Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien

27.03.2017 Jens Wernicke

Quelle Nachdenkseiten: Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien

Furchtbar, diese Häretiker! Sie kritisieren einfach die bestehenden Verhältnisse, insistieren auf deren Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Damit treten sie jenen auf die Füße, die nicht gewohnt sind, dass man sie infrage stellt. Der Politik, der NATO, der allgegenwärtigen neoliberalen Ideologie und ihren Apologeten. Einer, der sich nicht verbiegen lässt, sondern sagt, was er erkannt hat und für die Wahrheit hält, ist der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, der zurzeit massiven Anfeindungen seitens der journalistischen Zunft ausgesetzt ist. Jens Wernicke sprach mit ihm zur Rolle der Medien im Kampf um die Wahrheit und eine bessere Welt.

KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer („Feindbild Russland“) | KenFM.de

03.November 2016

„Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.“ – George Orwell. […]

Quelle: KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer („Feindbild Russland“) | KenFM.de

VAROUFAKIS-Interview, Zeitmagazin, 30.07.2015 – »ICH WURDE ALS GEFÄHRLICHER DUMMKOPF D ARGESTELLT«

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis – martin.zeis

»ICH WURDE ALS GEFÄHRLICHER DUMMKOPF DARGESTELLT«
Wie ist das, wenn man ganz Europa gegen sich aufgebracht hat?

Ein Gespräch mit dem ehemaligen griechischen Finanzminister
Yanis Varoufakis

Im Anhang findet ihr die e-paper-Fassung des im heutigen Zeit-Magazins erschienenen Interviews. Im Folgenden dokumentieren wir wenige Auszüge des sechsseitigen Textes. Parallel erschien im heutigen Stern ein Interview von Arno LUIK mit Varoufakis, das zusätzliche, spezielle Einzelheiten enthält und vor allem ein Bild aus der Eurogruppe unmittelbar nach dem „mentalen Warterboarding“ von Tsipras abdruckt, auf dem Schäuble, Djisselbloem und der estländische Finanzminister Sester ihren „Sieg“ mit brüllendem Gelächter feiern (stern 43/2015, S.43).

Ein Hinweis an Zeitgenossen im Web aus Wien, Montreal und anderswo, welche unsere Recherche/Dokumentation/Eigentexte unter Wegschneiden des Absenders/Verfassers, z.T. des Kommentars/der Einordnung/weiterführender Quellenlisten, weiterverbreiten: Unter journalistisch redlich arbeitenden Leuten im Netz ist es Usus, den/die Namen der Postenden/der Quelle aufzuführen.

Herr Varoufakis, haben Sie Spaß daran, zu provozieren?

Nein, ich bin kein Provokateur. Aber ich liebe es, Diskussionen zu führen.

Sie haben die europäische Sparpolitik gegenüber Griechenland als »finanzielles Waterboarding« und »Terrorismus« bezeichnet.

Manche mögen das als provokativ empfinden. Das ist aber eine akkurate Beschreibung der Wirklichkeit. Die CIA hat Waterboarding bei Verhören angewendet, um ihre Opfer gefügig zu machen. Erst kurz vor dem Ersticken ließ man sie wieder Luft holen. Das ist eine nahezu perfekte Beschreibung für die Politik der Troika in meinem Land seit fünf Jahren. Man gibt uns gerade so viel Geld, dass wir nicht pleitegehen, aber nie genug, um wirklich überleben zu können. Die Wahrheit zu sagen ist keine Provokation.

Das heißt, die anderen Politiker lügen, wenn sie sagen, dass Griechenland vor allem selbst schuld an seiner Lage sei?

Das können Sie so sagen. Ich will das lieber nicht weiter kommentieren. Als ich in die Politik gegangen bin, habe ich mir geschworen: Wenn ich anfange, wie ein Politiker zu denken, trete ich zurück. Ich werde mich nicht um meiner politischen Karriere willen verbiegen. Wenn die Wahrheit zu sagen bedeutet, dass ich aus der Regierung fliege oder aus dem Parlament geworfen werde oder ins Gefängnis gehen muss, dann ist das so.

Sie übertreiben. Außerdem gibt es in der Griechenlandkrise erstaunlich viele Wahrheiten.
Ich sage auch nicht, dass ich in jedem Fall recht habe. Ich war immer bereit, in den Verhandlungen über nötige Reformen einerseits und nötige Hilfspakete andererseits Kompromisse zu schließen.

Sie haben einmal gesagt, in Ihrer Zeit als Finanzminister seien Ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt worden. Wie haben Sie sich die Welt der Politik denn vorgestellt?

Ich habe nicht erwartet, dass die Treffen mit den anderen europäischen Finanzministern freundlich verlaufen werden. Aber ich habe geglaubt, dass wir am Ende einen Kompromiss finden, den beide Seiten akzeptieren können. So war es aber nicht.

Warum nicht?

Europa verleugnet seit 2008 die wahren Ursachen der griechischen Krise. Es ist wie in dem Shakespeare-Drama Macbeth: Ein Verbrechen führt zum nächsten Verbre- chen, eine Lüge führt zur nächsten Lüge. Wir haben jetzt schon viel zu hohe Schulden und sollen trotzdem neue Kredite aufnehmen. So etwas kann ich nicht unterstützen. Ich darf doch kein Geld annehmen, wenn ich weiß, dass ich es nie zu- rückzahlen kann.

Warum, glauben Sie, hat man es Ihnen dann vorgeschlagen?

Da müssen Sie die anderen europäischen Finanzminister fragen. Wir haben uns entschieden, unser Volk in einem Referendum darüber abstimmen zu lassen. Darüber haben sich die anderen Minister furchtbar aufgeregt. Einer von ihnen, einer von den Schlaueren, ich werde seinen Namen hier nicht nennen, sagte etwas Bemerkenswertes: Yanis, ich kann nicht glauben, dass du vorhast, über eine derart komplizierte Angelegenheit das griechische Volk entscheiden zu lassen. In diesem Moment dachte ich: Oh mein Gott! Jetzt wird die Demokratie abgeschafft. Das Recht auf politische Mitbestimmung gilt unabhängig davon, wie klug oder wie gut infor- miert jemand ist.

(…)

VAROUFAKIS-Interview-ZM150730.pdf

Zukunftswerkstatt Griechenland | Telepolis

Zukunftswerkstatt Griechenland | Telepolis.

Zukunftswerkstatt Griechenland

Gabriela Simon 26.07.2015

Im Konflikt mit der griechischen Regierung testete die Eurogruppe ihre Strategie des Finanzkriegs und kreierte das EU-Modell einer kontrollierten Demokratie

Vor etwa vier Jahren nahm die europäische Öffentlichkeit entsetzt zur Kenntnis, in welchem Ausmaß die Finanzmärkte das Handeln demokratischer Regierungen beeinflussen. Damals war viel davon die Rede, dass Finanzmarktakteure die Regierungen der Eurozone vor sich her trieben. Inzwischen ist der Finanzkrieg auf einer anderen Ebene angekommen. Menschen verschiedener europäischer Länder lassen sich gegeneinander aufhetzen. Deutsche Steuerzahler gegen griechische Rentner und Arbeitslose. Die Treibjagd wird von europäischen Politikern selbst veranstaltet – gegen eine demokratische Regierung eines europäischen Landes, die nicht bereit war, die Kosten der von den Finanzmärkten verursachten Krise noch länger auf den Rücken der einfachen Leute abzuladen. Dabei gibt es längst ein für Schuldnerländer und Steuerzahler gleichermaßen geniales Lösungskonzept.(…)

Mega-Fake oder Meta-Fake? Böhmermann: Ich montierte den Finger

n-tv — Donnerstag, 19. März 2015
Mega-Fake oder Meta-Fake?
Böhmermann: Ich montierte den Finger
Von Hubertus Volmer
Tagelang diskutiert die Republik über den Mittelfinger des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis. Jetzt verkündet Moderator Jan Böhmermann, seine Redaktion habe den Finger in das Video montiert.
Wenn die Sache stimmt, ist es der Fake des Jahres – mindestens. ZDF-Moderator Jan Böhmermann hat in seiner Show „Neo Magazin Royale“ erklärt, sein Team habe das Stinkefinger-Video * des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis manipuliert. Demnach hatte Varoufakis recht: Er hat Deutschland nicht den Finger gezeigt.
Varoufakis war am Sonntag von Günther Jauch in dessen Talkshow mit dem Video konfrontiert worden. Es zeigt den Wirtschaftswissenschaftler im Jahr 2013 auf einem Kongress in Zagreb. Er erklärt dem Publikum, Griechenland hätte 2010 innerhalb der Eurozone pleitegehen sollen. Dazu sagt er, das Land hätte „Deutschland den Finger zeigen“ sollen.
Nach Böhmermanns Darstellung enthält das Original-Video die obszöne Geste nicht, sie wurde erst hineinmontiert – genau das hatte Varoufakis bei Jauch gesagt. Nur: Niemand glaubte ihm. Die ARD veröffentlichte eine Erklärung, in der es hieß, die Redaktion der Talksendung habe das Video von „verschiedenen Medienexperten und Netzanalysten“ analysieren lassen. Die Experten seien sich einig, dass Varoufakis‘ Vorwurf der Fälschung nicht zutreffe.
In vielen Kommentaren war Varoufakis in deutschen Medien vorgeworfen worden, gelogen zu haben – auch n-tv.de berichtete entsprechend … . Ohne den Finger hätte es eine solche Berichterstattung nicht gegeben. Ohne den Finger ist das Video harmlos – auch wenn Varoufakis die Metapher „Finger zeigen“ sprachlich nutzt.
Ein bisschen scheint auch Varoufakis auf den Fake hereingefallen zu sein. Am Tag nach der Jauch-Sendung twitterte er das Video von seinem Vortrag in Zagreb – inklusive Stinkefinger-Szene.
Böhmermann verband sein über Twitter ** und Youtube vorab verbreitetes Geständnis mit einem heftigen Angriff gegen Jauch.
(Anm. m.z.:  das neunminütige Video ist köstlich anzusehen, weil die gesamte Vorgeschichte, die Akteure des Fakes, wie der Finger von einem Schauspieler in tagelangen Fingerübungen zusammen mit Arm und Oberkörper immer wieder so bewegt werden musste, dass diese Aufnahmen in die Originalaufnahmen von Varoufakis auf dem Zagreber Festival 2013 „unauffällig“ einkopiert werden konnten …  hübsch auch die Hilfe der Organisatoren des Zagreber Festivals und ihre Aussagen im Video …)
„Liebe Redaktion von Günther Jauch“, sagt er. „Yanis Varoufakis hat unrecht. Ihr habt das Video nicht gefälscht. Ihr habt einfach nur das Video aus dem Zusammenhang gerissen und einen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Muddi und Vaddi abends nach dem ‚Tatort‘ noch mal schön aufregen können. … Das habt ihr gemacht. Und der Rest ist von uns“, fügt Böhmermann lachend hinzu. In dem Video wird außerdem erklärt, wie die Montage technisch umgesetzt wurde und dass auch die Organisatoren des Zagreber Festivals eingebunden waren.  (…)
Anmerkungen
Varoufakis and the fake finger #varoufake | NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann – ZDFneo —  Video-Clip 09:33 – Veröffentlicht am 18.03.2015; URL: https://www.youtube.com/watch?v=Vx-1LQu6mAE#t=38
From minister of awesome to minister of flawsome? Yanis Varoufakis, the biggest liar since Bill Clinton? Political punch instead of the new Chuck Norris? Pilloried by german talkshow host Guenther Jauch, but is everything as it seems? Really?
Vom Minister of Awesomeness zu Minister Stinkefinger? Yanis Varoufakis, der größte Lügner seit Bill Clinton? Peinlicher Politkasper statt der neue Chuck Norris? Von Günther Jauch öffentlich an den Pranger gestellt, aber ist es wirklich so, wie es scheint?
Από Υπουργός Τελειότητας, Υπουργός Μεσαίου Δακτύλου; Γιάνης Βαρουφάκης, ο μεγαλύτερος ψεύτης μετά τον Μπιλ Κλίντον; Πολιτικός καραγκιόζης αντί νέος Τσακ Νόρις; Διασύρθηκε από τον Γκίντερ Γιάουχ ή μήπως τα φαινόμενα απατούν;

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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange NEWS
martin.zeis@gmxpro.net

Stinkefinger-Gate – wie sich Günther Jauch und BILD bis auf die Knochen blamierten

Jens Wernicke
Jens Wernicke 19. März 10:10
Stinkefinger-Gate – wie sich Günther Jauch und BILD bis auf die Knochen blamierten

Wer am letzten Sonntag die Sendung von Günther Jauch gesehen hat, kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Wichtigster Gast war per Fernschalte aus Athen der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. In einem Einspieler präsentierte das Team von Günther Jauch dem Publikum dann (Minute 26:00) eine Szene, die wohl deutsche Pressegeschichte schreiben wird. Im Video zeigt Varoufakis Deutschland den Stinkefinger. Varoufakis verteidigte sich gleich nach der Einspielung mit der Erklärung, das Video sei manipuliert. Dies prallte jedoch am Talkmaster Jauch ab und verleitete den mitdiskutierenden BILD-Kolumnisten Ernst Elitz sogleich zur Unterstellung, Varoufakis würde es mit der Wahrheit halt nicht so genau nehmen – „ich kann mir nicht vorstellen, dass ich hier in dieser Sendung ein getürktes Bild gezeigt wird“. Die Qualitätspresse hielt zusammen und überschüttete Varoufakis am Wochenbeginn mit Hohn und Spott. So weit, so schlecht – doch nun meldet sich der Urheber des Videos zu Wort: Jan Böhmermann, seines Zeichens Satiriker beim ZDF, gibt zu, dass er den Stinkefinger in das Video montiert hat. Nun stehen Jauch, BILD und die versammelten Qualitätsmedien wie begossene Pudel da. Das geschieht ihnen Recht. Von Jens Berger.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=25461

Dokumente zum Treffen der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt und zur laufenden Querfront-Kampagne (8 Punkte von Albrecht Müller in PDF als Anhang)

  • Dokumente zum Treffen der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt und zur laufenden Querfront-Kampagne (8 Punkte von Albrecht Müller in PDF als Anhang)

            Verantwortlich: Albrecht Müller

Im Vorfeld der Konferenz der Akteure des sogenannten Friedenswinters wurde insbesondere von der TAZ der Versuch gemacht, dieser Gruppe eine Zusammenarbeit mit Rechten zu unterstellen. Hier ist ein herausragendes Beispiel: „Neurechte Friedensbewegung: Tausend Mal berührt. Seit vier Monaten läuft der Friedenswinter, Schulter an Schulter mit der Querfront.
Das Verfahren der TAZ und ihres Redakteurs Christian Jakob ist typisch für diesen Kampagnen-Journalismus. Zur Diffamierung hat man sich das Etikett ausgedacht, die Friedensbewegung sei Teil der sogenannten Querfront, also einer Verbindung von links und rechts. Und dann wird ein Kronzeuge organisiert. Im konkreten Fall ist es ein Patrick Rupprecht. Und für weitere angebliche Belege wird auf frühere Ereignisse zum Beleg zurückgegriffen. Albrecht Müller.

  • https://www.youtube.com/watch?v=y6LG-RzQFHg Mahnwache Berlin 16.03.2015 Teil 03 Ken Jebsen Rede KenFM KenFM.de Potsdamer Platz mahnwachen.info Das scheint die vollständige Rede (in mehreren Teilen auch andere Beiträge zur selben Kundgebung) zu sein!
  • „Ein Versuch, der gescheitert ist“ 13. März 2015 um 20:04 <https://www.facebook.com/notes/monty-sch%C3%A4del/ein-versuch-der-gescheitert-ist/788548637894775> _Organisation _/Wie geht es weiter mit dem Projekt Friedenswinter? Der Aktivist Monty Schädel fordert, dass man sich klar von rechts abgrenzt/ Interview in der taz vom 04.03.2015.
  • Mit dazu gelesen werden sollte auch der Artikel „Tausend Mal berührt“ zum „Friedenswinter 2014/15“ unter: http://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!156325/ <http://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/%21156325/> *taz: Am Wochenende findet in Frankfurt eine große Konferenz der Friedensbewegung statt. Gibt es da Hauen und Stechen?* Monty Schädel
  • Roland Blach DFG-VK :  
    „Ehrlich gesagt bin ich entsetzt über das Interview.“ (mit Reiner Braun; ergänzt StB} – JW)
  • »Ich plädiere für verbale Abrüstung« – junge Welt –  https://www.jungewelt.de/2015/03-18/062.php
    Rote Linien der Friedensbewegung: Streit um Abgrenzung nach rechts spitzt sich zu. Ein Gespräch mit Reiner Braun. jungewelt.de | Von Claudia Wangerin
       Andreas Grünwald  *) kommentierte die teilweise stark emotionalisierte Rede Ken Jebsens wie folgt:
  • „Man darf im Zusammenhang mit der Rede von Ken Jebsen nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Auch ich finde, dass manche Äußerungen von Ken Jebsen in Berlin überzogen waren. Wenn man die ganze Rede hört, die Junge Welt brachte ja nur sehr kleine Ausschnitte, dann bemerkt man aber auch, dass Ken Jebsen sehr wütend war. Wütend über die dauerhaften Angriffe, die zuletzt in den Attacken in der taz mündeten. Wenn man sich ein eigenes Bild machen will, muss man also diese drei Dinge nebeneinander legen.
  • Andreas Grünwald
    Beschlüsse und Dokumente der Konferenz der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt am Main
    Auf nach Berlin!!Beschlüsse und Dokumente der Konferenz der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt am Main / Umstellung dieser Facebook Gruppe
    Nach einem zunächst eher persönlich abgefassten Bericht von der Konferenz am 14. März in Frankfurt / Main, folgt hier nun eine ausführliche Sammlung von Beschlüssen, Referaten und Presseveröffentlichungen zu unserer Konferenz.

    Auf nach Berlin zur großen Demonstration der Friedensbewegung am 10. Mai 2015!

    Vielfältige Aktionen zum Tag der Befreiung: „Nie wieder Faschismus und Krieg“ sind die einigende Herausforderung. Auf der Aktionskonferenz des Friedenswinters, am 14.3.2015 wurde von den etwa 150 Teilnehmenden aus allen Teilen der Bundesrepublik nach einer intensiven, solidarischen, teilweise auch kontroversen Diskussion, einvernehmlich der folgende Beschluss gefasst:

    „Die Aktionskonferenz Friedenswinter am 14. März 2015 unterstützt die vielfältigen dezentralen antifaschistischen und friedenspolitischen Aktivitäten am 8. und 9. Mai 2015 sowie die Demonstration in Berlin, die vom Berliner Aktionsbündnis „70 Jahre Tag der Befreiung“ für den 10. Mai 2015 vorbereitet wird. Die Aktionskonferenz ruft dazu auf, dort, wo es möglich ist, zum 10. Mai 2015 nach Berlin zu mobilisieren und zu kommen. Lasst uns Berlin zu einem eindrucksvollen Abschluss der vielfältigen Aktivitäten um den Jahrestag der Befreiung machen.“

    Weitere Aktionen nach dem 10. Mai 2015

    Unterschiedliche Erfahrungen und Eindrücke prägten die Debatte, Kontroversen wurden nicht vermieden, aber in einer Atmosphäre des Zuhörens und des Versuch, einander zu verstehen, bearbeitet. Wir haben viel mehr gemeinsam als uns trennt und dies in einer von allen als friedenspolitisch ernst und bedrohlich empfundenen Situation. Wir brauchen mehr und größere Aktionen, war der einheitliche Tenor und nur gemeinsam sind wir stark. Dabei ist der Antifaschismus unsere unumstößliche Grundlage, weil nur dieser eine Friedensgrundlage sein kann.

    Weitere Aktionen auch nach den Aktivitäten zum 8./9. Mai sind notwendig. Auch dazu verabschiedete die Aktionskonferenz ein für alle offenes Verfahren zum weiteren Vorgehen:

    „Initiativen und Organisationen werden aufgefordert, Überlegungen, Ideen, Vorschläge, Hinweise, Kreationen für weitere dringend notwendige Aktionen der Friedensbewegung zu entwickeln und vorzuschlagen. Diese werden gesammelt und auf einer Friedensversammlung im Juni/Juli diskutiert und bei Konsens bzw. breiter Unterstützung auch beschlossen. Zur Planung der Ideenbörse und weiterer Schritte beschließt die Aktionskonferenz die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Intensiv bemüht werden soll sich auch, weitere Kräfte aus der Friedensbewegung für ein gemeinsames Handeln zu gewinnen.“

    Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden!

    Frankfurt am Main, 14. März 2015

    M A T E R I A L

    1. Referate

    Die folgende PDF Datei wurde von Jens Wernicke zur Veröffentlichung auf dem Nachrichten-Blog „NachDenkSeiten“ zusammengetragen.
    Sie enthält die vier Referate die zu Beginn der Konferenz gehalten wurden und zudem den ersten Diskussionsbeitrag in der Generaldebatte:

    http://data9.blog.de/media/902/8465902_5ba1c589e3_d.pdf

    2. Presseberichte

    Vor der Konferenz:

    Interview mit Reiner Braun in der Frankfurter Rundschau:
    http://www.berliner-zeitung.de/…/interview-mit-aktivist-rei…

    Interview mit Pedram Shahyar für den Info-Blog Bohemien:
    http://le-bohemien.net/…/pedram-shahyar-du-hast-deinen-ruf…/

    Interview mit Monty Schädel in der taz:
    http://www.taz.de/Zukunft-der-Friedensbewegung/!156414/

    Artikel in der taz vor der Konferenz:
    http://www.taz.de/!156325/

    (Das Interview von Monty und der Artikel bildeten in der taz eine Themenseite)

    Nach der Konferenz:

    Bericht im Neuen Deutschland (ein sehr positiver und sehr konstruktiver Bericht – leider aber zur Zeit /17.03.2015/ nur für Abonnenten zugänglich. Gibt sich aber meist nach ein paar Tagen):
    https://www.neues-deutschland.de/…/964939.dienstweg-zur-kor…

    Interview mit Reiner Braun in der Berliner Zeitung (wurde auch im Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht):
    http://www.berliner-zeitung.de/…/interview-mit-aktivist-rei…

    Zusammenfassender guter Bericht auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=25429#more-25429

    3. Neugestaltung dieser Diskussionsgruppe bei Facebook

    Um den Anforderungen für eine wirksame aktionsorientierte Friedensbewegung besser entsprechen zu können, soll diese Facebook Gruppe bis zum 24. März 2015 umgestaltet werden.

    (…)
    (Hervorhebungen von mir, StB)

  • *) Andreas GRÜNWALD ist Admin der Facebook-Gruppe ‚FRIEDENSWINTER 2014/2015‘.
  • Friedenswinter 2014 / 2015 – Auf Initiative der „Kooperation für den Frieden“ wurde auf einer Konferenz der Friedensbewegung am 11. Oktober 2014 ein Aktionskonzept beschlossen:– Eine gemeinsame Aktionswoche für den Frieden in ganz Deutschland, die vom 08. bis zum 13. Dezember stattfinden wird. Diese mündet in fünf regionalen Großdemonstrationen, die am 13. Dezember in Berlin, Hamburg, München, Leipzig und im Ruhrgebiet stattfinden werden.
    – Demonstrationen und Aktionstage Ende Februar aus Anlass der in München stattfindenden „Sicherheitskonferenz“.
    – Die gemeinsame Gestaltung der Ostermärsche 2015.
    – Eine bundesweite Großdemonstration aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus Anfang Mai 2015 in Berlin.

    Diese Gruppe dient dazu, diese Aktionen gemeinsam vorzubereiten, umzusetzen, auszugestalten.
    Auf Facebook zählt die Gruppe 1252 Mitglieder (Stand 18. März.)

Beste Grüße
Stephan Best

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Stephan Best sbest@gmx.net
blog: steven25.wordpress.com
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phone: 01781-705671