Rückschlag: Taliban zielen auf die Schattenarmee des US-Geheimdienstes

Rückschlag: Taliban zielen auf die Schattenarmee des US-Geheimdienstes

Der Bombenanschlag auf den Kabuler Flughafen zeigt, dass es in Afghanistan zwielichtige Kräfte gibt, die einen friedlichen Übergang nach dem Abzug der US-Truppen stören wollen. Aber was ist mit der eigenen „Schattenarmee“ des US-Geheimdienstes, die sich in zwei Jahrzehnten der Besatzung angesammelt hat? Wer sind sie, und was ist ihr Ziel?

Von Pepe ESCOBAR

27. August 2021

Der CIA-Direktor William Burns reist in aller Eile nach Kabul, um eine Audienz beim Taliban-Führer Abdul Ghani Baradar, dem neuen potenziellen Herrscher einer ehemaligen Satrapie, zu erbitten. Und er bittet ihn buchstäblich um eine Fristverlängerung für die Evakuierung von US-Einrichtungen.

Die Antwort ist ein schallendes „Nein“. Schließlich wurde der 31. August als Frist von Washington selbst festgelegt. Eine Verlängerung würde nur die Ausweitung einer bereits besiegten Besatzung bedeuten.

Der Streich „Mr. Burns geht nach Kabul“ ist inzwischen Teil der Folklore des Friedhofs der Imperien. Die CIA hat weder bestätigt noch dementiert, dass Burns mit Mullah Baradar zusammengetroffen ist; ein Sprecher der Taliban sagte, er habe „keine Kenntnis“ von einem solchen Treffen.

Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, worüber die beiden unwahrscheinlichen Teilnehmer genau gesprochen haben – vorausgesetzt, das Treffen hat jemals stattgefunden und ist keine krasse Desinformation.

In der Zwischenzeit konzentriert sich die öffentliche Hysterie im Westen ausgerechnet auf die zwingende Notwendigkeit, alle „Übersetzer“ und anderen Funktionäre (die de facto NATO-Kollaborateure waren) vom Flughafen Kabul abzuziehen. Doch donnerndes Schweigen umhüllt das, was in Wirklichkeit der Fall ist: die zurückgelassene CIA-Schattenarmee.

Bei der Schattenarmee handelt es sich um afghanische Milizen, die in den frühen 2000er Jahren zur „Aufstandsbekämpfung“ aufgestellt wurden – ein schöner Euphemismus für Such- und Zerstörungsaktionen gegen die Taliban und Al-Qaida. Nebenbei praktizierten diese Milizen massenhaft die sprichwörtliche semantische Kombo, die Mord normalisiert: Außergerichtliche Tötungen“, in der Regel im Anschluss an „erweiterte Verhöre“. Diese Operationen waren nach dem klassischen CIA-Drehbuch stets geheim, so dass es nie eine Rechenschaftspflicht gab.

Jetzt hat Langley ein Problem. Die Taliban unterhalten seit Mai Schläferzellen in Kabul, und schon viel früher in ausgewählten afghanischen Regierungsstellen. Eine dem Innenministerium nahestehende Quelle hat bestätigt, dass es den Taliban tatsächlich gelungen ist, die vollständige Liste der Mitarbeiter der beiden wichtigsten CIA-Programme in die Hände zu bekommen: die Khost Protection Force (KPF) und das National Directorate of Security (NDS). Diese Agenten sind die Hauptziele der Taliban an den Kontrollpunkten zum Flughafen Kabul, nicht zufällige, hilflose „afghanische Zivilisten“, die zu fliehen versuchen.

Die Taliban haben in Kabul eine recht komplexe, gezielte Operation mit vielen Nuancen durchgeführt, die beispielsweise ausgewählten Spezialeinheiten der NATO-Mitglieder, die auf der Suche nach ihren Staatsangehörigen in die Stadt kamen, freien Zugang gewährte.

Aber der Zugang zum Flughafen ist jetzt für alle afghanischen Staatsangehörigen gesperrt. Der gestrige Selbstmord-Autobombenanschlag hat eine noch komplexere Variable eingeführt: Die Taliban müssen schnell alle ihre Geheimdienstressourcen zusammenlegen, um die Elemente zu bekämpfen, die versuchen, Terroranschläge im Land zu verüben.

Das norwegische RHIPTO Centre for Global Analyses hat gezeigt, dass die Taliban über ein „fortschrittlicheres Nachrichtendienstsystem“ verfügen, das auf das städtische Afghanistan, insbesondere Kabul, angewandt wird. Das „Klopfen an die Türen der Menschen“, das die westliche Hysterie anheizt, bedeutet, dass sie genau wissen, wo sie anklopfen müssen, wenn es darum geht, kollaborierende Geheimdienstnetze zu finden.

Es ist kein Wunder, dass westliche Denkfabriken darüber weinen, wie sehr ihre Geheimdienste an der Schnittstelle zwischen Zentral- und Südasien unterminiert werden. Doch die gedämpfte offizielle Reaktion beschränkte sich darauf, dass die Außenminister der G7-Staaten lediglich erklärten, sie seien „zutiefst besorgt über Berichte über gewaltsame Repressalien in Teilen Afghanistans“.

Blowback ist in der Tat eine Qual. Vor allem, wenn man sie nicht vollständig anerkennen kann.

Von Phoenix zu Omega

Das jüngste Kapitel der CIA-Operationen in Afghanistan begann, als die Bombenkampagne von 2001 noch nicht einmal abgeschlossen war. Ich habe es im Dezember 2001 in Tora Bora selbst erlebt, als Spezialeinheiten mit Thuraya-Satellitentelefonen und Koffern voller Bargeld aus dem Nichts auftauchten. Später wurde die Rolle der „irregulären“ Milizen bei der Niederschlagung der Taliban und der Zerschlagung von Al-Qaida in den USA als großer Erfolg gefeiert.

Der frühere afghanische Präsident Hamid Karzai war zugegebenermaßen zunächst gegen die Aufstellung lokaler Milizen durch US-Spezialeinheiten, die ein wesentlicher Bestandteil der Strategie zur Aufstandsbekämpfung waren. Doch letztlich war diese Cashcow unwiderstehlich.

Ein zentraler Profiteur war das afghanische Innenministerium, wobei der ursprüngliche Plan unter der Schirmherrschaft der afghanischen Lokalpolizei zusammenlief. Einige wichtige Milizen unterstanden jedoch nicht dem Ministerium, sondern waren direkt der CIA und dem US-Kommando für Spezialkräfte unterstellt, das später in das berüchtigte Joint Special Operations Command (JSOC) umbenannt wurde.

Unvermeidlich gerieten CIA und JSOC in einen Zickenkrieg um die Kontrolle der wichtigsten Milizen. Das Problem wurde gelöst, indem das Pentagon der CIA im Rahmen des Omega-Programms Spezialeinheiten zur Verfügung stellte. Im Rahmen des Omega-Programms wurde die CIA mit der gezielten Beschaffung von Informationen beauftragt, während die Spezialeinheiten die Kontrolle über die Kräfte vor Ort übernahmen. Omega machte unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama stetige Fortschritte: Es ähnelte auf unheimliche Weise der Operation Phoenix aus der Vietnam-Ära.

Vor zehn Jahren war die CIA-Armee mit der Bezeichnung Counter-terrorist Pursuit Teams (CTPT) bereits 3.000 Mann stark und wurde von der CIA-JSOC-Kombination bezahlt und bewaffnet. Das hatte nichts mit „Aufstandsbekämpfung“ zu tun: Es handelte sich um Todesschwadronen, ähnlich wie ihre früheren Pendants in Lateinamerika in den 1970er Jahren.

2015 beauftragte die CIA ihre afghanische Schwestereinheit, das National Directorate of Security (NDS), neue paramilitärische Einheiten zu gründen, um theoretisch ISIS zu bekämpfen, die später lokal als ISIS-Khorasan bezeichnet wurden. 2017 setzte der damalige CIA-Chef Mike Pompeo Langley auf einen afghanischen Overdrive, der auf die Taliban, aber auch auf die Al-Qaida abzielte, die zu diesem Zeitpunkt auf ein paar Dutzend Agenten geschrumpft war. Pompeo versprach, dass der neue Auftritt „aggressiv“, „unerbittlich“ und „unnachgiebig“ sein würde.

Diese schattenhaften „militärischen Akteure

Der wohl genaueste und prägnanteste Bericht über die amerikanischen Paramilitärs in Afghanistan stammt von Antonio de Lauri, Senior Researcher am Chr. Michelsen Institut, und Astrid Suhrke, Senior Researcher Emerita, ebenfalls am Institut.

Der Bericht zeigt, dass die CIA-Armee eine zweiköpfige Hydra war. Die älteren Einheiten stammten aus dem Jahr 2001 und standen der CIA sehr nahe. Die mächtigste war die Khost Protection Force (KPF), die im Camp Chapman der CIA in Khost stationiert war. Die KPF operierte völlig außerhalb des afghanischen Rechts, ganz zu schweigen vom Budget. Nach einer Untersuchung von Seymour Hersh habe ich auch gezeigt, wie die CIA ihre Geheimoperationen über eine Heroin-Rattenlinie finanzierte, die die Taliban jetzt zu zerstören versprochen haben.

Der andere Kopf der Hydra waren die eigenen afghanischen Spezialeinheiten der NDS: vier Haupteinheiten, die jeweils in ihrem eigenen regionalen Bereich operierten. Und das ist auch schon alles, was über sie bekannt war. Die NDS wurden von niemand anderem als der CIA finanziert. In der Praxis wurden die Agenten von der CIA ausgebildet und mit Waffen ausgestattet.

Kein Wunder also, dass niemand in Afghanistan oder in der Region etwas Definitives über ihre Operationen und Kommandostruktur wusste. Die UN-Unterstützungsmission in Afghanistan (UNAMA) definierte die Operationen der KPF und der NDS in ihrem typischen, ärgerlichen Bürokratendeutsch als „mit internationalen militärischen Akteuren koordiniert“ (Hervorhebung von mir), d. h. außerhalb der normalen Befehlskette der Regierung.

Im Jahr 2018 wurde geschätzt, dass die KPF zwischen 3.000 und über 10.000 Agenten beherbergt. Was nur wenige Afghanen wirklich wussten, war, dass sie gut bewaffnet waren, gut bezahlt wurden, mit Leuten arbeiteten, die amerikanisches Englisch sprachen und amerikanisches Vokabular benutzten, nächtliche Operationen in Wohngebieten durchführten und, was besonders wichtig war, in der Lage waren, Luftangriffe zu fordern, die vom US-Militär ausgeführt wurden.

In einem UNAMA-Bericht aus dem Jahr 2019 wird betont, dass es „immer wieder Berichte über Menschenrechtsverletzungen durch die KPF, die absichtliche Tötung von Zivilisten, die unrechtmäßige Inhaftierung von Personen und die absichtliche Beschädigung und Verbrennung von Zivileigentum bei Durchsuchungsaktionen und nächtlichen Angriffen gibt.“

Nennen Sie es den Pompeo-Effekt: „aggressiv, unversöhnlich und unerbittlich“ – sei es durch „Kill-or-Capture“-Angriffe oder Drohnen mit Hellfire-Raketen.

Aufgeweckte Westler, die jetzt wegen des „Verlusts der bürgerlichen Freiheiten“ in Afghanistan den Schlaf verlieren, sind sich vielleicht nicht einmal im Entferntesten bewusst, dass ihre von der NATO befehligten „Koalitionsstreitkräfte“ sich bei der Erstellung ihrer eigenen „Kill-or-Capture“-Listen hervorgetan haben, die unter der semantisch dämlichen Bezeichnung bekannt sind: Joint Prioritized Effects List.

Der CIA ihrerseits war das völlig egal. Schließlich war die Agentur immer völlig außerhalb der Zuständigkeit der afghanischen Gesetze, die die Operationen der „Koalitionstruppen“ regeln.

Die Drohnenisierung der Gewalt

In den letzten Jahren hat sich die CIA-Schattenarmee zu dem zusammengeschlossen, was Ian Shaw und Majed Akhter in einem 2014 in der Zeitschrift Critical Asian Studies veröffentlichten bahnbrechenden Aufsatz als „The Dronification of State Violence“ beschrieben haben (hier abrufbar).

Shaw und Akhter definieren den alarmierenden, anhaltenden Prozess der Dronifizierung als: „die Verlagerung souveräner Macht vom Militär in Uniform auf die CIA und die Spezialeinheiten; die technopolitischen Veränderungen durch die Predator-Drohne; die Bürokratisierung der Tötungskette und die Individualisierung des Ziels“.

Dies läuft, so argumentieren die Autoren, auf das hinaus, was Hannah Arendt als „Herrschaft von niemandem“ definiert hat. Oder tatsächlich von jemandem, der jenseits aller Regeln handelt.

Das giftige Endergebnis in Afghanistan war die Verbindung zwischen der CIA-Schattenarmee und der Drohnenbekämpfung. Die Taliban sind vielleicht bereit, eine Generalamnestie zu erlassen und keine Rache zu üben. Aber denjenigen zu vergeben, die im Rahmen der Heiratsvereinbarung Amok gelaufen sind, könnte ein Schritt zu weit für den Paschtunwali-Kodex sein.

Das Doha-Abkommen zwischen Washington und den Taliban vom Februar 2020 sagt absolut nichts über die CIA-Schattenarmee aus.

Die Frage ist nun, wie die besiegten Amerikaner in der Lage sein werden, Geheimdienstinformationen für ihre sprichwörtliche „Terrorismusbekämpfung“ in Afghanistan zu behalten. Eine von den Taliban geführte Regierung wird unweigerlich die NDS übernehmen. Was mit den Milizen geschieht, ist eine offene Frage. Sie könnten vollständig von den Taliban übernommen werden. Sie könnten sich abspalten und eventuell neue Sponsoren (Saudis, Türken) finden. Sie könnten autonom werden und dem am besten positionierten Warlord als Zahlmeister dienen.

Die Taliban mögen im Wesentlichen eine Ansammlung von Kriegsherren (jang salar, in Dari) sein. Sicher ist jedoch, dass eine neue Regierung ein ähnliches Milizszenario wie in Libyen einfach nicht zulassen wird. Tausende von Söldnern, die das Potenzial haben, sich zu einem Ersatz für ISIS-Khorasan zu entwickeln und Afghanistans Eintritt in den eurasischen Integrationsprozess zu gefährden, müssen gebändigt werden. Burns weiß es, Baradar weiß es – und die westliche Öffentlichkeit weiß nichts.

-= Ende der maschin. Übersetzung=-

+++++

Source: https://thecradle.co/Article/investigations/1401

Blowback: Taliban target US intel’s shadow army

The Kabul Airport bombing shows there are shadowy forces in Afghanistan, willing to disrupt a peaceful transition after US troops leave. But what about US intel’s own ’shadow army,‘ amassed over two decades of occupation? Who are they, and what is their agenda? (…)

Who Profits From the Kabul Suicide Bombing?

August 27, 2021

By Pepe ESCOBAR

 

ISIS-Khorasan aims to prove to Afghans and to the outside world that the Taliban cannot secure the capital, writes Pepe Escobar. By Pepe Escobar The Asia Times  The horrific Kabul suicide bombing introduces an extra vector in an already incandescent situation: It aims to prove to Afghan

Quelle: Who Profits From the Kabul Suicide Bombing?

Biden verwirkt seinen Afghanistan-Sieg, indem er seine Deep State-Berater verteidigt

thesaker.is

Biden verwirkt seinen Afghanistan-Sieg, indem er seine Deep State-Berater verteidigt

Quelle: https://thesaker.is/biden-forfeits-his-afghan-victory-by-defending-his-deep-state-advisors/

18.08.2021

16-20 Minuten

Von Michael HUDSON, zuerst veröffentlicht bei Unz Review und erweitert für The Saker Blog

Präsident Biden verpackte den erzwungenen Rückzug Amerikas aus Afghanistan in seiner Rede am Montag um 16 Uhr mit einem populären Fahnenschwenken. Es war, als ob all dies Bidens eigenen Absichten folgte und nicht eine Demonstration der völlig inkompetenten Zusicherungen der CIA und des Außenministeriums vom letzten Freitag, dass die Taliban noch über einen Monat davon entfernt seien, in Kabul einmarschieren zu können. Anstatt zu sagen, dass die massive öffentliche Unterstützung für die Taliban anstelle der Vereinigten Staaten die inkompetente Hybris der US-Geheimdienste zeige – was an sich Bidens Zustimmung, den Rückzug in aller Eile zu vollenden, gerechtfertigt hätte – verdoppelte er seine Verteidigung des Tiefen Staates und seiner Mythologie.

Damit zeigte er, wie drastisch seine eigenen falschen Vorstellungen sind und wie er weiterhin das neokonservative Abenteurertum verteidigen wird. Was etwa eine Stunde lang wie eine Erholung der Öffentlichkeitsarbeit aussah, entwickelt sich zu einer Aufdeckung, wie die Fantasie der USA immer noch versucht, Asien und den Nahen Osten zu bedrohen.

Indem er sein ganzes Gewicht hinter die Propaganda warf, die die US-Politik leitet, seit George W. Bush nach dem 11. September die Invasion beschloss, hat Biden seine größte Chance vertan, die Mythen zu zerstören, die zu seinen eigenen Fehlentscheidungen geführt haben, US-Militärs und Staatsbeamten (und ihren Wahlkampfspendern) zu vertrauen. (…)

Der vollständige Text findet sich hier:

Did President Trump Just Launch the Largest Sting Operations in US History Against the Corrupt Swamp of the Democratic Party?

by Peter Koenig for the Saker Blog Remember when Donald Trump said before the 2016 Elections, he wanted to be President to clean up the swamp in …

Did President Trump Just Launch the Largest Sting Operations in US History Against the Corrupt Swamp of the Democratic Party?

The Real Reason Western Media & CIA Turned Against Saudi’s MbS – ZeroHedge 

 Authored by Darius Shahtamasebi,14.12.2018Forces are aligning against Saudi Arabia’s Crown Prince, lead by elements within the CIA and strong players in the mainstream media. But what is really behind this deterioration in relationship, and what are its implications?

Quelle: The Real Reason Western Media & CIA Turned Against Saudi’s MbS

Das gegenwärtig anscheinend undurchschaubare Gewirr von Interessen gegenüber dem saudischen Königshaus – sowohl was verschiedene Lager in den USA angeht, als auch der RF – entwirrt dieser Artikel recht gut. Konkret stehen sich derzeit nicht nur Trump und Putin als Kontrahenten gegenüber sondern in den USA der Präsident und das Pentagon auf der einen und die CIA und das Parlament/Senat mit den Medien auf der anderen Seite. In den sozialen Medien wurden bereits Wetten aufgestellt, wer wohl gewinnen wird. Der Fall KASHOGGI bildet auf den ersten Blick nur den Anlass für einen Wandel der Haltung gegenüber dem derzeitigen Kronprinz. StB

Brutale Realität: US-Spionage auf deutschem Boden ist vollkommen legal – DWN

11.03.2017

Die CIA darf von Frankfurt aus völlig legal die gesamte deutsche Wirtschaft, jeden einzelnen Bürger, jeden Anwalt, jeden Politiker und alle europäischen Partner ausspionieren. Es bliebt ihr völlig überlassen, was sie mit den Daten macht. Die Bundesregierung kann bei der aktuellen Rechtslage nichts unternehmen, um Bürger und Unternehmen zu schützen. (…)

Quelle: Brutale Realität: US-Spionage auf deutschem Boden ist vollkommen legal – DWN

Paul Craig ROBERTS + Glenn GREENWALD about Trump and US intelligence agenc

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 20.02.2017

Paul Craig Roberts, former Assistant Secretary of the Treasury for Economic Policy (1975 -1978) and associate editor/columnist for the Wall Street Journal and Business Week, recently notes,

„… that the hoax “war on terror” was used to transform intelligence agencies, such as the NSA and CIA, and criminal investigative agencies, such as the FBI, into Gestapo secret police agencies.
Trump is now threatened by these agencies, because he rejects the neoconservative’s agenda of US world hegemony that supports the gigantic military/security annual budget.“ (1)

Roberts refers to an interview in which Glenn Greenwald explains Amy Goodman that the CIA is after Trump, because Trump’s announced policy of reducing the dangerous tensions with Russia conflicts with the military/security complex’s need for a major enemy. (2)

“The deep state, although there’s no precise or scientific definition, generally refers to the agencies in Washington that are permanent power factions. They stay and exercise power even as presidents who are elected come and go. They typically exercise their power in secret, in the dark, and so they’re barely subject to democratic accountability, if they’re subject to it at all.

It’s agencies like the CIA, the NSA and the other intelligence agencies, that are essentially designed to disseminate disinformation and deceit and propaganda, and have a long history of doing not only that, but also have a long history of the world’s worst war crimes, atrocities and death squads. This is who not just people like Bill Kristol, but lots of Democrats are placing their faith in, are trying to empower, are cheering for as they exert power separate and apart from — in fact, in opposition to — the political officials to whom they’re supposed to be subordinate.“

“And you go — this is not just about Russia. You go all the way back to the campaign, and what you saw was that leading members of the intelligence community, including Mike Morell, who was the acting CIA chief under President Obama, and Michael Hayden, who ran both the CIA and the NSA under George W. Bush, were very outspoken supporters of Hillary Clinton. In fact, Michael Morell went to The New York Times, and Michael Hayden went to The Washington Post, during the campaign to praise Hillary Clinton and to say that Donald Trump had become a recruit of Russia.

The CIA and the intelligence community were vehemently in support of Clinton and vehemently opposed to Trump, from the beginning. And the reason was, was because they liked Hillary Clinton’s policies better than they liked Donald Trump’s. One of the main priorities of the CIA for the last five years has been a proxy war in Syria, designed to achieve regime change with the Assad regime. Hillary Clinton was not only for that, she was critical of Obama for not allowing it to go further, and wanted to impose a no-fly zone in Syria and confront the Russians. Donald Trump took exactly the opposite view. He said we shouldn’t care who rules Syria; we should allow the Russians, and even help the Russians, kill ISIS and al-Qaeda and other people in Syria. So, Trump’s agenda that he ran on was completely antithetical to what the CIA wanted. Clinton’s was exactly what the CIA wanted, and so they were behind her. And so, they’ve been trying to undermine Trump for many months throughout the election. And now that he won, they are not just undermining him with leaks, but actively subverting him. There’s claims that they’re withholding information from him, on the grounds that they don’t think he should have it and can be trusted with it. They are empowering themselves to enact policy.

Now, I happen to think that the Trump presidency is extremely dangerous. You just listed off in your news — in your newscast that led the show, many reasons. They want to dismantle the environment. They want to eliminate the safety net. They want to empower billionaires. They want to enact bigoted policies against Muslims and immigrants and so many others. And it is important to resist them. And there are lots of really great ways to resist them, such as getting courts to restrain them, citizen activism and, most important of all, having the Democratic Party engage in self-critique to ask itself how it can be a more effective political force in the United States after it has collapsed on all levels. That isn’t what this resistance is now doing. What they’re doing instead is trying to take maybe the only faction worse than Donald Trump, which is the deep state, the CIA, with its histories of atrocities, and say they ought to almost engage in like a soft coup, where they take the elected president and prevent him from enacting his policies. And I think it is extremely dangerous to do that. Even if you’re somebody who believes that both the CIA and the deep state, on the one hand, and the Trump presidency, on the other, are extremely dangerous, as I do, there’s a huge difference between the two, which is that Trump was democratically elected and is subject to democratic controls, as these courts just demonstrated and as the media is showing, as citizens are proving. But on the other hand, the CIA was elected by nobody. They’re barely subject to democratic controls at all. And so, to urge that the CIA and the intelligence community empower itself to undermine the elected branches of government is insanity. That is a prescription for destroying democracy overnight in the name of saving it. And yet that’s what so many, not just neocons, but the neocons’ allies in the Democratic Party, are now urging and cheering. And it’s incredibly warped and dangerous to watch them do that.” – emphasis, m.z.. –

Notes

(1) http://www.paulcraigroberts.org/2017/02/18/stakes-trump-us-paul-craig-roberts
(2) http://www.informationclearinghouse.info/46476.htm

Mathias BRÖCKERS: Real Game of Thrones, TP 15.01.2017

globalcrisis/globalchange NEWS

Martin Zeis, 15.01.2017

Hallo zusammen,

Mathias Bröckers hat heute einen schnippischen Text zur Person Donald Trump und zu der seit über einem Jahr ablaufenden und nach der Präsidentenwahl fortgesetzten herben inneroligarchischen Auseinandersetzung um den weiteren Kurs des US-Empire veröffentlicht. Nach außen tritt diese in z.T. wilden (Fake-)Aktionen der geheimdienstlichen, militärischen und medialen Apparate/Netzwerke — zuletzt das angeblich von russischen Geheimdiensten in Moskau aufgezeichnete Sex-Dossier über Trump, das sich als handwerklich miserabel zusammengezimmerte Auftragsarbeit eines ehemaligen britischen MI6-Agenten entpuppte.

Nach einer Vielzahl von Trump-Tweets, von widersprüchlichen Verlautbarungen/Ankündigungen, von den z.T. taktisch bestimmten Äußerungen der vorgeschlagenen Minister in den Hearings, wird in fünf Tagen die erste reale Amtshandlung, die Inaugurations-Rede Trumps, an welcher der innere und äußere Beraterkreis seit Wochen arbeitet, vorliegen und genauer zu betrachten sein.

++++++++++++

15.01.2017 — www.heise.de/tp/features/Real-Game-of-Thrones-3596350.html

Real Game of Thrones

Von Mathias Bröckers

Die unsichtbaren Meister der Intelligence erklären dem neuen König den Krieg

Das Real Game of Thrones, der Krieg gegen den Cowboy, der nach Jahrzehnten der Yankee-Herrschaft kurz davor steht, ins Weiße Haus einzuziehen, ist in eine entscheidende Runde gegangen. Nachdem die alten Herrscher auf dem Schlachtfeld der Wahl verloren hatten, weil der Herausforderer die meisten Wahlmänner hinter sich versammeln konnte, blieb ihnen nur noch, eine geordnete Übergabe der Macht zu gewährleisten.

Und während der neue König aus den reichsten Männern des Landes und erfahrenen Generälen eine Regierungsmannschaft aufstellte, der das Parlament zustimmte, hielt der scheidende König eine ergreifende Abschiedsrede vor seinen Untertanen und verdrückte ein paar Tränen im Knopfloch. Auch wenn er in seinem letzten Amtsjahr 26.172 Bomben abwerfen ließ und damit einen persönlichen Mord-Rekord aufstellte, galt er ja als friedlicher Kerl und wollte seinem Nachfolger keine Steine in den Weg legen.

In den Tiefen des Königreichs aber grummelte es, die mächtigen Meister der Intelligence mochten sich mit dieser Niederlage nicht abfinden. Dass weder ihr Netzwerk von Lauschern, Spionen und Agenten, noch das der Herolde, Trommler und Einflüsterer es geschafft hatte, ihre Kandidatin durchzuboxen, lag ihnen nicht nur im Magen. Sie fürchteten auch einen schweren Machtverlust, da der neue König schon mehrfach deutlich sein Missfallen über ihre Arbeit geäußert und zudem angedroht hatte, ihr seit Jahrzehnten liebevoll kultiviertes Spezialfach des regime change abzuschaffen und nicht mehr dauernd über andere Länder herzufallen.

Deshalb, so hatte er verfügt, brauche er auch nicht mehr die täglichen Briefings der Meister, sondern würde sie nur noch einmal die Woche empfangen. So etwas tut man nicht ungestraft und schon warnte der berühmteste Herold, die alte Tante „Times“: „Könige, die sich mit den Meistern anlegen, leben gefährlich“ – und erinnerte damit an die magische Kugel, der einst der beliebte König Jack, den alle nur JFK nannten, zum Opfer gefallen war. Nachdem er angekündigt hatte, das Büro der Meister der Intelligence „in tausend Stücke zu zerschlagen und in alle Winde zu zerstreuen“. Jacks korrupte königliche Leibwache hatte den Heckenschützen damals freie Bahn geliefert, weshalb der neue König jetzt sicherheitshalber schon mal seine eigenen Leibwächter mitbringt.

Er weiß, dass mit den Meistern nicht zu spaßen ist – sie haben nicht nur Augen und Ohren überall im Reich und besitzen „Kompromat“ über fast jeden und jede, sondern kontrollieren auch die wichtigsten Lautsprecher und Einpeitscher. Sein hochmodernes Zwitscher-Gerät, dank dem er alle seine Freunde im Volk jederzeit erreichen kann und auf Herolde wie „Times“ nicht mehr angewiesen ist, kommt gegen die mächtige Orgel der Meister allein nicht an. Und bevor der Neue nächste Woche inauguriert wird, haben sie noch einmal alle Register hochgefahren, um zu zeigen, wer in Brainwashington D.C. die Hosen an hat.

Damals, als man gegen den Saddam ziehen wollte, hatten 16 Großmeister der Intelligence bestätigt, das dieser Massenvernichtungswaffen besitzt – und jetzt, wenige Tage vor der feierlichen Krönung, bestätigen 17 Großmeister, dass der neue König eigentlich eine Marionette des ultrabösen Herrschers Putin sei. Dieser hätte ihn einst in sein Dunkelreich gelockt, zu perversen Orgien verführt und ihn seitdem in der Hand.

Fünf Jahre verwandte er, ihn zu formen und vorzubereiten, dann sandte er seine Agenten aus, überall im Lande das üble Gift der „Fake News“ zu verbreiten und schickte unsichtbare Häscher, um die Post der Vizekönigin Hillary zu erbeuten. Die ließ er dann, „auf verschlungenen Wegen“, einem weltbekannten Piraten zukommen der sie dann dem Volk präsentierte – und ihr alle Chancen nahm, die Wahlschlacht zu gewinnen, weil offenbar wurde, wie kalt, korrupt und kriegslüstern die Vizekönigin war. So hievte der raffinierte Ultraböse den unflätigen Cowboy nicht nur auf den Thron, sondern wird ihn künftig wie eine Marionette steuern und die Fäden im ganzen Königreich ziehen.

Mit dieser Geschichte erklärten die Meister der Intelligence aus den Tiefen des Staats dem forschen neuen König den Krieg.

Sie veröffentlichten ein Dossier über die perfide Manipulation der Wahl und der Unterstützung des neuen Königs durch den Ultrabösen. Sie konnten dafür keine Beweise vorlegen und sagten, als solche verlangt wurden, dass ihr Geheimgeschäft es leider nicht zuließe, „Quellen und Methoden“ offen zu legen. Und dass die Autorität von sage und schreibe 17 Intelligence-Großmeistern, die sich seit Jahrzehnten rund um die Uhr für Sicherheit der Bevölkerung einsetzen, ja wohl genügen müsse, die Wahrheit dieser Geschichte anzuerkennen.

Die Leute draußen im Lande kratzten sich am Kopf: War nicht „Glauben“ schon vor Jahrhunderten im ganzen Königreich abgeschafft und durch „Wissen“ ersetzt worden? Musste nicht jeder vor Gericht Beweise und Zeugen vorbringen für seine Anschuldigungen? War es nicht auch den Herolden und Einpeitschern seit langem verboten, Gerüchte und Vermutungen einfach als echte Nachrichten in die Welt zu setzen? Und hatte man diese strengen Regeln nicht gerade deshalb eingeführt, weil falsche Nachrichten und Behauptungen der Meister der Intelligence in der Vergangenheit so oft zu schrecklichen Kriegen geführt hatten?

So war es doch. Und jetzt sollte man den unsichtbaren Meistern wieder einfach nur Glauben schenken und nichts mehr wissen dürfen? Und das alles nur, weil der neue König gesagt hatte, der Ultraböse sei eigentlich gar nicht so schlimm und er würde mit ihm schon klarkommen? Die Leute verstanden es nicht und beschlossen, sich erst Mal Popcorn zu holen, für die nächste Folge im Real Game of Thrones …

Identity Of „Former Intelligence Officer“ Who Prepared The Trump Dossier, Has Been Revealed; zero hedge 11.01.2017

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 12.01.2017

Dear all,

in the cource of a staged „war of diadochi“ the Neocon/Clinton-oligarchy fraction – well rooted in the Military Industrial Complex, the Intelligence apparatus, the Mass Media – puts out one fake-news after another a) to undermine the legitimacy of President-confirmed Trump b) bashing longstanding President in office Putin, the „fall guy“ accountable for all calamities of the faltering US-empire.

Latest example was the Trump-Sex-Dossier, allegedly fabricated by the Russian national intelligence service to blackmail him on occasion.
Now zerohedge has presented an exhilarating story of this former MI6-officer-sex-fantasy-product – und everybody of the Western presstitutes was taken in.

Cheerfull,
Martin Zeis
http://www.zerohedge.com/news/2017-01-11/identity-former-intelligence-officer-who-prepared-trump-dossier-has-been-revealed

Identity Of „Former Intelligence Officer“ Who Prepared The Trump Dossier, Has Been Revealed

While we learned earlier that John McCain was responsible for handing over the 35-page „dossier“ of compromising, if arguably fake, revelations about Trump’s connections to Russia over to the FBI, the identity of the actual creator, who was said to be an ex-British intelligence service, remained a mystery.

No longer.

Courtesy of the WSJ, we now know his name: the former MI-6 officer, now working for a private security-and-investigations firm „who produced the dossier of unverified allegations about President-elect Donald Trump’s activities and connections in Russia“ is Christopher Steele, a director of London-based Orbis Business Intelligence…. and before readers google him, beware, there is a male gay porn star with the same name, who may or may not be into „golden showers.“

The real Chris Steele is profiled below, courtesy of LinkedIn.

(…)

According to Steele’s LinkedIn profile, at least before he scrubbed it, he was a counselor in the Foreign and Commonwealth Office, with foreign postings in Brussels and New Delhi in the 2000s. The Foreign Office declined to comment to the WSJ. Furthermore, the LinkedIn profile for Mr. Steele doesn’t give specifics about his career, however notes that intelligence officers often use diplomatic postings as cover for their espionage activities. That, or they are dumb enough to actually reveal where they are stationed.

Some more details courtesy of the WSJ:

Orbis Business Intelligence was formed in 2009 by former British intelligence professionals, it says on its website. U.K. corporate records say Orbis is owned by another company that in turn is jointly owned by Messrs. Steele and Burrows. It occupies offices in an ornate building overlooking Grosvenor Gardens in London’s high-end Belgravia neighborhood.

The firm relies on a “global network” of experts and business leaders, provides clients with strategic advice, mounts “intelligence-gathering operations” and conducts “complex, often cross-border investigations,” its website says.

The dossier consists of a series of unsigned memos that appear to have been written between June and December 2016. Beyond creating the document, Mr. Steele also came up with a plan to get the information to law-enforcement officials in the U.S. and Europe, including the F.B.I., according to a person familiar with the matter.

The WSJ adds that „the author of the report had a good reputation in the intelligence world and was stationed in Russia for years, said John Sipher, who retired in 2014 after 28 years in the CIA’s clandestine service, where he specialized in Russia and counterintelligence.“

Private-intelligence firms like Orbis have a growing presence. Major corporations use them to conduct due diligence on potential business partners in risky areas, but quality control can be loose when it comes to high-level political intrigue, according to executives of private intelligence companies. It appears they are also used to create smear campaigns (for lots of money one assumes) targeting potential presidential candidates, not to mention president-elects.

As for the fundamental question, are the memos in the Trump dossier real, here is the answer:

Andrew Wordsworth, co-founder of London-based investigations firm Raedas, who often works on Russian issues, said the memos in the Trump dossier were “not convincing at all.”“It’s just way too good,” he said. “If the head of the CIA were to declare he got information of this quality, you wouldn’t believe it.”Mr. Wordsworth said it wouldn’t make sense for Russian intelligence officials to expose state secrets to an ex- former MI-6 officer. “Russians believe once you are an agent, you’re an agent forever,” he said.

Yes, a rational person wouldn’t believe it, but BuzzFeed and other fake news outlets certainly would.

The real significance of the ODNI report on “Russia’s election election interfering” | The Vineyard of the Saker

A bird’s eye view of the vineyard

Quelle: The real significance of the ODNI report on “Russia’s election election interfering” | The Vineyard of the Saker