Whistleblower – der OPCW-Bericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma entspricht nicht der Wahrheit

Auszüge aus dem Bericht von Karin Leukefeld über die Veranstaltung mit dem Whistleblower „Alex“, der in leitender Funktion an der OPCW-Untersuchung in Duma teilgenommen hatte. Der vollständige Bericht ist abrufbar unter:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=55809

Whistleblower – der OPCW-Bericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma entspricht nicht der Wahrheit

Datum: 23. Oktober 2019 um 12:44 Uhr

Die Fact Finding Mission

Am 1. März 2019 veröffentlichte die Organisation zum Schutz vor Chemiewaffen (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, OPCW) den Abschlussbericht der „Fact Finding Mission“ (FFM), die herausfinden sollte, ob in Douma, einem östlichen Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, am 7.4.2018 giftige Chemikalien als Waffe eingesetzt worden waren.

In der Zusammenfassung des Berichts hieß es unter Punkt 2.17:

„Hinsichtlich des angeblichen Einsatzes von giftigen Chemikalien als Waffe am 7. April 2018 in Douma, Syrische Arabische Republik, haben die Auswertung und die Analyse aller Informationen, die von der FFM (d.h. Fact Finding Mission) zusammengetragen wurden – Aussagen von Zeugen, Analyseergebnisse von Umwelt- und biomedizinischen Proben, toxikologische und ballistische Analysen von Experten, zusätzliche digitale Informationen von Zeugen – ausreichende Begründungen erbracht, dass eine giftige chemische (Substanz) als Waffe eingesetzt wurde. Diese giftige chemische (Substanz) enthielt reaktives Chlor. Die giftige Chemikalie war vermutlich molekulares Chlor.“

Das entspricht nicht der Wahrheit

Diese Darstellung entspricht nicht der Wahrheit, sagte nun eine Quelle aus dem Douma-Untersuchungsteam der OPCW. Die Quelle, die an den Untersuchungen in Douma (Syrien) beteiligt war, traf sich am 15. Oktober in Brüssel mit einem kleinen Kreis von Personen aus vier Ländern, um über das „regelwidrige, unethische und betrügerische Verhalten“ der OPCW gegenüber dem Untersuchungsteam und auch der internationalen Öffentlichkeit zu sprechen. Die originale Erklärung zu dem Treffen mit der OPCW-Quelle ist nun veröffentlicht.

Eingeladen hatte die Courage Stiftung, die Whistleblower wie Julian Assange und Edward Snowdon unterstützt. Anwesend waren der Völkerrechtsprofessor Richard Falk, von 2008 bis 2014 UN-Sonderberichterstatter für die Situation der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Autonomiegebieten; der pensionierte britische Generalmajor John Holmes, Elisabeth Murray, ehemalige US-Geheimdienstoffizierin Nahost, der Mainzer Professor Günther Meyer, der Arzt Helmut Lohrer vom Vorstand der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) und Kristinn Hrafnsson (Chefredakteur von Wikileaks). Wenige Journalisten, darunter auch die Autorin, nahmen an dem Treffen als Beobachter teil.

Die Quelle „Alex“ erwies sich als eine Person mit langjähriger Berufserfahrung innerhalb der OPCW-Untersuchungsteams, spezialisiert im Bereich von Produktion und Analyse chemischer Waffen. Bei der OPCW-Mission, die im April 2018 den angeblichen Angriff mit giftigen Chemikalien in der Stadt Douma bei Damaskus (am 7.4.2018) untersuchen sollte, hatte „Alex“ eine führende Position.

Die „Fact Finding Mission“ (FFM) wurde 2014 innerhalb der OPCW eigens für Untersuchungen in Syrien gegründet. Jenseits der üblichen OPCW-Untersuchungsteams gilt für sie eine gesonderte Struktur. Die FFM ist unterteilt in zwei Kernteams. Das „Alpha-Team“ ist zuständig für die syrische Regierung, das „Beta-Team“ für die „Rebellen“. Während bei der Arbeit der normalen OPCW-Untersuchungsteams verschiedene OPCW-Abteilungen quasi als Korrektiv einbezogen werden können, untersteht die FFM direkt der OPCW-Spitze: dem Generaldirektor, dem „Kabinettschef“ und dem Leiter der „Fact-Finding-Mission“.

Nach der Rückkehr nach Den Haag, so die Quelle „Alex“, seien alle Proben an zwei verschiedene Labors geschickt worden. Das Untersuchungsteam sei vom Generaldirektor aufgefordert worden, zügig einen Zwischenbericht vorzulegen. Dann sei lange nichts geschehen. Der Quelle wurde klar, dass das Douma-Untersuchungsteam tatsächlich von der folgenden Arbeit ausgeschlossen wurde. Der bereits vorbereitete Zwischenbericht sei ignoriert worden, stattdessen tauchte ein Zwischenbericht auf, der nicht von denjenigen verfasst worden sei, die an der Untersuchung in Douma persönlich teilgenommen hätten, so die Quelle. …

Ausführlich ging die Quelle „Alex“ auf chemische und toxikologische Untersuchungen ein. So fanden sich weder an den biomedizinischen noch an den Umweltproben Spuren von „relevanten Chemikalien“. Die eigentlich relevanten Untersuchungsergebnisse der Inspektoren wurden weder im Zwischen- noch im Abschlussbericht aufgenommen. … Die in Proben gefundenen chlorierten organischen Chemikalien lagen um ein Vielfaches unter der Menge, die in der natürlichen Umwelt (bspw. im Wasser) vorkommen. …

Die Toten, die am 7. und 8. April 2018 in verschiedenen Handyaufnahmen in einem der beiden Häuser zu sehen waren, können nicht an Chlorgas gestorben sein, so die Quelle „Alex“. Alle Leichen hätten Schaum vor dem Mund gehabt, Chlor allerdings gelange in die Lungen und zerstöre das Gewebe von innen, Schaum werde nicht produziert. …

Schließlich wurde massiver Druck eines – namentlich nicht genannten – Vertragsstaates deutlich, der dem ursprünglichen Douma-Untersuchungsteam eine eigene „Rekonstruktion des Chlorangriffs in Douma“ vorlegte. Intern hieß es, der Bericht müsse die Politiker zufriedenstellen.

Der Brasilianer Bustani, ehemaliger Botschafter seines Landes in Großbritannien und Frankreich, war der erste Generaldirektor der OPCW, die er seit ihrer Gründung 1997 bis 2002 leitete. Dann musste er unter dem direkten Druck der damaligen US-Administration von George W. Bush vor dem Irakkrieg gehen. Dabei drohte ihm der damalige UN-Botschafter der USA, John Bolton, der im Auftrag des damaligen Vize-Präsidenten Dick Cheney Bustani in Den Haag aufsuchte: „Cheney will dich loswerden. Du hast 24 Stunden, um die Organisation zu verlassen. Wenn Du nicht der Entscheidung Washingtons folgst, haben wir Möglichkeiten … wir wissen, wo deine Kinder wohnen.” Seine zwei Söhne lebten damals in New York.

Caitlin Johnstone dismantles the false flag in Douma: Dust no Gas – Weakening Narrative – Consent Required; medium.com Apr 16, 2018

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis 17.04.2018 17:10

Caitlin Johnstone dismantles the false flag in Douma – Dust no Gas – Weakening Narrative – Consent Required.

https://consortiumnews.com/2018/04/16/syrian-chemical-victims-suffered-from-dust-inhalation-reports-say/

original: https://medium.com/@caityjohnstone/us-russia-hacked-the-evidence-of-chemical-attack-in-syria-85a17e6d6087

Syrian ‘Chemical Victims’ Suffered from Dust Inhalation, Reports Say

April 16, 2018

A report by the Independent’s veteran Middle East correspondent Robert Fisk quotes doctors in Douma saying victims suffered from dust inhalation and that a member of the White Helmets caused panic by falsely shouting, “Gas!” in a triage center. The White Helmets were then bused out with other jihadists, as Caitlin Johnstone explains.

By Caitlin Johnstone

We are now being told (and I assure you I am not making this up) that if the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons doesn’t find evidence that the Syrian government conducted a chemical weapons attack in Douma last week, it’s because Russia hid the evidence.

“It is our understanding the Russians may have visited the attack site,” reports U.S. Ambassador Kenneth Ward. “It is our concern that they may have tampered with it with the intent of thwarting the efforts of the OPCW Fact-Finding Mission to conduct an effective investigation.”

I guess the idea is that this international top-level investigative team on which tremendous credibility has been placed by the western world can be thwarted by Russians showing up with a Hoover and spraying some Febreze in the air like a teenage stoner when mom comes home? I’m not sure, but given the immense dearth of evidence we’ve been seeing in support of the establishment Douma narrative and the mounting pile of evidence contradicting it, it sure does sound fishy.

Now that the jihadist-occupied suburb of Douma has been retaken by the Syrian government, western journalists have been allowed in to poke around and start asking questions, and so far it isn’t looking great for the propaganda machine

Dust Not Gas

The Independent‘s Robert Fisk has published a report which affirms the story so many westerners have been dismissing as Kremlin propaganda for days now after interviewing a doctor from the hospital of the area where the Douma attack was supposed to have occurred. Dr Assim Rahaibani told Fisk that what was in actuality an outbreak of respiratory distress among occupants of a dusty oxygen-deprived tunnel was made to look like the aftereffects of a chemical weapons attack when a member of the White Helmets started shouting about a gas attack in front of a bunch of video cameras. Everyone panicked and started hosing themselves down, but in the video, according to Rahaibani, “what you see are people suffering from hypoxia—not gas poisoning.”

This report was independently backed up by a reporter from One America News Network named Pearson Sharp, who gave a detailed account of his interviews with officials, doctors, as well as many civilians on the street Sharp says he deliberately selected at random in order to avoid accusations of bias. Many people hadn’t even heard that a chemical weapons attack had taken place, and the ones who had said it was staged by Jaysh al-Islam. The staff at the hospital, including a medic-in-training who was an eyewitness to the incident, gave the same story as the account in Fisk’s report. (Fisk also reported that the White Helmets in Duma had joined jihadists on Syrian government buses on the way to Idlib province.)

Weakening Narrative

The increasing confidence with which these unapproved narratives are being voiced and the increasing discomfort being exhibited by empire loyalists like Ambassador Ward indicate a weakening narrative in the greater propaganda campaign against the Assad government and its allies, but don’t hold your breath for the part where Fox News and the BBC turn around and start asking critical questions of the governments that they are meant to be holding to account.

The journalists who have been advancing the establishment narrative on Syria aren’t about to start reporting that they’ve gotten the entire yria story backward and have been promoting a version of events manufactured for the benefit of CIA-MI6-Mossad agendas. You’re not about to see CNN, who last year staged a fake scripted interview with a seven year-old Syrian girl to manufacture support for escalations against Assad, suddenly turn around and start asking if we’re being told the full story about what’s happening Syria.

Watch them closely. Watch how they steadfastly ignore the growing mountain of evidence and keep promoting the Syrian regime change agenda that the western empire has been working toward for decades. Watch them dismiss all evidence they can’t ignore as Kremlin propaganda and shift the narrative whenever things start to look bad for them. Those riding the crest of the wave of establishment media are too far gone into the blob to ever admit error and change. The least among us aren’t about to stop constructing a public reality tunnel which depicts them as heroes of truth, tear it all down, and start advancing a narrative which makes them look like fools at best and villains at worst. It will not happen.

Luckily for us, it doesn’t need to. Internet censorship is still far from closing the door on our ability to network and share information, and we’ve been very effective at sowing skepticism among the masses. The war propagandists are not nearly as good at their jobs as they want to believe, and we can beat them.

Consent Required

They work so hard to manufacture support for war because they require that consent. If the oligarchs try to launch a war against a disobedient nation amidst very clear opposition from the public, they will shatter the illusion of freedom and democracy that their entire empire is built upon, and then they’re exposed. Corporatist oligarchy has succeeded in weaving its web of dominance because its oppression has thus far remained hidden and its depravity disguised as humanitarianism. They cannot expose themselves by transgressing a loud NO from the public or else the masses will realize that everything they used to believe about their country, their government and their world is a lie.

They won’t risk that. We can force them into retreating from open war by circulating facts and information and keeping a healthy level of skepticism circulating among the public. Watch them squirm, move goalposts and shift narratives, and point and yell about it whenever it happens. We can win the media war against the propagandists. We have truth on our side.

Caitlin Johnstone is a rogue journalist, poet, and utopia prepper who publishes regularly at Medium. Follow her work on Facebook, Twitter, or her website. She has a podcast and a new book Woke: A Field Guide for Utopia Preppers. This article was re-published with permission.

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Martin Zeis
martin.zeis@gmxpro.net

Die Übersetzung ins Deutsche besorgten die Nachdenkseiten:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=43542

 

Here is the full declassified national assessment provided by the French foreign ministry in English

Evidence Of No Evidence Declassified Here is the full declassified national assessment (of alleged chemical attacks on Douma) provided by the French foreign ministry in English:

By Reuters

April 15, 2018 „Information Clearing House“ –  PARIS: France concluded after technical analysis of open sources and „reliable intelligence“ that a chemical attack on Douma on April 7 was carried out by Syrian government forces, a declassified intelligence report showed on Saturday.

Here is the full declassified national assessment provided by the French foreign ministry in English: I. SEVERAL LETHAL CHEMICAL ATTACKS TOOK PLACE IN THE TOWN OF DOUMA IN THE LATE AFTERNOON OF SATURDAY,7 APRIL 2018, AND WE ASSESS WITH A HIGH DEGREE OF CONFIDENCE THAT THEY WERE CARRIED OUT BY THE SYRIAN REGIME.

Following the Syrian regime’s resumption of its military offensive, as well as high levels of air force activity over the town of Douma in Eastern Ghouta, two new cases of toxic agents employment were spontaneously reported by civil society and local and international media from the late afternoon of 7 April.

Non-governmental medical organizations active in Ghouta (the Syrian American Medical Society and the Union of Medical Care and Relief Organizations), whose information is generally reliable, publicly stated that strikes had targeted in particular local medical infrastructure on 6 and 7 April. (…)

See highlighted Document: Report 20180415