Ten Bombshell Revelations From Seymour Hersh’s New Autobiography

 Hersh „has single-handedly broken more stories of genuine world-historical significance than any reporter alive (or dead, perhaps)…“

Quelle: Ten Bombshell Revelations From Seymour Hersh’s New Autobiography

Infos zu RUBIKON ein neues Online-Portal für kritischen Journalismus – erscheint ab April 2017

globalcrisis/globalchange News
Martin Zeis, 30.03.2017

Liebe Leute,

was im deutschsprachigen Raum schon längst überfällig war, erblickt in Kürze das Licht der Welt: RUBIKON ein neues Online-Portal für kritischen Journalismus – siehe www.rubikon.news

Urheber des Projekts ist Jens Wernicke, den viele ListenteilnehmerInnen u.a. von seinen hoch ergiebigen Interviews auf NDS her kennen. Ausführlicher zeigt er sich in seinem Buch „Lügen die Medien? Das Medienkritik-Kompendium – Propaganda, RudelJournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“ – vgl. https://jensewernicke.wordpress.com/2017/03/10/neuerscheinung-jens-wernicke-luegen-die-medien-propaganda-rudeljournalismus-und-der-kampf-um-die-oeffentliche-meinung

Was mir bei diesem Projekt gefällt:

a.) Es ist kooperativ, unabhängig und crowdfinanziert. Über https://www.rubikon.news/spenden kommen – so ist zu wünschen – rasch die notwendigen Mittel für eine solch kühne Unternehmung dauerhaft zusammen.

b.) Der Beirat ist mit sehr fähigen Leuten besetzt, deren Vor-/Beiträge/Analysen wir z.T. an dieser Stelle seit Jahren gepostet haben. Unter https://www.rubikon.news/beirat stellen die einzelnen Mitglieder ihre Anliegen und die Rolle von RUBIKON vor.

B e i r a t

Daniele Ganser
Rainer Mausfeld
Daniela Dahn
Konstantin Wecker
Sven Böttcher
Maren Müller
Klaus-Jürgen Bruder
Karin Leukefeld
Matthias Burchardt
Gaby Weber
Hannes Hofbauer
Werner Ruf
Mathias Bröckers
Walter von Rossum
Jörg Becker
Arnulf Rating
Rainer Roth
Werner Rügemer
Conrad Schuler
Winfried Wolf
Hans See
Jochen Scholz
Mag Wompel

c.) spannend finde ich die bisher schon zugesagten Festformate (Rubriken) – vgl. nachfolgende Aufstellung.
Die Verantwortlichen und ihre Beschreibung des jeweiligen Formats sind unter https://www.rubikon.news/festformate zu finden.

F e s t f o r m a t e

Welt (Un) Ordnung
Werner Rügemer

Zum Glück Widerstand
Christiane Borowy

Die Arena
Wolf Wetzel

Gegen den Strich
Mathias Burchardt

Werkzeug- und Prämissenkunde
Wolf Wetzel

Faktencheck
Maren Müller

Neues aus Latinoland
Gaby Weber

Die Wunderlampe
Volker Bräutigam & Friedhelm Klinghammer

Verquersignale
Magda von Garrel

Literatur-Salon
Katrin McClean

Auf dem Prüfstand
Andreas von Westphalen

Ordnung & Chaos
Prinz Chaos II

Aus der Warte der Kinder
Ursula Wesseler

Durchschaut
Marcus Klöckner

Einwand zur Lage
Hannes Hofbauer

Unerhört und nachgeschaut
Katrin McClean

Ganz und gar
Thomas Hillebrand

Orientierung im Orient
Karin Leukefeld

Ungehorsam
Mag Wompel

Die Brechecke
Herr M.

Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien

27.03.2017 Jens Wernicke

Quelle Nachdenkseiten: Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien

Furchtbar, diese Häretiker! Sie kritisieren einfach die bestehenden Verhältnisse, insistieren auf deren Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Damit treten sie jenen auf die Füße, die nicht gewohnt sind, dass man sie infrage stellt. Der Politik, der NATO, der allgegenwärtigen neoliberalen Ideologie und ihren Apologeten. Einer, der sich nicht verbiegen lässt, sondern sagt, was er erkannt hat und für die Wahrheit hält, ist der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, der zurzeit massiven Anfeindungen seitens der journalistischen Zunft ausgesetzt ist. Jens Wernicke sprach mit ihm zur Rolle der Medien im Kampf um die Wahrheit und eine bessere Welt.

Rubikon

Hinweis auf eine neue Initiative:

Rubikon ist das Magazin für die kritische Masse. Wir berichten über das, was in den Massenmedien nicht zu finden ist. Herausgegeben wird der Rubikon in Mainz,

Quelle: Rubikon

Im April startet an dieser Stelle ein neues Online-Portal für kritischen Journalismus. Wir haben uns viel vorgenommen und freuen uns auf die Arbeit und auf euch.

Unser Vorhaben genießt bereits im Vorfeld viel Aufmerksamkeit. Und auch unser Beirat ist erstklassig mit Unterstützern bestückt.

Unsere Festformate sind noch in Arbeit. Sie sind aber bereits sicher zugesagt und werden ab Start für euch zur Verfügung stehen.

Ein Reinschnuppern ist auch bereits möglich:

 

‚Positionen‘ Ken FM-Übersicht bisheriger Sendungen

Politik verstehen:

  1. KenFM-Positionen 9: Wege aus der Krise

  2. 2

    KenFM-Positionen 8: Strukturen der Macht

  3. 3

    KenFM-Positionen 7: Journalismus oder Propaganda – Wenn Recherche zum Risiko wird

  4. 4

    KenFM-Positionen 6: Kotau oder K.O. – Wie autark ist Europa?

  5. 5

    KenFM-Positionen 5: Geld regiert die Welt – Welchen Anteil am Elend hat der Zins?

  6. 6

    KenFM-Positionen 4: Kooperation oder Konkurrenz – Braucht der Mensch ein Feindbild?

  7. 7

    KenFM-Positionen 3: Demokratie oder Markt – Was kostet uns der Casino-Kapitalismus?

  8. 8

    KenFM-Positionen 2: Ethik oder Etat – Sind unsere Werte nur Börsenwerte?

  9. 9

    KenFM-Positionen 1: Krieg oder Frieden in Europa – Wer bestimmt auf dem Kontinent?

Unabhängiger Journalismus der DWN: Bitte unterstützen Sie uns! – DWN

In der Nacht zum Mittwoch wurden die Deutschen Wirtschafts Nachrichten von Facebook geblockt. Wir wissen nicht warum. Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN mit einem Abonnement.

Quelle: Unabhängiger Journalismus der DWN: Bitte unterstützen Sie uns! – DWN

Der Fall Ken Jebsen: Ein journalistisches Lehrstück; Buchbesprechung von Paul SCHREIER, NDS 08.11.2016

globalcrisis/globalchange NEWS

Martin Zeis, 08.11.2016

Liebe Leute,

es hat eine Zeit gedauert, bis sich ein ebenfalls mutiger Journalist, Mathias BRÖCKERS, die Mühe gemacht hat, in einem Interview-Buch den bisherigen (auch beruflichen) Weg, die mediale Arbeit und die Überzeugungen des Ken JEBSEN auszuleuchten und vorzustellen.

Ich weiß von nicht wenigen TeilnehmerInnen der globalcrisis/globalchange News-Listen, dass die verschiedenen Formate auf KenFM.de wahrgenommen und ausgewertet werden. Für mich ertragreich waren in den letzten Monaten u.a. einige Sendungen aus „KenFmM im Gespräch mit“: Wolfgang HERLES (Die Gefallsüchtigen), 7.11.2016; Diana Johnstone (Hillary Clinton – „Die Chaos-Königin“), 3.7.2016; Dr. Daniele Ganser (Medienkompetenz und Kriegspropaganda), 9.4.2016; Karin Leukefeld über den Status Quo in Syrien, 1.3.2016; oder in der Reihe „KenFM-Positionen“ die Ausgabe 7: Journalismus oder Propaganda – Wenn Recherche zum Risiko wird, 10.9.2016.

Im Folgenden ein Auszug aus der heute auf NDS erschienenen Buchbesprechung von Paul SCHREYER.

NDS, 08.11.2016 — http://www.nachdenkseiten.de/?p=35728#more-35728

Der Fall Ken Jebsen: Ein journalistisches Lehrstück*

Fällt der Name Ken Jebsen, dann schrillen bei vielen Menschen die Alarmglocken. Ist das nicht dieser „nach Antisemitismusvorwürfen entlassene frühere RBB-Moderator“ und „neurechte Demagoge“, der „Verschwörungstheorien zum 11. September vertritt“? So oder ähnlich lauten zumindest einige medial häufig verbreitete Einschätzungen. Was ist dran an den Vorwürfen? Fest steht: Mit KenFM betreibt Jebsen eines der mittlerweile erfolgreichsten crowdfinanzierten Medienportale Deutschlands – sein Youtube-Kanal hat mehr Zuschauer als der des WDR, auf Facebook hat sein Portal mehr Likes als die ARD.

Von Paul Schreyer

Auch ich war schon bei KenFM als Interviewgast eingeladen – und registrierte bei dieser Gelegenheit zunächst einmal die immens gründliche inhaltliche Vorbereitung des Gastgebers auf das Gespräch, was im journalistischen Geschäft keineswegs die Regel ist. Alles zusammen Grund genug, ein in diesen Tagen erschienenes Buch unter die Lupe zu nehmen, in dem Jebsen nun auf gut 250 Seiten ausführlich vom Kollegen Mathias Bröckers interviewt wird.

Vorab: Das Buch ist spannend. Die wesentlichen Kontroversen zur Person werden erörtert, außerdem das facettenreiche Leben des 50-jährigen geschildert. Jebsen hat nicht nur über zehn Jahre für den RBB gearbeitet und dort eine der populärsten Radiosendungen verantwortet, außerdem bei ZDF und Pro7 moderiert, sondern war vorher zunächst so medienfern, wie man es sich nur denken kann: als Seemann bei der Handelsmarine und dann als Niedriglohnjobber in verschiedenen Firmen, zum Beispiel auch an einer Stanze für Gussteile eines Automobilzulieferers. Dazu sagt er im Interview:

„Es ging mir weniger um den schmalen Lohn, sondern mehr darum, vor mir selber sagen zu können, ich komm alleine durch. Seit ich ein Teenie war, hatte ich Jobs angenommen. Oft welche, die man eigentlich erst ab sechzehn machen durfte. Aber man beschäftigte mich schwarz und ging davon aus, dass ich bei meinem iranischen Namen meine Rechte sowieso nicht kennen würde, falls etwas passiert. Als ich später das Buch von Wallraff „Ganz unten“ in die Finger bekam, dachte ich, das kenn ich, in dem Milieu habe ich gearbeitet.“

Später zog ihn die Bundeswehr ein – setzte ihn allerdings bald wieder vor die Tür, wie er im Buch schildert: „`Mit Ihnen kann man keinen Krieg gewinnen´, sagte mein Vorgesetzter schnippisch. `Korrekt´, sagte ich, »`aber auch keinen anfangen – Peace!´“

Jebsen ist offenbar sein Leben lang vor allem eines: unangepasst und kein Leisetreter. Die meiste Zeit gefällt dieses Bunte und Anregende auch vielen im Medienbetrieb. 2007 etwa bekommt er für eine seiner Reportagen den renommierten und von der ARD mitgetragenen Europäischen Civis Hörfunkpreis. Und 2004 schrieb die „taz“ über seine damals noch vom RBB ausgestrahlte Radiosendung KenFM lobend: „Das ist das Schöne und Außergewöhnliche an Ken FM, der Sound ist schräg, aber er baut sein Spiel auf Wissenschaft, auf Geschichte, Philosophie, Technik. Hirnforschung und Atomphysik statt Supergewinnspiel und sinnlosem Werbeclaim. (…) Als Gast eingeladen wird nur, wer wirklich etwas zu erzählen hat oder zumindest ungewöhnlich ist. (…) Man fragt sich, warum der RBB die Ken-FM-Show nicht längst ins Fernsehen transferiert hat.“

Die Antwort auf diese Frage könnte man im Politischen finden. Denn Jebsen macht beim RBB nicht nur originelles, unterhaltsames und lehrreiches Radio, sondern rührt auch heiße Eisen an, von denen die meisten Kollegen aus guten (Karriere-)Gründen die Finger lassen. So produziert er etwa 2011 eine lange und gründlich recherchierte Sendung, in der die offizielle Darstellung von 9/11 umfassend hinterfragt wird. Nach den Bombardements in Gaza wiederum kritisiert er die Politik der israelischen Regierung als „zionistischen Rassismus“. Beides, so schreibt es Mathias Bröckers nun im Vorwort des Buches, „ist in Deutschland verboten und wird von den Inquisitoren des politischen Diskurses mit Verbannung in die Schmuddelecke des Verschwörungswahns bestraft“. (…)

Volltext siehe Anhang und obige URL.

* Bestellung des Buchs über: https://www.westendverlag.de/buch/der-fall-ken-jebsen-oder-wie-journalismus-im-netz-seine-unabhaengigkeit-zurueckgewinnen-kann/

SCHREYER-Dar-Fall-Ken-JEBSEN161108.pdf