Michael Gorbatschow: Der Ausnahmepolitiker und die mutwillig verspielten Chancen für eine friedlichere Welt

Michail Gorbatschow: Der Ausnahmepolitiker und die mutwillig verspielten Chancen für eine friedlichere Welt

01. September 2022 Autor: Leo Ensel – übernommen von GlobalBridge

01. September 2022

Michail Gorbatschow war kein „tragischer Held“, wie es nun in den Nachrufen aller Orten wieder tönt. Das Erbe seines epochalen Neuen Denkens wurde verspielt. Von den Politikern in West und Ost. Aber auch von einer friedenspolitisch weitestgehend apathischen Öffentlichkeit.

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SCOTT RITTER: Manchmal hat die Menschlichkeit recht

Quelle: https://consortiumnews.com/2022/08/15/scott-ritter-sometimes-humanity-gets-it-right/

consortiumnews.com

SCOTT RITTER: Manchmal hat die Menschlichkeit recht

15.08.2022

35-44 Minuten

Abrüstung in der Zeit der Perestroika beleuchtet den entscheidenden Beitrag der US-amerikanisch-sowjetischen Inspektoren zum Abschluss des INF-Vertrags von 1988, der nach einer Periode bilateraler Spannungen in Kraft trat, die man als schwerwiegender bezeichnen könnte als die heutigen.

Inspektoren mit US-Flagge vor der Fabrik in Wotkinsk, Dezember 1988. (Scott Ritter)

Von Scott Ritter

Speziell für Consortium News

Wenn es um die amerikanisch-russische Rüstungskontrolle geht, sollte sich die Geschichte manchmal wiederholen

Präsident Joe Biden forderte Russland kürzlich auf, die Rüstungskontrollverhandlungen wieder aufzunehmen, um den bestehenden New START-Vertrag, der 2026 ausläuft, aufrechtzuerhalten.

Russland reagierte daraufhin mit der Aussetzung aller Inspektionstätigkeiten im Zusammenhang mit New START und erklärte, die Vereinigten Staaten strebten einen einseitigen Vorteil an, indem sie Russland den Zugang zu Inspektionsstätten in den USA verweigerten, während sie von Russland verlangten, dass amerikanische Inspektoren Zugang zu Standorten in Russland erhalten.

Die Rüstungskontrolle, einst der Eckpfeiler der amerikanisch-russischen Beziehungen, scheint auf der Kippe zu stehen, und damit auch die Zukunft des internationalen Friedens und der Sicherheit. Mein neues Buch, Abrüstung in der Zeit der Perestroika: Arms Control and the End of the Soviet Union, liefert einen historischen Präzedenzfall, der Hoffnung macht, dass der derzeitige negative Trend in den Beziehungen zwischen den USA und Russland umgekehrt werden könnte, wenn beide Parteien willens und in der Lage wären, den Geist des am 1. Juli 1988 in Kraft getretenen INF-Vertrags (Intermediate-range Nuclear Forces) wieder aufzugreifen.

Die Geschichte der ersten zwei Jahre der Umsetzung des INF-Vertrags ist das Thema von The Life of Reason: Vernunft im gesunden Menschenverstand“ des amerikanischen Philosophen George Santayana. Darin stellt er fest: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“. Dieser Satz impliziert eindeutig, dass die Geschichte eine Ansammlung menschlicher Fehler ist, die sich aufgrund der menschlichen Natur unweigerlich wiederholen werden, wenn man sich nicht bemüht, die Vergangenheit zu studieren und aus den gemachten Fehlern zu lernen, um ihre Wiederholung zu verhindern. (…)

Maschinelle Übersetzung m. DeepL

Hinweis: Fotos dieser Buchempfehlung sind nur im engl. Original zu sehen

Putin wettert gegen die „schwindende“ Hegemonie des Westens und skizziert Russlands Ziele (TASS)

Wie der russische Präsident feststellte, wird Russland „andere Schritte unternehmen, um eine demokratischere Welt aufzubauen“. Die westlichen Länder …

Putin wettert gegen die „schwindende“ Hegemonie des Westens und skizziert Russlands Ziele (TASS)

Die USA, die Ukraine-Katastrophe und die Zukunft – die lange Sicht

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https://www.veteranstoday.com/2022/07/20/ukraine-the-long-view/


Die USA, die Ukraine-Katastrophe und die Zukunft – die
lange Sicht

Von Kevin Barret
Juli 20, 2022
Am 22. Februar 1946 sandte George Kennan das „Lange Telegramm“ an das
Außenministerium. Es diente der US-Politik während des gesamten Kalten Krieges.
Hier ist ein neues „Langes, langes Telegramm“ des pensionierten USG-Analysten und
gefeierten Whistleblowers der Challenger-Katastrophe Richard Cook. Es ist ein viel
besserer politischer Leitfaden als der von Kennan. (Scrollen Sie ganz nach unten bis zum
Ende des Artikels, um Cooks konkrete politische Vorschläge zu sehen).
Die Berichterstattung der Mainstream-Medien über die Ukraine ist Propaganda ohne Kontext.
Hier ist der fehlende Kontext. Sehr viel davon.
Richard Cook wird diesen Freitag, den 22. Juli, von 20 bis 21 Uhr Eastern in meiner
Radiosendung über diesen Artikel sprechen.


-Kevin Barrett, Redakteur von Veterans Today
Die USA, die Ukraine-Katastrophe und die Zukunft – die lange Sicht
Von Richard C. Cook


Warnung: Dies ist eine lange
Lektüre.

Einleitung
Wir schreiben den Juli 2022, und angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Ukraine stellt
sich natürlich die Frage: Erleben wir gerade den Zusammenbruch der amerikanischen
Außenpolitik? Wenn ganze Nationen ganz oder teilweise kollabieren, ist das normalerweise ein
Zugwrack in Zeitlupe. Aber irgendwann entgleist das ganze Ding und explodiert. Dieser Tag
könnte schon bald kommen.
Dieses Thema wird von vielen unabhängigen Autoren in den alternativen Nachrichtenmedien
erschöpfend und effektiv behandelt, aber es ist leicht, die Bäume mit dem Wald zu
verwechseln. Mein Ziel ist es, den Wald aus der Vogelperspektive zu betrachten. Das wird
natürlich seine Zeit brauchen.
In diesem Artikel möchte ich eine langfristige Perspektive einnehmen, indem ich die
Geschichte der USA Revue passieren lasse und einige der wichtigsten Trends, sowohl
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positive als auch negative, feststelle, die uns dorthin gebracht haben, wo wir heute stehen. Diese Trends sind sozialer, politischer, wirtschaftlicher, historischer und, wenn ich so sagen darf, auch spiritueller Natur. Ich glaube, dieser Rückblick zeigt, dass wir jetzt vor einer Richtungsentscheidung stehen, die ohne weitere Verzögerung getroffen werden muss – ob wir zulassen, dass unsere Nation in einen tiefen Zusammenbruch fällt und oder endlich die Wende zu einer besseren Zukunft einleiten. Ich glaube, es gibt sowohl Grund zur Angst als auch zur Hoffnung.


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Ein persönliches Zeugnis
Ich bin ein persönlicher Zeuge dieser Geschichte. Mein erster amerikanischer Vorfahre aus Europa, John Bliss, kam 1638 als Dissident auf der Flucht vor englischer Religionsverfolgung nach Massachusetts. Über meinen französisch-kanadischen Großvater bin ich auch von den amerikanischen Ureinwohnern abstammend. Meine männlichen Vorfahren kämpften in allen amerikanischen Kriegen bis zum Zweiten Weltkrieg. Ein Urgroßvater erwarb in einem Landrausch in Oklahoma Land, war aber mit den Shawnee befreundet und sprach ihre Sprache. Ein Großvater war ein Glücksspieler und Kartenspieler. Meine Mutter wuchs in den Wäldern und Bergen von Montana auf und wurde später Historikerin und Reiseleiterin in Colonial Williamsburg. Als wir nach Virginia zogen, als ich 13 Jahre alt war, lebten wir eine Meile vom Ausbildungszentrum der CIA in Camp Peary entfernt, nicht weit von der größten Ansammlung von Militärbasen der Welt. Ich machte meinen Abschluss am College of William and Mary und arbeitete 32 Jahre lang als Politikanalyst für die Bundesregierung. Zur Zeit der Challenger-Katastrophe wurde ich zum Whistleblower und verbrachte dann den Rest meiner Karriere im US-Finanzministerium. In den letzten 15 Jahren habe ich als Beamter und später als Autor für politische Themen miterlebt, wie die US-Außenpolitik immer wieder gegen die Wand gefahren ist und oft in Aktionen ausartete, die man durchaus als Staatsterrorismus bezeichnen könnte. Die Regierung Biden könnte das Ende der Fahnenstange sein.


Amerikas ausgeprägte nicht-europäische Kultur

(…)

Hinweis: zum Weiterlesen sei auf den Originalartikel in engl. Sprache verwiesen. Darin erscheinen die Vorschläge des Autors besondere Aufmerksamkeit zu verdienen (StB)

Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland: Wo sind die Realos geblieben?

berliner-zeitung.de

Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland: Wo sind die Realos geblieben?

Antje VOLLMER

14.07.2022

Berliner Zeitung

14-17 Minuten


Die Berliner Zeitung debattiert über die Folgen von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Wie sollte Europa, wie sollte Deutschland weiter agieren? Wie kann man der Ukraine helfen? Welche Konsequenzen sind wir als Gesellschaft bereit zu tragen? In den nächsten Wochen erscheinen an dieser Stelle verschiedene Meinungsbeiträge aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Gastbeitrag „Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland“ wurde von der Gastautorin Antje Vollmer verfasst.

Vielleicht bin ich ja die Einzige, die allmählich beginnt, den immer gleichen Beteuerungen von der neuen Geschlossenheit und der nie da gewesenen Stärke des Westens nicht mehr zu glauben. Während sich die Gipfeltreffen von EU, G7, Nato, G20 regelrecht jagen und immer neue Posterbilder von schulterklopfenden, von ihrer Mission beflügelten Staatsmännern und -frauen täglich über alle Kanäle flimmern, kommt mir das Ganze allmählich so vor wie das Pfeifen im Walde.

Ich höre: Wir leben in einer „Zeitenwende“, die dieses Vorgehen alternativlos macht. Das sogenannte Neue an dieser Wende ist aber dem Begriff nach zu schillernd, als dass es einen eindeutigen Sinn ergeben würde. Es lohnt sich also, darüber nachzudenken. Zum Vergleich: 1990 gab es eine echte Zeitenwende, weil die bis dahin geltende Ordnung der Welt, die Teilung in zwei Blocksysteme, die sich mit gegenseitiger atomarer Bedrohung in Machtbalance hielten, auf erstaunlich gewaltfreie Weise aufgelöst wurde.

Heute wird behauptet, seitdem gäbe es eine neue „regelbasierte Ordnung der Welt“, die nur der Diktator im Kreml mit seinem ohne Zweifel völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zerstört habe. Weswegen eben alle aufrechten Demokratien der Welt nun fest zusammenhalten müssten, um diese Ordnung zu verteidigen gegen die am Horizont drohenden neuen Autokratien. So erheben sich aus der blutigen Tragödie eines Krieges die neue Daseinsberechtigung der Nato und der neue Führungsanspruch des Westens wie Phönix aus der Asche – sie erscheinen als die Essenz dieser Wende-Legende.

„Welchen Platz bietet das Nach-Kalte-Kriegs-Europa den Russen?“

Drei Gründe sprechen gegen diese These. Erstens ist der russische durch nichts zu rechtfertigende Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht der erste Krieg, der nach 1990 gegen die Regeln des Völkerrechts geführt wurde (Kosovo, Irak). Das macht die Sache keineswegs besser, aber sollte doch etwas die Rhetorik des Epochenbruchs bremsen.

Zweitens ist es gerade das größte Versäumnis der Jahre nach 1990, dass keine neue europäische Sicherheitsordnung formuliert wurde, die sowohl den neuen postsowjetischen Demokratien als auch dem damals noch demokratischen Russland einen angemessenen Platz in einem gesamteuropäischen Sicherheitssystem vermittelt hätte. Es gab nie eine Antwort auf die durchaus berechtigten Fragen von Gorbatschow, Jelzin, Putin und Medewew: „Welchen Platz bietet das Nach-Kalte-Kriegs-Europa eigentlich den Russen in dieser Nachkriegswelt an?“

Europa hat nach 1990 keine haltbare Form gefunden, die den Namen Friedensordnung verdient hätte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Mützenich hat deswegen zu Recht festgestellt: „Wir werden es einmal vor unseren Kindern zu verantworten haben, dass wir ihnen keine bessere Welt hinterlassen haben.“

Die große Auseinandersetzung mit China

Zum Dritten: Gerade weil die echte Zeitenwende von 1990 keine haltbare Friedensordnung hervorgebracht hat, markiert das Postulat einer heutigen Zeitenwende wohl eher die Rückkehr zum alten Elend der Blockkonfrontation und ihrer Logik der wechselseitigen gegenseitigen Bedrohung. Da sich aber nichts im Leben einfach nur wiederholt, erscheint diese neue mentale Aufrüstung noch gefährlicher – geht es doch diesmal nicht nur um die „größte Bedrohung der Nato durch Russland“ (Generalsekretär Stoltenberg), sondern um die ganz große zukünftige Auseinandersetzung mit China.

Die wundersame Auferstehung der Daseinsberechtigung der Nato als Sinn und Zweck der Zeitenwende ist also Teil einer Strategie, die erneut die Welt mit dem schärfsten aller Schwerter, mit dem der Ideologie, zerteilt.

Wir, die wir fassungslos und oft hilflos einer Kriegskatastrophe mit Tausenden von Opfern zusehen, die im Verlauf immer deutlicher zu einem klassischen Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem Westen wird, werden aber stündlich ermahnt, nicht vom fahrenden Zug abzuspringen, uns nicht vom Kriegsherrn im Kreml aufspalten zu lassen – denn das Volk der Ukraine kämpfe schließlich für uns alle, für unsere Freiheit. „Sie sterben für Europa, sie haben verdient, den europäischen Traum mit uns zu leben“ (so Ursula von der Leyen, die sprachlich gern übergriffig wird).

Welche Dinge zur Verschärfung des Konflikts beigetragen haben

Der Charakter dieses Krieges als völkerrechtswidriger Angriffskrieg und seine mediale Bearbeitung suggerieren, dass wir, der Westen, nur Helfer, Retter und Unterstützer in einer gerechten Sache sind. So vernebelt sich, dass wir Partei sind, nicht nur mit unseren Sympathien für die angegriffene Nation. Wir haben eigene Interessen und Machtoptionen im Spiel. Wir werden gerade durch eine umfassende moralische Aufrüstung und Dauerbeschallung immer tiefer hineingezogen in die geopolitische Schlachtordnung, die in Zukunft offenbar ausgefochten werden soll: Freiheit gegen Tyrannei, Demokratie gegen Autokratie und Despotie, Gut gegen Böse, der Westen gegen Russland und China. (…)

Wird sich der globale Süden von der Dollarverschuldung befreien?

Quelle: https://thecradle.co/Article/columns/11529

Wird sich der globale Süden von der Dollarverschuldung befreien?

Von

By Pepe Escobar

June 09 2022

11-13 Minuten

Mit The Destiny of Civilization: Finanzkapitalismus, Industriekapitalismus oder Sozialismus hat uns Michael Hudson, einer der weltweit führenden unabhängigen Wirtschaftswissenschaftler, das wohl ultimative Handbuch darüber vorgelegt, wo wir uns befinden, wer das Sagen hat und ob wir ihn überlisten können.

Stürzen wir uns direkt ins Getümmel. Hudson beginnt mit einer Analyse des „Nimm das Geld und lauf“ Ethos, komplett mit Deindustrialisierung, da 90 Prozent der US-Unternehmenseinnahmen „für Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen verwendet werden, um die Aktienkurse der Unternehmen zu stützen“.

Dies stellt den Höhepunkt der politischen Strategie des „Finanzkapitalismus“ dar: die „Vereinnahmung des öffentlichen Sektors und die Verlagerung der Geld- und Bankenmacht“ an die Wall Street, die City of London und andere westliche Finanzzentren.

Der gesamte Globale Süden wird den imperialen Modus Operandi leicht erkennen: „Die Strategie des US-amerikanischen Militär- und Finanzimperialismus besteht darin, Oligarchien und Diktaturen als Klienten zu installieren und Verbündete unter Druck zu setzen, damit sie sich dem Kampf gegen die designierten Gegner anschließen, indem sie nicht nur die Kosten des Imperiums für die Kriegsführung („Verteidigung“) subventionieren, sondern sogar die inländischen Ausgabenprogramme der imperialen Nation.“ Dies ist das Gegenteil der von Russland und China befürworteten multipolaren Welt.

Kurz gesagt, unser aktueller Kalter Krieg 2.0 „wird im Grunde genommen vom US-zentrierten Finanzkapitalismus, der Rentier-Oligarchien unterstützt, gegen Nationen geführt, die versuchen, mehr Eigenständigkeit und inländischen Wohlstand aufzubauen.“ (…)

Deutschlandexperte Kamkin im RT-Interview: BRD ist „Vasallenstaat“ im Dienst eines „Schurkenstaates“

04.06.2022

von Immer mehr russische Journalisten und Experten äußern sich deutschlandkritisch. Inzwischen fallen auch recht harsche Töne, die an die Ressentiments in und nach den Zeiten des Zweiten Weltkriege…

Quelle: Deutschlandexperte Kamkin im RT-Interview: BRD ist „Vasallenstaat“ im Dienst eines „Schurkenstaates“

„Abgesehen von Putin gibt es im Moment nichts, was den Instinkt des größten Teils der Bevölkerung des Landes, in dem ich lebe, bremsen könnte, dass es kein Deutschland mehr geben wird. Und dass, wenn nötig, alle Länder in Europa, die jetzt Waffen an die Ukraine liefern, in einen flachen, leicht geschmolzenen Ort verwandelt werden sollten. Den Menschen wird jede Möglichkeit gegeben, in Frieden zu leben. Und dann liefern sie Waffen in die Ukraine, die unsere Leute töten sollen? Die Ukraine ist unsere Familienangelegenheit, keine europäische Angelegenheit.“

Über eine mögliche Verschiebung im öffentlichen Bewusstsein in Russland gegenüber Deutschland und anderen westlichen Staaten sprachen wir mit Alexander Kamkin, einem der führenden russischen Deutschland-Experten und wissenschaftlichen Mitarbeiter der Russischen Akademie der Wissenschaften. (…)

 

Der neue Eiserne Vorhang

Die Ukraine-Krise erweist sich als Schmelztiegel Europas und Europa als tiefe Enttäuschung.

Der neue Eiserne Vorhang

Die Ukraine-Krise erweist sich als Schmelztiegel Europas und Europa als tiefe Enttäuschung.

von Patrick Lawrence,  16.05.2022

Wir haben viel über einen neuen Kalten Krieg gelesen, seit die USA den Putsch vom Februar 2014 in der Ukraine kultiviert haben und die Nation auf tragische Weise in sich gespalten war. Einige von uns haben in gedruckter Form, in dieser Veröffentlichung und anderswo über diese aufkommende Realität nachgedacht.

Mit den aufeinanderfolgenden Ankündigungen, dass Finnland und Schweden beabsichtigen, sich um die Mitgliedschaft in der Nordatlantikpakt-Organisation zu bewerben, ist „Kalter Krieg II“ nicht länger nur eine praktische Redewendung für Kolumnisten und diejenigen, die auf Barhockern predigen.

Der Beitritt dieser nordischen Nationen zu Washingtons Hauptinstrument der Machtprojektion ist gesichert und wird in sehr kurzer Zeit abgeschlossen sein. Dies wird die Mauer festigen, auf deren Errichtung Washington und seine europäischen Klienten bestehen, um die Welt noch perverser und zerstörerischer zu spalten, als sie es in den vier Jahrzehnten und einigen des Ersten Kalten Krieges war.

Es ist schwer, die Bedeutung dieser Wendung der Ereignisse zu überschätzen – für Finnen, Schweden und Russen sicherlich – aber auch für alle Europäer und am Horizont für alle auf diesem Planeten, die leben oder noch geboren werden.

Erinnerst du dich an die berühmten Zeilen von Kipling?

Oh, Ost ist Ost und West ist West, und niemals werden sich die beiden treffen,

Bis Erde und Himmel gegenwärtig vor Gottes großem Richterstuhl stehen …

Kipling veröffentlichte The Ballad of East and West im Jahr 1889, dem High Noon des britischen Empire, und betrauerte darin die große Kluft zwischen den imperialen Mächten und ihren Untertanen. Sein tiefstes Bedauern betraf all die verlorene Menschheit, die von der dauerhaften, aber künstlichen Linie der Menschen verdeckt wurde, die vor langer Zeit in die Erde geätzt wurde, um den Westen vom Rest zu unterscheiden.

Wenn der Tag des Jüngsten Gerichts nicht unmittelbar bevorsteht, werden uns viele Jahreszeiten des Bedauerns bevorstehen, während Washington die Infrastruktur aufbaut, die den Zweiten Kalten Krieg bestimmen wird. Die Beitritte der Finnen und Schweden zur NATO deuten auf ein Gebäude hin, das dauerhafter ist als entweder der Eiserne Vorhang oder, auf der anderen Seite der Welt nach 1949, seine Bambusvariante. Es wird wenige Türen und Fenster in dieser Wand geben – dies von Washingtons Design. Es wird schwer sein, hinein oder hinaus zu sehen. (…)

Nikolai Patruschew, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, in einem Interview mit der „Rossijskaja Gaseta“. 

http://thesaker.is/nikolai-patrushev-secretary-of-the-russian-security-council-in-an-interview-with-rossiyskaya-gazeta/

Nikolai Patruschew, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, in einem Interview mit der „Rossijskaja Gaseta“. 

30. April 2022 – Maschinell übersetzt und anschließend vom Übersetzerteam von The Saker verfeinert

Nikolai Patruschew, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, sprach in einem Interview mit der „Rossijskaja Gaseta“ über die Aufgaben der russischen Spezialeinheit und die Rolle der USA bei der Unterstützung von Neonazis. Und auch über die nahe Zukunft Europas, die russischen Gold- und Devisenreserven und Sanktionen sowie darüber, welche Veränderungen in naher Zukunft auf unser Land zukommen werden.

Nikolai Patruschew: Der Westen hat ein Lügenimperium geschaffen, das die Erniedrigung und Zerstörung Russlands bedeutet. Bild: Mikhail Sinitsyn / RG

Nikolai Platonowitsch, heute scheint der Begriff „Kalter Krieg II“ vielleicht nicht mehr übertrieben. Die Amerikaner zögern nicht zu erklären, dass sie die Konfrontation mit der UdSSR gewonnen haben und nun auch gewinnen werden. Wie beurteilen Sie diese Ansichten?

Nikolai Patruschew: Washington hat in seinem Bestreben, seine Hegemonie zu konsolidieren und sich dem Zusammenbruch der unipolaren Welt zu widersetzen, Krisen verursacht und tut dies auch weiterhin. Die Vereinigten Staaten tun alles, um sicherzustellen, dass andere Zentren der multipolaren Welt es nicht einmal wagen, ihren Kopf zu erheben, und unser Land hat es nicht nur gewagt, sondern auch öffentlich erklärt, dass es sich nicht an die auferlegten Regeln halten wird. Man hat versucht, Russland zu zwingen, seine Souveränität, Identität, Kultur und unabhängige Außen- und Innenpolitik aufzugeben. Wir haben kein Recht, diesem Ansatz zuzustimmen.

In dem Versuch, Russland zu unterdrücken, haben die Amerikaner mit Hilfe ihrer Protegés in Kiew beschlossen, einen Gegenpol zu unserem Land zu schaffen, indem sie zynischerweise die Ukraine ausgewählt und versucht haben, ein einziges Volk zu spalten. Da es Washington nicht gelungen ist, der Ukraine etwas Positives zu bieten, hat es schon vor dem Staatsstreich von 2014 die Idee der Exklusivität der ukrainischen Nation und des Hasses auf alles Russische gefördert. Die Geschichte lehrt jedoch, dass Hass niemals ein verlässlicher Faktor der nationalen Einheit sein kann. Wenn es etwas gibt, das die heute in der Ukraine lebenden Völker eint, dann ist es nur die Angst vor den Gräueltaten nationalistischer Bataillone. Daher kann das Ergebnis der Politik des Westens und des von ihm kontrollierten Kiewer Regimes nur der Zerfall der Ukraine in mehrere Staaten sein.

Wie Sie vor einem Jahr gewarnt haben, sieht sich Europa mit einer beispiellosen Krise konfrontiert, die auch durch den Zustrom ukrainischer Flüchtlinge verursacht wird. Wie kann sich dies auf die innere Situation in den europäischen Ländern selbst auswirken? (…)

Fasbender im Gespräch mit Jochen SCHOLZ: Vorerst keine Aussicht auf Wiederannäherung

https://odysee.com/$/embed/Fasbender-im-Gespr%C3%A4ch-mit-Jochen-Scholz-Vorerst-keine-Aussicht-auf-Wiederann%C3%A4herung/dcc76aacc127ff69d8fef5d0481c3fc03ebe152e?r=8gTJ4H5sw1AyteuCYajCQBfGLKS8se8q

02.02.2022 RT Deutsch

Fasbender im Gespräch mit dem Historiker und Oberstleutnant a.D. Jochen Scholz zur geschichtlichen Einordnung des Ukrainekonflikts. Grund der derzeitigen Auseinandersetzung ist für Scholz die gescheiterte Verschmelzung der Gegner im Kalten Krieg in einer neuen, gemeinsamen Ordnung nach 1990. Die aus Sicht der ehemaligen Westmächte unabdingbare NATO-Integration des wiedervereinigten Deutschlands wurde zur Blaupause des späteren Roll-Outs des westlichen Bündnisses in ganz Ostmittel- und Osteuropa. Schon vor 2000 warnten Russlandkenner in den USA vor einem Konflikt mit Russland. Die Vorbehalte wurden überhört. Optimisten waren sogar der Ansicht, Russland würde sich der US-Hegemonie unterordnen. Wie sich zeigen sollte, ein fataler Fehler.