Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen

Am Anfang des Vortrags wurde dieses Portal als Quelle genannt:

https://syria.liveuamap.com/

Karin Leukefeld: Der Krieg in Syrien – Es geht um geostrategische Interessen – 24.11.2017

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Am 26.11.2017 veröffentlicht

Vortrag und Diskussion mit Karin Leukefeld 01:13:43 Die Waffenbestände des IS 01:36:30 Die Ursprünge des IS und des politischen Islam Der Krieg in Syrien ist im 6. Kriegsjahr mit Hunderttausenden Toten, enormen Zerstörungen und Millionen Flüchtlingen. Mit Waffenlieferungen und direktem militärischen Eingreifen unterstützen Saudi-Arabien, Katar, Türkei, Israel und einige Nato-Staaten radikal-islamische Salafisten während der Iran, Russland und die libanesische Hisbollah auf Seite des syrischen Regierung kämpfen. Um welche geostrategischen In¬teressen geht es bei diesem Krieg? Welche Rollen spielen die einzelnen Mächte? Wie ist Deutschland an diesem Krieg beteiligt und welche Ziele verfolgt es? Hat sich gegenwärtig das Blatt gewendet und gibt es Hoffnung auf einen baldigen Frieden? Was und wie berichten unsere Medien über den Krieg und was verschweigen sie? Die Journalistin Karin Leukefeld berichtet als einzige deutsche Korrespondentin aus Syrien und ist bis Mitte November wieder in Syrien und im Nahen Osten. Sie wird ihre Eindrücke und Erfahrungen schildern, sowie ihre Einschätzungen und Perspektiven vorstellen. Karin Leukefeld, *1954, studierte Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften. Seit 17 Jahren berichtet sie als freie Journalistin aus dem Nahen und Mittleren Osten für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk.
Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Attac-Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienst¬gegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Werkstatt Solidarische Welt e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Augsburg

Hybrid Wars 4. In the Greater Heartland (II) | Réseau International (english)

As promising of a potential that the Greater Heartland has in fulfilling what seems to be the world’s inevitable multipolar destiny, it runs the risk of being held back by the adroit manipulation of its “Eurasian Balkan” socio-political vulnerabilities. To bring the reader up to speed real quick, this is the idea first espoused by Zbigniew Brzezinski that the mass of territory spanning from North Africa to Central Asia is riskily threatened by large-scale fragmentation along identity-based lines (ethnic, religious, historical, etc.), mirroring on a much larger scale the demographic “irregularities” that intensified the fratricidal Balkan Wars of the early 1990s.

These preexisting identity differences never played much of a role in domestic or regional affairs until the US began experimenting with them in the mid-2000s until the present day, and the fruits of its socio-political labor have already led to the manufactured “Sunni-Shia rivalry”. Given that the US has been wildly successful in militantly reviving as distantly dormant of a conflict as the more than millennium-old sectarian divide in Islam (hitherto peacefully expressed for the most part), it’s not unlikely that it could do the same with less grandiose and more recently occurring identity conflicts such as the ones that will be concisely (but not comprehensively) enumerated below: (…)

http://en.reseauinternational.net/hybrid-wars-4-in-the-greater-heartland-ii/

Quelle: Hybrid Wars 4. In the Greater Heartland (II) | Réseau International (english)

Prof. Richard SAKWA (Universität Kent) zu den Hintergründen des Ukraine-Konflikts; DWN 09.03.2015

09.03.2015  Interview der Deutschen Wirtschafts Nachrichten* mit Richard Sakwa, der an der Universität Kent eine Professur für Russische und Europäische Studien innehat. Sakwa ist Fellow des Russia and Eurasia Programms am Royal Institute of International Affairs, Chatham House. Seit September 2002 ist er Mitglied der Academy of Learned Societies for the Social Sciences.
— Das gesamte Interview ist als pdf-Datei im Anhang verfügbar —
SAKWA-Interview-Ukraine-Konflikt150309
DWN: In Ihrem Buch über die Ukraine** haben sie das aktuelle Dilemma des Landes mit der Geschichte erklärt. Die Russen haben, wie Gorbatschow immer wieder betont hat, ihr Weltreich ohne Krieg aufgegeben. Sie haben dies getan, weil sie die Entwicklung als einen Erfolg für beide Seiten gesehen haben. Sie erwarteten eine Partnerschaft. Die Amerikaner dagegen haben den Fall der Sowjetunion als einen einseitigen Sieg gesehen. Liegt es an diesem historischen Hintergrund, dass der Kalte Krieg nach Europa zurückgekehrt ist?
Richard Sakwa: Genauso ist es. Der Wendepunkt war die Konferenz von Malta im Dezember 1989. Hier wurde unmittelbar nach dem Fall der Mauer das neue Nachkriegssystem geformt. US Präsident George W. Bush hatte zwar verstanden, dass die Macht der Sowjetunion im Schwinden war, aber er hat es versäumt zu verstehen, dass Michail Gorbatschow plante, eine neue Art der Politik zu etablieren, in der es weder Sieger noch Verlierer gab. Stattdessen haben die USA die Ereignisse als Sieg ihrer eigenen Politik gedeutet. Heute, 25 Jahre später, verstehen wir die Tiefe der strategischen Niederlage. Das Schlimme an der Konferenz von Malta war, dass es keinen europäischen Politiker gab, der, wie Churchill in Jalta, die Interessen der Westeuropäer vertreten hätte. Tatsächlich wurde über unser Schicksal auf unserer Seite des Kontinents ohne unsere eigene Mitwirkung bestimmt.
DWN: Kann die unterschiedliche Sichtweise der Geschichte nun auch zu einem neuen Kalten Krieg führen?
Richard Sakwa: Sie hat bereits zu diesem Schluss geführt, und ich habe davor jahrelang gewarnt. Wir haben 25 Jahre lang scheinbar in Europa in einem Paradies der Seligen gelebt, in dem jedoch keine der fundamentalen Sicherheitsfragen in Europa gelöst worden waren. Daher war es eher eine Periode des Kalten Friedens. Nun wird daraus ein Zusammenbruch der Ordnung, die in einer Art Kaltem Krieg resultiert.
DWN: Die NATO scheint sehr darauf bedacht zu sein zu handeln. Ist die Existenz der NATO in ihrer bestehenden Form in einer modularen Welt nicht eher ein Teil des Problems als ein Teil der Lösung?
Richard Sakwa: Man hätte die NATO nach 1989 entweder auflösen können, oder aber Russland in eine reformierte Organisation aufnehmen müssen. Stattdessen haben wir die Schlimmste aller Möglichkeiten bekommen – eine erweiterte NATO, die nun damit beginnt, Russland von allen Seiten einzukreisen, allerdings gleichzeitig Russland ausschließt. Man muss kein strategisches Genie sein, um zu verstehen, dass Russland -eine Nuklearmacht – früher oder später gegen diese Entwicklung auftreten würde.
(…)
Die 2012 gegründete Website Deutsche Wirtschafts Nachrichten  ist Anfang Februar 2015 vom schwedischen Medienkonzern Bonnier Business Press AB mehrheitlich übernommen worden. Das Unternehmen, das seinen Sitz in Stockholm hat, ist im Bereich der Wirtschaftsmedien in zehn Ländern tätig und hat seinen Schwerpunkt in den Bereichen Wirtschaftsmedien und Wirtschafts-Fachinformationen. Bonnier ist in Deutschland bereits als einer der größten Buchverleger tätig und betreibt unter anderem die Verlage Carlsen, Ullstein und Piper.
** Richard SAKWA: Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands (I.B.TAURIS, Dec 2014), 220 Pages,  £18.99 – ISBN: 9781784530648
Eine lesenswerte Buchbesprechung findet sich bei Jonathan STEELE (The Guardian, Feb 19, 2015): Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands by Richard Sakwa review – an unrivalled account;  URL: http://www.theguardian.com/books/2015/feb/19/frontline-ukraine-crisis-in-borderlands-richard-sakwa-review-account
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange NEWS
martin.zeis@gmxpro.ne

Putin ohne Maulkorb – Valdai Rede auf Deutsch 2014 – Antimaidan deutsch

Weitere Übersetzung der Rede des russischen Präsidenten, von der jetzt schon gesagt werden kann, dass sie historische Bedeutung hat.

Putin ohne Maulkorb – Valdai Rede auf Deutsch 2014

 

Die Nachdenkseiten (Albrecht Müller) weisen darauf hin, dass diese Rede Putins sich besonders für die politische Bildung eigne, indem sie kontrastiv mit einer Rede Barack Obamas verglichen wird:

Ein Hinweis für Lehrerinnen und Lehrer oder ansonsten in der politischen Bildung tätige Menschen: Die Reden eignen sich für den Unterricht, für Diskussionen, für Hausarbeiten usw.

Hier also die Links und Verweise:

  1. Putins Rede beim Diskussionsforum „Valdai“ am 26.10.2014 In deutscher Sprache verschriftet hier [PDF]. In deutscher Sprache vertont hier.

  2. Obamas Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 25. September 2014 www.ag-friedensforschung.de

  3. Zur herrschenden und eigentlich unerträglichen Tonlage zitiere ich noch „Focus“: Obamas historische Rede vor der UN – US-Präsident: “Russland wird für seine Aggressionen bezahlen”