Gegen Russland und RT: Feindbild-Aufbau und EU-Propaganda

https://www.nachdenkseiten.de/?p=70608

Gegen Russland und RT: Feindbild-Aufbau und EU-Propaganda

10. März 2021 um 11:38 

Ein Artikel von: Tobias Riegel

Das Medium RT DE wird aktuell in Deutschland massiv angegriffen. Gleichzeitig behauptet die aktuelle EU-Propaganda, Deutschland sei das Hauptziel von russischer Desinformation. Diese Angriffe müssen abgewehrt werden: Zu einer friedlichen Koexistenz mit Russland gibt es für Deutschland keine Alternative. Von Tobias Riegel.

Neben vielen anderen großen Medien berichtet aktuell der „Spiegel“ über einen Bericht der „East StratCom Task Force“ des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD). Unter dem Titel „EU vs Disinfo“ heißt es in dem Bericht:

„Wie bereits erwähnt, ist Deutschland unter den europäischen Mitgliedstaaten das Hauptziel der russischen Desinformationsbemühungen. Die staatlichen Sender RT und Sputnik haben ehrgeizige Pläne in Deutschland, und der russische Staat erhöht die Budgetzuweisungen an die RT/Sputnik-Holding mit über 550 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre.“ 

Das Medium RT DE wird aktuell in Deutschland massiv angegriffen. Gleichzeitig behauptet die aktuelle EU-Propaganda, Deutschland sei das Hauptziel von russischer Desinformation. Diese Angriffe müssen abgewehrt werden: Zu einer friedlichen Koexistenz mit Russland gibt es für Deutschland keine Alternative. Von Tobias Riegel.

Neben vielen anderen großen Medien berichtet aktuell der „Spiegel“ über einen Bericht der „East StratCom Task Force“ des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD). Unter dem Titel „EU vs Disinfo“ heißt es in dem Bericht:

„Wie bereits erwähnt, ist Deutschland unter den europäischen Mitgliedstaaten das Hauptziel der russischen Desinformationsbemühungen. Die staatlichen Sender RT und Sputnik haben ehrgeizige Pläne in Deutschland, und der russische Staat erhöht die Budgetzuweisungen an die RT/Sputnik-Holding mit über 550 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre.“ 

Russland und die Meinungsmache der EU

In dem Zitat klingt auch die aktuelle Kampagne gegen den in Deutschland publizierenden russischen Sender RT DE an. Zu dieser Kampagne folgt weiter unten im Text mehr. Zunächst zum Bericht des EAD und dem Artikel, den der „Spiegel“ daraus gezimmert hat. Der EAD behaupte etwa, dass „die EU analysiert hat, dass russische Medien seit 2015 über 700 Mal Fake News über Deutschland verbreitet haben. Deutschland liege damit an der Spitze aller europäischen Länder“. Selbstauskünfte über die „East StratCom Task Force“ finden sich hier, Infos über „EU vs Desinfo“ hier. Thomas Röper hat den EAD-Bericht in diesem Artikel detailliert besprochen. Sein Fazit lautet, dass der Bericht „keine Auswertung, sondern ein anti-russischer Artikel der EU-Behörde“ sei:

„Aber da ihr Auftrag lautet, russische Fake News zu finden, werden sie sehr kreativ. Als Quellen für russische Fake News führen sie Internetportale an, die teilweise nicht einmal russisch sind. Aber auch bei den russischen Internetportalen wie Newsfront, die sie gerne mal nennen, handelt es sich nicht um staatliche Medien. Es sind Blogger. Das wäre so, als wenn die russische Regierung Artikel vom Rubikon oder den Nachdenkseiten als Fake-News-Kampagne der deutschen Regierung verkauft.“ 

Gemeinsam gegen RT: Medien, DJV, Commerzbank

Parallel zu dieser fragwürdigen EU-Initiative läuft in Deutschland eine Kampagne gegen den russisch finanzierten Sender RT DE: So kündigte die Commerzbank kürzlich an, die Zusammenarbeit mit dem Sender und der Medienagentur „Ruptly“ zu beenden. Der Deutsche Journalisten-Verband veröffentlichte einen infamen Artikel zu RT DE, den Albrecht Müller folgendermaßen kommentiert hat:

„An diesem Artikel des Pressereferenten des deutschen Journalistenverbandes DJV kann man gut sehen, wie heruntergekommen dieser Verband schon ist. Keine freie kritische Stimme, stattdessen eingebaut in die westliche Propaganda und den zu beobachtenden Feindbildaufbau.“ 

Zusätzlich hat die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich kritisiert, dass RT-Mitarbeiter in der Bundespressekonferenz zu kritisch nachfragen, was die NachDenkSeiten in diesem Artikelkommentiert haben:

„Der ganze Artikel der SZ offenbart ein Verständnis von „Pressefreiheit“, das einen fassungslos macht. Schließlich spekuliert die Zeitung noch darüber, worauf sie mutmaßlich hinaus will – den Ausschluss kritischer Stimmen, wahrscheinlich damit die eigene angepasste Rolle nicht ganz so erbärmlich erscheint“ 

Nur kurz darauf hatte der „Spiegel“ nachgelegt, was Albrecht Müller in dem Artikel „Feindbild-Aufbau des ‚Spiegel‘“ analysiert hat. Und nun legt die „Bild“-Zeitung nochmals nach, indem sie RT DE indirekt Spionage gegen das Umfeld des Aktivisten Nawalnyunterstellt. RT DE hat in diesem Artikel nun angekündigt, gegen die Behauptungen von „Bild“ juristisch vorzugehen. Dort wird auch über die Motive für die aktuelle Kampagne spekuliert: 

„Es ist kein Geheimnis, dass RT DE expandiert und in nächster Zeit einen TV-Sender in Betrieb nehmen wird. Diese Ankündigung rief offenbar Konkurrenten auf den Plan, die das verhindern wollen. Denn wenn es eines nicht geben darf, dann einen unabhängigen Sender russischer Herkunft in Deutschland.“ 

Gegenpol zur antirussischen Meinungsmache?

Als aktuelles Beispiel der deutschen medialen Meinungsmache gegen Russland sei hier auf einen Artikel von n-tv verwiesen: Russland sei „der Feind“, wird hier unumwunden behauptet. Zur Einschätzung der wichtigen Rolle, die RT DE in der deutschen Medienlandschaft als Gegengewicht zu solchen infamen Beiträgen spielt, haben die NachDenkSeiten kürzlich geschrieben:

„RT ist als Kontrast zur aktuellen brandgefährlichen Medien-Hetze gegen Russland ein wichtiger Gegenpol zum propagandistischen Einheitsbrei großer deutscher Medien bei dem Thema. Das heißt natürlich nicht, dass RT die einzige Quelle der Information sein muss oder sein sollte. Zudem wird die Finanzierung durch Russland und eine entsprechende Interessenlage nicht verschleiert. Medienkonsumenten können darum die von RT-Artikeln verfolgten Interessen besser einschätzen als die verfolgten Interessen etwa des Springer-Konzerns, der für sich eine unhaltbare ‚Unabhängigkeit‘ behauptet.“ 

Die hier beschriebene antirussische Propaganda muss abgewehrt werden: Zu einer friedlichen Koexistenz mit Russland gibt es für Deutschland keine Alternative. Wer dagegen arbeitet, arbeitet gegen unsere Interessen. Mit einem solchen Bekenntnis zu einer friedlichen Koexistenz mit Russland akzeptiert man selbstverständlich nicht automatisch die innen- oder außenpolitischen Defizite Russlands.

Für die Klärung der mutmaßlichen Motive für die hier beschriebenen Kampagnen gegen Russland und RT sei zum Abschluss nochmals auf das (Aufsehen erregende, m.z.) Video von George Friedman, Direktor des US-Thinktanks STRATFOR, hingewiesen. Ein zentrales Ziel der US-Außenpolitik der letzten Jahrzehnte war demnach, ein Zusammenkommen von Deutschland und Russland zu verhindern:

https://www.youtube.com/watch?v=gcj8xN2UDKc&t=4s

Video mit dt. Übersetzung, Ausschnitt

The Chicago Council on Foreign Relations, 15.06.2015, Dauer: 14:58 

STRATFOR: US-Hauptziel war es immer, Bündnis Deutschland + Russland zu verhindern

3. Februar 2015. Der Gründer und Direktor der weltweit führenden privaten US-Denkfabrik auf dem Gebiet Geopolitik STARTFOR (Abk. Strategic Forecasting) George Friedman über weltweite Geopolitik der USA und speziell in Europa. Zitat: 

„Das primäre Interesse der USA, wofür wir seit einem Jahrhundert die Kriege führen –Erster und Zweiter Weltkrieg und Kalter Krieg – waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann, und unser Interesse war es immer, sicherzustellen, dass das nicht eintritt.“

Original-Quelle:

George Friedman, „Europe: Destined for Conflict?“

The Chicago Council on Global Affairs -Video, 04.02.2015, 1:12:30

Chicago Council on Global Affairs

The Chicago Council on Global Affairs and Stratfor founder and CEO George Friedman present a discussion on the emerging crisis in Europe. Europe has inherent flashpoints smoldering beneath the surface which are destined to erupt again, including half a dozen locations, borderlands, and cultural dynamics that have the potential to upend Europe as we know it, says Friedman. He identifies the flashpoints and discusses how can we prepare.

Craig MURRAY, 5.4.2018: „Knobs and Knockers“ — der zentrale Kern der Novitschok-Saga wird zerstört

globalcrisis/-change NEWS

Martin Zeis, 05.04.2018 22:50

martin.zeis@gmxpro.net

Heute morgen veröffentlichte der frühere britische Botschafter Craig MURRAY einen Artikel „Knobs and Knockers“, in welchem er die jüngsten Geschichten der britischen Regierung zur Novitschok-Affäre kritisch unter die Lupe nimmt. (vgl. https://www.craigmurray.org.uk/archives/2018/04/knobs-and-knockers )

Craig Murray mit besten Kontakten zu entscheidenden Wissenträgern in der britischen Administration, dem wissenschaftlichen Personal diverser Fachgebiete und mit einschlägigen (auch mit geheimdienstlichen) Erfahrungen aus seiner Zeit als Botschafter in Usbekistan hat in bester kriminalistischer Manier, gestützt auf einschlägige Expertise aus der Organischen Chemie und der Nervenkampfstoff- Herstellung, in seinem Beitrag m.E. die zentrale Schwachstelle der Novitschok-Story Großbritanniens und seiner NATO-/EU-Verbündeten getroffen.

Dem Text folgend referiere ich einige zentrale Fakten, Überlegungen, Kritikpunkte.

1.
Daniel COLLUM, Professor für Organische Chemie an der Cornell-Universität, teilte Murray heute Nacht (3:03 AM) per Tweet mit, dass die höheren Semester des Chemiestudiums durchaus in der Lage seien, Kampfstoffe der Novitschok-Klasse herzustellen. Dies könnten die Fachkollegen/-innen der Organischen Chemie bestätigen, würden sie denn gefragt (was Regierung und Medien tunlichst vermeiden).

2.
Die britischen Medien sind in letzter Zeit von den Geheimdiensten + deren „Quellen“ gebrieft worden, die Regierung sei im Besitz eines geheimen Handbuchs Russlands für das Trainieren von Attentaten. Dort werde im Einzelnen ausgeführt, wie man Türgriffe (knobs) mit Nervenkampfstoffen/-giften kontaminiert. Ein nach dieser Anleitung „platzierter“ Nervenkampfstoff sei am Griff der Haustüre des Skripalschen Anwesens gefunden worden und „… dies waren die Fakten, welche die Verbündeten Großbritanniens überzeugten, dass nur Russland als Täter in Frage kommt.“ (zit.a./übers. Daily Mirror, https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/spy-manual- reveals-russian-agents-12284582 )

Daraus ergeben sich für Murray zwei Fragen:

  1. a.) Wie glaubwürdig ist es, dass die Skripals über den Türgriff ihrer Haustüre mit einem Nervenkampfstoff (der Novitschok-Klasse) vergiftet wurden?
  2. b.) Wie glaubwürdig ist es, dass die britische Regierung im Besitz eines geheimen russischen Trainings-Handbuchs für Attentate mit Novitschok- Kampfstoffen ist?

Es folgen die Infos/Überlegungen/Einwände Murrays zu Frage a.):

a.1) Die britische Regierung wies alle Personen, die mit dem Kampfstoff an der Haustüre bei Skripals in Kontakt gekommen sein könnten, an, ihre Kleider zu waschen und andere Oberflächen mit warmem Wasser oder Feuchttüchern abzuwaschen/-wischen.

Daraus leitet sich weitere Fragen ab: Wenn es sich also um eine abwaschbare Substanz gehandelt hat, weshalb wurde diese auf dem Außentürgriff der Haustüre angebracht – an einem Tag, wo es in Salisbury längere Zeit heftig regnete?

Und: Kann jemand das Szenarium erklären, wie beide Skripals zusammen den Haustürgriff beim Hinausgehen und Schließen der Türe berühren; und weiter: weshalb kontaminierte sich nicht die Ärztin, welche sich bei nahem körperlichen Kontakt intensiv um die Vergifteten kümmerte?

a.2) Der zentrale Einwand ist jedoch, dass die Nervenkampfstoffe der Novitschok-Klasse sofort wirken. Es gibt keinen Nervenkampfstoff mit verzögerter / aufgeschobener Wirkung. Nicht umsonst wies Theresa May darauf hin, dass das bei den Skripals verwendete Nervengift zehnmal giftiger ist als das im Chemie- Kampfstoff-Labor von Porton Down entwickelte Nervengift VX, das den Bruder von Kim Jong-un in 15 Minuten tötete.

Bei den Skripals jedoch wirkte der Nervenkampfstoff erst nach vollen drei Stunden (!). Und nicht nur das. Die Skripals waren in der Lage Auto zu fahren, in einem Shopping-Center herumzuspazieren, ein Pub aufzusuchen und – unglaublich – ihr Zentralnervensystem war in solch guter Verfassung und ihr Verdauungsapparat so intakt, dass sie sich an den Tisch setzen und ein komplettes Menü zu sich nehmen konnten.

Und danach sollen die beiden, trotz ihres stark unterschiedlichen Körpergewichts, gleichzeitig von dem Nervenkampfstoff niedergestreckt worden sein, der nach dreistündiger Inaktivität plötzlich – ohne Vorwarnung – tödlich zuschlug.

F a z i t: Hier liegt eine absolut unglaubwürdige Geschichte vor. Militärische Nervenkampfstoffe sind Waffen auf dem Schlachtfeld und halten den Gegner nicht stundenlang voll kampf-/einsatzfähig.

Unter Bezugnahme auf einen Artikel im „Scientific American“ vom 9. März 2018 (2) wären bei den Skripals nach Kontakt (Haustürgriff) mit dem Nervenkampfstoff folgende Wirkungen eingetreten, bevor sie nur ihr Auto erreicht hätten:

Nervenkampfstoffe sind flüchtig und ihre Konzentration bei normaler Raumtemperatur ist tödlich. Die Symptome der Vergiftung treten rasch auf: Brustenge, Atembeschwerden, Ersticken; begleitende Symptome sind (blutiges) Erbrechen, massive Inkontinenz.

Anmerkungen:

(1) Am 17. März 2018 haben wir (Stephan Best, Martin Zeis) auf dieser Liste einen längeren Aufsatz „Eskalation in die Nowitschok-Falle“ gepostet. Der Beitrag ist unter folgender URL abrufbar: https://steven25.com/2018/03/17/eskalation-in-die-nowitschok-falle/

(2) Simon COTTON: Nerve Agents: What Are They and How Do They Work?; URL: https://www.scientificamerican.com/article/nerve-agents-what-are-they-and-how-do-they-work/

Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien

27.03.2017 Jens Wernicke

Quelle Nachdenkseiten: Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien

Furchtbar, diese Häretiker! Sie kritisieren einfach die bestehenden Verhältnisse, insistieren auf deren Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Damit treten sie jenen auf die Füße, die nicht gewohnt sind, dass man sie infrage stellt. Der Politik, der NATO, der allgegenwärtigen neoliberalen Ideologie und ihren Apologeten. Einer, der sich nicht verbiegen lässt, sondern sagt, was er erkannt hat und für die Wahrheit hält, ist der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, der zurzeit massiven Anfeindungen seitens der journalistischen Zunft ausgesetzt ist. Jens Wernicke sprach mit ihm zur Rolle der Medien im Kampf um die Wahrheit und eine bessere Welt.

KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer („Feindbild Russland“) | KenFM.de

03.November 2016

„Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.“ – George Orwell. […]

Quelle: KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer („Feindbild Russland“) | KenFM.de

VAROUFAKIS-Interview, Zeitmagazin, 30.07.2015 – »ICH WURDE ALS GEFÄHRLICHER DUMMKOPF D ARGESTELLT«

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis – martin.zeis

»ICH WURDE ALS GEFÄHRLICHER DUMMKOPF DARGESTELLT«
Wie ist das, wenn man ganz Europa gegen sich aufgebracht hat?

Ein Gespräch mit dem ehemaligen griechischen Finanzminister
Yanis Varoufakis

Im Anhang findet ihr die e-paper-Fassung des im heutigen Zeit-Magazins erschienenen Interviews. Im Folgenden dokumentieren wir wenige Auszüge des sechsseitigen Textes. Parallel erschien im heutigen Stern ein Interview von Arno LUIK mit Varoufakis, das zusätzliche, spezielle Einzelheiten enthält und vor allem ein Bild aus der Eurogruppe unmittelbar nach dem „mentalen Warterboarding“ von Tsipras abdruckt, auf dem Schäuble, Djisselbloem und der estländische Finanzminister Sester ihren „Sieg“ mit brüllendem Gelächter feiern (stern 43/2015, S.43).

Ein Hinweis an Zeitgenossen im Web aus Wien, Montreal und anderswo, welche unsere Recherche/Dokumentation/Eigentexte unter Wegschneiden des Absenders/Verfassers, z.T. des Kommentars/der Einordnung/weiterführender Quellenlisten, weiterverbreiten: Unter journalistisch redlich arbeitenden Leuten im Netz ist es Usus, den/die Namen der Postenden/der Quelle aufzuführen.

Herr Varoufakis, haben Sie Spaß daran, zu provozieren?

Nein, ich bin kein Provokateur. Aber ich liebe es, Diskussionen zu führen.

Sie haben die europäische Sparpolitik gegenüber Griechenland als »finanzielles Waterboarding« und »Terrorismus« bezeichnet.

Manche mögen das als provokativ empfinden. Das ist aber eine akkurate Beschreibung der Wirklichkeit. Die CIA hat Waterboarding bei Verhören angewendet, um ihre Opfer gefügig zu machen. Erst kurz vor dem Ersticken ließ man sie wieder Luft holen. Das ist eine nahezu perfekte Beschreibung für die Politik der Troika in meinem Land seit fünf Jahren. Man gibt uns gerade so viel Geld, dass wir nicht pleitegehen, aber nie genug, um wirklich überleben zu können. Die Wahrheit zu sagen ist keine Provokation.

Das heißt, die anderen Politiker lügen, wenn sie sagen, dass Griechenland vor allem selbst schuld an seiner Lage sei?

Das können Sie so sagen. Ich will das lieber nicht weiter kommentieren. Als ich in die Politik gegangen bin, habe ich mir geschworen: Wenn ich anfange, wie ein Politiker zu denken, trete ich zurück. Ich werde mich nicht um meiner politischen Karriere willen verbiegen. Wenn die Wahrheit zu sagen bedeutet, dass ich aus der Regierung fliege oder aus dem Parlament geworfen werde oder ins Gefängnis gehen muss, dann ist das so.

Sie übertreiben. Außerdem gibt es in der Griechenlandkrise erstaunlich viele Wahrheiten.
Ich sage auch nicht, dass ich in jedem Fall recht habe. Ich war immer bereit, in den Verhandlungen über nötige Reformen einerseits und nötige Hilfspakete andererseits Kompromisse zu schließen.

Sie haben einmal gesagt, in Ihrer Zeit als Finanzminister seien Ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt worden. Wie haben Sie sich die Welt der Politik denn vorgestellt?

Ich habe nicht erwartet, dass die Treffen mit den anderen europäischen Finanzministern freundlich verlaufen werden. Aber ich habe geglaubt, dass wir am Ende einen Kompromiss finden, den beide Seiten akzeptieren können. So war es aber nicht.

Warum nicht?

Europa verleugnet seit 2008 die wahren Ursachen der griechischen Krise. Es ist wie in dem Shakespeare-Drama Macbeth: Ein Verbrechen führt zum nächsten Verbre- chen, eine Lüge führt zur nächsten Lüge. Wir haben jetzt schon viel zu hohe Schulden und sollen trotzdem neue Kredite aufnehmen. So etwas kann ich nicht unterstützen. Ich darf doch kein Geld annehmen, wenn ich weiß, dass ich es nie zu- rückzahlen kann.

Warum, glauben Sie, hat man es Ihnen dann vorgeschlagen?

Da müssen Sie die anderen europäischen Finanzminister fragen. Wir haben uns entschieden, unser Volk in einem Referendum darüber abstimmen zu lassen. Darüber haben sich die anderen Minister furchtbar aufgeregt. Einer von ihnen, einer von den Schlaueren, ich werde seinen Namen hier nicht nennen, sagte etwas Bemerkenswertes: Yanis, ich kann nicht glauben, dass du vorhast, über eine derart komplizierte Angelegenheit das griechische Volk entscheiden zu lassen. In diesem Moment dachte ich: Oh mein Gott! Jetzt wird die Demokratie abgeschafft. Das Recht auf politische Mitbestimmung gilt unabhängig davon, wie klug oder wie gut infor- miert jemand ist.

(…)

VAROUFAKIS-Interview-ZM150730.pdf

Zukunftswerkstatt Griechenland | Telepolis

Zukunftswerkstatt Griechenland | Telepolis.

Zukunftswerkstatt Griechenland

Gabriela Simon 26.07.2015

Im Konflikt mit der griechischen Regierung testete die Eurogruppe ihre Strategie des Finanzkriegs und kreierte das EU-Modell einer kontrollierten Demokratie

Vor etwa vier Jahren nahm die europäische Öffentlichkeit entsetzt zur Kenntnis, in welchem Ausmaß die Finanzmärkte das Handeln demokratischer Regierungen beeinflussen. Damals war viel davon die Rede, dass Finanzmarktakteure die Regierungen der Eurozone vor sich her trieben. Inzwischen ist der Finanzkrieg auf einer anderen Ebene angekommen. Menschen verschiedener europäischer Länder lassen sich gegeneinander aufhetzen. Deutsche Steuerzahler gegen griechische Rentner und Arbeitslose. Die Treibjagd wird von europäischen Politikern selbst veranstaltet – gegen eine demokratische Regierung eines europäischen Landes, die nicht bereit war, die Kosten der von den Finanzmärkten verursachten Krise noch länger auf den Rücken der einfachen Leute abzuladen. Dabei gibt es längst ein für Schuldnerländer und Steuerzahler gleichermaßen geniales Lösungskonzept.(…)

Mega-Fake oder Meta-Fake? Böhmermann: Ich montierte den Finger

n-tv — Donnerstag, 19. März 2015
Mega-Fake oder Meta-Fake?
Böhmermann: Ich montierte den Finger
Von Hubertus Volmer
Tagelang diskutiert die Republik über den Mittelfinger des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis. Jetzt verkündet Moderator Jan Böhmermann, seine Redaktion habe den Finger in das Video montiert.
Wenn die Sache stimmt, ist es der Fake des Jahres – mindestens. ZDF-Moderator Jan Böhmermann hat in seiner Show „Neo Magazin Royale“ erklärt, sein Team habe das Stinkefinger-Video * des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis manipuliert. Demnach hatte Varoufakis recht: Er hat Deutschland nicht den Finger gezeigt.
Varoufakis war am Sonntag von Günther Jauch in dessen Talkshow mit dem Video konfrontiert worden. Es zeigt den Wirtschaftswissenschaftler im Jahr 2013 auf einem Kongress in Zagreb. Er erklärt dem Publikum, Griechenland hätte 2010 innerhalb der Eurozone pleitegehen sollen. Dazu sagt er, das Land hätte „Deutschland den Finger zeigen“ sollen.
Nach Böhmermanns Darstellung enthält das Original-Video die obszöne Geste nicht, sie wurde erst hineinmontiert – genau das hatte Varoufakis bei Jauch gesagt. Nur: Niemand glaubte ihm. Die ARD veröffentlichte eine Erklärung, in der es hieß, die Redaktion der Talksendung habe das Video von „verschiedenen Medienexperten und Netzanalysten“ analysieren lassen. Die Experten seien sich einig, dass Varoufakis‘ Vorwurf der Fälschung nicht zutreffe.
In vielen Kommentaren war Varoufakis in deutschen Medien vorgeworfen worden, gelogen zu haben – auch n-tv.de berichtete entsprechend … . Ohne den Finger hätte es eine solche Berichterstattung nicht gegeben. Ohne den Finger ist das Video harmlos – auch wenn Varoufakis die Metapher „Finger zeigen“ sprachlich nutzt.
Ein bisschen scheint auch Varoufakis auf den Fake hereingefallen zu sein. Am Tag nach der Jauch-Sendung twitterte er das Video von seinem Vortrag in Zagreb – inklusive Stinkefinger-Szene.
Böhmermann verband sein über Twitter ** und Youtube vorab verbreitetes Geständnis mit einem heftigen Angriff gegen Jauch.
(Anm. m.z.:  das neunminütige Video ist köstlich anzusehen, weil die gesamte Vorgeschichte, die Akteure des Fakes, wie der Finger von einem Schauspieler in tagelangen Fingerübungen zusammen mit Arm und Oberkörper immer wieder so bewegt werden musste, dass diese Aufnahmen in die Originalaufnahmen von Varoufakis auf dem Zagreber Festival 2013 „unauffällig“ einkopiert werden konnten …  hübsch auch die Hilfe der Organisatoren des Zagreber Festivals und ihre Aussagen im Video …)
„Liebe Redaktion von Günther Jauch“, sagt er. „Yanis Varoufakis hat unrecht. Ihr habt das Video nicht gefälscht. Ihr habt einfach nur das Video aus dem Zusammenhang gerissen und einen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Muddi und Vaddi abends nach dem ‚Tatort‘ noch mal schön aufregen können. … Das habt ihr gemacht. Und der Rest ist von uns“, fügt Böhmermann lachend hinzu. In dem Video wird außerdem erklärt, wie die Montage technisch umgesetzt wurde und dass auch die Organisatoren des Zagreber Festivals eingebunden waren.  (…)
Anmerkungen
Varoufakis and the fake finger #varoufake | NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann – ZDFneo —  Video-Clip 09:33 – Veröffentlicht am 18.03.2015; URL: https://www.youtube.com/watch?v=Vx-1LQu6mAE#t=38
From minister of awesome to minister of flawsome? Yanis Varoufakis, the biggest liar since Bill Clinton? Political punch instead of the new Chuck Norris? Pilloried by german talkshow host Guenther Jauch, but is everything as it seems? Really?
Vom Minister of Awesomeness zu Minister Stinkefinger? Yanis Varoufakis, der größte Lügner seit Bill Clinton? Peinlicher Politkasper statt der neue Chuck Norris? Von Günther Jauch öffentlich an den Pranger gestellt, aber ist es wirklich so, wie es scheint?
Από Υπουργός Τελειότητας, Υπουργός Μεσαίου Δακτύλου; Γιάνης Βαρουφάκης, ο μεγαλύτερος ψεύτης μετά τον Μπιλ Κλίντον; Πολιτικός καραγκιόζης αντί νέος Τσακ Νόρις; Διασύρθηκε από τον Γκίντερ Γιάουχ ή μήπως τα φαινόμενα απατούν;

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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange NEWS
martin.zeis@gmxpro.net

Stinkefinger-Gate – wie sich Günther Jauch und BILD bis auf die Knochen blamierten

Jens Wernicke
Jens Wernicke 19. März 10:10
Stinkefinger-Gate – wie sich Günther Jauch und BILD bis auf die Knochen blamierten

Wer am letzten Sonntag die Sendung von Günther Jauch gesehen hat, kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Wichtigster Gast war per Fernschalte aus Athen der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. In einem Einspieler präsentierte das Team von Günther Jauch dem Publikum dann (Minute 26:00) eine Szene, die wohl deutsche Pressegeschichte schreiben wird. Im Video zeigt Varoufakis Deutschland den Stinkefinger. Varoufakis verteidigte sich gleich nach der Einspielung mit der Erklärung, das Video sei manipuliert. Dies prallte jedoch am Talkmaster Jauch ab und verleitete den mitdiskutierenden BILD-Kolumnisten Ernst Elitz sogleich zur Unterstellung, Varoufakis würde es mit der Wahrheit halt nicht so genau nehmen – „ich kann mir nicht vorstellen, dass ich hier in dieser Sendung ein getürktes Bild gezeigt wird“. Die Qualitätspresse hielt zusammen und überschüttete Varoufakis am Wochenbeginn mit Hohn und Spott. So weit, so schlecht – doch nun meldet sich der Urheber des Videos zu Wort: Jan Böhmermann, seines Zeichens Satiriker beim ZDF, gibt zu, dass er den Stinkefinger in das Video montiert hat. Nun stehen Jauch, BILD und die versammelten Qualitätsmedien wie begossene Pudel da. Das geschieht ihnen Recht. Von Jens Berger.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=25461

Dokumente zum Treffen der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt und zur laufenden Querfront-Kampagne (8 Punkte von Albrecht Müller in PDF als Anhang)

  • Dokumente zum Treffen der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt und zur laufenden Querfront-Kampagne (8 Punkte von Albrecht Müller in PDF als Anhang)

            Verantwortlich: Albrecht Müller

Im Vorfeld der Konferenz der Akteure des sogenannten Friedenswinters wurde insbesondere von der TAZ der Versuch gemacht, dieser Gruppe eine Zusammenarbeit mit Rechten zu unterstellen. Hier ist ein herausragendes Beispiel: „Neurechte Friedensbewegung: Tausend Mal berührt. Seit vier Monaten läuft der Friedenswinter, Schulter an Schulter mit der Querfront.
Das Verfahren der TAZ und ihres Redakteurs Christian Jakob ist typisch für diesen Kampagnen-Journalismus. Zur Diffamierung hat man sich das Etikett ausgedacht, die Friedensbewegung sei Teil der sogenannten Querfront, also einer Verbindung von links und rechts. Und dann wird ein Kronzeuge organisiert. Im konkreten Fall ist es ein Patrick Rupprecht. Und für weitere angebliche Belege wird auf frühere Ereignisse zum Beleg zurückgegriffen. Albrecht Müller.

  • https://www.youtube.com/watch?v=y6LG-RzQFHg Mahnwache Berlin 16.03.2015 Teil 03 Ken Jebsen Rede KenFM KenFM.de Potsdamer Platz mahnwachen.info Das scheint die vollständige Rede (in mehreren Teilen auch andere Beiträge zur selben Kundgebung) zu sein!
  • „Ein Versuch, der gescheitert ist“ 13. März 2015 um 20:04 <https://www.facebook.com/notes/monty-sch%C3%A4del/ein-versuch-der-gescheitert-ist/788548637894775> _Organisation _/Wie geht es weiter mit dem Projekt Friedenswinter? Der Aktivist Monty Schädel fordert, dass man sich klar von rechts abgrenzt/ Interview in der taz vom 04.03.2015.
  • Mit dazu gelesen werden sollte auch der Artikel „Tausend Mal berührt“ zum „Friedenswinter 2014/15“ unter: http://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!156325/ <http://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/%21156325/> *taz: Am Wochenende findet in Frankfurt eine große Konferenz der Friedensbewegung statt. Gibt es da Hauen und Stechen?* Monty Schädel
  • Roland Blach DFG-VK :  
    „Ehrlich gesagt bin ich entsetzt über das Interview.“ (mit Reiner Braun; ergänzt StB} – JW)
  • »Ich plädiere für verbale Abrüstung« – junge Welt –  https://www.jungewelt.de/2015/03-18/062.php
    Rote Linien der Friedensbewegung: Streit um Abgrenzung nach rechts spitzt sich zu. Ein Gespräch mit Reiner Braun. jungewelt.de | Von Claudia Wangerin
       Andreas Grünwald  *) kommentierte die teilweise stark emotionalisierte Rede Ken Jebsens wie folgt:
  • „Man darf im Zusammenhang mit der Rede von Ken Jebsen nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Auch ich finde, dass manche Äußerungen von Ken Jebsen in Berlin überzogen waren. Wenn man die ganze Rede hört, die Junge Welt brachte ja nur sehr kleine Ausschnitte, dann bemerkt man aber auch, dass Ken Jebsen sehr wütend war. Wütend über die dauerhaften Angriffe, die zuletzt in den Attacken in der taz mündeten. Wenn man sich ein eigenes Bild machen will, muss man also diese drei Dinge nebeneinander legen.
  • Andreas Grünwald
    Beschlüsse und Dokumente der Konferenz der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt am Main
    Auf nach Berlin!!Beschlüsse und Dokumente der Konferenz der Friedensbewegung am 14. März in Frankfurt am Main / Umstellung dieser Facebook Gruppe
    Nach einem zunächst eher persönlich abgefassten Bericht von der Konferenz am 14. März in Frankfurt / Main, folgt hier nun eine ausführliche Sammlung von Beschlüssen, Referaten und Presseveröffentlichungen zu unserer Konferenz.

    Auf nach Berlin zur großen Demonstration der Friedensbewegung am 10. Mai 2015!

    Vielfältige Aktionen zum Tag der Befreiung: „Nie wieder Faschismus und Krieg“ sind die einigende Herausforderung. Auf der Aktionskonferenz des Friedenswinters, am 14.3.2015 wurde von den etwa 150 Teilnehmenden aus allen Teilen der Bundesrepublik nach einer intensiven, solidarischen, teilweise auch kontroversen Diskussion, einvernehmlich der folgende Beschluss gefasst:

    „Die Aktionskonferenz Friedenswinter am 14. März 2015 unterstützt die vielfältigen dezentralen antifaschistischen und friedenspolitischen Aktivitäten am 8. und 9. Mai 2015 sowie die Demonstration in Berlin, die vom Berliner Aktionsbündnis „70 Jahre Tag der Befreiung“ für den 10. Mai 2015 vorbereitet wird. Die Aktionskonferenz ruft dazu auf, dort, wo es möglich ist, zum 10. Mai 2015 nach Berlin zu mobilisieren und zu kommen. Lasst uns Berlin zu einem eindrucksvollen Abschluss der vielfältigen Aktivitäten um den Jahrestag der Befreiung machen.“

    Weitere Aktionen nach dem 10. Mai 2015

    Unterschiedliche Erfahrungen und Eindrücke prägten die Debatte, Kontroversen wurden nicht vermieden, aber in einer Atmosphäre des Zuhörens und des Versuch, einander zu verstehen, bearbeitet. Wir haben viel mehr gemeinsam als uns trennt und dies in einer von allen als friedenspolitisch ernst und bedrohlich empfundenen Situation. Wir brauchen mehr und größere Aktionen, war der einheitliche Tenor und nur gemeinsam sind wir stark. Dabei ist der Antifaschismus unsere unumstößliche Grundlage, weil nur dieser eine Friedensgrundlage sein kann.

    Weitere Aktionen auch nach den Aktivitäten zum 8./9. Mai sind notwendig. Auch dazu verabschiedete die Aktionskonferenz ein für alle offenes Verfahren zum weiteren Vorgehen:

    „Initiativen und Organisationen werden aufgefordert, Überlegungen, Ideen, Vorschläge, Hinweise, Kreationen für weitere dringend notwendige Aktionen der Friedensbewegung zu entwickeln und vorzuschlagen. Diese werden gesammelt und auf einer Friedensversammlung im Juni/Juli diskutiert und bei Konsens bzw. breiter Unterstützung auch beschlossen. Zur Planung der Ideenbörse und weiterer Schritte beschließt die Aktionskonferenz die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Intensiv bemüht werden soll sich auch, weitere Kräfte aus der Friedensbewegung für ein gemeinsames Handeln zu gewinnen.“

    Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden!

    Frankfurt am Main, 14. März 2015

    M A T E R I A L

    1. Referate

    Die folgende PDF Datei wurde von Jens Wernicke zur Veröffentlichung auf dem Nachrichten-Blog „NachDenkSeiten“ zusammengetragen.
    Sie enthält die vier Referate die zu Beginn der Konferenz gehalten wurden und zudem den ersten Diskussionsbeitrag in der Generaldebatte:

    http://data9.blog.de/media/902/8465902_5ba1c589e3_d.pdf

    2. Presseberichte

    Vor der Konferenz:

    Interview mit Reiner Braun in der Frankfurter Rundschau:
    http://www.berliner-zeitung.de/…/interview-mit-aktivist-rei…

    Interview mit Pedram Shahyar für den Info-Blog Bohemien:
    http://le-bohemien.net/…/pedram-shahyar-du-hast-deinen-ruf…/

    Interview mit Monty Schädel in der taz:
    http://www.taz.de/Zukunft-der-Friedensbewegung/!156414/

    Artikel in der taz vor der Konferenz:
    http://www.taz.de/!156325/

    (Das Interview von Monty und der Artikel bildeten in der taz eine Themenseite)

    Nach der Konferenz:

    Bericht im Neuen Deutschland (ein sehr positiver und sehr konstruktiver Bericht – leider aber zur Zeit /17.03.2015/ nur für Abonnenten zugänglich. Gibt sich aber meist nach ein paar Tagen):
    https://www.neues-deutschland.de/…/964939.dienstweg-zur-kor…

    Interview mit Reiner Braun in der Berliner Zeitung (wurde auch im Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht):
    http://www.berliner-zeitung.de/…/interview-mit-aktivist-rei…

    Zusammenfassender guter Bericht auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=25429#more-25429

    3. Neugestaltung dieser Diskussionsgruppe bei Facebook

    Um den Anforderungen für eine wirksame aktionsorientierte Friedensbewegung besser entsprechen zu können, soll diese Facebook Gruppe bis zum 24. März 2015 umgestaltet werden.

    (…)
    (Hervorhebungen von mir, StB)

  • *) Andreas GRÜNWALD ist Admin der Facebook-Gruppe ‚FRIEDENSWINTER 2014/2015‘.
  • Friedenswinter 2014 / 2015 – Auf Initiative der „Kooperation für den Frieden“ wurde auf einer Konferenz der Friedensbewegung am 11. Oktober 2014 ein Aktionskonzept beschlossen:– Eine gemeinsame Aktionswoche für den Frieden in ganz Deutschland, die vom 08. bis zum 13. Dezember stattfinden wird. Diese mündet in fünf regionalen Großdemonstrationen, die am 13. Dezember in Berlin, Hamburg, München, Leipzig und im Ruhrgebiet stattfinden werden.
    – Demonstrationen und Aktionstage Ende Februar aus Anlass der in München stattfindenden „Sicherheitskonferenz“.
    – Die gemeinsame Gestaltung der Ostermärsche 2015.
    – Eine bundesweite Großdemonstration aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus Anfang Mai 2015 in Berlin.

    Diese Gruppe dient dazu, diese Aktionen gemeinsam vorzubereiten, umzusetzen, auszugestalten.
    Auf Facebook zählt die Gruppe 1252 Mitglieder (Stand 18. März.)

Beste Grüße
Stephan Best

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Stephan Best sbest@gmx.net
blog: steven25.wordpress.com
global crisis- / global change NEWS
phone: 01781-705671

MH17-Abschuss: Niederlande weisen ukrainische Berichte über Schuld Russlands zurück – See more at: http://europaobjektiv.com/nachrichten/nachrichten_753.html#sthash.s6z9uJtg.dpuf

Panorama

14:23 05.03.2015(aktualisiert 14:44 05.03.2015)
Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt (282)
178582676

Die niederländische Staatsanwaltschaft hat ukrainische Medienberichte als falsch zurückgewiesen, laut denen die Ermittler Russland für den Abschuss der Verkehrsmaschine MH17 über der Ost-Ukraine verantwortlich gemacht hätten.

Ukrainische Medien hatten berichtet, dass die internationaleErmittlungskommission, die den MH17-Absturz vom Juli  2014 untersuchen, festgestellt hätten, dass die Maschine der Malaysia Airlines mit einem Flugabwehr-System des Typs Buk abgeschossen worden sei, das kurz davor aus Russland in die Ukraine gebracht worden sei.Daraufhin bat der russische TV-Sender RT die niederländische Staatsanwaltschaft um eine offizielle Stellungnahme. Die Behörde wies die ukrainischen Berichte als falsch zurück. „Ich kann mit Sicherheit sagen, dass sie falsch liegen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wim de Bruin. „Wir ermitteln weiter zu den Umständen des Absturzes und können vorerst noch keine Schlüsse ziehen.“