Die Vereinigten Staaten bereiten einen Krieg zwischen Lateinamerikanern vor, von Thierry Meyssan

18. Dezember 2018

Nach und nach rücken die Verfechter der Cebrowski-Doktrin*) mit ihren Schachfiguren vor. Wenn sie aufhören sollten, Kriege im Erweiterten Nahen Osten zu schüren, werden sie es also in dem Karibik Becken machen. Zu allererst plant das Pentagon die Ermordung eines gewählten Staatsoberhaupts, den Ruin seines Landes, und untergräbt die Einheit von Lateinamerika.

Quelle: Die Vereinigten Staaten bereiten einen Krieg zwischen Lateinamerikanern vor, von Thierry Meyssan

*) Am Morgen des 11. September 2001 ernannte der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Admiral Arthur K. Cebrowski zum Direktor des Office of Force Transformation. Er begann sofort mit der Lehre seiner Doktrin, zuerst vor den Stabs-Offizieren des Pentagons, und dann in den verschiedenen Militärakademien. Er bleibt die grundlegende strategische Bezugsgröße in den Vereinigten Staaten, selbst nach der Wahl von Donald Trump. Zit. n. https://linkezeitung.de/2018/11/07/syrien-der-frieden-braucht-eine-internationale-verurteilung-der-ideologie-der-muslimbruderschaft/

 

 

Der Jemenkrieg – ein imperialer Krieg der USA? – Telepolis Georg MEGGLE

Der Jemenkrieg ist primär kein Krieg der Saudis & Emiratis, sondern einer der USA –

Quelle: Der Jemenkrieg – ein imperialer Krieg der USA?

Mathias BROECKERS: Herzland, Weltinsel und die “Novichok”-Saga, 07.04.2018

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis 18.04.2018. 19:00
martin.zeis@gmxpro.net

In einem seiner letzten Blogeinträge „Herzland, Weltinsel und die “Novichok”-Saga“ hat Mathias Bröckers zum wiederholten Mal auf die große geopolitische Konzeption hingewiesen, die in letzter Konsequenz den Aktionen Großbritanniens und der USA seit Anfang des 20. Jahrhunderts zugrunde liegt: die geopolitische „Heartland“-Theorie des britischen Geographen und Direktors der „London School of Economics“ Mackinder.

„Wer dieses Herzland, das Zentrum des eurasischen Kontinents beherrscht, beherrscht die Welt, so Mackinders These, und da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, wäre das auf seiner Seeherrschaft beruhende britische Weltreich chancenlos, vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. »Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt.«, brachte Mackinder seine Theorie 1919 auf den Punkt, nachdem er zuvor noch erfolglos versucht hatte, die Weiße Armee des Zaren gegen die von Deutschland finanzierten Bolschewiken Lenins aufzurüsten.“

Es geht verstärkt nach der Auflösung der Sowjetunion „noch immer um das Heartland (..), um Mackinders “Weltinsel”, die auf keinen Fall zusammen wachsen darf: mit der globalen Dominanz des anglo-amerikanischen Imperiums hat es ein Ende, wenn auf der Achse Paris – Berlin – Moskau – Peking Friede, Handel und Wandel ausbricht.

Dies mit Nadelstichen, Konfrontationen und Krieg zu verhindern steht nach wie vor auf der Agenda des Imperiums – und bildet auch den logischen Hintergrund von scheinbar irrsinnigen Operationen wie dieser ganzen “Novichok”-Saga …“

Herzland, Weltinsel und die “Novichok”-Saga

Posted on 07/04/2018 by Mathias Broeckers

Wer die “Pivot Area”, den Drehpunkt beherrscht, beherrscht die Welt

In der aktuellen Ausgabe von “Lettre International” (No.120/Frühjahr 2018) ist erstmals auf Deutsch der Aufsatz „Der geographische Drehpunkt der Geschichte“ erschienen, den der britische Geograph und Direktor der “London School of Economics” 1904 veröffentlichte, der Schlüsseltext seiner geopolitischen “Heartland”-Theorie. Wer dieses Herzland, das Zentrum des eurasischen Kontinents beherrscht, beherrscht die Welt, so Mackinders These, und da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, wäre das auf seiner Seeherrschaft beruhende britische Weltreich chancenlos, vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. »Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt.«, brachte Mackinder seine Theorie 1919 auf den Punkt, nachdem er zuvor noch erfolglos versucht hatte, die Weiße Armee des Zaren gegen die von Deutschland finanzierten Bolschewiken Lenins aufzurüsten.

In “Wir sind die Guten” habe ich ausführlich über die Bedeutung dieses Grundlagentextes der westlichen Geopolitik und die Linien geschrieben, die sich von dort aus über Hitlers Geostrategen Karl Haushofer zu Zbiginew “Zbig To Jail” Brzezinski und die aktuelle Politik des US-Imperiums ziehen, das pünktlich 110 Jahre nach Mackinders Vortrag – und nicht zufällig an einem zentralen Achsenpunkt des “Heartlands” – einen Putsch in der Ukraine inszenierte. Über die Aktualität Mackinders schreibt in “Lettre” jetzt auch der Historiker Alfred McCoy, dessen eminentes Grundlagenwerk “Die CIA und das Heroin -Weltpolitik durch Drogenhandel” für ein Verständnis der aktuellen internationalen Konflikte und Kriege unverzichtbar ist. Ebenso wie eine Kenntnis der Generalstrategie im “Great Game”, die auf Mackinder zurückgeht und im geopolitischen Match auf dem “eurasischen Schachbrett” (Brzezinski) nach wie vor auf der Agenda steht.

Auf diesem Hintergrund kann man dann auch den ganzen Irrsinn der Tagesnachrichten ein wenig besser verstehen, etwa warum aus Afghanistan immer neue Produktionsrekorde für Opium und Heroin gemeldet werden, während in USA Tausende an dieser Überproduktion krepieren; oder warum eine Gas-Pipeline zwischen Russland und Deutschland (Nord Stream 2) ein “Problem” darstellen soll, während der ökonomische und ökologische Hochgrad-Schwachsinn, Fracking-Gas mit Riesentankern von Amerika nach Europa zu schippern, von der EU gefördert wird. Oder warum Polen sich von den USA für irrsinige Milliarden “Patriot”-Luftabwehr andrehen lässt, die “gegen die Russen” und ihre neuen Hyperschall-Raketen sowieso keine Chance haben. (…).

vollständiger Text abrufbar unter: https://www.broeckers.com/2018/04/07/herzland-weltinsel-und-die-novichok-saga

Anmerkung m.z.: Die seit 2013 öffentlich erklärte und zunehmend reale Konturen annehmende eurasische Entwicklungsstrategie/-Politik Chinas in engem Verbund mit Russland über Eisenbahnschnellverbindungen, Wirtschaftskorridore, Öl-/Gas-Pipelines, Seeverbindungen (auch über die arktische Nord-Ost-Passage) ganz Asien mit Europa eng zu vernetzen (Seidenstraßenprojekte zu Land und zu Wasser – OBOR – One Road – One Belt) zeigt an, dass die Eliten dieser Länder nach über einem Jahrhundert der Kriege, Spaltungen und Zerwürfnisse den Kern von Mackinders Weltbeherrschungs-Theorie verstanden haben und deshalb fortgesetzt auf immer erbitterteren Widerstand (militärisch, finanztechnisch, handelspolitisch) des Imperiums stoßen.

In einem kürzlich erschienenen Buch von Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron „Die Chinesen – Psychogramm einer Weltmacht“ (Econ – Berlin 2018) schreiben die Autoren im Schlusskapitel „Konvergenz, Koexistenz oder Kampf der Kulturen?“ an die europäischen Eliten gerichtet u.a.:

„Besonders seit Trumps Amtsantritt sind in den USA Kräfte auf dem Vormarsch, die Peking wie einst Moskau niederringen und den endgültigen Sieg als Vormacht des westlichen Lagers und dominierende Weltmacht errichten wollen. ‚,Ich möchte’’ so der ehemalige Präsidentenberater Bannon gegenüber dem Economist, ,,dass die Welt in 100 Jahren zurückschaut und sagt, Chinas merkantilistisches, konfuzianisches System hat verloren. Der liberale jüdisch-christliche Westen hat gewonnen.“

Von Europa, insbesondere Deutschland verlangen die Autoren eine der Ostpoltik unter Brandt entsprechende Fernostpolitik, deren Ziel es sein müsse, „den geopolitischen Konflikt zwischen Peking und Washington zu entschärfen und zu verhindern, dass die Thukydides-Falle * zuschnappt oder es auch nur zu einem offenen Handelskrieg bzw. neuen Kalten Krieg kommt. Europa darf bei dem Ringen um die Weltordnung der Zukunft nicht an der Außenlinie verharren und dessen Ausgang abwarten, sondern muss Partei ergreifen. Partei für eine wahrhaft multipolare Ordnung: kein US-Monopol mehr, kein neues China-Monopol, auch kein Duopol von China und den USA, sondern eine Ordnung, die global für mehr Mitbestimmung, Wettbewerb und Gerechtigkeit sorgt und in der auch Deutschland und Europa weiter einen wichtigen Platz einnehmen.“ (Baron, a.a.O., S. 419 – 421)

* In Anlehnung an den „Peloponnesischen Krieg, in dem das um seine Vormachtstellung fürchtende Sparta im Altertum das aufsteigende Athen zerstörte und ganz Griechenland ruinierte. „Was den Krieg unvermeidlich machte, war der Aufstieg Athens und die Angst, die das in Sparta hervorrief“, so der griechische Geschichtsschreiber Thukydides. Diese Konstellation wird daher als „Thukydides-Falle“ bezeichnet. (vgl. Baron, a.a.o., S 12 ff)

Vortrag von Dr. Daniele GANSER: Illegale Kriege Montag, 16.10.2017, 19:30 Halle auf der Schray in Erdmannhausen bei Marbach

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange News 7.10.2017

Vortrag von Dr. Daniele GANSER: Illegale Kriege

Montag, 16.10.2017, 19:30 Halle auf der Schray in Erdmannhausen bei Marbach

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Der Schweizer Zeithistoriker Daniele Ganser befasst sich seit vielen Jahren mit illegalen Kriegen im weitesten Sinne. Er promovierte über die Geheimarmeen der NATO, untersucht verdeckte Kriegsführung und Terroranschläge unter falscher Flagge (staatlich inszenierter Terror). Ganser scheut sich auch nicht, heiße Themen, wie die Anschläge auf das World Trade Center 2001 oder den Putsch in der Ukraine 2014 zu untersuchen und die Regierungsversionen einer Fakten- und Plausibilitätsprüfung zu unterziehen. Insbesondere seine Forschungsarbeit zu 9/11 führte dazu, dass er u. a. auf Druck der US-Botschaft in der Schweiz, seine Hochschulanstellung verloren hat.

Ganser gründete das Swiss Institute for Energy and Peace Research SIPER.

http://www.marbacher-zeitung.de/inhalt.erdmannhausen-ich-fordere-eine-neue-untersuchung-von-9-11.d3235fae-c8e1-493c-9965-a470cd551080.html

Ich fordere eine neue Untersuchung von 9/11“

Von Das Gespräch führte Lars Laucke 06.10.2017 – 13:57 Uhr 0

Erdmannhausen – Seine Vorträge sind häufig ausverkauft, seine Publikationen lösen immer wieder Diskussionen aus und bringen ihm Diffamierungen als „Verschwörungstheoretiker“ ein. Dr. Daniele Ganser bezeichnet sich selbst als „Historiker, Energie- und Friedensforscher“, die USA als „Imperium“ und die NATO als eine „Gefahr für den Weltfrieden“. Am Montag, den 16. Oktober, um 19.30 Uhr hält er unter dem Titel „Illegale Kriege – Warum wir uns wieder an der UNO-Charta und dem Gewaltverbot orientieren sollten“ einen Vortrag in der Halle auf der Schray in Erdmannhausen.

Ihr Vortrag trägt den Titel „Illegale Kriege“, wie auch Ihr jüngstes Buch, das im Oktober 2016 erschienen ist. Wird der Vortrag eine Art Kurzfassung des Buches? Oder gehen Sie auch auf aktuelle Entwicklungen seit Erscheinen des Buches ein, zum Beispiel bezüglich Nordkorea?

Nein, auf Nordkorea gehe ich nicht ein, weil dort ja derzeit kein Krieg herrscht. Ich werde aber verschiedene Beispiele aus der neueren Geschichte behandeln, wo es wirklich zu Krieg gekommen ist ohne UNO-Mandat, also illegale Kriege.

Sie äußern in Ihrem Buch deutliche Kritik an der NATO, insbesondere an den von Ihnen als „Imperium“ bezeichneten USA. Was entgegnen Sie denjenigen, die kritisieren, dass Ihre Kritik zu einseitig sei?

Dass die USA das mächtigste Land derzeit sind, ist unbestritten, daher bezeichne ich die USA als Imperium. Einige mögen das nicht. Aber wer die Flugzeugträger zählt, sieht sofort: die USA haben zehn, mehr als jedes andere Land. Wer die Militärausgaben anschaut, sieht: die USA liegen bei 600 Milliarden Dollar pro Jahr, mehr als jedes andere Land. Zudem haben die USA in mehr als 40 fremden Ländern Militärstützpunkte, darunter Ramstein in Deutschland und Guantanamo in Kuba. Des Weiteren haben die USA seit 1945 mehr Länder bombardiert als sonst jemand. Die Fakten sprechen also eine klare Sprache.

Der 11. September 2011 ist in Ihren Vorträgen und Publikationen immer wieder ein zentrales Thema. Was macht dieses Ereignis aus Ihrer Sicht so bedeutsam?

Seit 9/11, also seit 16 Jahren, leben wir im so genannten „Krieg gegen den Terror“, das ist ein neues Zeitalter, nach dem „Kalten Krieg“, der 1991 endete. Natürlich müssen Historiker wie ich den Beginn einer neuen Epoche genau untersuchen. Wir schreiben ja die Geschichtsbücher, welche unsere Kinder und Enkel mal lesen werden. Bei 9/11 gibt es einen großen Streit um den Einsturz des dritten Turms WTC7, der von keinem Flugzeug getroffen wurde. Zwei Thesen stehen im Raum: Feuer oder Sprengung. Ich lege mich nicht fest, was die richtige Antwort ist, die Forschung dazu läuft noch in den USA, wobei vor allem die Arbeiten von Dr. Leroy Hulsey von der Universität Alaska interessant sind. Ich fordere eine neue Untersuchung von 9/11.

Wegen Ihrer Kritik an der Ihrer Meinung nach mangelhaften wissenschaftlichen Aufarbeitung von 9/11 werden Sie immer wieder als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet. Ärgert Sie das? Wie gehen Sie damit um?

Ich bin Historiker und mache nur meinen Job gründlich. Der Begriff „Verschwörungstheorie“ ist ein Kampfbegriff. Er will verhindern, das man 9/11 neu untersucht. Der Begriff klärt aber den Einsturz von WTC7 nicht. Man darf sich nicht durch solche Begriffe von der Forschungsarbeit und konkreten Sachfragen abhalten lassen.

Sie sprechen häufig von einem „Informationskrieg“, in dem wir uns befänden. Woran machen Sie das fest?

Ja, der Irakkrieg 2003 zum Beispiel wurde mit der ABC-Lüge dem Publikum verkauft, das stimmte nicht, das wissen wir heute. Zudem wurde behauptet, Saddam Hussein habe etwas mit 9/11 zu tun gehabt, auch das stimmte nicht. Wir stecken tatsächlich im Informationskrieg. Die CIA hat im Rahmen der Operation Timber Sycamore eine Milliarde Dollar in den geheimen Krieg gegen Assad in Syrien investiert, wie die New York Times berichtete. Dabei wurde behauptet, man habe nur die „moderaten Rebellen“ finanziert und mit Waffen und Training unterstützt, aber auch das stimmte nicht, wie wir heute wissen. Kurzum, es wird in der internationalen Politik viel gelogen, gerade im Kontext von Kriegen.

Dr. Daniele Ganser hält am Montag, 16. Oktober, ab 19.30 Uhr auf Einladung des „Vereins für Gentechnikfreie Landkreise Ludwigsburg – Rems-Murr“ und mehrerer anderer Organisationen einen Vortrag in der Halle auf der Schray. Der Eintritt ist frei, „weil wir möchten, dass möglichst viele vor allem junge Menschen die Möglichkeit haben, dabei zu sein“, erklärt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Simon. Die Verbindung zwischen dem Vereinsziel und dem Vortragsthema sieht er unter anderem im Irakkrieg. Dort hätten die USA ihre Machtposition genutzt, um die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut per Dekret de facto vorzuschreiben, wodurch die dort seit Jahrhunderten praktizierte Art der Landwirtschaft kaputt gemacht werde. (lau)

WAS WIR WISSEN VOM UMGANG MIT MEDIEN – Interview mit Ganser in Das Goetheanum

Unter dem Motto ‚frieden in europa‘ wird Dr. Daniele Ganser am 21. und 23. September zu Vorträgen und Gesprächen in Stuttgart sein.

Referentinnen und Referenten

Dr. Daniele GANSER
Prof. Dr. Friedrich GLASL
Gerals HÄFNER
Heike HÄNSEL
Nothard ROHLFS
Olga SOLOMENKO-ZECH

Ort: Kultur&Kongresszentrum
Liederhalle, Stuttgart 21.09.2015 19:30 Uhr
Freie Waldorfschule am Kräherwald, Stuttgart
22.09.2015 20:00 Uhr

Kartenverkauf über: EasyTicketService | Telefon 0711 2 555 555 / info@easyticket.de | http://www.easyticket.de — Abendkasse am 21.09.2015, ab 17:30

Veranstalter: Forum3, Stuttgart- Mitte, Gymnasiumstr. 21, http://www.forum3.de
Unterstützer: Intiative Netzwerk Dreigliederung; Friedensnetz Baden-Württemberg; attac – Regionalgruppe Stuttgart; Pax Christi Rottenburg-Stuttgart; DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg; Colibri – Beiträge für eine menschenwürdigere Welt e.V.; Redaktion globalcrisis/globalchange NEWS; POEMA e. V. Stuttgart – Armut und Umwelt in Amazonien; Afrokids e. V.; EUCOMmunity Stadtjugendring Stuttgart; Gesellschaft Kultur des Friedens; ZEB – Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung.

Weitere Infos über die Veranstaltungen in der Reihe „Frieden in Europa“ am 21./22.09.2015 in Stuttgart:
http://forum3.de/vortraege/409http://forum3.de/vortraege/410http://forum3.de/vortraege/411

DOKUMENTIERT

Interview mit Dr. Daniele Ganser in Das Goetheanum (2015)

„Welche Haltung können wir in Bezug auf die Medien entwickeln?
Die innere Haltung sollte durch Mut definiert sein, Mut zur Wahrheit. Die zweite wichtige Eigenschaft ist die Neugierde, man muss interessiert sein. Wenn man weder mutig noch neugierig ist, ist alles verloren. Wenn man Mut und Interesse hat, dann wird alles möglich. Man sollte versuchen, sich zu jedem Konflikt ein differenziertes Bild zu verschaffen. Es braucht Zeit. …“ Daniele Ganser

Das Goetheanum (2015) – Nachrichten bewaeltigen

„Als Historiker, Friedensforscher und
Energieexperte begann Daniele Ganser
seine Forschungen über Zeitgeschichte
mit einer Doktorarbeit zum
Thema ‹Inszenierter Terrorismus und
verdeckte Kriegsführung der NATOGeheimarmeen›,
die er an der Universität
Basel 2001 vorlegte. Diese Arbeit
wurde auf Deutsch mehr als 18 000
mal verkauft¹ und in zehn Sprachen
übersetzt. Daniele Ganser arbeitete
bei ‹Avenir Suisse›, einem Thinktank in
Zürich, dann an der ETH-Forschungsstelle
für Sicherheitspolitik, seither
unterrichtete er Geschichte an den
Universitäten von Zürich, Luzern, Basel
und St. Gallen. Er leitet das von ihm
gegründete ‹Swiss Institute for Peace
and Energy Research› (SIPER) in Basel.
Als er öffentlich auf offene Fragen
im Forschungsbereich der Terroranschläge
vom 11. September hinwies,
wurde er von der US-Botschaft in
der Schweiz als ‹Verschwörungstheoretiker›
angegriffen. Ganser lehnt
diesen Begriff ab. In einem Vortrag an
der Universität Tübingen legte Ganser
2014 dar, wie der Begriff ‹Verschwörungstheoretiker›
verwendet wird, um
Wissenschaftler einzuschüchtern“

Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser im Kino Babylon Berlin

Guten Tag miteinander,

der auf dieser Liste bekannte Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser hielt am 10. Mai einen Vortrag im Berliner Kino Babylon über „Regime-Change in der Ukraine?“ Damit gehört er m. W. zum einzigen deutschsprachigen Historiker, der sich diesem aktuellen Konflikt um die Ukraine stellt.

Der Vortrag ist von Ken Jebsen aufgezeichnet worden, danke Gerhard Wendebourg für den Hinweis.

Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser im Kino Babylon Berlin

https://www.youtube.com/watch?v=zNOiNSw5jMY

Veröffentlicht am 06.06.2015

Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Beschäftigung mit Regime-Changes + staatlich inszeniertem Terror, Anschlägen unter falscher Flagge, ordnet Ganser die Vorgänge in der Ukraine ein. Vom Westen / der NATO, westlichen (v.a. US-) Geheimdiensten, militärischen Stay-behind-Kräften durchgeführte Regime-Changes und dabei auftretende typische Muster (verdeckte Kriegsführung, Medienkrieg, Stiften von Chaos und Verwirrung unter den Akteuren, Ausnutzen von kritikwürdigem Verhalten der auszuschaltenden Führungsfiguren, …) und Interesselagen (Kontrolle von Rohstoffen, Landflächen, ausbeutbare Arbeitskräfte, …) werden an folgenden Länderbeispielen gezeigt:

Iran, Kuba, Guatemala, USA (Ermordung Kennedys), Chile, Afghanistan, Irak, Libyen.

In der Analyse der Vorgänge in der Ukraine bezieht sich Ganser u. a. auf den ehemaligen hochrangigen CIA-Analysten Ray McGovern, geleakte Telefongespräche, die langjährige ARD-Moskau-Korrespondentin Krone-Schmalz, den Chef des privaten US-Geheimdienstes Stratfor, Friedman, und insbesondere die Analyse des Kanadiers ukrainischer Herkunft Ivan Katchanovski von der Universität Ottawa („The Snipers ‚Massacre‘ on the Maidan in Ukraine“, Oktober 2014).

Immer wieder betont Ganser die Rolle der Medien in der globalen Auseinandersetzung und die Bedeutung der kritischen, wachen, selbsttätigen Mediennutzer als „zweitgrößtes Imperium“, das für eine Entwicklung zum friedlichen Miteinander entscheidend sei.

Die von Ganser vorgenommene Gesamtschau macht die fast zweistündige Vorlesung zu einem intensiven und unverzichtbaren Bildungserlebnis und ich möchte sie sowohl den „alten Hasen“ als auch den vielen neuen Abonnenten dieser Liste empfehlen.

Viele Grüße

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange News

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Veröffentlicht am 06.06.2015

Aus der Physik wissen wir, dass Ursache und Wirkung miteinander zu tun haben, und kennen auch eine Reihenfolge. Erst die Ursache, dann die Wirkung. Ein Glas, das zerschlagen am Boden liegt, musste erst fallen.

Kein logisch denkender Mensch würde diese zeitliche Abfolge beim Beobachten von Naturgesetzen in Frage stellen. Geht es dann aber um die „Physik“ politischer Ereignisse, wird dies ständig versucht.

Bevor sich die Krim in der Ukraine von der Regierung in Kiew abspaltete und es zur sogenannten Krim-Krise kam, die bis heute anhält und zu einem Bürgerkrieg im Land und massivem Stress mit Moskau führte, kam es in der Ukraine zu einem „Regime-Change“, der nicht ohne Tote auskam.

Auf dem Maidan-Platz wurden zig Bürger mit und ohne Uniform von Kugeln getötet, die von Scharfschützen auf Dächern abgefeuert worden waren. Hier handelt es sich um klassischen Mord, der dazu führen sollte, Chaos zu stiften, um so einen Putsch vorzubereiten.

Wer die Schützen waren, wer sie bezahlte und ihnen den Befehl gab, sowohl auf Demonstranten als auch Polizisten zu schießen, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Fest steht: Erst als im Anschluss der damalige Präsident Janukowitsch das Land fluchtartig verließ und die NATO-Marionette Poroschenko ins Amt gehievt wurde, reagierte Putin in Moskau und unterstütze die Abspaltung der Krim.

Auf der Krim befindet sich der wichtigste Militärstütpunkt Moskaus. Sevastopol. Offiziell gemietet bis 2042.

In der Westpresse wird dieser zeitliche Ablauf einfach um 180 Grad gedreht und damit die Geschichte auf den Kopf gestellt. Manipulation der öffentlichen Meinung als Basis für Kriegs-Propaganda gegen Russland.

Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser folgte der Einlandung von KenFM und Free21 nach Berlin, um die Geschehnisse in der Ukraine in ihrer korrekten zeitlichen Abfolge darzulegen.

Eingebettet wird sein Vortrag in die Geschichte zahlosser Regierungsputsche, die eben alles andere sind als ein Demokratieexport. Oft wurde durch einen Putsch die Demokratie beseitigt. Was den Menschen gern als Regime-Change verkauft wird, sprich Befreiung von der Diktatur mit Hilfe von Außen, stellt sich bei genauerem Hinsehen oft als Import eines (anderen, dem Westen wohlgesinnten) Diktators dar.

In diesem Spiel sind die USA bis heute federführend. Welche Rolle spielten sie damals auf dem Maidan und welche Folgen hat der Regime-Change oder Putsch in Kiew für Europa, und damit auch für Deutschland?

Knappe zwei Stunden Geopolitik im Kino Babylon in Berlin, mit aktuellem Bezug. Spannend und vor allem erhellend, wenn es darum geht, wie in den Massenmedien die Wahrheit verbogen wird, um auch den Bürger der BRD wieder für Krieg zu begeistern. In Zeiten des Internet hat die Staatspropaganda es dann aber zunehmend schwerer, Menschen flächendeckend das Gehirn zu waschen.

Die öffentliche Meinung ist das zweitgrößte Imperium auf diesem Planeten. WIR sind nicht Machtlos. Bildung hilft, die vermeintliche eigene Ohnmacht konsequent als das zu erkennen, was sie ist: Das Resultat bewusster Propaganda. Bildung ist hier das effektivste Gegengift. Bilde Dich. Mach Dich auf die Suche nach anderen Quellen. Macht Dir Dein eigenes Bild.

Dr. Daniele Ganser kann dabei ein Anfang sein.

http://www.kenfm.de
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http://kenfm.de/unterstutze-kenfm

KenFM Geopolitischer Aufklärungstalk

#KenFM Geopolitischer Aufklärungstalk (12. Mai in Berlin aufgenommen)

Mit Willy Wimmer, CDU-Urgestein, ehemaliger Vize-Präsident der OSZE/KSZE und Autor des Buches „Wiederkehr der Hasardeure“; Mathias Bröckers, TAZ-Mitbegründer und Autor des Buches „Wir sind die Guten“; Dirk Pohlmann, Dokumentarfilmer für ARTE und ZDF und Dr. Daniele Ganser; Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz, sein bekanntestes Buch: „NATO-Geheimarmeen in Europa – Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung“.

https://www.youtube.com/watch?v=hrU5i_hjDNc&sns=fb

Veröffentlicht am 03.06.2015

Krieg als bewusst eingesetztes Mittel der Politik war in den letzten Jahrzehnten für und in Europa ein Tabu. Diese Zeiten endeten unmittelbar nach Mauerfall und dem Zusammenbruch der UdSSR.