Völkerrechtler: Die USA gehören wegen ihrer Sanktionspolitik vor den Internationalen Gerichtshof

Völkerrechtler: Die USA gehören wegen ihrer Sanktionspolitik vor den Internationalen Gerichtshof

26.05.2022 10:40 

Lesen Sie das Interview von DWN-Autor Ralf Paulsen mit dem ehemaligen Sekretär der UN-Menschenrechtskommission und weltweit anerkannten Völkerrechtler Alfred de Zayas.

Ralf Paulsen

Völkerrechtler: Die USA gehören wegen ihrer Sanktionspolitik vor den Internationalen Gerichtshof

Alfred de Zayas. (Foto: R. Paulsen)


Mehr zum Thema:  

Globalisierung > Politik >


Das neue Jahrtausend hat die Menschheit vor neue und große Herausforderungen gestellt: Als die Vereinten Nationen 1945 gegründet wurden, belief sich die Weltbevölkerung auf 2,5 Milliarden Menschen, die sich politisch auf nur zwei Machtblöcke verteilten. 75 Jahre später wird die Erde wird von rund 7,8 Milliarden Menschen bevölkert, und die vormalige bipolare Weltordnung gehört der Vergangenheit an. Neue Staaten und Kräfte sind zum Konzert der großen Mächte hinzugestoßen, und ein Paradigmenwechsel scheint angesagt.

Alfred de Zayas ist Professor für Völkerrecht an der „Geneva School of Diplomacy“ und war in hohen Funktionen für die Vereinten Nationen im Sekretariat des Hohen Kommissars für Menschenrechte tätig. Ralf Paulsen hat ihn zur gegenwärtigen politischen Lage, möglichen künftigen Szenarien sowie wünschenswerten Entwicklungen befragt. (…)

Dokument: Offener Brief von Jürgen TODENHÖFER an die Staats- und Regierungschefs der Welt, 24 .08.2015

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 25.08.2015

Hallo zusammen,

Mohssen Massarrat ( <mohmass ) hat gestern einen bewegenden „Brief im Zorn“ von Jürgen Todenhöfer an die „Präsidenten und Regierungschefs der Welt“ in die Runde geschickt.

Der im Folgenden einkopierte Brief ist auch im Anhang (pdf-Datei) verfügbar.

Grüße,
Martin Zeis

TODENHÖFER-Brief-im-Zorn150824.pdf

greek-debt-petition Break the chains of Greece’s debt! – Sprengt die Schuldenketten Griechenlands

Break the chains of Greece’s debt! – Sprengt die Schuldenketten Griechenlands

Guten Abend zusammen,
die finanzielle Lage für Griechenland spitzt sich täglich weiter zu. Die Troika – neuerdings Institutionen genannt – (EZB, IWF, EU-Kommission) und Regierungen der Euro-Zone, allen voran die deutsche Bundesregierung, verweigern seit vielen Monaten die Auszahlung der letzten Tranche aus dem laufenden Kreditprogramm und stellen immer neue, härtere Bedingungen, obwohl die Austeritätspolitik wirtschaftlich und sozial gescheitert ist. Aus vielen gesellschaftlichen Richtungen tauchen vermehrt Forderungen nach einem Schuldenschnitt bzw. Schuldenerlass auf, die Griechenland und andere überschuldete Länder betreffen. Eine vom griechischen Parlament eingesetzte Wahrheitskommission zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit bzw. Legitimität der griechischen Schulden hat gerade ihren vorläufigen Bericht vorgelegt. Informationen bietet die Attac-Redaktionsgruppe des deutschsprachigen Newsletters „Sand im Getriebe“ SiG unter der Adresse:
http://www.attac.de/bildungsangebot/sig/detailansicht/news/sig-werkstatt-fuer-nr-116/?cHash=7a581916a0124348a21d92457bbc99b6
Im Hinblick auf Frankreich ist auf der Seite ein Flugblatt abrufbar, das die verbreiteten falschen Behauptungen bzgl. der griechischen Staatschulden entlarvt:
http://www.attac.de/uploads/media/sig_sn_Juni_15_falsche_Behauptungen_ueber_Griechenlands_Schulden.pdf

Die aktuelle Petition, getragen von vielen globalisierungskritischen Organisationen, ist unten einkopiert,
gepostet von Marie Dominique Vernes.

Viele Grüße
Elke Schenk
globalcrisis/globalchange News

Gesendet: Freitag, 19. Juni 2015 um 22:45 Uhr
Von: MDVernhes
http://cancelgreekdebt.org/de/

Bitte unterschreiben und weitersagen! (auf der Seite sind einige Erläuterungen)
Marie-Dominique

Sprengt die Schuldenketten Griechenlands!

die Petition:

Wir, Bürgerinnen und Bürger der Länder Europas, fordern

eine europäische Konferenz, auf der ein Schuldenerlass für Griechenland und andere Länder, die einen benötigen, vereinbart wird. Die Konferenz soll, unterstützt durch Schuldenaudits, zu Schuldenerlässen führen. Deren Kosten sollen diejenigen Banken und Spekulanten tragen, die von den sogenannten Rettungspaketen in Wahrheit profitiert haben.
ein Ende der erzwungenen Kürzungsmaßnahmen, die Ungleichheit und Armut in Europa und der ganzen Welt verursachen.
die Erarbeitung von Regeln durch die Vereinten Nationen, damit Staatsschuldenkrisen in der Zukunft schnell, fair und unter Einhaltung der Menschenrechte gelöst werden können. Dadurch wird Banken und Spekulanten signalisiert, dass wir in Zukunft nicht mehr für das Risiko ihrer unverantwortlichen Investitionen haften werden.

Gesendet: Freitag, 19. Juni 2015 um 16:05 Uhr
Von: „Sarah-Jayne Clifton“ <sarah>
An: „eurodaddebt“ <eurodaddebt>, „Euroifi-l“ <euroifi-l>, „illegitimate_debt“ <illegitimate_debt>, „debt-audits-in-europe“ <debt-audits-in-europe>

Betreff: [greek-debt-petition] Break the chains of Greece’s debt!

Break the chains of Greece’s debt!
The Greek people are being held to ransom by international creditors for an enormous and unjust debt that they don’t owe and can’t pay.

As the Greek Truth Commission, which launched its initial report yesterday, has started to uncover, the Greek debt crisis was caused by the lending of irresponsible European banks, the borrowing of the corrupt Greek elite, and a global network of tax havens allowing money to flow out of the country. And the austerity ‘medicine’ prescribed by its creditors has devastated the Greek economy and society, driving millions more into poverty and cutting access to essential services like basic healthcare.

Greece is on the frontline of Europe’s debt crisis and, with €10 billion in debt repayments due between now and the end of August, the solidarity of citizens across Europe is needed more than ever.

That’s why, as part of the international week of action in solidarity with Greece, 42 organisations in 14 countries across Europe are launching a Europe-wide petition calling for debt cancellation for Greece, an end to forced austerity, and new rules for tackling debt crises globally so that countries in crisis because of illegitimate and unjust debts are no longer at the mercy of powerful creditors.

Join us!
A big show of support from people across Europe will help Greece to stand strong and resist the growing pressure to submit to more punishing bail-out conditions.

Please help us spread this action and show the people of Greece the support they have from people across Europe in their fight for debt justice.

How can I get involved?

Share the petition on Facebook and Twitter
Here are some sample messages:

Break the chains of Greece’s debt! Take a stand for debt justice for the people of Greece: http://cancelgreekdebt.org/[http://cancelgreekdebt.org/] #CancelGreekDebt[https://twitter.com/search?q=%23CancelGreekDebt]

Don’t owe, won’t pay! Join this Europe-wide petition in solidarity with the people of Greece: http://cancelgreekdebt.org/[http://cancelgreekdebt.org/] #CancelGreekDebt[https://twitter.com/search?q=%23CancelGreekDebt]

Give Greece a chance! I’m joining citizens across Europe to call for debt cancellation for Greece: http://cancelgreekdebt.org/[http://cancelgreekdebt.org/] #CancelGreekDebt[https://twitter.com/search?q=%23CancelGreekDebt]

Sign up and host the petition
If you are a member of a civil society organisation like a campaign group, activist group, trade union, or solidarity organisation, your organisation can sign up as a supporting organisation and host the petition on your website. If you would like to sign up please contact the contact for your country listed here: http://cancelgreekdebt.org/en/3[http://cancelgreekdebt.org/en/3]

Spread this call to action
Please help us build support across Europe by sharing this call to action with your contacts and networks.

Who’s on board so far?

The petition is already supported by over 40 civil society organisations in 14 different European countries, and endorsed by the three major regional civil society networks outside of Europe. Join us!

Petition Partners

Afri – Action from IrelandAnder Europa (Netherlands)Anglo Not Our Debt (Ireland)ATTAC AustriaATTAC GermanyATTAC Hellas (Greece)ATTAC Hungary AssociationATTAC IcelandATTAC IrelandATTAC NorwayATTAC PolandATTAC SpainBoth ENDS (Netherlands)Bretton Woods Project (UK)CADTM (Global)Corporate Europe ObservatoryDebt and Development Coalition IrelandDebt Justice NorwayErlassjahr (Germany)Eurodad (Europe-wide)European ATTAC Network (Europe-wide)Global Justice Now (UK)Greece Solidarity Campaign (UK)Greek Solidarity Committee (Ireland)Humanitas – Society for Human Rights and Supportive Action (Slovenia)Institute for Labours Studies – ILS (Slovenia)Jubilee Debt Campaign (UK)Jubilee Scotland (Scotland)Latin America Solidarity Centre (Ireland)Latvian Green MovementNot Our Debt (Poland)Observatory on Debt in Globalization (Spain)PresidioEuropa No TAV (Italy)SKO – Skupina Kazenska Ovadba (Slovenia)The Spectacle of Defiance and Hope (Ireland)Transnational Institute (Global)UNITE the Union (Ireland)War on Want (UK)WEED – World Economy, Ecology & Development (Germany)Zukunftskonvent (Germany)

International Supporters

African Forum and Network on Debt and Development (AFRODAD)Asian Peoples‘ Movement on Debt and Development (APMDD)Red Latinoamericana de Deuda, Desarrollo y Derecho (LATINDADD)Jubilee Australia

Welthunger – Des Hungers unsichtbare Narben

Welthunger – Des Hungers unsichtbare Narben.

Columbus

06.05.2015 | 05:14 23

Des Hungers unsichtbare Narben

Welthunger Seit der Jahrtausendwende eilt die Welt statistisch von Erfolg zu Erfolg, gerade beim Hunger. Staaten und Medien feiern. Es könnte am unvollständigen Maßstab liegen.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Columbus

Einladung zur einer ersten Beratung über eine Initiative für eine Globale Allianz für die Umsetzung der UNO-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (GALL)

ttwthinktankwanfried

Beratung über eine Initiative für eine Globale Allianz für die Umsetzung der UNO-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (GALL)

martin

Die Gründungsmitglieder der UNO beschlossen 1945 zusammenzuarbeiten, um die Geißel des Krieges von der Welt zu vertreiben und alle Konflikte nur noch friedlich zu lösen! Wir treten dafür ein, dass sich die Staaten strikt daran halten und eine globale Friedensordnung entwickeln, die das sichert!
1948 verabschiedeten die UNO-Mitglieder die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als gemeinsame globale Verfassung, deren Ziel es ist eine soziale und internationale Ordnung zu schaffen, die allen Menschen weltweit alle Menschenrechte sichert, wie das Recht auf Leben, Bildung, Arbeit, demokratische Selbstbestimmung.
Wie können wir als Bürger so viel Einfluss nehmen, dass diese beiden Beschlüsse auch politisch verwirklicht werden? Macht es Sinn, dazu eine Globale Allianz auf BürgerInnen ebene zu bilden, um gemeinsam dafür aktiv zu werden? Wie können wir es anfangen, in Deutschland, auf internationaler Ebene?

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Führen Sanktionen gegen Russland zu Sanktionen gegen Israel? TP 15.09.2014

Führen Sanktionen gegen Russland zu Sanktionen gegen Israel?
Ralf Streck 15.09.2014
Der finnische Außenminister spricht von einem Präzedenzfall und fragt, ob die „Peitsche“ auch wegen Israels Besatzungspolitik nötig ist
Gerade hatte sich der frühere verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU in Telepolis deutlich über die Heuchelei ausgelassen, dass man Sanktionen gegen Russland für eine direkte Einmischung in der Ukraine verhängt, aber seit 50 Jahren der illegalen Besetzung von Palästinensergebieten und der Golan-Höhen zuschaue. Dafür sei sogar die deutsche „Verfassung beiseite gefegt“ worden. Was bei Russland als völkerrechtswidrig gegeißelt wird, darüber schaut man in Israel seit Jahrzehnten hinweg, obwohl die Beweise dafür längst erbracht wurden und UN-Resolutionen den Abzug Israels fordern.
Hier zeigt sich erneut, wie in der Frage des Selbstbestimmungsrechts mit zweierlei Maß gemessen wird, wie man auch zivile Opfer in Konflikten instrumentalisiert oder zu „Kollateralschäden“ erklärt.
Doch es scheint Bewegung in die Debatte zu kommen. Es ist kein Zufall, dass nun Finnland einen Vorstoß wagt, denn dieses Land hatte sich deutlich gegen die neuen Russland-Sanktionengestellt. So machte nun der finnische Außenministers Erkki Tuomioja in Israel deutlich, dass die Sanktionen gegen Russland einen Präzedenzfall schaffen und dass es ähnliche Sanktionen gegen Israel kommen könnte, um eine Friedenslösung mit den Palästinensern zu erreichen.
(…) http://www.heise.de/tp/news/Fuehren-Sanktionen-gegen-Russland-zu-Sanktionen-gegen-Israel-2391697.html