100 Jahre Kommunistische Partei Chinas: Beobachtungen eines Nichthistorikers und Nichtmarxisten zu China. Ein Essay

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Chinas Rolle in einer neuen globalen Ordnung

Juli 2021 Wolfram Elsner
100 Jahre Kommunistische Partei Chinas: Beobachtungen eines Nichthistorikers und
Nichtmarxisten zu China. Ein Essay (Teil 1)


Eine nahezu 5.000 Jahre alte Kultur, eine rund 3.000 Jahre alte (relativ) einheitliche Nation,
9,5 Millionen Quadratkilometer Festland, davon aber nur etwa acht Prozent der agrarisch
nutzbaren Fläche der Welt bei knapp 20 Prozent der Weltbevölkerung, also 1,4 Milliarden
Menschen – das ist China. Unter anderem.
China hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer der  ärmsten Nationen, als die der
europäische, japanische und US-amerikanische Kolonialismus das historisch stets reiche
Land nach einem „Jahrhundert der Demütigung“, Auspressung, Zerschlagung, der
Paralysierung durch Rauschgift, also das englisch-indische Opium, und eines grandiosen
Wissensdiebstahls hinterlassen hatte, zu einer modernen Industrienation und faktisch zur
neuen Nummer Eins entwickelt hat. Seit 2016 ist es das bereits beim Sozialprodukt (BIP) zu
Kaufkraftparitäten (KKP).
Bis zur Jahrhundertmitte wird also die alte historische Normalität, wonach China über
Jahrtausende stets eines der reichsten Länder der Welt war und immer rund 30 bis 40
Prozent des Weltsozialprodukts erstellt hat, wieder die neue Normalität sein. Es wäre auch
geradezu ein Wunder, eine Abnormalität, wenn eine Bevölkerung von 1,4 Milliarden nicht
eine der größten und leistungsfähigsten  Ökonomien der Welt entwickeln würde. (…)

Beide Teile des Essays finden sich hier:

Schuldenreport 2015: Neue Schuldenkrisen drohen

27.04.2015

Schuldenreport 2015: Neue Schuldenkrisen drohen

(Berlin, 27.04.2015) Vielen Staaten im Globalen Süden drohen Schuldenkrisen. Die betroffenen Länder stehen dann vor den gleichen Herausforderungen wie überschuldete Staaten in den 1980er Jahren oder Griechenland heute. Wie die Schuldner und Gläubiger auf die Gefahr reagieren, zeigt der Schuldenreport 2015, den erlassjahr.de und die Kindernothilfe heute in Berlin vorgestellt haben.

Laut Dr. Kathrin Berensmann, senior economist in der Abteilung Weltwirtschaft und Entwicklungsfinanzierung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Gastautorin des Schuldenreports, laufen viele Länder schon in naher Zukunft Gefahr, in dramatische Schuldenkrisen zu geraten: „In einem Umfeld des billigen Geldes hat die Kreditaufnahme der Entwicklungsländer zugenommen. Es besteht die Gefahr, dass Anschlussfinanzierungen nur zu hohen Kosten oder gar nicht möglich sind. Neue Schuldenkrisen sind dann die Folge.“

Frank Mischo, Experte für Staatsverschuldung bei der Kindernothilfe, befürchtet, dass dadurch Entwicklungserfolge zunichte gemacht werden: „In Ghana zeigen sich bereits die ersten Anzeichen einer neuen Schuldenkrise. Dies gefährdet die erreichten Entwicklungsfortschritte, wie etwa die Halbierung der Armut im Rahmen der Millenniumsziele.“

Im September 2014 haben die Vereinten Nationen eine Resolution zur Schaffung eines Rechtsrahmens für die schnelle und effektive Lösung von Schuldenkrisen verabschiedet. „Die Resolution wurde von den Entwicklungs- und Schwellenländern in der UNO eingebracht und durchgesetzt. Sie zeigt eindeutig, dass der Globale Süden genug hat von ineffizienten gläubigerdominierten Verfahren“, sagt Kristina Rehbein vom deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de.

Als eines von elf reichen Ländern hat Deutschland gegen die Resolution gestimmt. Rehbein fordert die Bundesregierung auf, sich an den Verhandlungen zu beteiligen, die in dieser Woche mit dem zweiten Treffen des Ad-hoc-Komitees weitergehen: „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass zukünftige Krisen wieder über Jahre hinweg verschleppt werden und Millionen Menschen die Chance auf ein Leben in Würde nehmen.“

Fester Bestandteil des Schuldenreports ist auch die Übersicht zu verschuldeten Entwicklungs- und Schwellenländern sowie zur Rolle Deutschlands als Gläubiger. Auch der neuen Regierung Griechenlands und ihren Möglichkeiten zur Lösung der dortigen Krise widmet der Schuldenreport 2015 einen Artikel.

Den aktuellen Schuldenreport können Sie hier herunterladen. Gern senden wir Ihnen ein Exemplar zu. (Der Report findet sich als Anhang in PDF-Format)  Schuldenreport_2015

Kontakt: Mara Liebal, 0211/4693-211, m.liebal@erlassjahr.de


Stephan Best sbest@gmx.net blog: steven25.com global crisis- / global change NEWS