KenFM im Gespräch mit: Ulrich Teusch (“Der Krieg vor dem Krieg”)

Im Zweifel für den Krieg. Die deutsche Mainstream-Presse sowie die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind auf Krawall gebürstet. Das wissen wir nicht erst seit dem 11. September 2001 oder seit der Ukraine-Berichterstattung. Schon lange ist jedem aufmerksamen Leser und Hörer klar, dass hier etwas ganz und gar nicht klar ist: der gemeinsame Nenner „Frieden“ fehlt völlig. Der Abstand zwischen dem, was die Menschen vom Journalismus erwarten und was sie am Ende in den Mainstream-Medien serviert bekommen, wächst. Unmut macht sich breit. Objektive Berichterstattung? Fehlanzeige. Fehler und Feindbilder? Allgegenwärtig. Kein klar denkender Mensch will Krieg. Doch die Mainstream-Medien, vom herrschenden System abhängig und ihm dienend, können gar nicht anders, als dieses von Krieg lebende System zu erhalten. Eine Diskrepanz, die im besten Falle enttäuscht. Im schlimmsten Fall aber nimmt Otto Normal die vorgefertigte Meinung als bare Münze hin und lässt sich „an die Front schreiben“ oder „die da oben“ in ihrer Machtbesessenheit gewähren. Weil man ja eh nichts machen kann? Doch, kann man! Hat man die Tricks, die Ziele und die Muster nämlich einmal durchschaut, bleibt nur noch ein letzter – zugegeben – schwerer Schritt: selber denken. Dann fällt es aber leicht, politische Nachrichten, zum Besten gegeben von Tagesschau, Talkshows und der guten alten Tageszeitung, als Halbwahrheiten, Täuschungen und Propaganda zu enttarnen. Und dann ist da noch das „Problem“ mit der Wahrheit. Am Beispiel von Julian Assange sehen wir dieser Tage allzu deutlich, was es für Konsequenzen haben kann, spricht man das aus, was nicht gesagt werden darf. Assanges Verhaftung ist nichts anderes als ein Exempel, eine Warnung an die freie Presse. Macht man nämlich den echten Krieg, den uns das System als harmlose Spielerei (Bundeswehr-Werbung) oder als „notwendiges Übel“ (Die Grünen) verkauft, in all seiner Grausamkeit sichtbar, so landet man schnell im Hochsicherheitstrakt. Im Gespräch mit Ulrich Teusch erleben wir einen teils zornigen, teils hoffnungsvollen Politologen und Medien-Experten, der nicht aufgegeben hat zu analysieren. Teusch ist jemand, der (noch) für die öffentlich-rechtlichen Medien arbeitet, in seinen Büchern aber schon lange Tacheles spricht und Kritik an seiner Branche übt. Nach über 100 Minuten wird klar, welche Abneigung in ihm gegen die bewusste Verbreitung von vorgefertigten Meinungen brodelt und wie man sich einer solchen Beeinflussung entziehen kann. Zum Beispiel: mit einem Buch, mit gesundem Menschenverstand und bald auch mit einem weiteren, unabhängigen Online-Magazin:

https://www.startnext.com/multipolar

Inhaltsübersicht:

0:06:04 Systemmedien

0:15:52 „Nicht-Ereignisse“ und die Folgen einer „Nicht-Korrektur“

0:32:26 Die Wirkung alternativer Medien

0:46:06 Die wirkungslosen Warnungen kritischer Journalisten

1:08:08 Messen mit zweierlei Maß – Geschichte im Vergleich

1:16:31 Solidarität mit mutigen Journalisten – Julian Assange

1:28:33 Konflikte innerhalb der Eliten

1:34:16 Wer macht die beste Propaganda?

1:39:37 Das Portal „Multipolar“

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J. WERNICKE: Lügen die Medien? – U. MIES / J. Wernicke (Hg): Fassadendemokratie und Tiefer Staat – Lektüreempfehlungen

Guten Tag zusammen,

zwei Veröffentlichungen seien im Folgenden empfohlen:

(1)

Jens Wernicke

Lügen die Medien?

Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung.

Walter van Rossum, David Goeßmann, Ulrich Teusch, Volker Bräutigam, Ulrich Tilgner, Stephan Hebel, Werner Rügemer, Eckard Spoo, Noam Chomsky, Uwe Krüger, Rainer Mausfeld, Jörg Becker,

Westendverlag, 18 Euro

Zu einzelnen Autoren:

Walter van Rossum, Journalist und Medienkritiker (z. B. in „Die Tagesshow. Wie man in 15 Minuten die Welt unbegreiflich macht“);

Volker Bräutigam, ehemaliger Tagesschau-Redakteur, startete viele Programmbeschwerden, um die öffentlich-rechtlichen Medien an ihren Auftrag zu erinnern;

David Goeßman gründete zusammen mit Fabian Scheidler („Die Megamaschine“) das kritische Internet-TV kontext.tv;

Werner Rügemer ist ein Experte in Sachen Privatisierung öffentlichen Eigentums in allen Formen (CBL, PPP);

Eckard Spoo (1936-2016) war langjähriger Redakteur der Frankfurter Rundschau, später Herausgeber der zwei-wöchentlich erschienen Zeitschrift „Ossietzky“;

Noam Chomsky, Professor für Linguistik am MIt, international präsenter Kritiker der imperialen US-Politik, Analytiker von Manipulationstechniken; verfasste Standardwerke zur Globalisierungs- / Kapitalismuskritik;

Uwe Krüger wurde durch seine Promotion zum Thema transatlantische Netzwerke in deutschen Leitmedien bekannt, die in einer legendären Folge der „Anstalt“ verarbeitet wurde;

Rainer Mausfeld, Professor für Kognitionspsychologie in Kiel, befasst sich mit Fragen der Entdemokratisierung und warum die Abgehängten und Manipulierten sich nicht wehren. Vorträge von ihm sind auf youtube verfügbar.

Eine Übersicht über den Inhalt und die Einleitung sind im Anhang verfügbar und unter der url https://www.westendverlag.de/wp-content/uploads/booksample/9783864891885.pdf

(2)

Ulrich Mies, Jens Wernicke (Hrsg): Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter.

Promedia Verlag, 19,90

Mit Beiträgen von Jörg Becker, Daniele Ganser, Bernd Hamm, Hansgeorg Hermann, Hannes Hofbauer, Jochen Krautz, Mike Lofgren, Rainer Mausfeld, Hermann Ploppa, Jürgen Rose, Werner Rügemer, Rainer Rupp, Andreas Wehr, Wolf Wetzel und Ernst Wolff.

Der Beitrag von Rainer Mausfeld ist als Exklusivabdruck abrufbar unter https://www.rubikon.news/artikel/die-wahrheit-uber-die-demokratie

Viele Grüße

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange NEWS

WERNICKE-Lügen-die-Medien-Leseprobe2017 06.pdf

Buchtipp: Fabian SCHEIDLER – Das Ende der Megamaschine – Geschichte einer scheiternden Zivilisation“

Betreff: Buchtipp: Fabian SCHEIDLER – Das Ende der Megamaschine – Geschichte einer scheiternden Zivilisation“, Promedia, April 2015

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 30.08.2015

Hallo zusammen,

auf das oben angezeigte Buch Scheidlers stieß ich über eine Besprechung von Andrea KOMOLOSY* in „lunapark 12 – Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie“, Heft 30, Sommer 2015. Nach der Lektüre kann ich mich ihrer Bewertung anschließen: „… Aus der Fülle der Neuerscheinungen ragt das Werk eines Generalisten heraus … Dass ihm mit „Das Ende der Megamaschine“ ein wahrhaft großer Wurf gelungen ist, liegt jedoch in seiner Erfahrung als Dramaturg, Theaterautor sowie Betreiber des globalisierungskritischen Fernsehmagazins www.kontext.tv. …“

* http://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/mitarbeiterinnen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/komlosy

Scheidler wird auf dem Kongress „Solidarische Ökonomie und Transformation“* am 11.09.2015 in Berlin eine/n Veranstaltung/Workshop anbieten und auf einer Lesereise im Herbst 2015 sein Buch präsentieren (siehe: http://www.counter-images.de/megamaschine/megamaschine-lesereise.html ).

* Kongress-Programm/Anmeldung/Infos über: http://solikon2015.org/de

Folgende Spots mögen einen ersten inhaltlichen Eindruck vermitteln:

I.
Kontext-TV Interview mit Fabian SCHEIDLER zu seinem im Frühjahr bei Promedia (Wien) erschienenen Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ (271 S., ISBN 978-3-85371-384-6).
Videobeitrag: 37:30 min, URL: http://www.kontext-tv.de/node/463

Begleittext:
Die planetaren Grenzen der Megamaschine sind erreicht / Transformationsprozess mit ungewissem Ausgang
Die globale Megamaschine stößt im 21. Jahrhundert an ökologische, soziale und ökonomische Grenzen, an denen sie letztlich scheitern muss, so Fabian Scheidler. Die politischen und ökonomischen Institutionen, die das System in den vergangenen Jahrhunderten geschaffen hat, erweisen sich als ungeeignet, adäquat auf diese Grenzen zu reagieren. Daher bewegen wir uns immer tiefer in einen chaotischen Übergangsprozess hinein, der Jahrzehnte dauern kann. Was am Ende herauskommt, lässt sich nicht voraussagen – auch fundamentalistische und faschistische Kräfte könnten weiter Aufwind bekommen. Entscheidend für eine sozial-ökologische Transformation sei es, mit dem Ausstieg aus der Megamaschine schon jetzt zu beginnen, um auf unvermeidliche systemische Brüche vorbereitet zu sein.
Gäste: Fabian Scheidler, Mitbegründer von Kontext TV, Buchautor („Das Ende der Megamaschine“), Theater- und Opernautor

II.
Inhaltsverzeichnis
Über den Autor
Einleitung

Teil I: Die vier Tyranneien
1. Kapitel: Macht
2. Kapitel: Metall
3. Kapitel: Markt
4. Kapitel: Ohnmacht
5. Kapitel: Mission

Teil II: Die Megamaschine
6. Kapitel: Monster
7. Kapitel: Maschine
8. Kapitel: Moloch
9. Kapitel: Masken
10. Kapitel: Metamorphosen
11. Kapitel: Möglichkeiten

Ausgewählte Literatur
Zeittafel A: Die vier Tyranneien (Kapitel 1–5)
Zeittafel B: Formation der globalen Megamaschine (Kapitel 6)
Zeittafel C: Konsolidierung, Expansion und Krisen (Kapitel 7–9)
Zeittafel D: Boom und Grenzen der Megamaschine (Kapitel 10–11)
Anmerkungen

III.
Einleitung

Das-Ende-Megamaschine-Einleitung.pdf