Vortrag von Rainer Mausfeld im SWR: „Degeneration des öffentlichen Debattenraumes rückgängig machen“

Paul Schreyer

3. Dezember 2018   —   Gestern strahlte der SWR im Rahmen der Sendereihe „Teleakademie“ einen Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld aus. Unter dem Titel „Elitendemokratie und Meinungsmanagement – Hat sich die Vorstellung vom ‚mündigen Bürger‘ überlebt?“ schildert Mausfeld darin unter anderem den Streit zwischen den beiden amerikanischen Intellektuellen Walter Lippmann, einem Anhänger der Elitendemokratie, und John Dewey, einem Radikaldemokraten. Für Lippmann gehörte die Demokratie in die Hände von Experten, da das Volk zu apathisch, ignorant und von Vorurteilen geleitet sei. Dewey hingegen betonte, dass die politische Intelligenz der Bevölkerung zunächst einmal davon abhänge, dass der öffentliche Debattenraum überhaupt intakt ist. Mit anderen Worten: Interessengeleitete Medien voller Auslassungen, Manipulationen und Propaganda machen eine kompetente Willensbildung – und damit auch die Demokratie – unmöglich. Mausfeld zitiert hierzu Deweys eindringliche Schlussfolgerung:

„Solange bei der Unterrichtung der Öffentlichkeit Geheimhaltung, Parteilichkeit, Vorurteile, Falschdarstellungen, Propaganda und schiere Ignoranz überwiegen, gibt es keine Möglichkeit, die politische Intelligenz…

Ursprünglichen Post anzeigen 77 weitere Wörter

28. Pleisweiler Gespräch mit Professor MAUSFELD – 22. Oktober 2017

Am 03.11.2017 veröffentlicht

 
Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt – Rainer Mausfelds Vortrag zu den Pleisweiler Gesprächen als Video Der Vortrag ist mit gut zwei Stunden recht lang geraten. Aber er war spannend und Rainer Mausfeld präsentierte viel Material, viele Anregungen, viele Daten, viele Zitate, viele Hinweise auf Literatur – der Vortrag enthält ein Bündel von nützlichen Informationen. Sie können dann, wenn Sie sich für eine der vielen benutzten Abbildungen und Folien besonders interessieren das Video anhalten, nachlesen und notieren. Was mir beim Noch-mal-anschauen besonders auffiel: Rainer Mausfeld und mit ihm viele NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser leben in einer anderen Welt als die Mehrheit der in unserem Land dominierenden Personen in Politik und Medienwelt. Wer das Geschehen kritisch betrachtet, ist weit weg von jenen, die in unserer Gesellschaft das Sagen haben. Sie unterscheiden sich vor allem im Blick auf das, was bei uns Demokratie genannt und als solche tagaus tagein gerühmt wird. Da gießt Rainer Mausfeld kübelweise Wasser in den üblichen politischen Bildungswein. Er beschreibt und belegt, wie alt und wie geplant die neoliberal geprägte Zerstörung demokratischen Zusammenlebens ist. Der historische Abriss ist ganz und gar nicht langweilig.
Am Schluss kommt die große Frage: Was tun? Selbst aktiv werden. Das vollständige Thema des Vortrags lautete: Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt: Neue Wege der „Stabilitätssicherung“ im autoritären Neoliberalismus Nachzutragen bleibt noch eine Bitte an Sie. Unterstützen Sie uns, falls Sie sich das finanziell leisten können, bei der Finanzierung der entstandenen Kosten für Veranstaltung und Videoaufnahmen. Nutzen Sie bitte dazu das Konto des Fördervereins der NachDenkSeiten: http://www.nachdenkseiten.de/?page_id…
Die im Votrag verwendeten Folien lassen sich als PDF öffnen:

KenFM-Spotlight: Ausschnitt aus dem Gespräch mit Prof. Rainer Mausfeld

Veröffentlicht am 03.03.2017
KenFM-Spotlight: Ausschnitt aus dem Gespräch mit Prof. Rainer Mausfeld – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/rainer-mausfeld/

Wenn es einer sehr kleinen und übersichtlichen Gruppe von Menschen gelingt, die Massen global und über Jahrzehnte für die eigenen Ziele arbeiten zu lassen, kann das nur dann erfolgreich bewerkstelligt werden, wenn diese Eliten die Techniken der Gehirnwäsche auf allen Ebenen konsequent zur Anwendung bringen. Schon der Umstand, dass Völker sich für Krieg begeistern lassen, zeigt die Macht dieser Technik.

Seit dem römischen Prinzip „Teile und Herrsche“ haben sich die Werkzeuge der Gehirnwäsche extrem verfeinert. Ein großer Teil der sogenannten Sozialforschung wurde im Auftrag der Eliten finanziert, um den Menschen als Wesen, das nur im Kollektiv überleben kann, im Anschluss in seine Bestandteile zerlegen zu können, ihn gefügig zu machen.

Der Grad der Manipulation ist viel größer, als die meisten von uns auch nur ahnen. Aber gerade darin liegt die Macht dieser Elitentechnik. Massenmedien sind dabei eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Realität zu verschleiern und unsichtbar zu machen. Wer darauf aufmerksam macht, wird vom System gnadenlos attackiert, lächerlich gemacht und ausgegrenzt. Das finale Ziel ist immer die Vernichtung derer, die die Tarnung der Eliten auffliegen lassen.

Der Soziologe Prof. Rainer Mausfeld hat sich intensiv mit den Techniken der Verschleierung und des Gefügigmachens auseinandergesetzt. Seine auch im Netz veröffentlichen Vorträge, u. a. mit dem Titel „Warum schweigen die Lämmer“, wurden zu Blockbustern in Netz.

KenFM sprach mit Rainer Mausfeld über den Status Quo einer auf den neoliberalen Kurs eingeschworenen Gesellschaft, die sich in gegenseitigen Lagerkämpfen an die Gurgel geht, während die Geldeliten weiter die Strippen ziehen. Die Manipulation ist extrem perfide, denn sie beleidigt den Menschen an sich, der nicht wahrhaben will, dass er wie Vieh zur Schlachtbank geführt werden kann und wird, indem man ihn mit den pervertierten Techniken der Demokratie davon abhält zu sehen, in welcher Situation er sich tatsächlich befindet.

Die Zeit des Erwachens steht unmittelbar bevor. Sie wird nicht ohne Schmerzen zu haben sein. Die Medienrevolution ist wie eine Geburt. Wir müssen da durch, um ein autarkes Leben wirklich beginnen zu können.

+++

Inhaltsverzeichnis in Stichworten:

ab 00:03:24 Die Natur des Neoliberalismus

ab 00:11:40 Das Verschwinden des Elitenspektrums

ab 00:14:20 Vom Selbstbild des Menschen

ab 00:19:26 Demokratie als Herrschaftsinstrument der Eliten

ab 00:30:50 Die Atomisierung des Selbst: seine Zerlegung in ein Bündel von
Kompetenzen https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=30m50s
ab 00:41:01 Lügenpresse, Querfront, Antiamerikanismus – die Pervertierung
von Begriffen https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=41m1s
ab 00:50:04 Die Asymmetrie in der Deutsch-Amerikanischen Beziehung

ab 00:56:12 Feudalismus oder: als der Gegner noch sichtbar war

ab 01:02:21 Folgenloses Aufaddieren von Empörungsfällen, um
Widerstandspotential zu schwächen https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h2m21s
ab 01:03:43 Das Menschenbild des Neoliberalismus und seine Nähe zum
Behaviorismus https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h3m43s
ab 01:14:49 Wahlen im Kontext einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung

ab 01:16:36 Von Orwell und Huxley: „Wir amüsieren uns zu Tode“

ab 01:19:17 Bargeldabschaffung und die Aufrechterhaltung unsers
Mikrokosmos https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h19m17s
ab 01:35:53 Fehlinterpretationen der Aufklärung: Selbstbild-Rhetorik

ab 01:41:36 Wie der Neoliberalismus unsere „dunkle“ Seite nährt und die
„helle“ verleugnet https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h41m36s

 

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuet…

https://www.kenfm.de
https://www.facebook.com/KenFM.de
https://www.vk.com/kenfm
https://www.twitter.com/TeamKenFM
https://www.youtube.com/wwwKenFMde

‚Positionen‘ Ken FM-Übersicht bisheriger Sendungen

Politik verstehen:

  1. KenFM-Positionen 9: Wege aus der Krise

  2. 2

    KenFM-Positionen 8: Strukturen der Macht

  3. 3

    KenFM-Positionen 7: Journalismus oder Propaganda – Wenn Recherche zum Risiko wird

  4. 4

    KenFM-Positionen 6: Kotau oder K.O. – Wie autark ist Europa?

  5. 5

    KenFM-Positionen 5: Geld regiert die Welt – Welchen Anteil am Elend hat der Zins?

  6. 6

    KenFM-Positionen 4: Kooperation oder Konkurrenz – Braucht der Mensch ein Feindbild?

  7. 7

    KenFM-Positionen 3: Demokratie oder Markt – Was kostet uns der Casino-Kapitalismus?

  8. 8

    KenFM-Positionen 2: Ethik oder Etat – Sind unsere Werte nur Börsenwerte?

  9. 9

    KenFM-Positionen 1: Krieg oder Frieden in Europa – Wer bestimmt auf dem Kontinent?

KenFM im Gespräch mit: Hermann Ploppa (Die Macher hinter den Kulissen)

Veröffentlicht am 28.07.2015

Wir leben in einem System, das sich „Der Westen“ nennt und vorgibt, demokratisch organisiert zu sein. Eine Gesellschaft, die den Anschein erweckt, durch das Volk regiert zu werden. Die Realität sieht jedoch völlig anders aus. In Wirklichkeit ist das, was man uns als Demokratie verkauft, ein gigantisches Täuschungsmanöver, um einer sehr kleinen Geldelite die Möglichkeit zu geben, global ihren Willen durchzusetzen.

Damit das möglichst ohne großen Widerstand geschieht, werden alle Entscheidungsträger in allen Bereichen der Gesellschaft über entsprechende Think-Tanks, Stiftungen oder Kaderschmieden auf Linie gebracht. Nur wer hier besteht, wird in eine Führungsposition durchgereicht. Diese subtile Gehirnwäsche durch das System selbst ist derart geschickt gemacht, dass selbst diejenigen, die in den bekanntesten Think-Tanks mitmischen, permanent bestreiten, dass es einen solchen Einfluss gibt.

Fakt ist: Wer den Eliten auch nur ansatzweise die Macht streitig macht, wird zeitnah aussortiert. Sollte er es dennoch zu gesellschaftlichem Einfluss bringen, sieht er sich einer durch die Bank embeddeten Pressemaschine gegenüber, die ihn wann immer es nötig ist, diffamiert, jobbt und ins völlige gesellschaftliche wie finanzielle Abseits bugsiert. Isolation als Strafe für nicht geleistete Unterwürfigkeit. Das größte Tabu-Thema in dieser gelenkten Demokratie ist das Hinterfragen der tatsächlichen Machtstrukturen.

Hermann Ploppa erläutert in seinem Buch „Die Macher hinter den Kulissen“ die einzelnen Think-Tanks und Kaderschmieden en detail und legt offen, was die Elite am liebsten weiterhin verschleiern würde. Dass Ploppas Buch nicht in systemkonformen Medien besprochen wird, liegt auf der Hand. Bei KenFM kommt der Autor ausführlich zu Wort.

http://www.kenfm.de
http://www.facebook.com/KenFM.de
http://www.twitter.com/TeamKenFM
http://kenfm.de/unterstutze-kenfm

Wie Eliten Macht organisieren. Bilderberg & Co, Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke; Wernicke-Interview, NDS 30.05.2016

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 31.05.2016

Hallo zusammen,

Das spannende, viele Elemente der Herrschaftsforschung der letzten Jahrzehnte in den Blick nehmende Interview von Jens Wernicke mit dem Soziologen Markus Klöckner ist „Pflichtlektüre“ (inklusive der filmischen Teile zur Medienkrititk, der Vorträge von Rainer Mausfeld oder des Interviews mit dem „Alpha“-Journalisten Stefan Cornelius und der inzwischen oft zitierten Forschungen/Beiträge des leider viel zu früh verstorbenen französischen Soziologen Pierre Bourdieu. (u.a. maßgeblicher Autor des Grundlagenwerks: Das Elend der Welt. Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft; dt. Ausgabe: Universitätsverlag Konstanz 1997, 848 S.; frz. Originalausgabe : La misère du monde, Editions du Seuil, 1993.)

„Nicht bemitleiden, nicht auslachen, nicht verabscheuen, sondern verstehen“: Diese Anweisung Spinozas sich zu eigen zu machen wäre für den Soziologen nutzlos, könnte er nicht auch die Mittel an die Hand geben, um sie zu befolgen. Wie aber lassen sich die Mittel des Verstehens, die es ermöglichen, die Menschen so zu nehmen wie sie sind, anders weitergeben als dadurch, dass er die Instrumente anbietet, die notwendig sind, um sie als notwendige zu erfassen, um sie notwendig zu machen, indem er sie methodisch auf die Ursachen und Gründe zurückführt, derentwegen sie sind, was sie sind?“ (Pierre Bourdieu: An den Leser, a.a.O. S. 13)

Der deutsche Soziologe, der frühzeitig die Forschungen der „Power Structure Research“ – zurückgehend auf den Soziologen Charles Wright Mills – hierzulande versuchte publik und fruchtbar zu machen, ist Hans Jürgen Krysmanski. Er lehrte bis 2001 an der Universität Münster.

In seinem letzten Buch „0,1% – Das Imperium der Milliardäre“, das „Teil eines offenen Projekts (ist), keine abgeschlossene Analyse oder gar ein fertiges Theoriestück. Es soll anregen, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen – auch im Internet“ / S.9) entwickelt Krysmanski u.a. „das Schema einer ‚Ringburg’, () das meine Überlegungen zu einem Imperium der Milliardäre wesentlich bestimmt hat. Dieses Modell versucht die Wege anzudeuten, die von den 99 Prozent zu den 0,1 Prozent und den 0,01 Prozent führen, von denen dieses Buch handelt. Die konzentrischen Ringe verweisen auf den Zusammenhang, der für das Funktionieren des gegenwärtigen Kapitalismus existentiellen Eliten: der superreichen Geldelite einerseits, der verschiedenen Funktionseliten andererseits. Die mit dem Namen Ringburg verbundenen feudalistischen Konnotationen sind nicht unbeabsichtigt. Im übrigen hat dieses Ringmodell der Eliten inzwischen sogar eine ‚Protest Rock Opera’ angeregt“ / S. 37, 40, 63, 103) – zit.a. H.J. Krysmanski: 0,1% – Das Imperium der Milliardäre; Westend-Verlag 2012, 287 S.

Viel Spaß bei den Lektüren,
Martin Zeis

NDS, 30.05.2016 – http://www.nachdenkseiten.de/?p=33580

Wie Eliten Macht organisieren. Bilderberg & Co, Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke

„Die Eliten im Lande diskutieren bereits seit Jahren über Sinn und Unsinn, die Vor- und Nachteile der Demokratie. Die Fesseln der Demokratie werden ihnen zuneh-mend lästig. Wer aber sind diese „Eliten“? Wie organisieren und exekutieren sie ihre Macht? Und wie erreichen sie es, dass es so wenig Gegenwehr gegen immer weite-ren Sozialabbau, Entsolidarisierung und Entdemokratisierung gibt?“ (zit.a. Vorwort von Jens Berger)

Jens Wernicke im Gespräch mit dem Autor Markus Klöckner

Herr Klöckner, wir verdanken Ihnen nicht nur wunderbare Telepolis-Artikel zum Vertrauensverlust in die Medien und den Gründen hierfür; gerade erschien auch noch das Buch „Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg & Co.: Lobby-ing, Think Tanks und Mediennetzwerke“, dessen Mitherausgeber Sie sind. Warum dieses Buch? Was treibt Sie an?

Da gibt es mehrere Gründe. Der Aufhänger für das Buch ist, dass es in diesem Jahr genau 60 Jahre her ist, seitdem die Soziologie mit der Theorie der Machtelite berei-chert wurde. Es war nämlich im Jahr 1956, als der Soziologe Charles Wright Mills ein Buch mit dem bezeichnenden Titel „The Power Elite“, das in Deutschland zu Beginn der 60er Jahre unter dem Titel „Die amerikanische Machtelite“ veröffentlicht wurde, herausbrachte.
In dem Buch hat Mills etwas getan, was ein guter Soziologe geradezu tun muss und was leider ziemlich selten geworden ist: Er hat ganz grundlegende „Wahrheiten“ kri-tisch hinterfragt und ist nicht davor zurückgeschreckt, Antworten zu geben, die fest an dem politischen Wirklichkeitsverständnis von so manchem Zeitgenossen gerüttelt haben.
Sein besonderes Interesse galt dabei der Frage, ob die demokratischen Strukturen in den USA auch tatsächlich in der Praxis, also faktisch funktionieren, oder ob es nicht vielmehr so ist, dass es zwar eine demokratische Oberfläche gibt, sich hinter dieser aber längst Netzwerke gebildet haben, denen es gelingt, den demokratischen Ge-danken immer weiter zu unterlaufen.
Das Ergebnis von Mills‘ Forschung war die bereits erwähnte Machtelitentheorie. Demnach geht Mills davon aus, dass es Akteure gibt, die unterschiedlichen politi-schen, wirtschaftlichen und militärischen Gruppen angehören und zusammen ein komplexes Gebilde formen.

Mills erkannte: Diese Akteure, die aufgrund ihres Status und ihrer Vernetzung eine Machtelite bilden, sind in der Lage, Entscheidungen zu treffen, die sich mindestens auf nationaler Ebene bewegen. Anders gesagt: Der Soziologe hat herausgearbeitet, dass es in der amerikanischen Gesellschaft Akteure gibt, die sich quasi von den „nor-malen“ Reichen und Mächtigen noch weiter abgesetzt haben und über eine enorme Struktursetzungsmacht verfügen.
Da die Machtstrukturforschung insbesondere innerhalb der Soziologie in Deutsch-land eher am Rande vegetiert, haben wir uns entschlossen, dieses Buch herauszu-geben: Eine kritische Machtstrukturforschung ist für eine Demokratie sehr wichtig, da sie in der Lage ist, Bruchstellen im demokratischen Gefüge aufzuzeigen und die Ur-sachen für diese zu benennen. Wenn Sie so wollen, ist der Antrieb für das Buch also ein sehr demokratischer.

Was verstehen Sie denn unter „Eliten“ und warum ist ein Blick auf diese und ihre Macht wichtig in einer parlamentarischen Demokratie? (…)

Wernicke_KLÖCKNER-Interview_Wie-Eliten-Macht-organisieren160530.pdf

KenFM-Positionen #5: Geld regiert die Welt – Welchen Anteil am Elend hat der Zins?

Die Propagandaschau

kenfmDie fünfte Ausgabe von Ken Jebsens Gesprächsrunde „Positionen“ ist seit heute online. Das spannende Thema lautet dieses Mal:

Geld regiert die Welt –
Welchen Anteil am Elend hat der Zins?

KenFM_Positionen5 Bild anklicken, YouTube!

Gäste der fünften Ausgabe von Positionen sind:

  • Christiane Reymann, Publizistin und Aktivistin, Die Linke
  • Herrmann Ploppa, Autor von „Die Macher hinter den Kulissen“
  • Franz Hörmann, Professor für Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität Wien
  • Christoph Pfluger, Autor von „Das neue Geld“ und Herausgeber des Schweizer „Zeitpunkt“-Magazins

Ursprünglichen Post anzeigen 294 weitere Wörter