The ‘War Party’ Wins the Midterm Elections, Accelerating the Transition to a Multipolar World Order – Federico PIERACCINI | 10.11.2018

Federico PIERACCINI: The outcome of the American midterm elections gives us an even more divided country, confirming that the United States is in the midst of a deep crisis within its establishment.

Quelle: The ‘War Party’ Wins the Midterm Elections, Accelerating the Transition to a Multipolar World Order

Motive hinter der Gipfel Erklärung von Singapur

Globalcrisis/globalchange NEWS
Stephan Best
13.06.18

 

Guten Tag an die Listen,

noch vor wenigen Monaten drohte die USA mit Manövern und martialischen Drohungen Nord-Korea (DVRK) mit totaler Vernichtung und seit gestern wollen manche schon Donald Trump mit dem Friedens-Nobel-Preis ehren, den andere US-Präsidenten schon für weit weniger erhielten. Muss jetzt die Wahrnehmung des derzeitigen POTUS revidiert werden? So zumindest schlägt es Gabor STEINGART in seinem heutigen Morning Briefing vor:
„Vielleicht sollten wir bei dieser Gelegenheit auch unser Trump-Bild nachschärfen. Es gibt neben dem Aufrührer und Zuspitzer offenbar auch einen Mann gleichen Namens, der neugierig auf den anderen zugehen und sich in ihn hineinfühlen kann. Der US-Präsident ist zänkisch, aber nicht nur. Er pöbelt, aber kann nahtlos auch zum Schmeicheln übergehen. Wir müssen uns ja nicht gleich ein neues Bild von Trump entwerfen. Es reicht schon, wenn wir feststellen: Das alte war unscharf.“ https://www.gaborsteingart.com/

 

 

Weniges spricht dafür, dass die ganze gestrige Choreografie in Singapur sowie der scheinbare Wandel wieder mal lediglich auf eine Laune des Präsidenten zurückzuführen ist. Solche Schritte werden für gewöhnlich in der Administration vorbereitet und organisiert. Um so mehr ist wahrscheinlich, dass diesem geopolitisch unerwarteten Schwenk nach allen bisherigen Maßnahmen der SHOCK AND AWE Trickkiste hin zu ‚friedlicheren‘ Signalen tiefer gehende Eigeninteressen der USA liegen müssen. Trump selbst räumt ein, dass die Manöver vor den Küsten Koreas (‚war games‘) verzichtbare Ausgaben seien, die eingespart werden könnten. Auch die durchaus glaubhafte Bedrohung des US Territoriums oder Südkoreas bei Vergeltungsschlägen lassen militärische Optionen gegen dieses Mitglied der ‚Achse des Bösen‘ als zu kostspielig erscheinen.

 

Unabhängig davon, wie sich die nun folgenden vermutlich harten Verhandlungen gestalten werden, mit am Tisch werden (direkt oder virtuell) die Nachbarn Nord-Koreas sitzen: Russland und China, die schon seit längerem auf eine Freeze-Freeze-Lösung im Korea-Konflikt gedrängt hatten. Beide Staaten bieten ihrerseits handelspolitische Teilnahme für beide Koreas an der rasch wachsenden Belt and Road Initiative (BRI)  an. Damit würde es auch für Süd-Korea Anreize geben durch das Territorium Nord-Koreas mit dem eurasischen Kontinent auf dem Landwege verbunden zu werden. (Zum Vergleich meine Einschätzung der Lage, wie sie sich im vergangenen September abzeichnete: https://steven25.com/2017/09/29/einschaetzungen-zur-geopolitischen-krise-um-nordkorea-praesentation-vom-28-09-2017-im-forum-3/ )

 

 

Durchaus möglich, dass die Vereinigten Staaten solche Pläne gerne behindern würden, denn wie der unten reinkopierte Artikel der Deutschen Wirtschaftsnachrichten belegt, locken in Nordkorea auch kostbare Bodenschätze und Ressourcen.

 

Der Fisch ist noch nicht im Kescher und die Hyänen streiten schon um die Beute. Eines der letzten Länder, welches dem globalisierten Verwertungsprozess noch nicht anheimgefallen war, wird bereits auf lohnende Claims hin untersucht. Und auch die bundesdeutsche Wirtschaft erhofft sich z.B. im Bausektor Gewinn bringende Investitionsmöglichkeiten. Der Run auf Bodenschätze und die Energieproduktion lässt gegenüber Deutschland die USA zu Rivalen werden.

 

***

Rohstoffe und Energie: Warum Nordkorea für die USA wichtig ist

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 13.06.18 00:21 Uhr

Die USA verfolgen mit ihrer Nordkorea-Politik handfeste wirtschaftliche Interessen.

12.06.2018, Singapur: U.S. Präsident Donald Trump (r) und der Machthaber von Nordkorea Kim Jong Un (l) gehen mit den unterzeichneten Dokumenten im Capella Resort auf der Insel Sentosa. (Foto: dpa)

Die deutsche Wirtschaft hofft nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un auf Geschäftschancen in dem bisher stark abgeschotteten Land. „Auch die deutsche Wirtschaft erhofft sich durch einen Friedensprozess und eine politische Annährung eine Öffnung des nordkoreanischen Marktes“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Viele der rund 500 deutschen Firmen, die in Südkorea tätig seien, stünden „im Prinzip in den Startlöchern“. Allerdings warnte der Experte mit Blick auf die Gipfelergebnisse: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.“ Noch sei vieles vage. Man könne nicht von konkreten Geschäftsmöglichkeiten sprechen.

Bei ihrem historischen Treffen am Dienstag in Singapur haben sich Trump und Kim auf den Abbau aller Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Im Gegenzug garantieren die USA für die Sicherheit des kommunistischen Landes und setzen ihre gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea aus. Die Sanktionen bleiben vorerst in Kraft. Viele Details sind aber noch offen.

Auch wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen für Geschäfte in Nordkorea unsicher bleiben dürften, arbeiteten internationale Organisationen wie die Weltbank bereits an Plänen, wie sie Investitionen in dem Land mitfinanzieren könnten, erläuterte Treier. Er forderte Deutschland auf, ebenfalls zu überlegen, wie solche Projekte gefördert werden könnten. Treier verwies in diesem Zusammenhang auf die Expertise der staatliche Förderbank KfW und die staatlichen Hermes-Exportabsicherungen für Geschäfte in risikoreichen Staaten.

Deutschland muss jedoch, wie China und Russland, zusehen, dass die USA bei Investitionen in Nordkorea nicht die Nase vorn haben. US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Präsidenten Kim die wirtschaftlichen Interessen seines Landes betont und die Chancen im Bereich der Immobilienentwicklung genannt.

Tatsächlich geht es in Nordkorea allerdings um weit mehr als nur um Immobilien oder Tourismus.

Bodenschätze in Nordkorea

Nach Angaben des Magazins Quartz befinden sich in Nordkorea Bodenschätze im Wert von sechs Billionen US-Dollar. Zudem gibt es eine große Vielfalt an Bodenschätzen, die noch nicht erschlossen wurden. Dazu zählen Eisen, Gold, Magnesit, Zink, Kupfer, Kalkstein, Molybdän und Graphit.

Doch der Economist berichtet, dass ein südkoreanischen Recherche-Institut den Wert der Bodenschätze in Nordkorea im Jahr 2012 auf zehn Billionen US-Dollar geschätzt haben soll.

Die nordkoreanische Bergbauindustrie ist einer der wichtigsten Teile der Wirtschaft Nordkoreas. Die Produktion des Mineralsektors ist aufgrund des Mangels an Elektrizität, Material, Ausrüstung, veralteten Anlagen und mangelhafter Wartung begrenzt. Nach Angaben der Bank of Korea sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Nordkoreas im Jahr 2009 um 0,9 Prozent. Ebenso sank der Wert der Bergbauproduktion 2009 um 0,9 Prozent. Die Eisenerzproduktion betrug 2008 5.316.000 Tonnen und sank 2009 auf 4.955.000 Tonnen. Die Kohleproduktion stieg 2009 um 440.000 Tonnen, berichtet das Nautilus Institute. Nordkoreas Minenbetriebsraten waren bisher sehr niedrig. Die Musan-Eisenerzmine war 2006 mit einer Kapazität von etwa 30 Prozent und die Daeheung-Magnesitmine war 2007 mit einer Kapazität von 60 Prozent in Betrieb. Es ist wahrscheinlich, dass die durchschnittliche Betriebsrate der bestehenden Minenanlagen unter 30 Prozent der fälligen Kapazität lag. Ausschlaggebend dafür sind eine eingeschränkte finanzielle Unterstützung und ein Mangel an Produktionstechnologie und an einer guten Infrastruktur.

Die Hauptminen in Nordkorea sind die Goldminen Sangnong, Holdong, die Kupfermine Hyesan Mine, die Zinkmine Geomdeok, die Magnesitmine Daeheung, die Eisenerzminen Musan und Oryong, die Graphitmine Jeongchon, die Anthrazitmine Jikdong, die Anthrazitkohlemine Gogeonwon und die Tantalmine Apdong. Das Nautilus Institute führt aus: “Viele Minen, darunter große Magnesit-, Eisenerz- und Zinkminen, befinden sich im Umkreis von 120 Kilometer von Dancheon City und produzieren mehr als 20 Arten von Mineralien. Im Jahr 2007 wurde von den beiden Koreas im Dancheon-Gebiet eine gemeinsame Minenuntersuchung durchgeführt. Die Daeheung-Magnesit-Mine und die Geomdeok-Zink-Minen wurden bewertet. Dem Bericht zufolge arbeitete die Daeheung-Mine mit Tagebau- und Untertagebau-Methoden. Die Ressourcen des Bergwerks beliefen sich auf 826 Millionen Tonnen Erz. Im Jahr 2006 wurden 427.000 Tonnen Erz gefördert. Im Jahr 2008 führte Südkorea eine Machbarkeitsstudie durch, die ergab, dass das Projekt wirtschaftlich rentabel sein könnte. Die Minenuntersuchung der Geomdeok-Zinkmine ergab, dass die Ressourcen der Mine 266 Millionen Tonnen Erz aufweisen.”

Die Foreign Policy Association führt aus: “Nordkorea beherbergt nach China die zweitgrößten Magnesit-Reserven der Welt, die auf 490 Millionen Tonnen geschätzt werden”.

Südkoreanische Unternehmen haben bereits im Jahr 2010 angekündigt, in Nordkorea investieren zu wollen, um die dortigen Bodenschätze zu erschließen. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet: “Die SM Group meldete, dass sie eine Task Force eingerichtet habe, um die Bodenschätze des Landes, insbesondere Eisenerz, zu überprüfen. Die Gruppe sagte, ihr Besitz an der einzigen betriebsfähigen Eisenerzmine Südkoreas verschaffe ihr einen Vorteil gegenüber anderen (…) Nordkoreas Eisenerzvorkommen werden auf 50 Milliarden Tonnen im Wert von rund 213 Billionen Won (197,7 Milliarden US-Dollar) geschätzt.

Neben den Ressourcen haben Unternehmen wie Keangnam Enterprises Co. und Dong Ah Construction Industrial angekündigt, dass sie im Baugeschäft des Nordkoreas Fuß fassen wollen, sobald alle Sanktionen aufgehoben sind (…) Neben mittelständischen Unternehmen hat der große Mischkonzern Lotte ein Team gegründet, das die Geschäftsbeziehungen nicht nur mit Nordkorea, sondern auch mit Russland und China ausbauen kann.”

Energienetz in Nordkorea

Die Stromproduktion in Nordkorea läuft hauptsächlich über den Betrieb von vier Staudämmen (Der Supung-Damm, der Taipingwan-Damm, der Weiyuan-Damm und der Yunfeng-Damm). Hinzu kommen weitere neun Dämme mit einem geringeren Leistungsniveau. Das Wasserkraftwerk Sodusu 1-3 ist in Betrieb und das Wasserkraftwerk Anbyon wurde noch nicht komplett fertiggestellt.

Es kamen auch Berichte auf, wonach Nordkorea ihre nukleare Einrichtung “Yongbyon Nuclear Scientific Research Center” dazu nutzt, um Strom zu produzieren. Allerdings spielt die nukleare Einrichtung keine besonders große Rolle.

“Der Reaktor mit einer Leistung von 5 MWe (Megawatt elektrisch) hat entweder intermittierend auf einem niedrigen Niveau gearbeitet oder ist nicht in Betrieb. Die bemerkenswerte Ausnahme war im Dezember 2016 und im Januar 2017, als die thermischen Muster auf ein höheres Betriebsniveau hindeuteten”, so das Energieportal 38 North.

Zu den thermischen Kraftwerken, die in Betrieb sind, gehören Pukchang (betrieben mit Anthrazit), Chongjin (betrieben mit Braunkohle), Pjöngjang (betrieben mit Kohle), Sunchon (betrieben mit Kohle), Ungi (betrieben mit Erdöl) und Chonchonang (betrieben mit Kohle). In Teilbetrieb befindet sich das thermische Kraftwerke Pjöngjang Ost (betrieben mit Kohle), so das Nautilus Institute in einer Studie.

USA und Nordkorea

US-Außenminister Mike Pompeo hatte im Mai gesagt, dass die US-Regierung es US-Unternehmen erlauben würde, Investitionen in Nordkorea vorzunehmen, wenn Nordkorea sein Atomwaffenprogramm annulliert. Der Guardian berichtet: “,Privatwirtschaftliche Amerikaner, nicht die US-Steuerzahler, könnten ,dazu beitragen, das Energienetz aufzubauen’. Die Amerikaner könnten auch mit Investitionen in Infrastruktur und Landwirtschaft helfen, um die nordkoreanische Bevölkerung zu ernähren.”

Ebenfalls im Mai sagte der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, John Bolton, dem Sender ABC News: “Ich denke, wir sind bereit, uns so schnell wie möglich für Handel und Investitionen mit Nordkorea zu öffnen”. Allerdings müsse Nordkorea zeigen, dass das Land es mit der “Denuklearisierung” ernst meint.

CNBC berichtet: “Jede mögliche US-Investition in Nordkorea hätte eine legitimierende Wirkung und könnte nach Angaben von Geoffrey See, dem Gründer von Choson Exchange, die Beratung von Technologie und Unternehmertum aus dem Silicon Valley umfassen.”

In der vergangenen Woche sagte Pompeo nach Angaben des Wall Street Journal: “Wir freuen uns, mit ihnen (den Nordkoreanern, Anm. d. Red.) Technologie, Wissen, Unternehmertum, Bemühungen zu teilen, um Systeme aufzubauen.”

Nordkorea und Iran

(…)

***

Eingeleitet wurden die Gespräche mit einem Film, der
 vor der Presskonferenz die anwesenden Journalisten
 mit Visionen einstimmen sollte, nicht unähnlich
denen, mit welchen die junge Bundesrepublik
seinerzeit bereitwillig die Rolle übernahm sich
zum Bollwerk des Westens machen zu lassen.

 

Der Guardian veröffentlicht diesen Film (Movie Trailer):

Guardian News

Am 12.06.2018 veröffentlicht

Reporters were shown a video ahead of Donald Trump’s press conference in Singapore, which the US president said he had played it to Kim Jong-un and his aides toward the end of their talks. It was made by Destiny Productions and was presented in Korean and English in the style of an action movie trailer Subscribe to Guardian News ► http://bit.ly/guardianwiressub US to suspend military exercises with South Korea, Trump says ►https://www.theguardian.com/us-news/2…

 

***

Was auch immer die taktische Wende bei Donald Trump herbeigeführt haben mag, auf einmal ist in den Medien fast nur noch von ihm und nicht mehr von den Friedensinitiativen auf der koreanischen Halbinsel selbst die Rede, wo schon seit längerem auf eine innerkoreanische Entspannung hingearbeitet wird – und zwar unabhängig von den Wechselfällen der US-Außenpolitik. Es ist sehr gut nachvollziehbar, wenn hier das stärkste Motiv die Sicherheit vor kriegerischen Bedrohungen darstellt.
Dokumentation:

Erklärung koreanischer US-Amerikaner und ihrer Verbündeten zum historischen innerkoreanischen Gipfeltreffen und dem bevorstehenden Gipfel zwischen den USA und Nordkorea

22-26 Minuten

(Juni 2018) https://cooptv.wordpress.com/2018/06/06/erklaerung-gipfel-usa-nordkorea/

Seit dem historischen Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea am 27. April in Panmunjom sind langjährige Spannungen und Kriegsdrohungen auf der koreanischen Halbinsel dem Versprechen von Frieden und Versöhnung gewichen. Bald wird ein weiterer historischer Gipfel zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea in Singapur stattfinden. Die beiden Parteien, die vor nicht allzu langer Zeit am Rande des Krieges standen, werden sich endlich zusammensetzen, um eine friedliche Lösung des Koreakrieges zu diskutieren. Alle Augen der Welt werden auf dieses bedeutsame Ereignis gerichtet sein, das nicht nur das Schicksal der koreanischen Halbinsel und Nordostasiens, sondern auch die Aussicht auf einen globalen Frieden bestimmen könnte.

Wir – koreanische US-Amerikaner, die lange für den Frieden und die selbstbestimmte Vereinigung der koreanischen Halbinsel gekämpft haben, und Verbündete, die auf der Seite von Frieden und Gerechtigkeit stehen und ein kritisches Mitspracherecht am Friedenskampf in Korea haben – möchten unsere Ansichten erklären in Hinsicht auf den jüngsten innerkoreanischen Gipfel und den bevorstehenden Gipfel zwischen den USA und Nordkorea.

  1. Wir begrüßen die Panmunjom-Erklärung für Frieden, Wohlstand und Vereinigung der koreanischen Halbinsel.

In der Erklärung von Panmunjom erklärten die Führer Nord- und Südkoreas feierlich vor den 80 Millionen Koreanern und der ganzen Welt, dass es auf der koreanischen Halbinsel keinen Krieg mehr geben werde und somit eine neue Ära des Friedens begonnen habe. „Sie haben auch zugesagt im Sinne einer unabhängige Vereinigung zusammenarbeiten.“

Die beiden Staatoberhäupter gingen sich an der Militärdemarkationslinie auf und ab und demonstrierten, dass die willkürliche Linie nicht mehr die Macht besitzt, die sie einst als Symbol für Spaltung und Konfrontation innehatte. Sollten die Regierungen Nord- und Südkoreas sowie die 80 Millionen Koreaner auf der Halbinsel und in der Diaspora zusammenkommen, um die Panmunjom-Erklärung umzusetzen, können wir Frieden, Wohlstand und Vereinigung der koreanischen Halbinsel verwirklichen.

  1. Wir begrüßen den Gipfel in den USA und Nordkorea.

Wir hoffen, dass das geplante Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea sieben Jahrzehnte der feindlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea beenden und eine neue Ära des Friedens einläuten wird – auf der koreanischen Halbinsel, in Nordostasien und für den Rest der Welt.

Wir empfehlen folgendes:

1) Die Vereinigten Staaten und Nordkorea sollten zustimmen, die koreanische Halbinsel zu entnuklearisieren und das Abkommen gewissenhaft umzusetzen.

In der Panmunjom-Deklaration bestätigten Nord- und Südkorea „das gemeinsame Ziel, durch eine vollständige Denuklearisierung eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu verwirklichen.“ Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel bedeutet nicht nur die Beseitigung der nordkoreanischen Atomwaffen, sondern auch die Denuklearisierung des gesamten Landes, der Luft, und Meere der gesamten Halbinsel. Dies ist nicht allein eine Verpflichtung Nordkoreas. Auch Südkorea und die Vereinigten Staaten, die in der Vergangenheit fast eintausend taktische Atomwaffen in der südlichen Hälfte der Halbinsel eingeführt und eingesetzt haben, müssen auch konkrete Schritte zur Schaffung einer atomwaffenfreien Halbinsel unternehmen.

Der Plan zur „Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel“ ist in den folgenden Abkommen klar umrissen:

– die Gemeinsame Erklärung von Süd- und Nordkorea von 1992 zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel;

– 1994er Rahmenabkommen zwischen den USA und Nordkorea (DVRK); und

– Die Gemeinsame Erklärung der vierten Runde der Sechs-Parteien-Gespräche von 2005.

In der gemeinsamen Erklärung der Sechs-Parteien-Gespräche von 2005 „verpflichtete sich Nordkorea, alle Atomwaffen und bestehenden Nuklearprogramme aufzugeben“, während die Vereinigten Staaten „bekräftigten, dass sie keine Kernwaffen auf der koreanischen Halbinsel haben und nicht beabsichtigen, Nordkorea anzugreifen oder in das Land einzufallen mit nuklearen oder konventionellen Waffen „und Südkorea“ bekräftigte seine Verpflichtung, keine Nuklearwaffen gemäß der Gemeinsamen Erklärung von 1992 zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu erhalten oder zu stationieren, und bekräftigte gleichzeitig, dass auf ihrem Territorium keine Atomwaffen existieren. “

Im Einklang mit dem jüngsten innerkoreanischen Gipfeltreffen sollte das Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea ein Abkommen für die „vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel“ beschließen und somit auch das Testen, die Produktion, den Empfang, den Besitz, die Lagerung, die Stationierung und / oder die Nutzung von Atomwaffen auf der gesamten koreanischen Halbinsel. Darüber hinaus sollten die Vereinigten Staaten alle militärischen Aktionen und Übungen einstellen, die ihre strategischen Ressourcen auf der koreanischen Halbinsel einsetzen oder einführen und ihren nuklearen Schutzschirm gegenüber Südkorea abschaffen.

Echter Frieden auf der koreanischen Halbinsel, auf der sowohl im Norden als auch im Süden Atomwaffen stationiert sind und seit Jahrzehnten akute militärische Spannungen bestehen, sollte einen historischen Präzedenzfall schaffen und zur weltweiten nuklearen Abrüstung führen. Beginnend mit den Vereinigten Staaten sollten alle Atommächte konkrete Schritte unternehmen, um eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen.

2) Für ein dauerhaftes Friedenssystem auf der koreanischen Halbinsel ist ein Friedensvertrag notwendig.

Die Panmunjom Deklaration erklärt: „In diesem Jahr, das den 65. Jahrestag des Waffenstillstandes markiert, haben Süd- und Nordkorea vereinbart, trilaterale Treffen zwischen den beiden Koreas und den USA oder vierseitige Treffen zwischen den beiden Koreas, den USA und China aktiv zu verfolgen mit dem Ziel, den Krieg zu beenden, den Waffenstillstand in einen Friedensvertrag zu verwandeln und ein dauerhaftes und solides Friedensregime zu etablieren. “

Nach dem Koreakrieg unterzeichneten die USA und Nordkorea einen Waffenstillstand, der ein äußerst instabiles System begründete, das die Grundlage aller nachfolgenden Kriegsdrohungen auf der koreanischen Halbinsel bildete. Es ist an der Zeit, den Koreakrieg zu beenden und den Waffenstillstand durch einen Friedensvertrag zu ersetzen, um ein stabiles und dauerhaftes Friedenssystem auf der koreanischen Halbinsel aufzubauen. Nur ein Friedensvertrag wird weitere Bedrohungen des nuklearen und konventionellen Krieges auf der koreanischen Halbinsel verhindern.

Die Vereinigten Staaten und Nordkorea sollten unverzüglich gemeinsame Schritte unternehmen, um militärische Konflikte zu verhindern und Spannungen abzubauen. Sie sollten eine militärische Hotline und einen Kommunikationskanal einrichten und unterhalten sowie alle militärischen Übungen und andere provokative Aktionen einstellen. Die USA sollten das THAAD-Raketenabwehrsystem aus Südkorea abziehen. Und im Einklang mit Nord- und Südkorea, die sich in der Erklärung von Panmunjom bereit erklärt haben „eine schrittweise Abrüstung durchzuführen“, sollten die US-Streitkräfte in Korea entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Truppen zu reduzieren.

3) Die USA und Nordkorea sollten die Feindseligkeiten beenden und die Beziehungen normalisieren.

Das Gemeinsame Kommuniqué der Vereinigten Staaten von Amerika und Nordkoreas (DVRK) von 2000 stellt fest, dass die Verbesserung der Beziehungen ein natürliches Ziel in den Beziehungen zwischen den Staaten ist und dass bessere Beziehungen beiden Nationen im 21. Jahrhundert nützen und Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel und im asiatisch-pazifischen Raum gewährleisten. Die Seiten erklärten, sie seien bereit, in ihren Beziehungen eine neue Richtung einzuschlagen. “

Nachdem die USA und Nordkorea der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zugestimmt und den Waffenstillstand durch einen Friedensvertrag ersetzt haben, sollten sie Gespräche aufnehmen, um normale Beziehungen herzustellen. Wie im gemeinsamen Kommuniqué von 2000 sollten die USA und Nordkorea „Grundsätze der Achtung der gegenseitigen Souveränität und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des jeweils anderen“ bekräftigen und „sich verpflichten, in der Zukunft alles daran zu setzen, ein neues aufzubauen Beziehung frei von früherer Feindschaft. „Die USA und Nordkorea sollten die Beziehungen normalisieren und den zivilen Austausch in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Sport und Reisen fördern, um das gegenseitige Verständnis zwischen den Völkern beider Länder zu fördern.

Vor allem müssen die USA ihre seit sieben Jahren bestehende Feindseligkeitspolitik und Sanktionen, die Nordkorea isolieren, abschaffen. Sie sollten alle Sanktionen im Zusammenhang mit Nordkoreas Nuklearprogramm aufheben, Nordkorea von der Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus streichen und Nordkoreas Vermögenswerte freigeben. Es sollte US-Bürgern erlauben, frei nach Nordkorea zu reisen. Die USA und Nordkorea sollten auch zusammenarbeiten, um die Überreste der USA zu bergen. Soldaten in Nordkorea aus der Zeit des Koreakrieges als Schritt zur Lösung ungelöster humanitärer Fragen und zur Beendigung feindseliger Beziehungen.

  1. Wir fordern die Trump-Regierung auf, Aufrichtigkeit und Washingtons politische Führer zu demonstrieren, die Parteipolitik für den Frieden beiseite zu schieben. 

Frühere Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea haben zu bedeutsamen Momenten der Zusammenarbeit geführt. Es gab Zeiten, in denen beide Seiten erhebliche Kompromisse eingingen mit dem gemeinsamen Ziel, vergangene Feindseligkeiten zu überwinden und sich in Richtung normalisierender Beziehungen zu bewegen. Sie haben hervorragende Vereinbarungen getroffen – die 1993 DPRK-U.S. Gemeinsame Erklärung, der Vereinbarte Rahmen von 1994, das Gemeinsame Kommuniqué derUSA und Nordkoreas von 2000, sowie die Gemeinsame Erklärung der Sechs-Parteien-Gespräche von 2005, die einen Weg zur Lösung der Nuklearkrise auf der koreanischen Halbinsel, zur Schaffung eines dauerhaften Friedenssystems und zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern skizzieren.

Keine dieser Vereinbarungen wurde jedoch umgesetzt. Das Misstrauen zwischen den USA und Nordkorea hat sich dadurch noch verschärft und uns letztlich an den Rand eines Atomkriegs geführt. Mit jedem Regierungswechsel in den USA wurden hart erkämpfte Vereinbarungen, die von der vorherigen Regierung getroffen wurden, im Wesentlichen verworfen, da die neue Regierung eine Standardhaltung gegen Nordkorea annahm. Angesichts dieser Geschichte haben wir Bedenken, ob eine Vereinbarung, die auf dem bevorstehenden Gipfeltreffen USA-Nordkorea zustande kommt, tatsächlich von der gegenwärtigen und der zukünftigen Regierung geehrt wird. Trumps Rückzug aus dem iranischen Atomprogramm unterstreicht diese Besorgnis.

Wir fordern die Trump-Regierung auf, mit Ernsthaftigkeit auf das bevorstehende Gipfeltreffen mit Nordkorea zuzugehen und sich zu verpflichten, eine Einigung zu erzielen. Wir fordern den US-Kongress auch dazu auf, parteiliche Interessen zurückzustellen, und zwar im historischen Interesse, den Frieden in Korea und der Welt zu erreichen. Wir fordern den US-Kongress auf, sich dafür zu entschließen, die Panmunjom-Erklärung zwischen Nord- und Südkorea und dem bevorstehenden Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea zu unterstützen.

  1. Wir sind solidarisch mit allen, die für eine gerechte und friedliche Welt kämpfen.

Die Aktionen der Trump-Regierung und früherer US-Regierungen haben sich nachteilig auf den Frieden in der Welt ausgewirkt. Die USA sind verantwortlich für endlosen Krieg in Afghanistan, Syrien und Jemen, für das Blutvergießen in Gaza und eskalierende Spannungen mit dem Iran. Während sie Milliarden in Kriege und den Unterhalt von Truppen im Ausland investieren, sind die Menschen in den USA mit weit verbreiteter Arbeitslosigkeit und Sparprogrammen konfrontiert, die Bildung, Gesundheitsversorgung und das Recht auf Obdach einschränken. Der US-Militarismus im Ausland hat auch zu einer verstärkten Militarisierung der Polizei und staatlich sanktionierter Gewalt gegen die Minderheiten im eigenen Land geführt.

Wir stehen überall auf der Welt mit den Menschen, die Frieden, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit verteidigen. Es ist unsere Hoffnung, dass die koreanische Halbinsel – einst ein Land der Zwietracht, das durch mehr als ein Jahrhundert der Kolonialisierung, Teilung und des Krieges brutalisiert wurde – eine Quelle der Stärke und Inspiration für uns alle werden kann, als Leuchtfeuer für Frieden, Versöhnung und Vereinigung im 21. Jahrhundert.

Unterzeichner:

Korean American Organizations (In alphabetical order)

615 U.S. Midwest Committee (6. 15 공동선언실천 미국중부위원회)
615 U.S. New York Committee (6.15 공동선언실천 뉴욕지역위원회)
615 U.S. West Coast Committee (6.15 공동선언실천 미서부위원회)
Action One Korea (AOK)
Channing and Popai Liem Education Foundation (임창영 ·이보배 교육재단)
Citizen for Equality, Peace And Liberation (평등평화해방)
Citizens Fighting for Social Justice (정상추 네트워크)
Coalition of Koreans in America (미주희망연대)
Deoham Korean American Community Church (시카고 더함교회)
Eclipse Rising
Fight For Voter’s Rights (유권자 권리를 소중히 여기는 사람들의 모임)
Hella Organized Bay Area Koreans (호박)
Hope Coalition of New York (희망세상 뉴욕모임)
Houston Sewol HAMBI (휴스턴 세월호 함께 맞는 비)
Korean American Alliance for Peace on the Korean Peninsula (한반도 평화를 위한 미주동포연대)
Korea Culture and Heritage Society of New York (민족문제연구소 뉴욕지부)
Korea is One (우리는 하나)
Korea Policy Institute (코리아정책연구소)
Korean American National Coordinating Council (재미동포전국연합회)
Korean American Women Veterans Association (한국계 여성 제대 군인 모임)
Korean Americans for Social Justice – Chicago (시카고 한인 민주연대)
Korean Peace Alliance (진보의 벗)
Minjung Solidarity of New York (민중당 뉴욕연대)
NANUM Corean Cultural Center (우리문화나눔회)
National Association of Korean Americans (미주동포전국협회)
National Institute of Hahm Seokhon Philosophy, DC, Indianapolis, NY, Hahm Seokhon Peace Center (함석헌사상연구회)
Network for Peace and Unification in USA (평화와 통일을 위한 연대)
NY/NJ People in Solidarity with the Family of the Sewol Ferry; S.P. Ring New Jersey (뉴욕 뉴저지 세월호를 잊지않는 사람들의 모임)
Nodutdol for Korean Community Development (노둣돌)
One Corea Now
One Heart for Justice (샌프란시스코 공감)
Out of My Ultari Now (소식지 ‘내 울타리 밖에서는 지금’)
Pan-Korean Alliance for Reunification in USA (조국통일범민족연합 재미본부)
Peace21.org (내일을 여는 사람들)
Peace and Unification Action of Boston (한반도의 평화와 통일을 위한 보스턴 동포들의 행동)
Rohjjang Lovers, San Francisco (로짱러버스)
Seattle Evergreen Coalition (시애틀 늘푸른연대)
SoCal Organized Oppression-Breaking Anti-Imperialist Koreans (수박)
Center for the Study of Korean Christianity (한국기독교연구소, 시카고)
U.S. Support Committee for Korean Prisoners of Conscience (미주 양심수후원회)
Woori Madang, Chicago (우리마당)
World for People, Los Angeles (엘에이 사람사는 세상)
Young Korean Academy of New York (미주 흥사단 뉴욕지부)

녹두모임(필라델피아)

코네티컷 세사모

콜로라도 세월호 모임

Other Korean Diaspora Organizations

416 Global Network Toronto (세월호를 기억하는 토론토 사람들)
416 Paris (416 해외연대파리)
deCrypt, UK (디크립트–영국)
Ireland Candlelight Action (아일랜드 촛불행동)
Jakarta Candle Action (자카르타 촛불행동)
Korean Minjung Cultur e.V, Europe (한국민중문화모임–유럽)
Korean New Zealanders for a Better Future (더 좋은 세상 뉴질랜드 한인모임)
Korea Verband (코리아협의회)
National Institute of Hahm Seokhon Philosophy, London, UK headquarters (함석헌사상연구회– 영국대표부)
Overseas Supporters of Korean Schools in Japan (해외 조선학교 지킴이)
Remembering Sewol, UK
Remembering Sewol Germany (NRW) (세월호를 기억하는 재독 NRW 모임)
Remembering Sewol Sydney (416 세월호를 기억하는 시드니 행동)
Sasase Ottawa (사람사는 세상 오타와)
Solidarity of Korean People in Europe (한민족유럽연대)
S.P.Ring Solidarity (스프링세계시민연대)
Vienna Culture Factory (비엔나 문화 제작소)

Endorsing Individuals

Reverend Jesse Jackson, Civil Rights Leader and Founder of Rainbow/PUSH
Professor Noam Chomsky, University of Arizona and Massachusetts Institute of Technology
Jill Stein, Green Party presidential nominee 2012, 2016

Endorsing U.S. Organizations (In alphabetical order)

About Face: Veterans Against the War
Alliance of Scholars Concerned about Korea
American Friends Service Committee
ANSWER Coalition
Anti-War Committee, Minnesota
Asian Pacific American Labor Alliance (APALA), Seattle Chapter
Bayan USA
Boston College Center for Human Rights and International Justice
Brandywine Peace Community, Philadelphia PA
Broome Tioga Green Party
Catholic Worker
Chelsea Uniting Against the War, Chelsea Massachusetts
Coalition for Peace Action
CODEPINK
Committees of Correspondence for Democracy and Socialism
Dallas Peace and Justice Center
End the Wars Committee of Peace Action Wisconsin
Environmentalists Against War
Fellowship of Reconciliation
Freedom Forward
Friends of Iran’s Art and Culture
Global Network Against Weapons and Nuclear Power in Space
Global Peace Forum
Granny Peace Brigade, New York
Grassroots Global Justice
Greater Boston Chapter of the Green-Rainbow Party
Hawai’i Peace and Justice
Institute for 21st Century International Relations
International Action Center
International League of People’s Struggles, US
Justice for Muslims Collective
Knowdrones.com
Korean Quarterly
Legacy of Equality, Leadership and Organizing (LELO)
Martín-Baró Fund for Mental Health and Human Rights
Massachusetts Peace Action
Mid-Missouri Fellowship of Reconciliation
Military Families Speak Out
New Jersey Peace Action
Oregon Physicians for Social Responsibility
Peace Action
Peace Action Maine
Peace Action Manhattan
Peace Action New York State
Peace Action San Mateo County
Peace and Justice Center of Eastern Maine
Peace and Justice Committee of Uptown Progressive Action, New York NY
Peace and Social Concerns Committee, Central Philadelphia (Quakers)
Peaceworkers, San Francisco CA
PeaceWorks of Greater Brunswick, Maine
Philadelphia Committee for Peace and Justice in Asia and the Pacific
Popular Resistance
Presbyterian Church USA
Presbyterian Peace Network for Korea
Progressive Democrats of America, San Francisco Chapter
Project South
RootsAction.org
September 11th Families for Peaceful Tomorrows
Show Up! America
United for Justice with Peace, Boston
United for Peace and Justice
Upstate New York Drone Action
US Labor Against War
US Peace Council
Veterans For Peace
Veterans For Peace / Chapter 021 (Northern New Jersey)
War Prevention Initiative
War Resisters League
Western States Legal Foundation
Win Without War
Women Against Military Madness
Women Cross DMZ
Women’s International League for Peace and Freedom, Corvallis, Oregon branch
Workers World Party
World BEYOND War
Young Greens of UMass Boston

Endorsing International Organizations (In alphabetical order)

Asia-Wide Campaign against U.S.-Japanese Domination and Aggression of Asia, Japan
Association for Protection of Democratic Rights, India
Association of Second Generation of A-bomb Survivors, Japan
Canadian Voice of Women for Peace
Coop Anti-War Cafe Berlin, Heinrich Buecker, Germany
Global Rights of Peaceful People, Italy, Spain, Germany, Netherlands, Ireland, Ukraine
Humanitarian Battalion of Ireland and UK
Hystorical and Cultural Center Mobius, Ireland
Just Peace Committee, Vancouver, Canada
Military Bases and Women Network, Japan
New Zealand DPRK Society
People Against War Network, Ireland – UK
Roudousya Kyoutou, Japan
Science for Peace, Canada
Slobodan Milosevic International Committee, Hungary, Russia, U.S., Germany
Solidarity Labor Union, Yamaguchi, Japan
Yamaguchi City People to Accomplish the Constitution of Japan

More Endorsing Individuals (In alphabetical order by last name)

Dr. Tim Anderson, University of Sydney, Hands off Independent Korea (DPRK), Australia
Máire Úna Ní Bheaglaoich, People’s Movement and Peace and Neutrality Alliance
Leo Chang, Solidarity Committee for Democracy and Peace in Korea
Cindy Domingo, US Women and Cuba Collaboration
Hassan El-Tayyab, Policy and Organizing Director of Chicago Area Peace Action
David Gibson, Peacehome Campaigns
June and John Kelly, independent researchers and journalists (Ireland)
Gaseul Jee, Overseas Supporters of Korean Schools in Japan
Susan Lee, Justice for Sewol victims activist and artist (Australia)
Andrew Leong, JD, Associate Professor, Philosophy Department, UMass Boston
Joe Lombardo, Co-coordinator, United National Antiwar Coalition
Brinton Lykes, Ph.D., Professor of Community-Cultural Psychology, Boston College
Robyn Magalit Rodriguez, National Alliance for Filipino Concerns
Koohan Paik, International Forum on Globalization
Dr. Han S Park, President of Reuniting Families, Inc.
Arnie Saiki, Moana Nui Action Alliance
Rudy Simons, Peace Action Michigan, Korean War U.S. Army veteran
Aaron Tovish, Executive Director, Zona Libre

english: http://masspeaceaction.org/statement-of-unity-by-korean-americans-and-allies-on-the-historic-inter-korean-summit-and-the-upcoming-u-s-north-korea-summit/

Übersetzung: Coop Antikriegscafe Berlin, Heinrich Bücker

Bitte unterstützen Sie die obenstehende Erklärung zum bevorstehenden Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea.

Es ist eine gemeinsame Erklärung der Einheit koreanischer Organisationen in den USA, und wir bitte um Unterstützung von allen, die Frieden und eine Vereinigung auf der koreanischen Halbinsel unterstützen.

Falls Sie den Aufruf unterstützen möchten, können Sie sich melden bei koreapeace2018@gmail.com.

Die Unterstützung durch Organisationen wird bevorzugt. Wenn Sie sich als Einzelperson eintragen möchten, geben Sie bitte Ihre Organisationszugehörigkeit an.
 
Die Erklärung wird im Vorfeld des US-Nordkorea-Gipfels in den USA und in Südkorea veröffentlicht. Wir bitten um Weiterverbreitung. Vielen Dank!

Posted on 6. Juni 2018 at 13:51 in Allgemein   |  RSS feed

Danke an Elke Zwinge Makamizile für den Hinweis auf das Statement

***

Ciao Stephan Best

 

 

 

Stephan Best

mail@sbest.eu  steven25.com

+49 178 170 56 71
skype: stephanbest

 

Document: The Letter Signed By Donald J. Trump And Kim Jong Un; Singapore, June 12, 2018

globalcrisis/-change NEWS
Martin Zeis 12.06.2018, 11:25

Document:

The Letter Signed By Donald J. Trump And Kim Jong Un

Singapore, June 12, 2018

Joint Statement of President Donald J. Trump of the United States of America and Chairman Kim Jong Un of the Democratic People’s Republic of Korea at the Singapore Summit

President Donald J. Trump of the United States of America and Chairman Kim Jong Un of the State Affairs Commission of the Democratic People’s Republic of Korea (DPRK) held a first, historic summit in Singapore on June 12, 2018.

President Trump and Chairman Kim Jong Un conducted a comprehensive, in-depth, and sincere exchange of opinions on the issues related to the establishment of new U.S.-DPRK relations and the building of a lasting and robust peace regime on the Korean Peninsula. President Trump committed to provide security guarantees to the DPRK, and Chairman Kim Jong Un reaffirmed his firm and unwavering commitment to complete denuclearization of the Korean Peninsula.

Convinced that the establishment of new U.S.-DPRK relations will contribute to the peace and prosperity of the Korean Peninsula and of the world, and recognizing that mutual confidence building can promote the denuclearization of the Korean Peninsula, President Trump and Chairman Kim Jong Un state the following:

  1. The United States and the DPRK commit to establish new U.S.-DPRK relations in accordance with the desire of the peoples of the two countries for peace and prosperity.
  2. The United States and the DPRK will join their efforts to build a lasting and stable peace regime on the Korean Peninsula.
  3. Reaffirming the April 27, 2018 Panmunjom Declaration, the DPRK commits to work toward complete denuclearization of the Korean Peninsula.
  4. The United States and the DPRK commit to recovering POW/MIA remains, including the immediate repatriation of those already identified.

Having acknowledged that the U.S.-DPRK summit — the first in history — was an epochal event of great significance in overcoming decades of tensions and hostilities between the two countries and for the opening up of a new future, President Trump and Chairman Kim Jong Un commit to implement the stipulations in this joint statement fully and expeditiously. The United States and the DPRK commit to hold follow-on negotiations, led by the U.S. Secretary of State, Mike Pompeo, and a relevant high-level DPRK official, at the earliest possible date, to implement the outcomes of the U.S.-DPRK summit.

President Donald J Trump of the United States of America and Chairman Kim Jong Un of the State Affairs Commission of the Democratic People’s Republic of Korea have committed to cooperate for the development of new U.S.-DPRK relations and for the promotion of peace, prosperity, and security of the Korean Peninsula and of the world.

Source: Bloomberg via https://www.zerohedge.com/news/2018-06-12/here-full-text-letter-signed-trump-and-kim

Annotation

The letter is an non-binding pledge. Prima facie the letter’s content comes close to the „Joint Statement of The Democratic People’s Republik of Korea and the United States of America“ (New York, June 11, 1993) however the „support of a peaceful reunification“ is not mentioned. The follow-up negotiations remain to be seen. – Martin Zeis

Joint Statement of the Democratic People’s Republic of Korea and the United States of America

New York, June 11, 1993

The Democratic People’s Republic of Korea and the United States of America held governmental-level talks in New York from the 2nd through the 11th of June, 1993. Present at the talks were the delegation of the Democratic People’s Republic of Korea headed by First Vice Minister of Foreign Affairs Kang Sok Ju and the delegation of the United States of America led by Assistant Secretary of State Robert L. Gallucci, both representing their respective Governments. At the talks, both sides discussed policy matters with a view to a fundamental solution of the nuclear issue on the Korean Peninsula. Both sides expressed support for the North-South Joint Declaration on the Denuclearization of the Korean Peninsula in the interest of nuclear non-proliferation goals.

The Democratic People’s Republic of Korea and the United States have agreed to principles of:

– Assurances against the threat and use of force, including nuclear weapons;

– Peace and security in a nuclear-free Korean Peninsula, including impartial application of fullscope safeguards, mutual respect for each other’s sovereignty, and non-interference in each other’s internal affairs; and

– Support for the peaceful reunification of Korea.

In this context, the two Governments have agreed to continue dialogue on an equal and unprejudiced basis. In this respect, the Government of the Democratic People’s Republic of Korea has decided unilaterally to suspend as long as it considers necessary the effectuation of its withdrawal from the Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons.

Source: The Embassy of Korea in the U.S. / http://www.nautilus.org/wp-content/uploads/2011/…

Strike on Syria – articles published on AntiMedia, April 15, 2018

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 15.04.2018 16:55

Below some recently published articles on AntiMedia (about: http://theantimedia.com/about-anti-media/ )

http://theantimedia.com/their-news/132579/
Trump Ordered Syria Strike Based on a Secret Legal Justification Congress Cant’t See

http://theantimedia.com/world-leaders-condemn-attack-on-syria-as-us-threatens-more-airstrikes/
World Leaders Condemn Attack on Syria as US Threatens Additional Airstrikes

http://theantimedia.com/wikileaks-overthrow-syrian-russia/
Secret Saudi Cable Leaked: Overthrow the Syrian Gov’t, but Play Nice With Russia

http://theantimedia.com/my-news/132611/
Pentagon Papers Whistleblower Urges Mattis to protect World From Trump

http://theantimedia.com/my-news/132620/
Thousands of US Troops and Marines arrive in Jordan Near Syrian Border

Ron Paul: How to End the Korea Crisis; ronpaulinstitute, Sep 25, 2017

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis
25.09.2017

Below a more prudent voice regarding important aspects of the Korea Crisis.

http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2017/september/25/how-to-end-the-korea-crisis/

How to End the Korea Crisis
by Ron PAUL
Sep 25, 2017

The descent of US/North Korea “crisis” to the level of schoolyard taunts should be remembered as one of the most bizarre, dangerous, and disgraceful chapters in US foreign policy history.

20170925_butt_0.jpg

President Trump, who holds the lives of millions of Koreans and Americans in his hands, has taken to calling the North Korean dictator “rocket man on a suicide mission.”

Why? To goad him into launching some sort of action to provoke an American response? Maybe the US president is not even going to wait for that.

We remember from the Tonkin Gulf false flag that the provocation doesn’t even need to be real.

We are in extremely dangerous territory and Congress for the most part either remains asleep or is cheering on the sabre-rattling.

Now we have North Korean threats to detonate hydrogen bombs over the Pacific Ocean and US threats to “totally destroy” the country.

We are told that North Korean leader Kim Jong-Un is a “madman.” That’s just what they said about Saddam, Gaddafi, Assad, and everyone else the neocons target for US military action. We don’t need to be fans of North Korea to be skeptical of the war propaganda delivered by the mainstream media to the benefit of the neocons and the military industrial complex.

Where are the cooler heads in Washington to tone down this war footing?

Making matters worse, there is very little understanding of the history of the conflict. The US spends more on its military than the next ten or so countries combined, with thousands of nuclear weapons that can destroy the world many times over. Nearly 70 years ago a US-led attack on Korea led to mass destruction and the death of nearly 30 percent of the North Korean population. That war has not yet ended.

Why hasn’t a peace treaty been signed? Newly-elected South Korean president Moon Jae-in has proposed direct negotiations with North Korea leading to a peace treaty. The US does not favor such a bilateral process. In fact, the US laughed off a perfectly sensible offer made by the Russians and Chinese, with the agreement of the North Koreans, for a “double freeze” – the North Koreans would suspend missile launches if the US and South Korea suspend military exercises aimed at the overthrow of the North Korean government.

So where are there cooler heads? Encouragingly, they are to be found in South Korea, which would surely suffer massively should a war break out. While US Ambassador to the United Nations, Nikki Haley, was bragging that the new UN sanctions against North Korea would result in a near-complete blockade of the country (an act of war), the South Korean government did something last week that shocked the world: it announced an eight million dollar humanitarian aid package for pregnant mothers and infant children in North Korea. The US and its allies are furious over the move, but how could anyone claim the mantle of “humanitarianism” while imposing sanctions that aim at starving civilians until they attempt an overthrow of their government?

Here’s how to solve the seven-decade old crisis:

pull all US troops out of North Korea;

end all military exercises on the North Korean border;

encourage direct talks between the North and South and offer to host or observe them with an international delegation including the Russians and Chinese, which are after all Korea’s neighbors.

The schoolyard insults back and forth between Donald Trump and Kim Jong-Un are not funny. They are in fact an insult to all of the rest of us!

Robert PARRY: Trump Falls in Line with Interventionism; consortiumnews, Sep 19, 2017

globalcrisis/globalchange NEWS

Martin Zeis, 20.09.2017

Dear all,

below a commentary on Trump’s UN speech* written by Robert Parry.

His conclusion: „… what Trump made clear in his U.N. address is that his “America First” and “pro-sovereignty” rhetoric is simply cover for a set of policies that are indistinguishable from those pushed by the neocons of the Bush administration or the liberal interventionists of the Obama administration. The rationalizations may change but the endless wars and “regime change” machinations continue.“

* full speech see: http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-politics/trump-un-speech-read-in-full-transcript-north-korea-general-assembly-a7956041.html

https://consortiumnews.com/2017/09/19/trump-falls-in-line-with-interventionism

Trump Falls in Line with Interventionism

By Robert Parry,

Sep 19, 2017

 

Exclusive: President Trump’s U.N. speech showed that despite his America First rhetoric, his policies are virtually the same as the neocon strategies of George W. Bush and liberal interventionism of Barack Obama, says Robert Parry.

In discussing President Trump, there is always the soft prejudice of low expectations – people praise him for reading from a Teleprompter even if his words make little sense – but there is no getting around the reality that his maiden address to the United Nations General Assembly must rank as one of the most embarrassing moments in America’s relations with the global community.

Trump offered a crude patchwork of propaganda and bluster, partly delivered as a campaign speech praising his own leadership – boasting about the relatively strong U.S. economy that he mostly inherited from President Obama – and partly reflecting his continued subservience to Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu.

However, perhaps most importantly, Trump’s speech may have extinguished any flickering hope that his presidency might achieve some valuable course corrections in how the United States deals with the world, i.e., shifting away from the disastrous war/interventionist policies of his two predecessors.

Before the speech, there was at least some thinking that his visceral disdain for the neoconservatives, who mostly opposed his nomination and election, might lead him to a realization that their policies toward Iran, Iraq, Syria and elsewhere were at the core of America’s repeated and costly failures in recent decades.

Instead, apparently after a bracing lecture from Netanyahu on Monday, Trump bared himself in a kind of neocon Full Monte …

(…)

– He spoke with the crass hypocrisy that the neocons and many Israeli leaders have perfected, particularly his demand that “all nations … respect … the rights of every other sovereign nation” — when he made clear that he, like his White House predecessors, is ready to violate the sovereignty of other nations that get in Official Washington’s way.

A Litany of Wars

Just this century, the United States has invaded multiple nations without U.N. authorization, based on various “coalitions of the willing” and other subterfuges for wars of aggression, which the Nuremberg Tribunals deemed the “supreme international crime” and which the U.N. was specifically created to prevent.

Not only did President George W. Bush invade both Afghanistan and Iraq – while also sponsoring “anti-terror” operations in many other countries – but President Barack Obama acknowledged ordering military attacks in seven countries, including against the will of sovereign states, such as Libya and Syria. Obama also supported a violent coup against the elected government of Ukraine.

For his part, Trump already has shown disdain for international law by authorizing military strikes inside Yemen and Syria. In other words, if not for the fear of provoking American anger, many of the world’s diplomats might have responded with a barrage of catcalls toward Trump for his blatant hypocrisy. Without doubt, the United States is the preeminent violator of sovereignty and international law in the world today, yet Trump wagged his finger at others, including Russia (over Ukraine) and China (over the South China Sea).

He declared: “We must reject threats to sovereignty, from the Ukraine to the South China Sea. We must uphold respect for law, respect for borders, and respect for culture, and the peaceful engagement these allow.”

Then, with a seeming blindness to how much of the world sees the United States as a law onto itself, Trump added: “The scourge of our planet today is a small group of rogue regimes that violate every principle on which the United Nations is based.”

Of course, in the U.S. mainstream media’s commentary that followed, Trump’s hypocrisy went undetected. That’s because across the American political/media establishment, the U.S. right to act violently around the world is simply accepted as the way things are supposed to be. International law is for the other guy; not for the “indispensible nation,” not for the “sole remaining superpower.”

(…)

—  Full text attached (pdf, 3p)  —

Analyse: Trump, die Medien, und die Geopolitik; Swiss Propaganda Research, 18.08.2017

globalcrisis/globalchange NEWS Martin Zeis, 4.9.2017

Hallo zusammen,

in einer Re-Mail auf die auf gc-english vorgestern verschickte Artikel-Serie zur Beurteilung der BRICS-Bewegung auf GlobalResearch wies „Dr.Wilfried Wiebecke“ <wiebecke@medway.at> auf eine spannende Ausarbeitung der Swiss Propaganda Research (Forschungs- und Informations­­projekt zu geo­po­li­tischer Pro­pa­ganda in Schweizer Medien) hin. Titel: Trump, die Medien, und die Geopolitik. Einleitend schreiben die Autoren:

„Die folgende Analyse widmet sich der Frage, wie sich die auffallend negative Berichterstattung der traditionellen westlichen Medien über die Trump-Präsidentschaft schlüssig erklären lässt. Dabei zeigt sich, dass keine der üblichen Erklärungen – die angebliche Inkompetenz Trumps, eine angebliche »Linkslastigkeit« der Medien, Einschaltquoten oder Partikularinteressen einflussreicher Lobbys – stichhaltig ist.

Vielmehr dürfte die negative Berichterstattung auf geostrategische Aspekte und die (bedrohte) Rolle des Council on Foreign Relations als oberstes geopolitisches Gremium der Vereinigten Staaten zurückzuführen sein. Die Berichterstattung westlicher Medien weist denn auch deutliche Parallelen zur koordinierten Medienaktivität im Rahmen früherer Regime-Change-Operationen in Drittstaaten auf.“

Der vollständige Text ist erreichbar über https://swprs.org/trump-medien-geopolitik/ und im Folgenden einkopiert , u.a. wegen zahlreicher weiterführender Hyperlinks, vergrößerbarer Schaubilder, die ich empfehle ergänzend zu studieren.

Anmerkung: Im SPIEGEL 50/1975 erschien unter dem Titel: Ein Politbüro für den Kapitalismus? ein längerer Text von Wilhelm Bittdorf über den Council on Foreign Relations, der den damaligen Forschungsstand des Power Structure Research in den USA verarbeitete, ein Feld, das in der bundesrepublikanischen Soziologie (rühmliche Ausnahme Hans Jürgen Krysmanski) tunlichst gemieden wurde. Man vergleiche einmal die Substanz des Bittdorfschen Textes (pdf: s. cfr-politbüro-usa_Spiegel50-1075) mit den heutigen Transatlantiker-Artikeln in diesem Magazin.

Viel Spaß bei der Lektüre,

Martin Zeis

Bei Problemen mit der Darstellungen bitte den vollständigen Text als PDF Analyse Trump Geopolitik SPR 20170904 öffnen!

===========================

 Trump, die Medien, und die Geopolitik

Die folgende Analyse widmet sich der Frage, wie sich die auffallend negative Berichterstattung der traditionellen westlichen Medien über die Trump-Präsidentschaft schlüssig erklären lässt. Dabei zeigt sich, dass keine der üblichen Erklärungen – die angebliche Inkompetenz Trumps, eine angebliche »Linkslastigkeit« der Medien, Einschaltquoten oder Partikularinteressen einflussreicher Lobbys – stichhaltig ist.

Vielmehr dürfte die negative Berichterstattung auf geostrategische Aspekte und die (bedrohte) Rolle des Council on Foreign Relations als oberstes geopolitisches Gremium der Vereinigten Staaten zurückzuführen sein. Die Berichterstattung westlicher Medien weist denn auch deutliche Parallelen zur koordinierten Medienaktivität im Rahmen früherer Regime-Change-Operationen in Drittstaaten auf.

Zur einführenden Lektüre empfohlen: Das American Empire und seine Medien


Ausgangslage und Erklärungsversuche

Die Ausgangslage ist eindeutig: Gemäß einer Harvard-Studie berichteten die traditionellen westlichen Medien bislang überwiegend negativ über die Trump-Präsidentschaft: So fielen insgesamt 80%, bei der New York Times 87%, bei CNN93%, und bei der ARD sogar 98% der wertenden Beiträge negativ aus.

Zur Erklärung dieser einzigartig negativen Berichterstattung werden im Allgemeinen vier mögliche Varianten diskutiert, von denen jedoch keine stichhaltig ist, wie die folgende Analyse zeigt:

  1. Trump sei ein unsympathischer und unfähiger Politiker, über den die Medien kritisch berichten müssen:Diese These scheitert schon daran, dass rund 50% der US-Wahlbevölkerung dies offenbar nicht so gesehen haben. Doch selbst wenn die Einschätzung zutrifft: Die USA hatten auch in der Vergangenheit Präsidenten mit teils fraglichen Qualifikationen, über die ebenso wohlwollend berichtet wurde wie über US-Verbündete, die nicht eben Sympathieträger sind. Hinzu kommt, dass dieselben Medien über denselben Trump in der Vergangenheit zumeist positiv berichtet haben.
  2. Die Medien in den USA und in Europa seien eben »linkslastig« und würden den konservativen Trump deshalb ablehnen: Diese Erklärung steht im Widerspruch zur positiven Berichterstattung über frühere republikanische Präsidenten und über republikanische Mitbewerber Trumps. Zudem haben gemäß der Harvard-Studie selbst konservative Medien wie Fox News entgegen einer weitverbreiteten Annahme tendenziell kritisch (52%) über Trump berichtet.
  3. Verantwortlich seien Partikularinteressen einflussreicher Lobbys, etwa der Rüstungs-, Öl- oder Finanzindustrie oder der »Israel-Lobby«: Auch dieser Erklärungsversuch kann nicht überzeugen, denn keine dieser durchaus potenten Einflussgruppen hat Grund zur Klage über Trump: Trump setzte sich stets für eine Aufrüstung des US-Militärs und der NATO ein und schloss historische Waffengeschäfte mit Verbündeten wie Saudi-Arabien ab. Zudem machte er den CEO des Ölgiganten Exxon Mobil zu seinem Außenminister und engagierte sich für die Förderung fossiler Energieträger. Überdies holte er zahlreiche Wall-Street-Banker und Finanzmilliardäre in sein Kabinett, und versprach mehr Unterstützung für Israel sowie eine mögliche Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt.
  4. Ausschlaggebend seien die durch Skandale erzielbaren Zuschauerquoten und Leserzahlen: Tatsächlich sorgte der polarisierende Trump schon immer für hohe Einschaltquoten. Dies gilt indes für beinahe jede Art der Berichterstattung über ihn, keineswegs nur für eine negative. Zudem verfolgt die beobachtete Berichterstattung zweifellos politische und nicht nur medienökonomische Ziele.

Offensichtlich vermag keine dieser Varianten die überwiegend negative Berichterstattung schlüssig zu erklären. Der tatsächliche Grund dürfte denn auch tiefer liegen – und geopolitischer Natur sein: Trump kam mit seiner national orientierten, »isolationistischen« Politik den globalen Ambitionen des amerikanischen Council on Foreign Relations (CFR) in die Quere.

Wie in einem früheren Beitrag aufgezeigt, prägen der parteiübergreifende Council on Foreign Relations und seine inzwischen knapp 5000 Mitglieder in Spitzenpositionen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien seit Jahrzehnten die Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Dabei haben die Strategen des Councils nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass das Ziel darin besteht, ein globales, geoökonomisches Imperium unter amerikanischer Führung zu etablieren (die sogenannte Grand Area Strategy).

CFR Imperial CouncilCFR-Mitglieder in den Schlüsselpositionen des American Empire von 1945 bis 2017Das «Trauma von 1920«

Das «Trauma von 1920«

Tatsächlich wurde der CFR überhaupt erst aufgrund des sogenannten »Traumas von 1920« gegründet: Nach dem Ersten Weltkrieg hätten die USA erstmals die globale Führungsrolle übernehmen können  – doch der Senat entschied sich gegen den Beitritt zum Völkerbund und die kriegsmüde Bevölkerung wählte mit Warren Harding einen Präsidenten, der eine »Rückkehr zur Normalität« versprach und sich zuerst um die Angelegenheiten und Probleme Amerikas und der Amerikaner kümmern wollte.

Mit seiner »America First«-Politik – die bislang unter anderem in der Aufkündigung der transatlantischen und transpazifischen Freihandelsverträge und des Pariser Klimaabkommens, der Blockade in Migrationsfragen, der Verständigungspolitik gegenüber Herausforderer Russland und einem Kurswechsel in Nahost resultierte – reaktivierte Trump dieses hundertjährige geostrategische Trauma und stellte gleichzeitig die geopolitische Führungsrolle des Councils und seiner Mitglieder in Frage.

Tatsächlich dürfte Trump der erste US-Präsident seit dem Zweiten Weltkrieg sein, der nicht CFR-Mitglied oder wenigstens CFR-konform ist (Kennedy verließ den geopolitischen CFR-Konsens erst im Laufe seiner Präsidentschaft). Möglich wurde dies durch die unerwartete Niederlage von Favoritin Clinton, deren Ehemann und Tochter Council-Mitglieder sind und die als Außenministerin selbst diverse Ansprachen vor dem Council hielt (»Fortschrittsberichte«gemäß einer Wikileaks-Email).

Es ist verständlich, dass der Council auf dieses Fiasko reagieren musste. Dabei ist zu bedenken, dass Eigentümer, Führungskräfte und Top-Journalisten nahezu aller etablierten US-Medien gleichzeitig CFR-Mitglieder sind. Auch die Schlüsselpersonen der etablierten europäischen Medien sind – aus historischen und sicherheitspolitischen Gründen – via Bilderberg-Gruppe, Trilateraler Kommission, Atlantik-Brücke und weiterer CFR-Ableger in das internationale Netzwerk des Councils eingebunden und sorgen für eine entsprechend CFR-konforme Berichterstattung und Kommentierung (siehe Grafiken).

CFR Media Network

 

 

 

In Gaza

and beyond

Ceiberweiber

Klartext und Hintergrundinformationen

Paul Schreyer

Journalist und Autor

★ Victory ★ Viktoria ★

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." // "Fragend schreiten wir voran!" // "Hab keine Angst vor einem offenen Geist. Dein Gehirn wird nicht wegfliegen." // "Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker."

BildDung für das VOLK

glauben - wissen - fühlen . sehen – nachdenken – erkennen – handeln

Stephs Blog

News I find relevant

Internationales Forum

Wir wollen mit der Seite die Menschen unterstützen, die in ihren Wahlkreisen politische Mehrheiten schaffen wollen für Außenbeziehungen für Menschenrechte, Frieden und Gerechtigkeit. Und die sich dazu auch zu Internationalen Foren in den Wahlkreisen vernetzen wollen, um dazu beitragen, dass bundesweit eine Politik, die den weltbürgerlichen Prinzipien von Grundgesetz, UN-Charta und Allgemeiner Erklärung der Menschenrechte entspricht.

Swiss Propaganda Research

Das Medienforschungsprojekt

Immanuel Wallerstein

Just another WordPress.com weblog - relevant news

Traductina

Leonardo Boffs wöchentliche Kolumnen, frei ins Deutsche übersetzt

tagesspiegel.de: News

Just another WordPress.com weblog - relevant news

Eirenae's blog

Just another WordPress.com weblog - relevant news

Moon of Alabama

Just another WordPress.com weblog - relevant news

Stavros Mavroudeas Blog

The personal blog of S.Mavroudeas

Réseau International (english)

Reflexion & reinformation website

griechenlandsolidarität

Aktuelle Informationen über Griechenland und Vernetzung deutschsprachiger Solidaritätsgruppen

gabrielewolff

Unnützliche Kommentare zur Welt

%d Bloggern gefällt das: