rolle.
In einem Artikel Im Oktober 21 über die große Friedensdemonstration in Bonn 1981, fragte
der Konfliktforscher Dr. Leo Ensel, wo die Aktivisten von damals geblieben seien. „Ob sie
denn meinten, sie hätten mit ihrem damaligen Engagement ihr friedenspolitisches Soll für
den Rest ihres Lebens abgeleistet.“
Nein, das meinen sie nicht, denn ein erheblicher Teil von ihnen ist auch heute noch an
vorderster Front der Friedensbewegung aktiv. Selbst viele Strukturen der damaligen
Friedensbewegung mit ihren engagierten Mitstreitern existieren weiter. Das Problem liegt
woanders, aber dazu kommen wir noch.
Wer oder was ist die Friedensbewegung?
Ich muss vorausschicken: Wenn ich in diesem Vortrag von DER Friedensbewegung
spreche, dann ist das nur ein verallgemeinernder Begriff, der nicht automatisch alle Teile
einschließt, denn die Friedensbewegung ist weder eine Organisation noch ein Bündnis per
se. Sie setzt sich aus verschiedenen bundesweiten oder lokalen Organisationen, Gruppen
und Netzwerken zusammen, mit z.T. auch unterschiedlichen Schwerpunkten und
politischen Sichtweisen. Untereinander werden auf lokaler und bundesweiter Ebene auch
Bündnisse geschlossen z.B. für einen gemeinsamen Aufruf und/oder eine gemeinsame
Aktion.
Aktivisten der Friedensbewegung, die aus der Erfahrung der DDR kommen, verstehen oft
nicht die Schwierigkeiten und langwierigen Diskussionen, die damit verbunden sind. Zum
einen sollten die unterschiedlichen Voraussetzungen nicht vergessen werden: Auf der
einen Seite die DDR als sozialistischer Staat, dem Anti-Imperialismus, der
Völkerfreundschaft, der Lösung der Probleme auf diplomatischem Weg und dem Frieden
verpflichtet. Sie war ein Verbündeter im Friedenskampf in der BRD. Auf der anderen Seite
die imperialistische BRD im Aggressionsbündnis NATO, gegen deren Aufrüstung,
Unterstützung von Aggressionen und Interventionen eine Friedensbewegung kämpfen
muss.
Bei der heterogenen Zusammensetzung der Friedensbewegung, besteht die Schwierigkeit
meist darin, einen Minimalkonsens zu finden, vor allem wenn ein Bündnis angestrebt wird.
Der Konsens ist einfacher, wenn es um Militär- und Rüstungsmaßnahmen geht, die das
eigene Land betreffen. (…)

Kampf um globale Hegemonie auf dem Rücken der Ukraine

Kampf um globale Hegemonie auf dem Rücken der Ukraine

Der Krieg ist nach Europa zurückgekehrt – zum ersten Mal seit 1945, heißt es fälschlicherweise. Denn 1999 griffen NATO-Soldaten Jugoslawien an. Nun geht Russland gegen die „zur europäischen Familie gehörende Ukraine“ vor (Ursula von der Leyen). Dieser Text hält der Erzählung vom „ersten Krieg“ den Spiegel der Geschichte vor. Und schaut in die Zukunft. 

Von JOHN P. NEELSEN | Veröffentlicht am 19.03.2022 in: Weltpolitik

(…)

Botschaft der Veteranen und Kriegskinder des Großen Vaterländischen Krieges an das deutsche Volk und die deutsche Regierung

Botschaft der Veteranen und Kriegskinder des Großen Vaterländischen Krieges an das deutsche Volk und die deutsche Regierung

März 22, 2022

TRAGÖDIE IN DER UKRAINE

Von den Veteranen und Kriegskindern des Großen Vaterländischen Krieges an das deutsche Volk und die deutsche Regierung.

DER TEXT DES SCHREIBENS

Wir, die letzten Kriegszeugen, die Vertreter aller Völker Russlands, die diesen großen und schrecklichen Krieg überlebt haben, stehen heute am Ende unseres Lebensweges! Unsere Zeit läuft bereits ab. Den größten Teil unseres Lebens hofften wir, dass unser Leben in Frieden zu Ende geht, ohne den alles zerstörenden Hass!

Lange, über Jahrzehnte hinweg nach dem Zweiten Weltkrieg, bemühten wir uns unseren gerechten Zorn zu überwinden! Wir bemühten uns den Drang nach Vergeltung für die zahllosen seelischen und körperlichen Wunden, die wir immer noch in unseren Körpern und Herzen tragen, zu überwinden! Und die meisten von uns haben verziehen!

Das geschah nicht zuletzt dank der Tatsache, dass Deutschland seit vielen Jahren seine Reue, seine Einsicht für das, was verbrochen wurde, unter Beweis stellte! Und wir haben nicht nur uns selbst überwunden, sondern auch den Schrei des Blutes unserer barbarisch ausgerotteten Verwandten! Von wem wurden sie ausgerottet? Von den Deutschen, von den Nazis! Wir haben verziehen… nach den Geboten des menschlichen Zusammenlebens!

Und dann, im Jahr 2014, als der Krieg in der Ukraine begann, blickten wir hoffnungsvoll nach Deutschland und auf die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Deutschen nach all dem, was sie in der Ukraine angerichtet hatten, nach Babi Jar, nach den Bergen von verstümmelten Leichen, auch heute noch voller Begierde auf die ukrainischen Felder blicken würden, die Europa auch heute ernähren können!

Oder dass die Deutschen, die auch die ihnen einst so sehr verheißene Krim schon einmal in Blut tränkten, auch heute noch ein Interesse daran pflegen, die Krim zu einem amerikanischen und allgemeiner zu einem NATO-Stützpunkt zu machen – ideal für eine Aggression gegen Russland! Das wäre eindeutig auf einen zukünftigen Krieg ausgerichtet. Denn nur ignorante Bürger verstehen den Sinn und Zweck des Maidan-Putsches nicht, bei dem sich Russland auf die einzig mögliche Weise verhielt!

Aber die Deutschen sind nicht dumm! Wir, Russen, eure „Blutsbrüder“, kennen eure Psychologie. Nicht umsonst wurde unser Blut von euch in Strömen „berechnend“ vergossen! Wir erinnern uns an die „systematischen“ Methoden der „Bevölkerungsreduzierung“ unserer Völker! Bis heute finden wir in verschiedenen Ecken unserer einst geeinten Heimat, auf der die Stiefel des deutschen Faschismus marschierten, versteckte Massengräber unserer friedlichen Zivilbevölkerung: im Bezirk von Nowgorod, im Kuban-Gebiet und im Bezirk von Rostow sowie in Karelien.

In Weißrussland wurden 2021 in Brest auf dem Gelände des jüdischen Ghettos Hunderte von Überresten von Zivilisten gefunden. In dem für seine Tragödie bekannten Konzentrationslager Trostinez, nahe Minsk, lüftete man das Geheimnis zehntausender weiterer gefolterter und ermordeter Menschen! Wir sprechen hier von Zehntausenden neu entdeckter Opfer des Nationalsozialismus! Dieses Blut schreit immer noch nach Vergeltung, während seit Jahrzehnten das Andenken an das barbarisch vernichtete russische Volk und die Denkmäler der russischen Befreier­Soldaten ungestraft geschändet werden, während im Baltikum sowie in der Ukraine vor den Augen der gesamten „zivilisierten“ Welt neue Nazis marschieren!

Im Jahr 2014 waren wir aufrichtig davon überzeugt, dass bei diesen neuen Nazi-Demarchen die Deutschen unsere Verbündeten sein werden bei der Verhinderung dieser Niederträchtigkeit! Wir hofften, dass die Deutschen, geleitet vom elementaren Gewissen, sich nicht an dem eindeutig faschistischen und staatsfeindlichen Putsch in der Ukraine beteiligen würden! Denn die nachfolgende Katastrophe der heutigen Ukraine wurde von den direkten Nachkommen derjenigen begangen, die als besonderer Abschaum in der Hitler-Armee galten! Und das wird auch noch so offen und unverblümt gemacht!

Die Amerikaner und Kanadier haben diese teuflische Erbe, Nazis, lediglich bei sich versteckt und aufbewahrt und dann deren Nachkommen aufgezogen. Aber der Geburtsort dieses Übels ist Deutschland, Hitlers Deutschland! Und wir konnten nicht glauben, dass es Deutschland war, das diesen Unmenschen wieder einmal den Weg weisen würde! Aber wir haben uns geirrt! Deutschland hat diesen faschistischen Abschaum wieder einmal den Einlass in die Welt gewährt! Die Unterstützung seitens des heutigen Deutschlands der Bandera-Anhänger, der Nachfolger der SS-Division „Galizien“, der Milizen der UPA und OUN und anderer Gesindel, welche die heutige ukrainische Regierung repräsentiert, ist für uns einfach undenkbar!

Aber Deutschland hat es bereits getan und tut es weiterhin!

Sie nehmen wieder einmal die slawische Welt ins Visier, und dieser Abschaum stammt von dem Blut des deutschen Nationalsozialismus ab! Und wieder ist das Ziel – Russland! Nur noch heimtückischer: indem ihr unsere allerengsten Brüder, die Ukrainer, gegen uns aufhetzt! Ihr wisst es genauso gut wie wir! In dem damaligen Großen Krieg wurde doch ein und dasselbe Volk ermordet! Ja, wir sind ein Volk! Steinmeier hat ja die Wahrheit darüber geschrieben und es auch oft genug gesagt. Derselbe Steinmeier, der direkt involviert war am Maidan Putsch von 2014 – dem Putsch, der in seinem Kern faschistisch gewesen war! Für die Amerikaner mag das nicht so klar sein, für Euch aber sollte es doch mehr als eindeutig sein!

Und es sind eben eure Bastarde, die endlich ihre Fackelzüge durch Kiew veranstalten konnten! Der lebendige Schatten von NS-Deutschland steckt hinter all dem. Es wurde nur eine gewisse Zeit lang durch eine verschlagene Diplomatie verdeckt – „Helme statt Waffen“! Nun „fielen die Masken“! Die derzeitige Belieferung der Ukraine mit deutschen Waffen ist logisch, es liegt in der Logik Ihrer Politik der letzten Jahrzehnte. Heute ist Ihre Politik bereits eindeutig pro-faschistisch! Sie haben diesen Schritt getan: deutsche Waffen werden wieder Russen töten, weiterhin töten.

In den Jahren des Konflikts im Donbass haben Eure professionellen Mörder bereits Russen umgebracht oder zumindest belehrt angelei-tet, „wie man sie richtig tötet“! Nur geschieht dies jetzt noch niederträchtiger – ihr bringt es euren Blutsbrüdern bei! Die Geschehnisse im Donbass lasten auf eurem Gewissen! Deutschland trägt die Verantwortung für die Tausende, die im Donbass ihr Leben verloren haben! Die Rolle der Amerikaner bei alldem, was geschieht, ist uns egal: deren Gott ist Geld!

Wir, die Veteranen des damaligen Krieges, dessen Kriegskinder, wir sind über die Rolle der Deutschen empört! Denn Ihr wisst es ja ganz genau, aus wem die ukrainischen „nationalen Bataillone“ sich zusammensetzen und Ihr hättet diesen neuen Faschismus verhindern, stoppen können! Aber das habt Ihr nicht getan! Und auf diese Weise seid Ihr wieder verantwortlich vor der Geschichte!

Und Ihr seid eindeutig bei der Vorbereitung der Ukraine auf einen Krieg mit Russland beteiligt!

Es ist unmöglich, dass ihr den Zweck all dessen nicht versteht, was geschehen ist: Vom verfassungswidrigen Staatsstreich in Kiew angefangen, bis hin zum Blutvergießen im Donbass!

In Wirklichkeit handelt es sich aber um die Vorbereitung des Dritten Weltkriegs! Und wieder seid Ihr es, die Deutschen… Deutschland! Von der hohen deutschen Tribüne in Berlin hören wir heute: „Russland wird einen hohen Preis zahlen“!!! Dies ist eine Rede des Bundeskanzlers von Deutschland! Unglaublich! Wir haben den Preis bereits bezahlt – 27 Millionen unserer Menschen! Genügt Euch das nicht?! Über welchen Preis redet Ihr denn jetzt noch?

Es gibt keine Familie in Russland, der Ukraine und Weißrussland, in dem “dieser Preis“ nicht gezahlt worden war! Und es gibt keine Familie in Deutschland, die an dieser furchtbaren blutigen Barbarei nicht beteiligt gewesen war! Schrecklich!

Und bereits heute sind über 13 Tausend Russen im Donbass durch die Hände der neuen Nazis gefallen! Die öffentliche Verhöhnung des Völkermordes an den Russen im Donbass durch den deutschen Bundeskanzler ist an sich selbst schon ein Verbrechen! Wie sehr können doch die Geschichtsunterrichte vernachlässigt und entweiht werden! Das war die schrecklichste Seite im Buch der Weltgeschichte! Wollt Ihr eine noch schrecklichere schreiben? Dieser erneute „Drang nach Osten“ kann doch dazu führen, dass es keinen zweiten Nürnberger Prozess gegen Euch mehr geben wird, die Menschheit wird einfach nicht mehr existieren! Uns alle wird es nicht mehr geben!

Aber ein anderes besonderes Urteil gegen Euch ist unausweichlich, das Urteil der höchsten Gerechtigkeit! Es ist unausweichlich gegen alle Aggressoren, aber insbesondere, was Euch betrifft! Das umfassende Weltgericht wird stattfinden! Und wir, die letzten Veteranen des damaligen schrecklichen Krieges, verlassen jetzt diese Welt als Zeugen! Als Zeugen der ANKLAGE!

Und auch heute wird der Sieg unser sein, aber diejenigen, die gestern gestorben sind, oder diejenigen von uns, die heute sterben werden, tragen bereits in das Universum das Zeugnis von der Rolle des deutschen Volkes in der Geschichte der Menschheit – einer blutgetränkten Geschichte! Deutsche Waffen sind wieder in den Händen von Nazi-Schlägern!

Haltet ein!

https://russische-botschaft.ru/de/2022/03/22/botschafr-der-veteranen-und-kriegskinder-des-grossen-vaterlaendischen-krieges-an-das-deutsche-volk-und-die-deutsche-regierung/

Fasbender im Gespräch mit Jochen SCHOLZ: Vorerst keine Aussicht auf Wiederannäherung

https://odysee.com/$/embed/Fasbender-im-Gespr%C3%A4ch-mit-Jochen-Scholz-Vorerst-keine-Aussicht-auf-Wiederann%C3%A4herung/dcc76aacc127ff69d8fef5d0481c3fc03ebe152e?r=8gTJ4H5sw1AyteuCYajCQBfGLKS8se8q

02.02.2022 RT Deutsch

Fasbender im Gespräch mit dem Historiker und Oberstleutnant a.D. Jochen Scholz zur geschichtlichen Einordnung des Ukrainekonflikts. Grund der derzeitigen Auseinandersetzung ist für Scholz die gescheiterte Verschmelzung der Gegner im Kalten Krieg in einer neuen, gemeinsamen Ordnung nach 1990. Die aus Sicht der ehemaligen Westmächte unabdingbare NATO-Integration des wiedervereinigten Deutschlands wurde zur Blaupause des späteren Roll-Outs des westlichen Bündnisses in ganz Ostmittel- und Osteuropa. Schon vor 2000 warnten Russlandkenner in den USA vor einem Konflikt mit Russland. Die Vorbehalte wurden überhört. Optimisten waren sogar der Ansicht, Russland würde sich der US-Hegemonie unterordnen. Wie sich zeigen sollte, ein fataler Fehler.

Osterweiterung: Wie die Nato wortbrüchig wurde

Norman Paech

03.02.2022

Von Wörner bis Baker: Staaten des Ex-Sowjetraums wurden zahlreiche Zusicherungen gemacht. Später mochte sich daran niemand mehr erinnern

Quelle: Osterweiterung: Wie die Nato wortbrüchig wurde

Ukraine-Appell von IPPNW und IALANA mit prominenten Unterstützer*innen

https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/ukraine-appell-von-ippnw-und-ialana.html

IPPNW-Pressemitteilung vom 11. Februar 2022

Ukraine-Appell von IPPNW und IALANA mit prominenten Unterstützer*innen

Diplomatie statt Kriegsvorbereitung!

Die Friedensorganisationen IPPNW und IALANA haben heute gemeinsam mit 50 prominenten Erstunterzeichner*innen den Appell „Diplomatie statt Kriegsvorbereitung“ veröffentlicht. Darin fordern sie die Bundesregierung auf, in dem gefährlichen Konflikt zwischen der NATO und Russland aktiv dazu beizutragen, die Eskalation zu stoppen und eine friedliche Lösung zu suchen. Alle bestehenden wechselseitigen völkerrechtlichen Verpflichtungen sollten genutzt werden, um gegenseitige Sicherheit zu erreichen. Sie könne nicht gegeneinander, sondern nur miteinander erreicht werden. Zu den Unterzeichner*innen zählen u.a. Peter Brandt, Historiker und Publizist, die Schriftsteller*innen Daniela Dahn und Johano Strasser, Tommy Spree, Leiter des Anti-Kriegs-Museums Berlin, Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums sowie die Bundestagsvizepräsidentin a.D. Antje Vollmer.


(…)

https://www.ippnw.de/index.php?id=1108

Ein Appell von IPPNW und IALANA

Diplomatie statt Kriegsvorbereitung

Den aufgeheizten Konflikt um die Ukraine friedlich lösen!


In dem aktuell gefährlichen Konflikt zwischen der NATO und Russland fordern wir die Bundesregierung auf, aktiv dazu beizutragen, die Eskalation zu stoppen und eine friedliche Lösung zu suchen. Dabei sollen alle bestehenden wechselseitigen völkerrechtlichen Verpflichtungen genutzt werden, um gegenseitige Sicherheit zu erreichen. Dauerhafte Sicherheit kann nicht gegeneinander, sondern nur miteinander erreicht werden.

Obwohl die Truppenkonzentration bedrohlich wirkt, will Russland erklärtermaßen keinen Krieg, sondern einen Vertrag, der seine Sicherheit gewährleistet und hat dazu zwei detaillierte Entwürfe vorgelegt, die in der Öffentlichkeit allerdings weitgehend unbekannt sind. Einige der Vorschläge enthalten weitgehende Maximalforderungen und Verhandlungsmasse für ein neues europäisches Sicherheitskonzept. Andere Vorschläge in den Vertragsentwürfen für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA  sind einigungsfähig, z.B. zur Einrichtung von Telefon-Hotlines, für eine wechselseitige Unterrichtung über militärische Übungen und Manöver und die jeweiligen Militärdoktrinen (Art. 2, Vertragsentwurf NATO-Russland) oder der Vorschlag eines Verbotes einer Stationierung von landgestützten Mittel- und Kurzstreckenraketen in Gebieten, die es ermöglichen, das Gebiet der anderen Vertragsparteien zu erreichen (Art. 5).  Weitere zielen auf die Beendigung der nuklearen Teilhabe und den Abzug der US-Atomwaffen aus Europa (Art. 7 des Vertrags mit den USA). Im Artikel 1 heißt es: „Die Vertragsparteien lassen sich in ihren Beziehungen von den Grundsätzen der Zusammenarbeit, der gleichen und unteilbaren Sicherheit leiten. Sie werden ihre Sicherheit (….) nicht auf Kosten der Sicherheit der anderen Vertragsparteien stärken.“

Die Bundesregierung hat eine besondere rechtliche Verpflichtung gegenüber Russland: Am 9. November 1990 haben Kohl und Gorbatschow einen „Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit“ geschlossen, der unverändert noch gilt. Art. 7 lautet: „Falls eine Situation entsteht, die nach Meinung einer Seite eine Bedrohung für den Frieden oder eine Verletzung des Friedens darstellt oder gefährliche internationale Verwicklungen hervorrufen kann, so werden beide Seiten unverzüglich miteinander Verbindung aufnehmen und bemüht sein, ihre Positionen abzustimmen und Einverständnis über Maßnahmen zu erzielen, die geeignet sind, die Lage zu verbessern oder zu bewältigen.“ Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Gespräche im Sinne dieser Verpflichtungen zu intensivieren.

(…)

Wir fordern die Bundesregierung auf, im folgenden Rahmen zu verhandeln:

  • verschärfte Bemühungen, das Waffenstillstandsabkommen Minsk II durchzusetzen und die Parteien davon abzuhalten, die territorialen Streitigkeiten hinsichtlich der Krim und des Donbass militärisch zu beenden.
  • Aktivierung aller noch bestehenden Gesprächskanäle zwischen Russland und NATO, um eine friedliche Lösung zu finden, die sowohl westliche als auch russische Sicherheitsbedenken anerkennt.
  • Stopp aller Maßnahmen, die gegenwärtig eine militärische Auseinandersetzung befördern. Dazu gehören der Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine, die Beendigung aller Truppenkonzentrationen beidseits der ukrainischen Ostgrenze, die Einrichtung eines Sicherheitsbereichs beiderseits der ukrainischen Ostgrenze, in dem alle Truppenbewegungen ab Divisionsstärke (= 5.000) der Gegenseite vorab gemeldet werden sowie die Unterlassung von Manövern in diesem Sicherheitsbereich.
  • rote Telefone insbesondere im Atomwaffenbereich; keine Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa sowie ein beidseitiger Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen.
  • Verhandlungen im Rahmen der OSZE über den russischen Vertragsentwurf mit dem Ziel einer europäischen Sicherheitsstruktur und einer Neubestimmung des Verhältnisses Russland-NATO im Geist der früheren Abkommen über gegenseitige Sicherheit.
  • Förderung aller Formen des kulturellen Austauschs und persönlicher Kontakte zwischen den Völkern von Russland und Deutschland, die in ihrer großen Mehrheit jeden Krieg in Europa ablehnen, sondern friedlich miteinander leben wollen.

Erstunterzeichner*innen (…)

Online unterzeichnen

Unterzeichnen Sie hier online den Appell Diplomatie statt Kriegsvorbereitung.

https://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/appell-diplomatie-statt-krieg/ukraine-appell-online-unterzeichnen.html

Wie eine fehlgeleitete große Strategie zu dieser US-Niederlage führte

moonofalabama.org

Wie eine fehlgeleitete große Strategie zu dieser US-Niederlage führte

70-89 Minuten

Februar 02, 2022

Wie eine fehlgeleitete große Strategie zu dieser US-Niederlage führte

Als Reaktion auf Russlands Forderung nach Sicherheitsgarantien, insbesondere auf die Forderung, ausländische NATO-Truppen aus dem Gebiet osteuropäischer Länder abzuziehen, verlegen die USA und Großbritannien mehr Streitkräfte nach Osten:

Wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte, hat Präsident Joe Biden offiziell die Entsendung zusätzlicher US-Militärkräfte nach Osteuropa genehmigt. Die US-Truppen werden demnächst in Polen, Deutschland und Rumänien stationiert.

Pentagon-Pressesprecher John Kirby sagte, dass in den kommenden Tagen rund 2.000 US-Soldaten nach Polen und Deutschland entsandt werden. Darüber hinaus werden etwa 1.000 Soldaten, die derzeit in Deutschland stationiert sind, nach Rumänien verlegt.

Kirby sagte, dass die Truppen, die verlegt werden, separat und zusätzlich zu den 8.500 US-Truppen sind, die letzte Woche in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt wurden und nach Europa verlegt werden könnten, um die NATO-Reaktionskräfte zu unterstützen, falls diese aktiviert werden.

Die Truppen werden auf bilateraler Basis mit ihren Gastländern operieren, da die NATO noch keine multinationale Eingreiftruppe aktiviert hat.

Es handelt sich um eine eher symbolische Anzahl von Truppen an den falschen Orten und mit geringem Kampfwert, aber sie hat einen ernsten, symbolischen Charakter. (…)

Der vollständige Artikel zusammen mit Kommentaren in engl. u. dt. Sprache findet sich hier:

Ukraine: Three Scenarios After the Answer From Washington

Ukraine: Drei Szenarien nach der Antwort aus Washington
Iwan Timofejew
12-15 Minuten
31.01.2022
Quelle: https://valdaiclub.com/a/highlights/ukraine-three-scenarios/

Die Hauptaufgabe für Russland besteht darin, eine  Überanstrengung zu vermeiden und sich gleichzeitig nicht in einer kostspieligen Konfrontation zu verzetteln, indem es Druckmittel auf den Westen aufrechterhält und einsetzt, wo es seine eigenen Interessen erfordern, schreibt der Programmdirektor des Valdai-Clubs, Iwan Timofejew.
Die Vereinigten Staaten übergaben Russland eine schriftliche Antwort auf die Vorschläge für Sicherheitsgarantien. Washington weigerte sich, Moskaus Forderungen nach rechtlich verbindlichen Garantien für die Nichterweiterung der NATO zu akzeptieren, zeigte sich aber bereit, bestimmte Themen wie Rüstungskontrolle und strategische Stabilität zu diskutieren. Ab Dezember 2021 haben beide Seiten die Einsätze konsequent erhöht. Russland hat eine
bedeutende militärische Gruppe in der Nähe der ukrainischen Grenzen
konzentriert. Die Vereinigten Staaten haben direkt eine Reihe von restriktiven Maßnahmen angekündigt, die im Falle eines Krieges gegen Russland ergriffen würden. Offenbar steht eine weitere Runde der Eskalation bevor. In naher Zukunft können wir mit einer Entwicklung der Situation nach einem der folgenden Szenarien rechnen.

Das erste Szenario ist „Krieg“. Russland wird in diesem Szenario von mehreren Prämissen ausgehen. (…)

Hier geht es zur mit DeepL übersetzten deutschen Fassung:

TIMOFEEW Ukraine- Drei Szenarien 20220131

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The main task for Russia is to avoid excessive overexertion and, at the same time, not get bogged down in a costly confrontation, maintaining and using levers of pressure on the West where its own interests require it, Valdai Club Programme Director Ivan Timofeev writes.

Quelle: Ukraine: Three Scenarios After the Answer From Washington