Seymour M. HERSH: Trump‘s Red Line; welt.de, 25.06.2017

Globalcrisis/globalchange NEWS

Stephan Best

26.06.2017

Hallo an die Listen,

der in SPRINGERS WELT am 24. Juni auf Englisch veröffentlichte Artikel (Siehe 1. Anhang als PDF) schlug bei einigen Kommentatoren bombenähnlich ein.

Der international bekannte Investigativ-Journalist Pepe Escobar postete gestern auf Facebook zu diesem Artikel:

„Absolute must read.

Trump’s „Syria policy“ in a nutshell.

The fact Sy Hersh simply cannot publish something like this in the US speaks not volumes, but whole libraries.“

Prof. Dr. Günter Meyer vom Zentrum für Forschung zur Arabischen Welt (ZEFAW) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hat die US-Version als False-Flag-Operation dekonstruiert:

https://www.rubikon.news/artikel/giftgasmassaker-war-false-flag-operation

Jens BERGER (NACHDENKSEITEN) kommt zwar nicht mit einer deutschen Übersetzung des Artikels der WELT heraus, will aber dennoch, dass Hershs piece mit den wichtigsten Aussagen Verbreitung findet:

26. Juni 2017 um 15:38 Uhr | Verantwortlich: Jens Berger

Seymour Hersh zu Assads angeblichem Giftgasangriff und Trumps angeblichem Vergeltungsschlag

Veröffentlicht in: Medien und Medienanalyse, Militäreinsätze/Kriege

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Der große alte Mann des investigativen politischen Journalismus hat wieder zugeschlagen. Seymour Hershs Artikel „Trump´s Red Line“ befasst sich mit dem angeblichen Giftgasangriff von Khan Scheikoun am 4. April 2017 und dem drei Tage später folgenden Luftangriff der USA auf einen syrischen Militärflugplatz. Laut Hersh, der sich wie gewohnt auf hochrangige Quellen im US-Sicherheitsapparat bezieht, gab es nie einen Giftgasangriff. Syriens Luftwaffe habe vielmehr ein hochrangiges Treffen von Kommandeuren islamistischer Gruppierungen mit einer konventionellen Bombe angegriffen. Die „Vergeltung“ der USA war demzufolge vor allem eine persönliche Entscheidung Trumps, bei der Militärberater das Schlimmste gerade noch verhindern konnten. Sehr interessant ist auch, dass Hershs jüngster Artikel exklusiv in der WELT am Sonntag erschienen ist. Sein alter Partner London Review of Books hat offenbar Angst, als prorussisch und prosyrisch zu gelten. Da muss man ausnahmsweise auch mal den Hut vor WELT-Herausgeber Stefan Aust ziehen, der dieses brisante Stück publizierte. Von Jens Berger.

Leider sind die deutschsprachigen Versionen des Hersh-Artikels „Trumps rote Linie“ und der Hintergrundbericht „Im Nebel des Kriegs“ hinter der Bezahlschranke von welt.de. Die englischsprachigen Versionen „Trump´s Red Line“ und „The Fog of war“ sind jedoch frei zugänglich.

Seymour Hersh ist eine lebende Legende. Der Pulitzer-Preisträger deckte unter anderem 1969 das Massaker von My Lai auf und machte die Welt 2004 auf die Folterpraktiken im US-Gefängnis Abu-Ghraib aufmerksam. Regelmäßig schreibt er über sicherheitspolitische Themen, vor allem über die US-Kriege im Nahen und Mittleren Osten. Hershs große Stärke sind seine Netzwerke. Er verfügt über zahlreiche hochrangige Insiderquellen in den Ministerien, den Geheimdiensten und dem Militär, die er in seinen Artikeln anonym zitiert. Genau dies wird ihm von seinen Kritikern paradoxerweise immer wieder vorgeworfen. Es ist schon seltsam, dass Quellenschutz immer dann hinterfragt wird, wenn die Quellen der „offiziellen Deutung“ widersprechen. Die WELT hat, so Redakteur Dirk Laabs, Hershs Quellen selbst überprüft und für glaubwürdig befunden. Dies gibt den Vorwürfen Hershs eine besondere Bedeutung, können sie doch nicht mehr wie üblich als antiamerikanisch abqualifiziert werden. Denn eines kann man Springers WELT nun wirklich nicht vorwerfen – dass sie antiamerikanisch sei.

Der „Giftgasangriff“, der wohl keiner war

Was hat sich also am 4. April 2017 in Syrien abgespielt? Hershs Quellen zufolge hatten die Russen schon längere Zeit ein zweistöckiges Gebäude im Norden der von Islamisten besetzten Stadt Khan Scheikoun im Visier. Dort sollte sich, Geheimdienstberichten zufolge, eine Art Kommandozentrale der Islamisten befinden. Nach einer Überwachung des Gebäudes durch Drohnen war man der Überzeugung, mit einem gezielten Luftschlag zum richtigen Zeitpunkt hochrangige Kommandeure der Dschihadisten ausschalten zu können. Der Angriff wurde von der syrischen Luftwaffe durchgeführt. Als Waffe kam offenbar eine moderne russische lasergelenkte Bombe mit 500 Pfund Sprengstoff zum Einsatz. Der Angriff wurde den US-Militärs zuvor im üblichen Rahmen angekündigt – eine Praxis, die verhindern soll, dass man sich gegenseitig im gefährlichen syrischen Luftraum in die Quere kommt. Im besonderen Fall ging es – so Hershs Quelle – jedoch auch darum, dass die US-Dienste ihre Informanten oder Agenten unter den Dschihadisten vor dem Anschlag warnen konnten.

Die Bombardierung war offenbar erfolgreich. Geheimdienstberichten zufolge konnten vier hochrangige Kommandeure ausgeschaltet werden. Was danach passierte, entzieht sich jedoch auch für Hershs Quellen jeglicher Kenntnis. Minuten nach der Bombardierung wurden über YouTube und die Sozialen Netzwerke bereits Filme und Bilder von vermeintlichen Giftgasopfern gezeigt – die Quelle waren meist Gruppierungen wie die „Weißhelme“; eine vom Westen finanzierte syrische NGO, die massiv in der Kritik steht, Teil eines Informationskriegs gegen Russland und Syrien zu sein.

Es ist unmöglich, den Vorfall wirklich objektiv zu bewerten, da es keine belastbaren Belege gibt. Unabhängige Inspektoren waren nie vor Ort, die Proben, die von der OPCW untersucht wurden, stammten aus Material, das das türkische Gesundheitsministerium von „Oppositionellen“ bekommen hat und entziehen sich daher jeder Aussagekraft. Hershs Version ist jedoch auch nicht über jeden Zweifel erhaben, da syrische und russische Erklärungen über den Vorfall deutlich von den Aussagen der Quelle Hershs abweichen . Warum sollten die Syrer und die Russen etwas von einem offenbar zerstörten „Chemiewaffenlager“ der Islamisten vermelden, wenn es gar kein solches Lager gab? Die Vergiftungen der Menschen vor Ort erklärt Hershs Quelle damit, dass im Erdgeschoss des zerstörten Gebäudes ein Lager für Düngemittel, Insektizide und chlorhaltige Desinfektionsmittel untergebracht war, das angeblich durch eine „Sekundärexplosion“ chemische Giftstoffe freigesetzt haben soll. Über jegliche Zweifel erhaben ist diese Version auch nicht. Wesentlich stärker ist da schon das Argument von Hershs Quelle, dass Assad nicht nur kein Motiv gehabt hat, sondern dass ein Giftgasangriff sogar ganz entschieden gegen die syrischen Interessen gerichtet sei.

„Was den meisten Amerikanern gar nicht in den Sinn kommt, ist, dass ein syrischer Giftgasangriff, den Bashar [al Assad] befohlen haben soll, die Russen zehnmal mehr verärgert hätte als den Westen. Die russische Strategie gegen den IS, die ja eine Kooperation mit dem Westen vorsieht, wäre dahin und Basahr [al Assad] wäre dafür verantwortlich, Russland vor´s Schienbein getreten zu haben, ohne die Konsequenzen für ihn zu bedenken. Würde Bashar [al Assad] so was tun? Wo er gerade dabei ist, den Krieg zu gewinnen? Wollt Ihr mich veräppeln?“

Trumps Vergeltungsschlag sollte uns beunruhigen

Über jeden Zweifel erhaben ist indes die offizielle Reaktion der USA. Trump verfolgte die Folgen des angeblichen Giftgasangriffs Hersh zufolge zusammen mit dem jordanischen König im Fernsehen und war vom ersten Moment an schockiert. „Unschuldige Babies“ – dafür musste irgendwer bezahlen und wenn die Medien Assad als Schlächter ausgemacht hatten, war er es halt, der die Vergeltung der USA zu spüren bekommen sollte.

Interessant ist, dass laut Hersh die US-Dienste mehrfach unterstrichen haben sollen, dass es kein Indiz für eine syrische Täterschaft und noch nicht einmal einen starken Beweis dafür gebe, dass es überhaupt einen „Giftgasangriff“ gegeben hat. Das soll Trump aber nicht davon abgehalten haben, eine Vergeltung anzuordnen. Es ging nicht mehr um das „ob“, sondern nur noch um das „wie“.

Beschlossen wurde der Vergeltungsschlag bei einem Treffen des inneren Zirkels auf Trumps Anwesen in Mar-a-Lago. Es gab offenbar vier Optionen, von denen zwei (gar nichts zu tun und ein Enthauptungsschlag mit einer Bombardierung der Paläste Assads) von vornherein ausgeschlossen wurden. Übrig blieb die letzten Endes beschlossene, eher symbolische Bombardierung eines syrischen Luftwaffenstützpunktes und eine groß angelegte Bombardierung zahlreicher Einrichtungen des syrischen Militärs. Dabei soll – so Hershs Quelle – die „politische Seite“, allen voran Trump und Außenminister Rex Tillerson, eigentlich die letztere Option bevorzugt haben. Glücklicherweise konnten die Militärberater, die darauf hinwiesen, dass einem groß angelegten Bombardement auch russische Soldaten in den Luftabwehrstellungen zum Opfer fallen würden, sich durchsetzen und man entschied sich für einen symbolischen Akt, der möglichst wenig Schaden verursachen sollte. Nachdem man vorher die Russen und damit indirekt auch die Syrer vorwarnte, blieben die Folgen überschaubar: Offenbar traf nur ein Bruchteil der 60 Marschflugkörper überhaupt das Ziel und zerstörte dort lediglich neun, ohnehin nicht mehr einsatzfähige, Flugzeuge. Es hätte schlimmer kommen können.

Nun ist Trump einer von uns!

Zugegeben – je mehr man über die Vorgänge erfährt, desto skurriler wird die ganze Geschichte. Vor allem sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass der US-Vergeltungsschlag im Westen als die eigentliche Amtseinführung des neuen US-Präsidenten gewertet wurde. Schaut her, auch Trump führt Kriege! Nun ist er einer von uns – ein „ganz normaler“ US-Präsident.

Die Lektion aus dem Vorfall lässt jedoch Schlimmes erwarten. Wenn es den Islamisten mit Hilfe gelungener PR-Arbeit gelungen ist, Trump einmal in die „Rote-Linie-Falle“ laufen gelassen zu haben, werden sie dies auch noch weitere Male probieren. Und dann kann Trump nicht mehr hinter seine eigene Doktrin zurück – er muss wieder Vergeltung üben und diese Vergeltung muss noch deutlicher ausfallen. So will es die Macho-Logik, der sich ein Trump allem Anschein nach unterworfen hat. Diesmal konnten ihn seine Berater noch davon abhalten, russische Militärs zu bombardieren und so eine internationale Krise auszulösen. Wird ihnen das beim nächsten Mal auch noch gelingen?

Auch die Bewertung des Giftgasangriffs als vermeintliche False-Flag-Aktion ist beunruhigend, zeigt sie doch, wie leicht es ist, eine willfährige Mehrheit der Medien ohne echte Belege hinters Licht zu führen. Qualitätskontrollen scheint es keine mehr zu geben, wenn quotenstarke Bilder von toten Kindern angeboten werden. Bleibt abzuwarten, ob die WELT selbst ihre Schlüsse aus diesem ungewöhnlichen Gastartikel zieht. Ihre kleine Schwester BILD gehörte im April jedenfalls zu den schrillsten Lautsprechern der islamistischen Propaganda.1

Der vollständige Artikel der NACHDENKSEITEN ist ebenfalls als 2. PDF angehängt

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Und hier zum Originaltext:

www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-Line.html

Trump‘s Red Line

Von Seymour M. Hersh

25.06.2017

President Donald Trump ignored important intelligence reports when he decided to attack Syria after he saw pictures of dying children. Seymour M. Hersh investigated the case of the alleged Sarin gas attack.

On April 6, United States President Donald Trump authorized an early morning Tomahawk missile strike on Shayrat Air Base in central Syria in retaliation for what he said was a deadly nerve agent attack carried out by the Syrian government two days earlier in the rebel-held town of Khan Sheikhoun. Trump issued the order despite having been warned by the U.S. intelligence community that it had found no evidence that the Syrians had used a chemical weapon.

The available intelligence made clear that the Syrians had targeted a jihadist meeting site on April 4 using a Russian-supplied guided bomb equipped with conventional explosives. Details of the attack, including information on its so-called high-value targets, had been provided by the Russians days in advance to American and allied military officials in Doha, whose mission is to coordinate all U.S., allied, Syrian and Russian Air Force operations in the region.

Some American military and intelligence officials were especially distressed by the president’s determination to ignore the evidence. „None of this makes any sense,“ one officer told colleagues upon learning of the decision to bomb. „We KNOW that there was no chemical attack … the Russians are furious. Claiming we have the real intel and know the truth … I guess it didn’t matter whether we elected Clinton or Trump.“

Within hours of the April 4 bombing, the world’s media was saturated with photographs and videos from Khan Sheikhoun. Pictures of dead and dying victims, allegedly suffering from the symptoms of nerve gas poisoning, were uploaded to social media by local activists, including the White Helmets, a first responder group known for its close association with the Syrian opposition.

(…)

– full text attached (pdf, 12 p) and available via www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-Line.html

Ciao Stephan Best

Texte zum Giftgasangriff in Khan Shaykhun, Syrien – Kritik der Erzählung des Weißen Hauses

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 19.04.2017

Hallo mitnand,

die NDS haben heute die Übersetzung der von MIT-Professor (em.) Theodore A. Postol am 11.04.2017 verfassten Einschätzung des US-Geheimdienst-Reports zum Giftgasangriff in Khan Shaykhun (Syrien) veröffentlicht. Der Anfang dieses Textes ist unten wiedergegeben.

Die englische Originalfassung ist verfügbar über: http://imgur.com/ZSl8o42 ( Theodore Postol – A Quick Turnaround Assessment of the White House Intelligence Report Issued on April 11, 2017 About the Nerve Agent Attack in Khan Shaykhun, Syria – Imgur )

Vor einigen Tage hatte bereits Prof. Dr. Günter Meyer auf dem Portal Rubicon.news die von den deutschen Medien sofort übernommene Story des Weißen Hauses, Assad sei der Täter, dekonstruiert. Siehe:
https://www.rubikon.news/artikel/giftgasmassaker-war-false-flag-operation

Schnelle Einschätzung des Geheimdienst-Reports, den das Weiße Haus am 11. April 2017 herausgegeben hat zum Giftgasangriff in Khan Shaykhun, Syrien
Von Theodore A. Postol, Emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und Nationale Sicherheitspolitik am Massachusetts Institute of Technology

„Lieber Larry,

ich beziehe mich auf das, was ich als ein Statement des Weißen Hauses verstehe, das Behauptungen aufstellt über geheimdienstliche Erkenntnisse zum Giftgasangriff am 4. April 2017 in Khan Shaykhun in Syrien. Aus Ihrer Nachricht entnehme ich, dass diese Zusammenfassung geheimdienstlicher Informationen im Laufe des 11. April 2017 herausgegeben wurde.

Ich habe mir das Dokument aufmerksam angesehen, und ich glaube, dass man zweifelsfrei zeigen kann, dass das Dokument keinen Beweis irgendeiner Art dafür liefert, dass die US-Regierung konkret weiß, dass die syrische Regierung Verursacher des Giftgasangriffs in Khan Shaykhun, Syrien, um ca. 6:00 bis 7:00 Uhr am 4. April 2017.

Tatsache ist, dass ein in dem Dokument angeführtes Beweisstück auf einen Angriff hinweist, der am Morgen des 4. April von Einzelpersonen am Boden verübt wurde, nicht aus der Luft.

Dieser Schluss basiert auf einer Vermutung, die das Weiße Haus anstellt hinsichtlich des Giftgasbehälters und der Fotos dieses Behälters. Meine Einschätzung ist, dass dieser Behälter höchst wahrscheinlich manipuliert oder inszeniert ist, so dass keine ernsthaften Schlüsse aus den vom Weißen Haus vorgelegten Fotos gezogen werden können.

Wenn man – wie das Weiße Haus – annimmt, dass das Sarin an dieser Stelle ausgetreten ist und dass an dieser Stelle nicht manipuliert worden ist, dann ist die plausibelste Schlussfolgerung, dass das Sarin aus einem improvisierten Behälter ausgetreten ist, der aus einem 122mm Raketenrohr bestand, in das das Sarin gefüllt war und das auf beiden Seiten verschlossen war.

Die einzige unbestreitbare Tatsache im Bericht des Weißen Hauses ist, dass an jenem Morgen in Khan Shaykhun ein Chemiewaffenangriff mit Giftgas stattgefunden hat. Der Report wiederholt diesen Punkt an vielen Stellen, aber er enthält absolut keinen Beweis dafür, dass es sich dabei um einen Angriff mit einer Munition handelt, die aus einem Flugzeug abgeworfen wurde. Tatsächlich gibt es im Report keinen Beweis dafür, wer der Urheber dieser Gräueltat war. (…)“

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=37887

Theodore A. POSTOL A Quick Turnaround Assessment of the White House Intelligence Report Issued on April 11, 2017

Assessment of White House Intelligence Report of April 11, 2017

A Quick Turnaround Assessment of the White House Intelligence Report Issued on April 11, 2017
About the Nerve Agent Attack in Khan Shaykhun, Syria.

Theodore A. Postol
Professor Emeritus of Science, Technology, and National Security Policy Massachusetts Institute of Technology

April 17, 2017 Page 1 of 14 Pages

Report by White House Alleging Proof of Syria as the Perpetrator of the Nerve Agent Attack in Khan Shaykhun on April4,2017_(April11,2017)_Standard_

-= Full text attached -=

Seymour M. Hersh · Whose sarin? · LRB 19 December 2013

Barack Obama did not tell the whole story when he tried to make the case that Bashar al-Assad was responsible for the chemical weapons attack on 21 August.

Quelle: Seymour M. Hersh · Whose sarin? · LRB 19 December 2013

Neue Erkenntnisse zu Todesschüssen auf dem Maidan 20.2.2014

Elke Schenk – globalcrisis/globalchange NEWS

20.2.2017

https://www.heise.de/tp/features/Woher-kamen-die-Todesschuesse-3630949.html?view=print[1]

*Woher kamen die Todesschüsse?*

20-2-2017 – Stefan Korinth

Keine tödliche Kugel passt zu Berkut-Kalaschnikows. Die Staatsanwaltschaft nutzt ein entscheidendes Überwachungsvideo nicht. Und über hundert Menschen erklärten bislang, Schützen in Maidangebäuden gesehen zu haben. […]

(Der kanadisch-ukrainischen Politikwissenschaftler) Katchanovski hatte in seiner Studie ermittelt, dass vorrückende Maidankämpfer und andere Maidananhänger von Schützen aus Gebäuden wie dem Hotel Ukraina, dem Oktoberpalast oder der Bank Arkada erschossen wurden. Genau wie die Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft habe auch seine Studie „keine zuverlässigen Beweise“ dafür gefunden, dass Regierungsscharfschützen der Einheiten Omega, SBU-Alpha, Bulat oder Scharfschützen einer sogenannten „dritten Kraft“ die Maidankämpfer ermordeten, unterstreicht der Forscher von der Universität Ottawa. […]

27 von 28 an der Institutska getöteten Maidananhängern und die absolute Mehrheit der Verletzten sei aus signifikant vertikalen Winkeln erschossen worden, so Katchanovski weiter. Die Barrikade weiter hinten auf der Straße, von der Berkut-Polizisten feuerten, befand sich jedoch auf nahezu gleicher Höhe mit den Maidankämpfern. […]

Die massive Sperre der Sonderpolizei (Berkut, E.S.) könnte für die Aufklärung des Verbrechens entscheidend sein: „Die Staatsanwaltschaft hat während des Prozesses zugegeben, dass sie während des gesamten Massakers Videoaufzeichnungen der Berkut-Barrikade hat“, so der Politikwissenschaftler.

Bisherige Videos zeigten die Barrikade immer nur aus größerer Entfernung. Aber diese Videos, die aus einer viel näheren Entfernung von einer Nationalbank- Kamera gemacht wurden, werden, mit einer Ausnahme, im Prozess nicht als Beweismittel für die Erschießung von Demonstranten durch Berkut eingesetzt.

/Ivan Katchanovski/

Diese wichtigen Aufnahmen mit Zeitstempel könnten leicht mit den Zeiten der Schüsse auf Demonstranten und mit den Positionen der Berkut-Polizisten synchronisiert werden, erklärt Katchanovski weiter. Dass dies von der Staatsanwaltschaft nicht gemacht werde, sei ein indirekter Beweis dafür, dass das Maidan-Massaker eine „Operation unter falscher Flagge“ war. Katchanovski kam in seinen Nachforschungen zum Ergebnis, dass es dieselben Schützen waren, die sowohl vorrückende Maidankämpfer als auch Polizisten beschossen.

*Nur ein Todesschütze bislang definitiv identifiziert*

Der einzig bislang bekannte Todesschütze ist Maidankämpfer Ivan Bubentschik, der in Interviews 2015 und 2016 gestand, dass er am Morgen des 20. Februar mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr zwei Berkut-Kommandeure vom Musikkonservatorium aus erschossen und viele weitere Polizisten verwundet hatte. (*Maidan: „Ich schoss ihnen ins Genick“[10]*) Wegen einer Generalamnestie für Maidankämpfer wird er jedoch nicht strafrechtlich dafür verfolgt. Bubentschik kommandiert heute das Bataillon Zakhid-2, das aus Mitgliedern des Rechten Sektors gebildet wurde.

[…]

vollständiger Text im Anhang

Ergänzende Hinweise Elke Schenk:

(1) Schon am 10.4.2014 hat die ARD-Monitor-Sendung (nur die 11-minütige Sendung ist vollständig) „*Todesschüsse in Kiew: Wer ist für das Blutbad vom Maidan verantwortlich“*

http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Todessch%C3%BCsse-in-Kiew-Wer-ist-f%C3%BCr-das-Bl/Das-Erste/Video?bcastId=438224&documentId=38433008

(Abruf 20.2.2017) wesentliche Erkenntnisse zum Tathergang und zu den Todesschützen veröffentlicht.

(2) Das Verhalten der Generalstaatsanwaltschaft verwundert nicht, wenn man weiß, dass der nach dem Putsch in der Ukraine eingesetzte Generalstaatsanwalt Oleg Machnitzkij zur Partei Swoboda gehört, einer ideologisch der NPD nahe stehende Partei.

(3) Die 79 Seiten umfassende Untersuchung von Ivan Katchanovski wird im Artikel

von Stephan Korinth nicht verlinkt:

The “Snipers ’ Massacre” on the Maidan in Ukraine, Ivan Katchanovski, Ph.D. School of Political Studies & Department of Communication University of Ottawa Ottawa, ON K1N 6N5, Canada – ikatchan@uottawa.ca

Paper prepared for presentation at the Annual Meeting of American Political Science Association in San Francisco, September 3-6, 2015

DOKUMENTIERT: Ivan KATCHANOVSKI The “Snipers’ Massacre” on the Maidan in Ukraine – NDS 15.09.2015

Dank eines Hinweises der Nachdenkseiten dokumentiere ich eine Neuveröffentlichung des Canadiers Ivan Katchanovski:

The “Snipers’ Massacre” on the Maidan in Ukraine
This academic investigation concludes that the massacre was a false flag operation, which was rationally planned and carried out with a goal of the overthrow of the government and seizure of power. It found various evidence of the involvement of an alliance of the far right organizations, specifically the Right Sector and Svoboda, and oligarchic parties, such as Fatherland. Concealed shooters and spotters were located in at least 20 Maidan-controlled buildings or areas. The various evidence that the protesters were killed from these locations include some 70 testimonies, primarily by Maidan protesters, several videos of “snipers” targeting protesters from these buildings, comparisons of positions of the specific protesters at the time of their killing and their entry wounds, and bullet impact signs. The study uncovered
various videos and photos of armed Maidan “snipers” and spotters in many of these buildings. The paper presents implications of these findings for understanding the nature of the change of the government in Ukraine, the civil war in Donbas, Russian military intervention in Crimea and Donbas, and an international conflict between the West and Russia over Ukraine. Original PDF below
Quelle: Ivan Katchanovski, Ph.D. School of Political Studies University of Ottawa

Snipers_Massacre_on_the_Maidan_in_Ukraine_APSA_Conference

(Paper prepared for presentation at the Annual Meeting of American Political Science Association in San Francisco, September 3-6, 2015)

Ukraine’s President Poroshenko Admits Overthrow Of Yanukovych Was A Coup

Ukraine’s President Poroshenko Admits Overthrow Of Yanukovych Was A Coup.

Ukraine’s President Poroshenko Admits Overthrow Of Yanukovych Was A Coup

In a remarkable document, which is not posted at the English version of the website of the Constitutional Co . . .

http://www.zerohedge.com/news/2015-06-22/ukraine’s-presiden . . .