Erklärung des US-Friedensrates zum Vorschlag des Abzugs der US-Truppen aus Syrien

über Erklärung des US-Friedensrates zum Vorschlag des Abzugs der US-Truppen aus Syrien

vom 27. Dezember 2018

Am 19. Dezember kündigte Präsident Donald Trump an, 2.000 US-Soldaten „ab sofort“ vom Territorium Syriens abzuziehen. US-Verteidigungsminister James Mattis trat wegen Differenzen mit dem US-Präsidenten wegen des Abzugs zurück. Trump kündigte auserdem an, er würde auch 7.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen, aus dem wohl längsten andauernden Krieg der USA.

Die Mainstream-Medien und viele Spitzenpolitiker der Demokraten und der Republikaner sind völlig gegen etwas, was sie als einen Schritt zur Beendigung der US-amerikanischen Kriege in diesen beiden Ländern empfinden. Einige bekundeten ihre Missbilligung, indem sie die abrupte Entscheidung der Truppenreduzierung kritisierten oder indem sie darauf aufmerksam machten, dass die von ihnen dämonisierte Persönlichkeit – Russlands Putin – diesem Abzug die Zustimmung erteilt hat, sie widersprachen jedoch nicht der Fortsetzung der Kriege.

Wie ironisch ist es, dass die Medien des Establishments und das Establishment in diesem Land dagegen sind, einen Krieg nicht zu beginnen, sondern in eine Richtung zu gehen , um den Krieg zu beenden.

Wir sollten uns freuen, wenn Trump tatsächlich den verfassungswidrigen, illegalen und unmoralischen US-Krieg gegen Syrien beenden oder sogar einschränken würde, ebenso wie den Krieg gegen Afghanistan.

Wir schließen uns der breiten Bewegung von US-amerikanischen Friedensgruppen an, die diese Entscheidung in Richtung auf eine Verringerung der US-Kriege begrüßen: Veterans for Peace, Black Alliance for Peace, CodePink, Peace Action, AboutFace (vormals bekannt als Iraqi Veterans Against the War), World Beyond War und anderer Organisationen.

Die öffentliche Unterstützung – vor allem innerhalb der Antikriegsbewegung – für die Rückzugsentscheidung von Trump ist vordringlich und notwendig. Viele innerhalb der Friedensbewegung erkennen die Macht des militärisch-industriellen-nationalen Sicherheitskomplexes an, die Kriegstreiberei sowohl der großen politischen Parteien als auch der Unternehmensmedien. Diese überaus negativen Kräfte lehnen einen Rückzug ab. Unter ihrem Druck hat Trump seinen Rückzugsversprechungen bereits teilweise widersprochen.

In Syrien bestand das Ziel der USA von Anfang an darin, die Regierung Syriens zu stürzen, einer Regierung, die von den Vereinten Nationen anerkannt wird und in den Vereinten Nationen vertreten ist. Die USA – mit ihren Verbündeten Saudi-Arabien, Israel, Katar, Jordanien, Irak, Australien, der Türkei und anderen NATO-Ländern – sind gescheitert. Die syrische arabische Armee ist nich zusammengebrochen. Die Mehrheit der Syrer unterstützte die imperialistische Kampagne gegen ihr Land nicht, sondern sammelte sich um ihre Anführer und ihre Armee, um ihren säkularen Staat gegen die von den USA gewählte Speerspitze des gewaltsamen Regimewechsels zu schützen: Die Dschihadisten, darunter ISIS, al-Qaida, die Muslimbruderschaft und ihre verschiedene andere Ableger, die von den USA und ihren Verbündeten gefördert, bewaffnet, begleitet und entlohnt wurden. Syrien befindet sich in keine Pattsituation. Vielmehr ist der Plan A fehlgeschlagen. Die Pläne zum Regime-Change sind fehlgeschlagen.

Trumps Entscheidung ist eine Frage der Taktik. Er gibt nicht den Plan der USA auf, den Nahen Osten zu beherrschen. Er wechselt nur von Plan A zu Plan B. Er möchte, dass der Kampf mehr von Söldnern getragen wird und das Stellvertreterstaaten mehr tun, um die Rechnungen zu bezahlen. Das ist schon einmal so geschehen. Obamas Abzug aus dem Irak hat 105.000 private Söldner in diesem Land zurückgelassen.

Trotzdem ist Trumps Entscheidung, 2.000 US-Truppen aus Syrien abzuziehen, ein willkommener Anfang. Es sollte unterstützt werden.

Eine vollständige Änderung der toxischen US-Außenpolitik gegenüber Syrien erfordert von den USA das Folgende:
Während des imperialistischen US-Krieges gegen Vietnam vor einem halben Jahrhundert schlugen einige Kriegsgegner vor: „Den Sieg erklären und aussteigen!“ In Syrien, Afghanistan, Libyen, dem Irak usw. kann Trump eben genau dies tun.

Alle Truppen und militärische Ausrüstung aus Syrien abzuziehen und sie nach Hause zu bringen. Und garantieren, dass die USA keine Angriffe aus Nachbarländern und Meeren in Syrien machen.

Alle von den USA besetzten Gebiete des Landes an Syrien zurückzugeben.
Bombenangriffe und Drohneneinsätze über Syrien stoppen und alle illegalen Flüge über Syrien beenden.

Entfernung aller Spionageagenturen, US-Söldner und andere Aktivisten. Keine Unterstützung von ISIS, Al-Qaida und anderen Dschihadisten in irgendeiner Weise von außen.

Wirtschaftliche und politische Sanktionen gegen Syrien beenden als Beweis dafür, dass die USA alle Bemühungen beenden den Sturz von Präsident Assad herbeizuführen.

Alle Versuche einzustellen, US-Verbündete zu zwingen, US-Truppen zu ersetzen. Darauf bestehen, dass diese Verbündeten, einschließlich der Türkei und anderer NATO-Mächte, Jordaniens, Israels und der Golfstaaten, ihre Invasion in Syrien beenden, alle ihre Streitkräfte vom syrischen Territorium abzuziehen und die Souveränität Syriens respektieren.

Sicherzustellen, dass der NATO-Verbündete die Türkei nicht in Syrien einfällt, um die Kurden anzugreifen.

Giftige Umweltschäden, die durch US-Bombenangriffe und illegale US-Militärstützpunkte in Syrien verursacht wurden, zu beseitigen.

Beenden Sie das, und verhindern Sie, dass Syrer reisen und auf internationaler Ebene Handel betreiben können.

Offene Grenzen für syrische Flüchtlinge, auf der Flucht vor den Bomben, Verwüstungen und dem Chaos des US-Imperialismus.

Sofortige Finanzierung von humanitärer Hilfe und Wiederaufbauhilfe, die von unabhängigen Parteien im Rahmen von Reparationen geleistet wird.

Während des US-imperialistischen Krieges gegen Vietnam vor einem halben Jahrhundert schlugen einige Kriegsgegner vor: „Den Sieg erklären und aussteigen!“ In Syrien, Afghanistan, Libyen, dem Irak usw. kann Trump genau das tun.

Der US-Friedensrat unterstützt alle wirklichen Schritte zur Beendigung von Aggressionen, die von der mächtigsten imperialen, wirtschaftlichen und militärischen Kraft der Weltgeschichte geführt werden.

 

 

Quelle:

https://uspeacecouncil.org/u-s-peace-council-statement-on-proposed-removal-of-us-troops-from-syria/

 

Mathias BRÖCKERS zum“Spiegel-Skandal“: Wenn das Narrativ stimmt, sind Fakten zweitrangig, TP 23.12.2018

Liebe Leute,

 

zum Jahresausklang erinnert Mathias Bröckers, gestützt auf seine persönlichen Erfahrungen, an die Entwicklung eines „Fake-Reportage-Stils“ beim „ehemaligen Nachrichtenmagazin“ Der Spiegel.

 

Entspannte Festtage und ein guter Start ins Neue Jahr,

Martin Zeis

 

23.12.2018 — https://www.heise.de/tp/features/Wenn-das-Narrativ-stimmt-sind-Fakten-zweitrangig-4258586.html?view=print

Wenn das Narrativ stimmt, sind Fakten zweitrangig

Von Mathias Bröckers

Schon vor 16 Jahren gab es im „Spiegel“ große Fake-Reportagen über das „Was 9//11 wirklich geschah“

Der Skandal um die Fake-Reportagen im „Spiegel“ kommt [1] dem unterirdischen „Bild“-Lyriker Wagner vor, „als würde es von unten nach oben regnen. Nein schlimmer. Es ist, als hätten Paparazzi den Papst im Bordell erwischt.“ Und er fügt hinzu: „Ich kannte Rudolf Augstein. Er hätte den Laden dicht gemacht.“

Ich kannte ihn zwar nicht, aber einige seiner leitenden Redakteure – und die wären, soviel ist sicher, als Verantwortliche oder Beteiligte einer solche Fälschungsserie sofort und reihenweise gefeuert worden. Und es wäre ein Verdikt von Rudolf ergangen, dass diese magazinigen, gefühligen Reportagen mit Human-Touch-Getue und Real-Life-Suggestionen, all diese „große Reportage“-Prosa mit ihren szenischen Textbausteinen aus dem Creative-Writing-Workshop, in einem „Nachrichtenmagazin“ absolut nichts zu suchen haben. Sie haben ihre Berechtigung auf den Vergnügungsdampfern der Unterhaltungsindustrie, aber nicht in einem dem Journalismus verpflichteten Presseorgan mit dem Motto: „Sagen, was ist.“

Dass Spiegel-Artikel zu Augsteins Zeiten nur in Ausnahmefällen namentlich gekennzeichnet waren, hatte ja durchaus sein Gutes: Verhinderte Schriftsteller und Prosaisten konnten sich nicht spreizen, die berichteten Tatsachen, die Nachricht, stand im Vordergrund. Und die Qualität der Beiträge wurde nicht in Journalistenpreisen gemessen, sondern an dem, was sie politisch, juristisch oder sonst wie ins Rollen brachten.

Diese Zeiten sind lange vorbei und am wenigsten kann man das dem jetzt geächteten Jungstar am Reporterhimmel Claas Relotius vorwerfen, denn der phantasiebegabte Autor hat einfach nur geliefert, was seine Oberen verlangten und in ihren Spin passte. Keine Nachrichten, sondern Stimmungsbilder – und wenn die Stimmung stimmt, kommt es auf Fakten nicht mehr wirklich an. Wenn dann das, „was ist“, zum Beispiel die stinknormalen Trump-Wähler einer Kleinstadt in Minnesota [2], den gewünschten Spin nicht hergibt, dann erfindet der kreative Schreiber eben ein finsteres Nest waffentragender Dumpfbacken. Und wenn das Narrativ stimmt, sind die Fakten zweitrangig [3] und der Schwurbel kommt prominent ins Blatt.

Als ich 2004 einmal in einer Fernsehsendung mit zwei „Spiegel“-Redakteuren über 9/11 diskutiert hatte und wir danach bei einem Kaffee noch plauderten, meinten sie, dass sie einiges in meinen Büchern ja auch richtig gut fänden – zuvor in der Sendung hatten sie mir „Verschwörungstheorien“ und „schlechte Recherche“ vorgeworfen – nur dass ich ihre Zeitschrift immer als „ehemaliges Nachrichtenmagazin“ bezeichne, das würde ihnen überhaupt nicht gefallen. Diese Bezeichnung war mir einmal bei einem Vortrag rausgerutscht, als ich eine Spiegel-Story mit dem Titel „9/11 – Was wirklich geschah“ kommentierte, und wie das so ist – wenn das Publikum lacht, nehmen wir den Gag ins Repertoire – zog diese Präzisierung der hochkarätigen Marke „Nachrichtenmagazin“ dann als geflügeltes Wort seine Kreise. Zu erfahren, dass sich die „Spiegel“-Leute darüber ärgerten, war natürlich erfreulich.

„Wir waren dabei und kennen die Wahrheit“-Gestus

Es war diese „9/11 – Was wirklich geschah“-Story – eine im Reportagestil von einem Dutzend Autoren montierte Geschichte der „wirklichen“ Ereignisse – und ein Buch, das sie daraus gemacht hatten -, die ich im Oktober 2002 mit dem „Spiegel“-Redakteur Ulrich Fichtner im WDR-Radio diskutiert hatte. Nachdem Fichtner mein aus der WTC-Conspiracy-Serie auf Telepolis [4] hervorgegangenes Buch („Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“, Verlag Zweitausendeins) im „Spiegel“ als „Septemberlüge“ von links mit der „Auschwitzlüge“ von rechts verglichen hatte, lud uns Walter van Rossum zur Diskussion ins WDR-Funkhaus ein.

Als ich jetzt die selbstkritische Darstellung der Fälschungsserie [5] im „Spiegel“ las – verfasst von dem mittlerweile zum Vize-Chefredakteur aufgestiegenen Ulrich Fichtner erinnerte ich mich an diese Debatte. Und fand die Lektüre des Transskripts [6] der Sendung überaus aufschlussreich.

Nicht nur medienhistorisch – der penetrante Generalverdacht von „Quellen aus dem Internet“ -, sondern auch aktuell, denn es ist genau dieser Fake-Reportage-Stil, der Fichtner hier in Sachen 9/11 vorgehalten wird: die Real-Life-Suggestion, das so Tun als würde man „Terroristen“ bei der Vorbereitung des Anschlags über die Schulter schauen, die ganze szenische Dramaturgie mit atmosphärischen Einsprengseln und der „Wir waren dabei und kennen die Wahrheit“-Gestus, der sich dann auch nicht scheut, diese Prosa-Melange unter dem Titel „9/11- Was wirklich geschah“ als Dokument, als Nachricht, als Journalismus zu verkaufen.

Was dem kreativen Autor Roletius jetzt vorgeworfen wird, ist letztlich genau das, was seine Vorgesetzten und Ziehväter Ulrich Fichtner et. al. nach dem 11.9. September getrieben haben – mit dem einzigen Unterschied, dass sie sich Osama und die 19 Hijacker als Alleintäter nicht selbst ausgedacht, sondern vom Weißen Haus unhinterfragt übernommen und eine geile Story daraus gestrickt haben. Dass die wahren Fakten völlig unklar waren und entscheidende Fragen offen, war zweitrangig – das Narrativ stimmte und der Schwurbel kam auf die Titelseite.

Das Problem ist jetzt also gar nicht, dass ein aufgeweckter Newcomer dieses Prinzip durchschaut und sich trickreich zu Nutze gemacht hat, sondern dass man beim „Spiegel“ anscheinend noch gar nicht gecheckt hat, wo das Problem eigentlich liegt. Nämlich in der Verabschiedung von der Übermittlung und Einordnung von Fakten, vom „Sagen, was ist“ eines Nachrichtenmagazins – bei gleichzeitiger Hinwendung zu pseudojournalistischem Agendasetting und „Ausmalen, wie sich’s anfühlt“.

So sehr man sich beim „Spiegel“ nun auch grämt – „Dieses Haus ist erschüttert. Uns ist das Schlimmste passiert, was einer Redaktion passieren kann. (…) Das beschämt uns. (…) Die meisten Kollegen reagieren erschüttert. Bei einigen fließen Tränen….“ tropft es aus der jüngsten Ausgabe – helfen kann nur noch ein radikales Revirement im Sinne von Rudolf.

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http://www.heise.de/-4258586

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/post-von-wagner-lieber-spiegel-59131304.bild.html
[2] https://medium.com/@micheleanderson/der-spiegel-journalist-messed-with-the-wrong-small-town-d92f3e0e01a7
[3] https://www.heise.de/tp/news/Die-Aufregung-um-Claas-Relotius-ist-Heuchelei-4258079.html
[4] https://www.heise.de/tp/thema/the-wtc-conspiracy/seite-3
[5] http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html
[6] https://www.broeckers.com/911-2/funkhausgesprache/

Ein Riss in der Matrix – Swiss Propaganda Research

20.12.2018

Der aktuelle Fall Relotius dürfte im deutschsprachigen Raum einer der größten Journalismus-Skandale der letzten Jahrzehnte sein. Doch den wahren Grund für den langjährigen Erfolg des Protagonisten …

Quelle: Ein Riss in der Matrix

Jahresrückblick 2018 — Swiss Propaganda Research

Ein Überblick über unsere Beiträge 2018 sowie einige Medienbeiträge und Literaturhinweise. SPR-Beiträge 2018 Der Medien-Navigator 2018 Bericht eines Schweizer Journalisten Die Logik imperialer Kriege Medien-Netzwerk Schweiz (akt.) Medien-Netzwerk Deutschland (akt.) Trump, die Medien, und die Geopolitik (akt.) Der Propaganda-Schlüssel (akt.) Propaganda in der Wikipedia Migration und Medien (akt.) Der Atlantic Council Die »Israel-Lobby« Russische Propaganda […]

über Jahresrückblick 2018 — Swiss Propaganda Research

Vortrag von Rainer Mausfeld im SWR: „Degeneration des öffentlichen Debattenraumes rückgängig machen“

Paul Schreyer

3. Dezember 2018   —   Gestern strahlte der SWR im Rahmen der Sendereihe „Teleakademie“ einen Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld aus. Unter dem Titel „Elitendemokratie und Meinungsmanagement – Hat sich die Vorstellung vom ‚mündigen Bürger‘ überlebt?“ schildert Mausfeld darin unter anderem den Streit zwischen den beiden amerikanischen Intellektuellen Walter Lippmann, einem Anhänger der Elitendemokratie, und John Dewey, einem Radikaldemokraten. Für Lippmann gehörte die Demokratie in die Hände von Experten, da das Volk zu apathisch, ignorant und von Vorurteilen geleitet sei. Dewey hingegen betonte, dass die politische Intelligenz der Bevölkerung zunächst einmal davon abhänge, dass der öffentliche Debattenraum überhaupt intakt ist. Mit anderen Worten: Interessengeleitete Medien voller Auslassungen, Manipulationen und Propaganda machen eine kompetente Willensbildung – und damit auch die Demokratie – unmöglich. Mausfeld zitiert hierzu Deweys eindringliche Schlussfolgerung:

„Solange bei der Unterrichtung der Öffentlichkeit Geheimhaltung, Parteilichkeit, Vorurteile, Falschdarstellungen, Propaganda und schiere Ignoranz überwiegen, gibt es keine Möglichkeit, die politische Intelligenz…

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Schweigende Lämmer, getroffene Hunde

Paul Schreyer

WEST_Mausfeld_Warum schweigen die Lämmer?_11.indd1. Dezember 2018   —   Wenn Bücher, die nahe legen, dass Demokratie im Westen nur Fassade ist, zu Bestsellern werden, schweigen die Leitmedien – oder unterstellen, die Autoren wären verwirrte Scharlatane. Jüngste Fälle: Rainer Mausfeld und Dirk Müller.

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Dirk Müller: Journalistischer Rufmord in der Süddeutschen Zeitung

Paul Schreyer

Machtbeben von Dirk Mueller25. November 2018   —   Dem Bestsellerautor Dirk Müller – ich hatte sein aktuelles Buch „Machtbeben“ kürzlich auf diesem Blog vorgestellt – weht in den etablierten Medien zur Zeit ein scharfer Wind entgegen. Müller analysiert „die Macht der Plutokraten“ und spricht davon, dass wir uns längst „auf dem Weg in die Kleptokratie“ befinden, also in eine Gesellschaftsordnung, in der die Diebe und Plünderer das Ruder übernommen haben. Klar, dass man solche Töne an der Spitze nicht gern hört – umso weniger, wenn sich das Buch längst zu einem der erfolgreichsten politischen Bestseller des Jahres entwickelt hat. Müllers mit hunderten Fußnoten gründlich belegter Text steht seit seinem Erscheinen vor drei Monaten ununterbrochen in den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste. „Höchste Zeit“ also, den Mann unter Feuer zu nehmen.

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