Pepe ESCOBAR Why Russia is driving the West crazy

Why Russia is driving the West crazy

11778 Views February 10, 2021 85 Comments

by Pepe Escobar with permission and first posted on Asia Times

Future historians may register it as the day when usually unflappable Russian Foreign Minister Sergey Lavrov decided he had had enough:

We are getting used to the fact that the European Union are trying to impose unilateral restrictions, illegitimate restrictions and we proceed from the assumption at this stage that the European Union is an unreliable partner.

Josep Borrell, the EU foreign policy chief, on an official visit to Moscow, had to take it on the chin.

Lavrov, always the perfect gentleman, added, “I hope that the strategic review that will take place soon will focus on the key interests of the European Union and that these talks will help to make our contacts more constructive.”

He was referring to the EU heads of state and government’s summit at the European Council next month, where they will discuss Russia. Lavrov harbors no illusions the “unreliable partners” will behave like adults.

Yet something immensely intriguing can be found in Lavrov’s opening remarks in his meeting with Borrell: “The main problem we all face is the lack of normalcy in relations between Russia and the European Union – the two largest players in the Eurasian space. It is an unhealthy situation, which does not benefit anyone.”

The two largest players in the Eurasian space (italics mine). Let that sink in. We’ll be back to it in a moment.

As it stands, the EU seems irretrievably addicted to worsening the “unhealthy situation”. European Commission head Ursula von der Leyen memorably botched the Brussels vaccine game. Essentially, she sent Borrell to Moscow to ask for licensing rights for European firms to produce the Sputnik V vaccine – which will soon be approved by the EU.

And yet Eurocrats prefer to dabble in hysteria, promoting the antics of NATO asset and convicted fraudster Navalny – the Russian Guaido.

Meanwhile, on the other side of the Atlantic, under the cover of “strategic deterrence”, the head of the US STRATCOM, Admiral Charles Richard, casually let it slip that “there is a real possibility that a regional crisis with Russia or China could escalate quickly to a conflict involving nuclear weapons, if they perceived a conventional loss would threaten the regime or state.” (…)

Why Russia is driving the West crazy

Full document you will read here (PDF):

Mathias BROECKERS: Herzland, Weltinsel und die “Novichok”-Saga, 07.04.2018

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis 18.04.2018. 19:00
martin.zeis@gmxpro.net

In einem seiner letzten Blogeinträge „Herzland, Weltinsel und die “Novichok”-Saga“ hat Mathias Bröckers zum wiederholten Mal auf die große geopolitische Konzeption hingewiesen, die in letzter Konsequenz den Aktionen Großbritanniens und der USA seit Anfang des 20. Jahrhunderts zugrunde liegt: die geopolitische „Heartland“-Theorie des britischen Geographen und Direktors der „London School of Economics“ Mackinder.

„Wer dieses Herzland, das Zentrum des eurasischen Kontinents beherrscht, beherrscht die Welt, so Mackinders These, und da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, wäre das auf seiner Seeherrschaft beruhende britische Weltreich chancenlos, vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. »Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt.«, brachte Mackinder seine Theorie 1919 auf den Punkt, nachdem er zuvor noch erfolglos versucht hatte, die Weiße Armee des Zaren gegen die von Deutschland finanzierten Bolschewiken Lenins aufzurüsten.“

Es geht verstärkt nach der Auflösung der Sowjetunion „noch immer um das Heartland (..), um Mackinders “Weltinsel”, die auf keinen Fall zusammen wachsen darf: mit der globalen Dominanz des anglo-amerikanischen Imperiums hat es ein Ende, wenn auf der Achse Paris – Berlin – Moskau – Peking Friede, Handel und Wandel ausbricht.

Dies mit Nadelstichen, Konfrontationen und Krieg zu verhindern steht nach wie vor auf der Agenda des Imperiums – und bildet auch den logischen Hintergrund von scheinbar irrsinnigen Operationen wie dieser ganzen “Novichok”-Saga …“

Herzland, Weltinsel und die “Novichok”-Saga

Posted on 07/04/2018 by Mathias Broeckers

Wer die “Pivot Area”, den Drehpunkt beherrscht, beherrscht die Welt

In der aktuellen Ausgabe von “Lettre International” (No.120/Frühjahr 2018) ist erstmals auf Deutsch der Aufsatz „Der geographische Drehpunkt der Geschichte“ erschienen, den der britische Geograph und Direktor der “London School of Economics” 1904 veröffentlichte, der Schlüsseltext seiner geopolitischen “Heartland”-Theorie. Wer dieses Herzland, das Zentrum des eurasischen Kontinents beherrscht, beherrscht die Welt, so Mackinders These, und da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, wäre das auf seiner Seeherrschaft beruhende britische Weltreich chancenlos, vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. »Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt.«, brachte Mackinder seine Theorie 1919 auf den Punkt, nachdem er zuvor noch erfolglos versucht hatte, die Weiße Armee des Zaren gegen die von Deutschland finanzierten Bolschewiken Lenins aufzurüsten.

In “Wir sind die Guten” habe ich ausführlich über die Bedeutung dieses Grundlagentextes der westlichen Geopolitik und die Linien geschrieben, die sich von dort aus über Hitlers Geostrategen Karl Haushofer zu Zbiginew “Zbig To Jail” Brzezinski und die aktuelle Politik des US-Imperiums ziehen, das pünktlich 110 Jahre nach Mackinders Vortrag – und nicht zufällig an einem zentralen Achsenpunkt des “Heartlands” – einen Putsch in der Ukraine inszenierte. Über die Aktualität Mackinders schreibt in “Lettre” jetzt auch der Historiker Alfred McCoy, dessen eminentes Grundlagenwerk “Die CIA und das Heroin -Weltpolitik durch Drogenhandel” für ein Verständnis der aktuellen internationalen Konflikte und Kriege unverzichtbar ist. Ebenso wie eine Kenntnis der Generalstrategie im “Great Game”, die auf Mackinder zurückgeht und im geopolitischen Match auf dem “eurasischen Schachbrett” (Brzezinski) nach wie vor auf der Agenda steht.

Auf diesem Hintergrund kann man dann auch den ganzen Irrsinn der Tagesnachrichten ein wenig besser verstehen, etwa warum aus Afghanistan immer neue Produktionsrekorde für Opium und Heroin gemeldet werden, während in USA Tausende an dieser Überproduktion krepieren; oder warum eine Gas-Pipeline zwischen Russland und Deutschland (Nord Stream 2) ein “Problem” darstellen soll, während der ökonomische und ökologische Hochgrad-Schwachsinn, Fracking-Gas mit Riesentankern von Amerika nach Europa zu schippern, von der EU gefördert wird. Oder warum Polen sich von den USA für irrsinige Milliarden “Patriot”-Luftabwehr andrehen lässt, die “gegen die Russen” und ihre neuen Hyperschall-Raketen sowieso keine Chance haben. (…).

vollständiger Text abrufbar unter: https://www.broeckers.com/2018/04/07/herzland-weltinsel-und-die-novichok-saga

Anmerkung m.z.: Die seit 2013 öffentlich erklärte und zunehmend reale Konturen annehmende eurasische Entwicklungsstrategie/-Politik Chinas in engem Verbund mit Russland über Eisenbahnschnellverbindungen, Wirtschaftskorridore, Öl-/Gas-Pipelines, Seeverbindungen (auch über die arktische Nord-Ost-Passage) ganz Asien mit Europa eng zu vernetzen (Seidenstraßenprojekte zu Land und zu Wasser – OBOR – One Road – One Belt) zeigt an, dass die Eliten dieser Länder nach über einem Jahrhundert der Kriege, Spaltungen und Zerwürfnisse den Kern von Mackinders Weltbeherrschungs-Theorie verstanden haben und deshalb fortgesetzt auf immer erbitterteren Widerstand (militärisch, finanztechnisch, handelspolitisch) des Imperiums stoßen.

In einem kürzlich erschienenen Buch von Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron „Die Chinesen – Psychogramm einer Weltmacht“ (Econ – Berlin 2018) schreiben die Autoren im Schlusskapitel „Konvergenz, Koexistenz oder Kampf der Kulturen?“ an die europäischen Eliten gerichtet u.a.:

„Besonders seit Trumps Amtsantritt sind in den USA Kräfte auf dem Vormarsch, die Peking wie einst Moskau niederringen und den endgültigen Sieg als Vormacht des westlichen Lagers und dominierende Weltmacht errichten wollen. ‚,Ich möchte’’ so der ehemalige Präsidentenberater Bannon gegenüber dem Economist, ,,dass die Welt in 100 Jahren zurückschaut und sagt, Chinas merkantilistisches, konfuzianisches System hat verloren. Der liberale jüdisch-christliche Westen hat gewonnen.“

Von Europa, insbesondere Deutschland verlangen die Autoren eine der Ostpoltik unter Brandt entsprechende Fernostpolitik, deren Ziel es sein müsse, „den geopolitischen Konflikt zwischen Peking und Washington zu entschärfen und zu verhindern, dass die Thukydides-Falle * zuschnappt oder es auch nur zu einem offenen Handelskrieg bzw. neuen Kalten Krieg kommt. Europa darf bei dem Ringen um die Weltordnung der Zukunft nicht an der Außenlinie verharren und dessen Ausgang abwarten, sondern muss Partei ergreifen. Partei für eine wahrhaft multipolare Ordnung: kein US-Monopol mehr, kein neues China-Monopol, auch kein Duopol von China und den USA, sondern eine Ordnung, die global für mehr Mitbestimmung, Wettbewerb und Gerechtigkeit sorgt und in der auch Deutschland und Europa weiter einen wichtigen Platz einnehmen.“ (Baron, a.a.O., S. 419 – 421)

* In Anlehnung an den „Peloponnesischen Krieg, in dem das um seine Vormachtstellung fürchtende Sparta im Altertum das aufsteigende Athen zerstörte und ganz Griechenland ruinierte. „Was den Krieg unvermeidlich machte, war der Aufstieg Athens und die Angst, die das in Sparta hervorrief“, so der griechische Geschichtsschreiber Thukydides. Diese Konstellation wird daher als „Thukydides-Falle“ bezeichnet. (vgl. Baron, a.a.o., S 12 ff)

Geopolitics, Globalization and World Order

Quelle: Geopolitics, Globalization and World Order

Geopolitics, Globalization and World Order

Understanding the objectives and logic that accompany the expansion of nations or empires is always of paramount importance in helping one draw lessons for the future

In this series of four articles I intend to lay a very detailed but easily understandable foundation for describing the mechanisms that drive great powers. To succeed, one must analyze the geopolitical theories that over more than a century have contributed to shaping the relationship between Washington and other world powers. Secondly, it is important to expound on how Washington’s main geopolitical opponents (China, Russia and Iran) have over the years been arranging a way to put a stop to the intrusive and overbearing actions of Washington. Finally, it is important to take note of the possibly significant changes in American foreign policy doctrine that have been occurring over the last twenty years, especially how the new Trump administration intends to change course by redefining priorities and objectives. (…) To be continued

The Next Empire Jeff THOMAS, USA/ Will China Establish Eurasian Empire 3.0?

Ways of looking at the geopolitical Shift
— both articles are attached (pdf-file) —

I.
zerohedge, March 02, 2015 – http://www.zerohedge.com/news/2015-03-02/next-empire

The Next Empire zerohedge-The-Next-Empire150303
Jeff THOMAS, USA

Throughout history, political, financial, and military leaders have sought to create empires. Westerners often think of ancient Rome as the first empire. Later, other empires formed for a time. Spain became an empire, courtesy of its Armada, its conquest of the New World, and the gold and silver extracted from the West. Great Britain owned the 19th century but lost its empire due largely to costly wars. The US took over in the 20th century and, like Rome, rose as a republic, with minimal central control, but is now crumbling under its own governmental weight.

Invariably, the last people to understand the collapse of an empire are those who live within it. As a British subject, I remember my younger years, when, even though the British Empire was well and truly over, many of my fellow Brits were still behaving in a pompous manner as though British “superiority” still existed. Not so, today. (You can only pretend for so long.)
But this does suggest that those who live within the present empire—the US—will be the last to truly understand that the game is all but over. Americans seem to be hopeful that the dramatic decline is a temporary setback from which they will rebound.

Not likely. Historically, once an empire has been shot from its perch, it’s replaced by a rising power—one that’s more productive and more forward thinking in every way. Yet the US is hanging on tenaciously, and like any dying empire, its leaders are becoming increasingly ruthless, both at home and abroad, hoping to keep up appearances. (…)

II.
http://thediplomat.com/2015/02/mackinder-revisited-will-china-establish-eurasian-empire-3-0

Mackinder Revisited:
China has emerged as a new contender for control over Mackinder’s “Heartland.”
Artyom LUKIN *, Russia

In 1904 the founder of geopolitics Sir Halford Mackinder famously pronounced the end of “the Columbian epoch” – that of the dominance of the Western sea power – and the advent of the age of land power, in which the Heartland of Eurasia, or “the pivot area,” would hold the key to the world domination. The pivot area largely corresponded to the territory of the then Russian Empire – occupying central and northern Eurasia.

Mackinder’s main concern was that a rapidly industrializing and expansionist Tsarist Russia could successfully challenge the West’s sea-power-based primacy, taking advantage of the Heartland’s geostrategic centrality and harnessing the huge potentialities of Inner Eurasia’s vast landmass. In actuality, Russia was never able to pull off such a feat – neither under the Tsar, nor in its Soviet reincarnation. It seems even less capable of achieving it now, being reduced to a rump of its former imperial glory and struggling with a shaky economy.

Nevertheless, it may be a little bit too early to write off Mackinder’s prophecies. For there has emerged another contender for the control over the Heartland: China. Although Beijing is making inroads in places as far away as Africa and Latin America, its main game is in Eurasia. We can only guess if Chinese leaders have read Mackinder, but the strategies they are pursuing are more or less in line with the British geographer’s theory.

For one thing, Beijing is aggressively seeking to (re)create the Silk Road that is envisioned as Eurasia’s superhighway – running through the Heartland and reliably linking China with other parts of the continent, such as Europe, the Middle East, Southeast and South Asia. In order to fund this grand design, new financial institutions are being created by China like the Asian Infrastructure Investment Bank and the Silk Road Fund.

In the new Silk Road, railways will play the key role. China is rapidly expanding its own railway network and has become the world’s leader in building high-speed lines, while also expanding into neighboring countries. Central Asia has so far been the main target of this multi-billion dollar push to upgrade and construct rail lines, roads, pipelines and other infrastructure. Another possible trunk of the twenty-first-century Silk Road will run from China further north. One section of it, a planned high-speed railway stretching some 7,000 kilometers, will connect Moscow and Beijing, cutting the travel time between the two cities from the current six or more days to about 33 hours. (…) LUKIN-Mackinder-Revisited150207

* Artyom Lukin is associate professor at the School of Regional and International Studies, Far Eastern Federal University, Vladivostok, Russia.

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Martin Zeis
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