Ein Platzen der US-Schuldenblase wird die Welt böse treffen – Russland jedoch nicht

Ein Platzen der US-Schuldenblase wird die Welt böse treffen – Russland jedoch nicht

13 Okt. 2021 21:32 Uhr

Eine neue Runde in der wiederkehrenden US-Schuldenkrise droht die Welt zu erschüttern. Vom Westen durch Sanktionen und Misstrauen größtenteils abgeschnitten, dürfte ausgerechnet Russland vor den Folgen dieser heraufziehenden Situation verschont bleiben.

Ein Kommentar von Glenn Diesen

Die lang erwartete US-amerikanische Finanzkrise scheint auf dem Weg zu sein. Die Inflation steigt, die Energiepreise steigen jenseits jeder Kontrolle und bereits jetzt ist das Niveau der privaten und öffentlichen Verschuldung untragbar hoch. Washington stehen nur noch wenige Werkzeuge zum Abwenden oder Mildern der Krise zur Verfügung – und dabei hat es eine Menge zu verlieren.

Es scheint sich eine erneute US-amerikanische Finanz- und Währungskrise anzubahnen, die die ganze Welt zu erfassen und weltweit zu dramatischen Verschiebungen in der internationalen Machtverteilung zu führen droht. Die ganze Welt? Nein! Ein von unbeugsamen Realpolitikern geleitetes Russland zeigt sich auf die kommenden Turbulenzen vorbereitet. Deren Strategie lautet: Den Spritzumkreis einer bald platzenden Blase einfach frühzeitig verlassen. Neben der Sicherstellung strenger Budgetdisziplin ist dabei die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China als einer der Schwerpunkte hervorzuheben, die mit einer Abkopplung vom internationalen Finanzsystem unter Führung der USA einhergeht.

Die Tugend der Vereinigten Staaten: Probleme würdevoll vor sich herschieben

Der Segen, die Weltreservewährung drucken zu können, ist gleichzeitig auch ein Fluch. Die USA waren über Jahre hinweg in der Lage, massive Defizite einzufahren und damit einen Lebensstandard und ein Imperium weit über ihre Verhältnisse aufrechtzuerhalten, während Politiker behaupten konnten, die Ungleichgewichte seien ein Zeichen für eine gesunde Wirtschaft und als Beweis hierfür gelte die Bereitschaft der ganzen Welt, den USA so große Geldmengen zu leihen. Der Fluch, den die Lizenz zum Drucken der weltweiten Handels- und Reservewährung birgt, besteht im Verwässern der Notwendigkeit, eine Budgetdisziplin aufrechtzuerhalten, da sämtliche Probleme einfach in die Zukunft verschoben werden können. (…)

Der vollständige Kommentar findet sich hier:

Biden-Doktrin entschärft China-Spannungen

Quelle: https://www.indianpunchline.com/biden-doctrine-abates-china-tensions/

Veröffentlicht am 11. September 2021 von M. K. BHADRAKUMAR

Biden-Doktrin entschärft China-Spannungen

Ein 90-minütiges Telefongespräch zwischen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und Chinas macht sicherlich weltweit Schlagzeilen, aber das Telefonat von Präsident Joe Biden mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Freitag zieht aufgrund seines Zeitpunkts, des Hintergrunds und des Inhalts besondere Aufmerksamkeit auf sich. https://www.indianpunchline.com/biden-doctrine-abates-china-tensions/

Veröffentlicht am 11. September 2021 von M. K. BHADRAKUMAR

Biden-Doktrin entschärft China-Spannungen

Ein 90-minütiges Telefongespräch zwischen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und Chinas macht sicherlich weltweit Schlagzeilen, aber das Telefonat von Präsident Joe Biden mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Freitag zieht aufgrund seines Zeitpunkts, des Hintergrunds und des Inhalts besondere Aufmerksamkeit auf sich. 

Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 und inmitten der hohen Erwartungen an eine „Biden-Doktrin“, die in der US-Außenpolitik gerade erst geboren wird. Alle drei sind entscheidende Momente vor dem Hintergrund eindeutiger Anzeichen für einen langsamen, stetigen Niedergang der Vereinigten Staaten, der sich in letzter Zeit beschleunigt hat. 

Ein ausgezeichneter Aufsatz in der Zeitschrift Foreign Affairs definiert die Biden-Doktrin wie folgt:

Eine „kohärente Version des pragmatischen Realismus – eine Denkweise, die die Förderung konkreter US-Interessen in den Vordergrund stellt, von anderen Staaten erwartet, dass sie ihre eigenen Interessen verfolgen, und den Kurs ändert, um das zu bekommen, was die Vereinigten Staaten in einer wettbewerbsorientierten Welt brauchen… [markiert] eine willkommene Abkehr von der jahrzehntelangen übermäßig durchsetzungsfähigen US-Außenpolitik, die Leben und Ressourcen bei der Verfolgung unerreichbarer Ziele verschwendet hat.“ weiterlesen

Natürlich ist die obige Definition nur teilweise richtig. War Biden nicht ein glühender Verfechter der NATO-Erweiterung, dem Wendepunkt in der Großmachtpolitik der Nachkriegszeit? George Kennan hatte damals mit großer Voraussicht gewarnt: 

„Warum sollten sich die Ost-West-Beziehungen bei all den hoffnungsvollen Möglichkeiten, die das Ende des Kalten Krieges mit sich brachte, auf die Frage konzentrieren, wer mit wem verbündet sein würde und folglich gegen wen in irgendeinem phantastischen, völlig unvorhersehbaren und höchst unwahrscheinlichen künftigen militärischen Konflikt?“

„Kurz gesagt: Die Erweiterung der NATO wäre der verhängnisvollste Fehler der amerikanischen Politik in der gesamten Zeit nach dem Kalten Krieg. Es ist zu erwarten, dass eine solche Entscheidung die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in der russischen Öffentlichkeit anheizen, sich negativ auf die Entwicklung der russischen Demokratie auswirken, die Atmosphäre des Kalten Krieges in den Ost-West-Beziehungen wiederherstellen und die russische Außenpolitik in eine Richtung lenken würde, die uns ganz und gar nicht gefällt …“ 

Biden vertrat zweifellos das amerikanische Establishment und war wie die strategische Gemeinschaft und die politische Elite der USA vom „unipolaren Moment“ überzeugt. Er unterstützte die von den USA angeführte Militärintervention in Jugoslawien und stimmte für die Genehmigung der Kriege in Afghanistan und im Irak. In der berauschenden Anfangsphase der Invasion des Irak sah er sogar, dass die USA dieses Land „auf den Weg zu einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft“ bringen würden.  

Als jedoch klar wurde, dass die Kriege in Afghanistan und im Irak schrecklich schief liefen, lehnte Biden jede Aufstockungsstrategie ab und drängte auf einen schnellen Rückzug. Nennen Sie es eine pragmatisch-realistische Ader oder die Vorahnung eines vollendeten Politikers, hierin liegt die beste Hoffnung für die Biden-Doktrin, die er am 31. August in einer bahnbrechenden Rede zum Ende des Krieges in Afghanistan verkündete. (…)

Original Text mit Übersetzung findet sich hier:

100 Jahre Kommunistische Partei Chinas: Beobachtungen eines Nichthistorikers und Nichtmarxisten zu China. Ein Essay

https://www.heise.de/tp/features/Chinas-Rolle-in-einer-neuen-globalen-Ordnung-6131404.html?seite=all

Chinas Rolle in einer neuen globalen Ordnung

Juli 2021 Wolfram Elsner
100 Jahre Kommunistische Partei Chinas: Beobachtungen eines Nichthistorikers und
Nichtmarxisten zu China. Ein Essay (Teil 1)


Eine nahezu 5.000 Jahre alte Kultur, eine rund 3.000 Jahre alte (relativ) einheitliche Nation,
9,5 Millionen Quadratkilometer Festland, davon aber nur etwa acht Prozent der agrarisch
nutzbaren Fläche der Welt bei knapp 20 Prozent der Weltbevölkerung, also 1,4 Milliarden
Menschen – das ist China. Unter anderem.
China hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer der  ärmsten Nationen, als die der
europäische, japanische und US-amerikanische Kolonialismus das historisch stets reiche
Land nach einem „Jahrhundert der Demütigung“, Auspressung, Zerschlagung, der
Paralysierung durch Rauschgift, also das englisch-indische Opium, und eines grandiosen
Wissensdiebstahls hinterlassen hatte, zu einer modernen Industrienation und faktisch zur
neuen Nummer Eins entwickelt hat. Seit 2016 ist es das bereits beim Sozialprodukt (BIP) zu
Kaufkraftparitäten (KKP).
Bis zur Jahrhundertmitte wird also die alte historische Normalität, wonach China über
Jahrtausende stets eines der reichsten Länder der Welt war und immer rund 30 bis 40
Prozent des Weltsozialprodukts erstellt hat, wieder die neue Normalität sein. Es wäre auch
geradezu ein Wunder, eine Abnormalität, wenn eine Bevölkerung von 1,4 Milliarden nicht
eine der größten und leistungsfähigsten  Ökonomien der Welt entwickeln würde. (…)

Beide Teile des Essays finden sich hier:

A Saigon moment in the Hindu Kush

A Saigon moment in the Hindu Kush


A Saigon moment in the Hindu Kush
The US is on the verge of its own second Vietnam repeated as farce in a haphazard retreat
from Afghanistan
by Pepe Escobar July 7, 2021


US Marines from the 2nd Battalion, 8th Marine Regiment of the 2nd Marine Expeditionary Brigade wait
for helicopter transport as part of Operation Khanjar at Camp Dwyer in Helmand Province in
Afghanistan on July 2, 2009. – The US pullout from the Pentagon’s once mighty Bagram Air Base in
the dead of night, while Taliban fighters pour across the country, looks a lot like a military defeat.
Photo: AFP / Manpreet Romana

And it’s all over
For the unknown soldier
It’s all over
For the unknown soldier
The Doors, “The Unknown Soldier”


Let’s start with some stunning facts on the Afghan ground.
The Taliban are on a roll. Earlier this week their PR arm was claiming they hold 218 Afghan
districts out of 421 – capturing new ones every day. Tens of districts are contested. Entire
Afghan provinces are basically lost to the government in Kabul, which has been de facto
reduced to administer a few scattered cities under siege.
Already on July 1, the Taliban announced they controlled 80% of Afghan territory. That’s
close to the situation 20 years ago, only a few weeks before 9/11, when Commander Ahmad
Shah Masoud told me in the Panjshir valley , as he prepared a counter-offensive, that the
Taliban were 85% dominant.
Their new tactical approach works like a dream. First, there’s a direct appeal to soldiers of
the Afghan National Army (ANA) to surrender. Negotiations are smooth and deals fulfilled.
Soldiers in the low thousands have already joined the Taliban without a single shot fired.

Xi Jinpings faustischer Moment

Xi Jinpings faustischer Moment
Nur der verdient die Freiheit und das Leben, der sie täglich erobern muss“ – Goethes Faust
von SPENGLER {David P. GOLDMAN) 1. Juli 2021


Ein jugendlicher Xi Jinping in einer Aufnahme von 1989. Bild: Xinhua Presse


Mao Zedongs Kulturrevolution holte den 15-jährigen Xi Jinping ein, wie Edward Luttwak kürzlich in der London Review of Books erzählte.
Der junge Xi, Sohn einer kommunistischen Koryphäe, die bei den Roten Garden in Ungnade gefallen war, wurde „zur Arbeit nach Liangjiahe geschickt, einem elend armen Bergdorf mit fensterlosen Höhlenhäusern in einer kargen Landschaft aus abgeholzten Hügeln im nördlichen Shaanxi.


Dort lieh ihm ein anderer jugendlicher Exilant ein Exemplar von [Goethes] Faust, das Xi wieder und wieder las, bis er es auswendig konnte, wie er bei einem Treffen mit Angela Merkel glaubhaft prahlte.“
Das ist der wichtigste einzelne Datenpunkt, den wir über einen Mann haben, dessen  öffentliche Persona aus brobdingnagischen Plakatbildern und Reden in schwülstigem Beamtendeutsch besteht. Der zweite Datenpunkt ist natürlich, dass er Peng Liyuan geheiratet hat, eine beliebte Sängerin von sentimentalen Heimatsliedern.
Goethes großes Drama ist das definitive Werk der modernen Literatur. Fast das gesamte Werk ist in gereimten Versen verfasst, in einer Sprache, die zugleich so umgangssprachlich und so erhaben ist, dass sie sich einer Übersetzung entzieht.
1
Der junge Xi Jinping. Foto: Twitter


Ein Jahrhundert lang nach seiner Fertigstellung im Jahr 1832 beherrschte Faust die Aufmerksamkeit der gesamten literarischen Welt. Samuel Taylor Coleridge veröffentlichte 1821 eine Teilübersetzung, und Percy Shelley versuchte sich an ein paar Szenen. Der einflussreichste viktorianische Kritiker, Matthew Arnold, hielt es für selbstverständlich, dass Goethe der größte Schriftsteller nach Shakespeare war.
Der bösartige Einfluss von T. S. Eliot, ganz zu schweigen von der angelsächsischen Abneigung gegen Deutschland nach zwei Weltkriegen, begrub Goethes Ruf in der englischsprachigen Welt, und heute ist es ungewöhnlich, Amerikaner zu treffen, die das Werk kennen. Das ist schade, denn Faust ist vielleicht das beste Fenster, das westliche Analytiker in die Gedankenwelt des mächtigsten Mannes der Welt haben.
(Für weitere Diskussionen über Faust und seine moderne Rezeption, siehe diesen kürzlich erschienenen Essay in Tablet).


Die wissenschaftliche Revolution und die Aufklärung, erklärt Goethe, gaben uns materielle Sicherheit und persönliche Wahlmöglichkeiten. Aber Sicherheit züchtet Selbstgefälligkeit und die willkürliche Ausübung von Freiheit macht uns angewidert vom Leben selbst.
Goethes Protagonist geht keinen Pakt mit dem Teufel ein, wie in der populären Faust-Sage, aus der Goethe sein Rohmaterial entnahm. Ganz im Gegenteil: Faust wettet mit dem Teufel, dass keine seiner Schmeicheleien – nicht Geld, Sex, Liebe, Schönheit oder gar materieller Fortschritt – ihn einlullen kann.
Faust beginnt mit einer Paraphrase des biblischen Buches Hiob, in einem Prolog, der im Himmel spielt, in dem Satan um Erlaubnis bittet, den Diener Gottes, Faust, zu versuchen.
Aber der ganze Faust formt den Hiob-Stoff in einer für die moderne Welt einzigartigen Weise um. Goethe kehrt die biblische Prämisse arglistig um. Um den gerechten Mann von Uz in Versuchung zu führen, nimmt der biblische Satan ihm alles, was der alte Mensch begehrt. Goethes Mephistopheles verführt Faust, indem er ihm alles anbietet, was der moderne Mensch begehren könnte. (…)

Anmerkung (StB) Die Links finden sich nur in der Originalfassung bei asiatimes!

Xi Jinping’s Faustian moment

https://asiatimes.com/2021/07/xi-jinpings-faustian-moment/


Xi Jinping’s Faustian moment
‚Only he deserves freedom as well as life who must conquer them every day‘ –
Goethe’s Faust
by Spengler (David P. Goldman)
July 1, 2021


A youthful Xi Jinping in a 1989 file photo. Image: Xinhua Press
Mao Zedong’s Cultural Revolution caught up with the 15-year-old Xi Jinping, as Edward
Luttwak recounted recently in the London Review of Books.
The young Xi, son of a Communist luminary disgraced by the Red Guards, was “sent to work
in Liangjiahe, a miserably poor mountain village of windowless cave houses in a barren
landscape of deforested hills in northern Shaanxi.
It was there that another teenage exile lent him a copy of [Goethe’s] Faust, which Xi read
again and again till he knew it by heart, as he credibly boasted on meeting Angela Merkel.”
That is the single most important data point we have about a man whose public persona
consists of Brobdingnagian billboard images and speeches in turgid officialese. The second
data point, of course, is that he married Peng Liyuan, a popular singer of sentimental
Heimatslieder.
Goethe’s great drama is the definitive work of modern literature. Virtually all of it is in rhymed
verse, in a language at once so colloquial and so sublime that it defies translation. (…)

The full text as PDF:

Stellungnahme der Chinesischen Botschaft zur Anhörung des Bundestages zur sogenannten „Völkerrechtlichen Bewertung der Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren“ — CO-OP NEWS

Zur Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages zur sogenannten „Völkerrechtlichen Bewertung der Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren“ am 17. Mai 2021:  „Angesichts zahlreicher Herausforderungen in der heutigen Welt sollten sich China und Deutschland gemeinsam darauf konzentrieren, Frieden und Entwicklung zu fördern und die Zusammenarbeit zu stärken. Mehr Objektivität, weniger Voreingenommenheit und Überheblichkeit […]

Stellungnahme der Chinesischen Botschaft zur Anhörung des Bundestages zur sogenannten „Völkerrechtlichen Bewertung der Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren“ — CO-OP NEWS

Insider view: the tragedy of the US Deep State

http://thesaker.is/insider-view-the-tragedy-of-the-us-deep-state/

Insider view: the tragedy of the US Deep State

May 12, 2021 10 Comments

By Pepe Escobar with cross-postings

Henry Kissinger, 97, Henry the K. for those he keeps close, is either a Delphic oracle-style strategic thinker or a certified war criminal for those kept not so close.

He now seems to have been taking time off his usual Divide and Rule stock in trade – advising the combo behind POTUS, a.k.a. Crash Test Dummy – to emit some realpolitik pearls of wisdom.

At a recent forum in Arizona, referring to the festering, larger than life Sino-American clash, Henry the K. said, “It’s the biggest problem for America; it’s the biggest problem for the world. Because if we can’t solve that, then the risk is that all over the world a kind of cold war will develop between China and the United States.”

In realpolitik terms, this “kind of Cold War” is already on; across the Beltway, China is unanimously regarded as the premier US national security threat.

Kissinger added US policy toward China must be a mix of stressing US “principles” to demand China’s respect and dialogue to find areas of cooperation: “I’m not saying that diplomacy will always lead to beneficial results…This is the complex task we have… Nobody has succeeded in doing it completely.”

Henry the K. actually must have lost the – diplomatic – plot. What Chinese Foreign Minister Wang Yi and Russian Foreign Minister Sergey Lavrov are now involved in, full time, is to demonstrate – mostly to the Global South – how the American-enforced “rules-based international order” has absolutely nothing to do with international law and the respect of national sovereignty.

At first I had archived these Henry the K. platitudes out of sight. But then someone who used to hold a stellar position at the top of the US Deep State showed he had been paying close attention.

This personality – let’s call him Mr. S. – has been one of my invaluable, trustworthy sources since the early 2000s. Mutual confidence was always key. I asked him if I could publish selected passages of his analysis, not naming names. Consent was given – ruefully. So fasten your seat belts. (…)

Die eurasische Anti-West-Allianz hätte nicht sein müssen – SPENGLER

https://asiatimes.com/2021/05/eurasian-anti-west-alliance-didnt-have-to-happen/


Die eurasische Anti-West-Allianz hätte nicht sein müssen
Eine Annäherung zwischen Russland und China, die durch gegenseitige
Paranoia motiviert ist, ist ein schlechtes Ergebnis für den Westen

von Spengler 7. Mai 2021


Der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin posieren für ein
Familienfoto auf dem 11. BRICS-Führungsgipfel in Brasilia, Brasilien, im Jahr 2019. Bild: Ramil
Sitdikov / Sputnik


Der russische Pessimist sagt, die Dinge sind so schlecht, dass sie unmöglich noch
schlimmer werden können; der russische Optimist sagt: „Keine Sorge, das werden sie!“
Wenn die westlichen Führer glauben, dass Russland und China jetzt aggressiv sind, wird die
sich jetzt abzeichnende russisch-chinesische Allianz eine bösere Kombination sein, als sich
die meisten westlichen Beobachter vorstellen können.
Es muss nicht passieren, wird aber wahrscheinlich passieren, angesichts der toxischen
Kombination aus aggressivem Auftreten und inhärenter Schwäche des Westens. Ersteres
verleitet China dazu, Gewalt anzuwenden, und letzteres veranlasst China zu glauben, dass
es mit der Anwendung von Gewalt davonkommen kann.
Ein typisches Beispiel: Am 6. Mai führte die hawkishe chinesische Politikseite „Observer“
(guancha.cn) einen 5.000 Wörter langen Aufschrei von Russlands „eurasischem“ Ideologen
AleksandrDugin an, der als Inspiration für jüngere Offiziere in Russlands Militär und
Geheimdiensten gilt, die denken, dass Wladimir Putin zu weich gegenüber dem Westen ist.
Das sollte Washington alarmieren, obwohl ich bezweifle, dass irgendjemand im Weißen
Haus davon Notiz genommen hat. (…)


SPENGLER ist ein Schriftstellername unter dem Kolumnen von David P. Goldman u.a. bei Asia-Times zu geopolischen Fragen erscheinen.

Auf der Suche nach einer multipolaren Welt – Michael HUDSON, Pepe ESCOBAR

Cornsortiumnews

Jahrgang 26, Nummer 86-Samstag, 27. März 2021

Auf der Suche nach einer multipolaren Welt

26. März 2021

Michael Hudson und Pepe Escobar setzen ihr Gespräch über ein globales Währungssystem fort, das auf eine Scheidung zuzusteuern scheint.

Ein Teil von Chinas Großer Mauer in der Morgendämmerung. (Hao Wei, Flickr, CC BY 2.0)

Lesen Sie Teil 1 dieses Gesprächs.

Pepe Escobar im Gespräch mit Michael Hudson

An der Henry George School of Social Science

Michael Hudson: Vor fünfzig Jahren habe ich „Super Imperialism“ geschrieben, in dem es im Grunde darum geht, wie Amerika die Welt finanziell dominiert und einen Freifahrtschein erhält.

Ich habe es geschrieben, gleich nachdem Amerika 1971 den Goldstandard verlassen hatte, als der Vietnamkrieg, der für das gesamte Zahlungsbilanzdefizit verantwortlich war, das Land zwang, den Goldstandard zu verlassen. Und jeder machte sich damals Sorgen, dass der Dollar untergehen würde. Es würde eine Hyperinflation geben. Und was passierte, war etwas ganz anderes.

Sobald es kein Gold mehr gab, zwang Amerika seine Verbündeten, in US-Staatsanleihen zu investieren, weil deren Zentralbanken keine Unternehmen kaufen. Sie kaufen keine Rohstoffe. Alles, was sie kaufen konnten, waren die Staatsanleihen anderer Zentralbanken. Das einzige, was andere Leute mit all den Dollars, die hereinkamen, kaufen konnten, waren also plötzlich US-Schatzpapiere.

Und die Wertpapiere, die sie kauften, dienten im Wesentlichen dazu, noch mehr Krieg zu finanzieren und das Zahlungsbilanzdefizit aus dem Krieg und den 800 Militärbasen, die Amerika auf der ganzen Welt hat. Und der größte Kunde, ich glaube, wir haben das schon besprochen, sind das Verteidigungsministerium und die CIA, die es [den Superimperialismus] als ein „How-to-do“-Buch ansahen. Nun, das war vor 50 Jahren.

Michael Hudson. (Wikimedia Commons)

Und was ich getan habe, ist nicht nur, das Buch neu zu editieren und mehr Informationen hinzuzufügen, die herausgekommen sind, sondern ich habe die letzten 50 Jahre aufgegriffen und wie sie die ganze Welt absolut verändert haben. Und es ist eine neue Art von Imperialismus.

Vor 50 Jahren gab es noch die Ansicht, dass Imperialismus [im Wesentlichen] ökonomisch sei. Und das ist die Ansicht, dass es immer noch eine Rivalität gibt, zum Beispiel zwischen Amerika und China oder Amerika und Europa und anderen Ländern.

Aber ich denke, die ganze Welt hat sich in den letzten 50 Jahren so sehr verändert, dass das, was wir jetzt haben, nicht so sehr ein Konflikt zwischen Amerika und China oder Amerika und Russland ist, sondern zwischen einer Wirtschaft, die vom Finanzsystem geführt wird, und einer Wirtschaft, die von Regierungen geführt wird – demokratisch oder weniger demokratisch, aber auf jeden Fall eine Mischwirtschaft.

Nun, alles, was den industriellen Kapitalismus reich gemacht hat, alles, was Amerika im 19. Jahrhundert so stark gemacht hat, durch seine Schutzzölle, durch seine öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur, bis hin zum Zweiten Weltkrieg und den Folgen. Wir hatten eine gemischte Wirtschaft in Amerika, und die war sehr ausgeglichen. Europa hatte eine gemischte Wirtschaft. Jede Wirtschaft seit Babylon und Rom war eine gemischte Wirtschaft, aber in Amerika haben Sie seit 1980 etwas völlig anderes. Das wurde von niemandem vorhergesehen, weil es so disruptiv zu sein schien.

Und was das war, war der Finanzsektor, der sagte, wir brauchen Freiheit und mit Freiheit ist gemeint, dass wir die Planung und die Subventions- und Wirtschaftspolitik und die Steuerpolitik aus den Händen der Regierung nehmen müssen. und sie in die Hände der Wall Street legen.

„In Amerika hat man seit 1980 etwas ganz anderes. Das war von niemandem vorhergesehen worden, weil es so umstürzlerisch wirkte.“

Und so ist der Libertarismus und der freie Markt eine zentralisierte Wirtschaft, die in den Händen der Finanzzentren liegt, der Wall Street, der City of London, der Pariser Börse. Und was Sie heute haben, ist der Versuch des Finanzsektors, die Rolle zu übernehmen, die die Grundbesitzerklasse in Europa hatte, von der Feudalzeit bis zum 19. Jahrhundert.  Es ist eine Art Wiederauferstehung.

Wenn man sich die gesamten letzten 200 Jahre Wirtschaftstheorie anschaut – von Adam Smith über Henry George bis hin zu Marx – dann war die ganze Idee, dass jeder erwartet, dass eine gemischte Wirtschaft immer produktiver wird und sich von den Grundherren befreit, sich von den Banken befreit, um Land zu einem öffentlichen Nutzen zu machen. (…)

Maschin. Übersetzung und der Origialtext im Anhang: