Putin über neue Interkontinentalraketen auf deutsch – russland.TV

Am 01.03.2018 veröffentlicht

Von Putins heutiger Rede zur Lage der russischen Nation hat die Passage über die Modernisierung des russischen Atomwaffenarsenals international die meiste Aufmerksamkeit erregt. Konkret geht es hier neben Marschflugkörpern um ein neues System schwerer Interkontinentalraketen namens Sarmat, das veraltetes Arsenal aus der Sowjetzeit ablösen soll. Weiterhin verfolgt die Konstruktion das Ziel, den US-amerikanischen Raketenabwehrschild unwirksam zu machen. Wie Putin diese Rüstungsausgaben begründet wie immer bei uns in Übersetzung des Originalmanuskripts des Kreml. Unterstützt unsere Arbeit – https://www.patreon.com/russlandtv russland.RU ist eine unabhängige Onlinezeitung über Russland und russland.TV unser Web-TV. Mehr Videos und aktuelle News online unter http://www.russland.ru

Atomkrieg ist machbar — Rationalgalerie Aktuell

14. August 2017

US-Präsident droht Nord-Korea atomar : Wie anders soll man Trumps Drohung mit „Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat“ gegen Nordkorea begreifen als eben atomar? Und kaum jemand scheint für diese Aggression geeigneter als die nordkoreanische Erbmonarchie, die sich…

über Atomkrieg ist machbar — Rationalgalerie Aktuell

Colin POWELL: Israel hat 200 Atomsprengköpfe – alle auf Teheran gerichtet; n-tv, 16.09.2016

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 16.09.2016

Eine späte Genugtuung für den israelischen Nukleartechniker Mordechai VANUNU, der die internationele Öffentlichkeit 1986 darüber informierte, dass Israel (im Geheimen) Atommacht geworden war. Vanunu wurde am 30.09.1986, sechs Tage vor Veröffentlichung seiner Unterlagen in der Londoner Sunday Times, von der israelischen Agentin Cheryl Ben Tov nach Rom gelockt, dort vom MOSSAD entführt, nach Israel verchleppt und wegen Landesverrats und Spionage am 24.03.1988 zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er rund 11 Jahre in Isolationshaft im Schikma-Gefängnis in Aschkelon absaß.

Auf dem Hintergrund der folgend dokumentierten Powell-Mail erhält der Jonit Comprehensive Plan of Action (sog. Iran Deal), der am 14.07.2015 in Wien zwischen dem Iran und China, Frankreich, Russland, Großbritannien, USA, Deutschland + EU abgeschlossen wurde, eine neue friedenspolitische Brisanz.

—————
„Alle auf Teheran gerichtet“
Powell: Israel hat 200 Atomsprengköpfe
Offiziell gibt es in Israel kein Atomwaffenprogramm. Der ehemalige Außenminister der USA, Colin Powell, spricht in nun von Hackern veröffentlichten Mails über israelische Atomwaffen. Das ist in doppelter Hinsicht erstaunlich.
Der ehemalige Sicherheitsberater und Außenminister der USA, Colin Powell, behauptet, Israel verfüge über 200 Atomwaffen. Das schrieb er im Jahr 2015 in einer E-Mail* an den Spender der Demokratischen Partei, Jeffrey Leeds.  Hacker hatten zahlreiche E-Mails Powells abgefangen und veröffentlicht. Powell hat die Echtheit des Leaks bereits eingeräumt.
* E-Mail from Powell to Jeffrey Leeds, Sent: Tuesday, March 03, 2015  „…   Negotiators can’t get what he wants. Anyway, Iranians can’t use one if they finally make one. The boys in Tehran know Israel has 200, all targeted on Tehran, and we have thousands.  As Akmdinijad (sp)  „What would we do with one, polish it?“ I have spoken publicly about both nK and Iran. We’ll blow up the only thing they care about – – regime survival. Where, how would they even test one?“
Powell schreibt in der E-Mail weiter, dass er daran zweifle, dass der Iran – selbst wenn er in den Besitz kommen könnte – Atomwaffen einsetzen würde, denn „die Jungs in Teheran wissen, dass Israel 200 hat, alle auf Teheran gerichtet und wir haben Tausende“, schrieb er an Leeds. Die Korrespondenz ist datiert auf den 3. März 2015. Kurz zuvor hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu eine Rede vor dem US-Kongress gehalten und vor dem Zustandekommen eines Atom-Deals mit dem Iran und der daraus resultierenden möglichen Gefahr für Israel gewarnt.
Die Behauptung eines hochrangigen US-Politikers, Israel habe Atomwaffen, ist bemerkenswert. Israel streitet seit Jahrzehnten konsequent die Existenz eines Atomwaffenprogramms ab. 1985 machte der israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu öffentlich, dass Israel Atomwaffen baue und veröffentlichte Details zum Kernforschungszentrum Negev. Auch ist die Zahl von 200 Sprengköpfen, die Powell nennt, bedeutsam. Auch wenn Israel bis heute nicht offiziell zum Kreis der Atommächte gerechnet wird, gingen Experten bisher meistens von weniger als 200 israelischen Sprengköpfen aus. Vanunu wurde für seine Behauptungen wegen Landesverrats zu 18 Jahren Haft verurteilt, behauptete nach seiner Entlassung jedoch erneut, Israel baue auch Wasserstoff- und Neutronenbomben.
Netanjahu wählte damals drastische Worte vor dem US-Kongress um die USA doch noch davon abzuhalten, sich auf den Deal mit Teheran einzulassen. Powell zeigt in seinen E-Mails teilweise Verständnis für Netanjahus Sorge. Denn falls es der Iran tatsächlich darauf abgesehen hätte, eine Atombombe zu bauen, dann würde es aufgrund des übermächtigen Arsenals Israels eben nicht nur bei einer Bombe bleiben. Dann zitiert er den ehemaligen iranischen Staatschef Ahmadinedschad mit den Worten: „Was sollen wir denn mit einer? Sie polieren?“
(…)

ARTE-DOKU: „Komitee für Täuschungsoperationen“ geheime Kriegführung gegen UdSSR + Europa

Täuschung – Die Methode Reagan

Video im Internet unter: http://www.arte.tv/guide/de/050296-000/taeuschung-die-methode-reagan

Dienstag, 12. Mai um 8:55 Uhr (53 Min.)

Wiederholung am Montag, 18.05. um 8:55 Uhr

Erstausstrahlung am Dienstag, 05.05. um 23:00 Uhr

Zur Doku der Text von der Arte-Webseite:

Mit Reagans Machtantritt ändert sich die Strategie der USA im Kalten Krieg grundlegend: Angriff statt Verteidigung. Sein geheimes „Komitee für Täuschungsoperationen“, dessen Existenz in dieser Dokumentation zum ersten Mal von Zeitzeugen bestätigt wird, plante brillante und perfide Geheimdienst-Operationen – gegen die Sowjets, aber auch gegen die Entspannungspolitik.

Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein „Komitee für Täuschungsoperationen“ ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion. Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt.

Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit. Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges.

Als in den 80er Jahren der schwedische sozialdemokratische Ministerpräsident Olof Palme mit Willy Brandt und Egon Bahr seine Strategie der gemeinsamen Sicherheit vorschlägt und Schweden nicht mehr als „unsinkbaren Flugzeugträger“ der Nato zur Verfügung stellen will, macht er sich nicht nur die konservativen Machteliten im eigenen Land zum Feind. Sein Ansatz ist auch Reagan schon früh ein Dorn im Auge, denn ein Einlenken der Sowjetunion im Wettrüsten des Kalten Krieges wäre für seine Strategie kontraproduktiv. So werden die Annäherungsgespräche sabotiert und die Person Palme diskreditiert. Im Februar 1986 wird Palme von einem unbekannten Täter ermordet.

Der Film zeigt die Bedeutung der geheimen Kriegsführung der USA im Kalten Krieg unter Bezugnahme auf hochkarätige Zeitzeugen und exklusives Filmmaterial. Einmal mehr wird deutlich, dass die USA zur Durchsetzung eigener Interessen auch vor der Souveränität demokratischer Staaten nicht Halt machte. Eine Thematik, die gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Lage und der jüngsten Geheimdienstskandale von beachtenswerter Aktualität ist.

Kommentar Albrecht Müllers auf den Nachdenkseiten: http://www.nachdenkseiten.de/?p=25975

Was man aus dieser Dokumentation lernen kann:

  1. US-Präsident Ronald Reagan war kein Trottel. Im Gegenteil, er war hoch intelligent und umsichtig, leider für die falschen Ziele.
  2. Die Politik der Entspannung und des Aufbaus einer Ordnung gemeinsamer Sicherheit in Europas einschließlich Russlands, also zwischen Ost und West, wurde nicht erst ab 1990 durch Präsident Clinton unterlaufen.
  3. Reagan wollte keinen Frieden mit der Sowjetunion bzw. Russland als Partner. Ihm ging es um die Destabilisierung und dabei vor allem um die ökonomische Destabilisierung durch Zwang zu immer größeren militärischen Ausgaben. Reagan legt es darauf an, die Sowjetunion ökonomisch und technologisch nieder zu konkurrieren. In der Dokumentation wird die Überlegenheit demonstriert.
  4. In der Dokumentation wird sichtbar, welche tödliche Rolle Deutschland bei einer kriegerischen Auseinandersetzung hätte spielen müssen – es wäre so vernichtet worden, dass nicht einmal Flugplätze für die vom Atomkrieg zurückkehrenden Flugzeuge des Westens übrig geblieben wären. Das neutrale Schweden war als alternativer Flugzeugträger vorgesehen.
  5. Die USA haben unter Reagan in die Innenpolitik und in die Außenpolitik Schwedens hinein regiert. Indem sie mit NATO Partnern zusammen einen sowjetischen U-Boot Einsatz inszenierten, beeinflussten sie zusammen mit den schwedischen Militärs und Medien die Stimmung in Schweden und untergruben die Mehrheit für Olof Palmes entspannungspolitische Linie.
  6. Der Film zeigt, wie stark die Stimmung in der Bevölkerung eines Landes manipuliert werden kann. Vor der Operation des „Komitees für Täuschungsoperationen“ fühlten sich nach Umfragen 27 % der Schweden von der UdSSR bedroht; nach Auftauchen der vermeintlich sowjetischen U-Boote stieg der Anteil der Verängstigten auf 83 % (im Film beginnend bei Minute 37).
  7. Die Dokumentation zeigt, wie eine nichtgewählte Gruppe finanziell, medial und politisch Mächtiger die politischen Entscheidungen und die politische Linie eines Landes beeinflussen kann. Diese Gruppe und das schwedische Militär konspirierten gegen den eigenen Ministerpräsidenten.
  8. Wenn man rechtzeitig und clever genug dafür sorgt, die Belege für eine solche Verschwörung zu beseitigen, dann kann man sogar in der bewunderten schwedischen Demokratie einer Anklage und Verurteilung entgehen.
  9. Die Dokumentation ist ein weiterer Beleg dafür, wie albern und wirklichkeitsfremd die geläufigen Vorwürfe sind, Vorgänge, wie in der Dokumentation geschildert, seien das Produkt von Verschwörungstheoretikern. Wieder einmal wird belegt: die Wirklichkeit ist viel schlimmer, als sich dies fantasievolle Verschwörungstheoretiker vorstellen könnten.

Ergänzung E.S.:

Erkenntnisse und Dokumente zur Geheimen Kriegführung der USA belegen in Hülle und Fülle, dass die im Film gezeigten Vorgänge, Strukturen und Mechanismen nicht nur gegenüber der SU und Schweden angewendet wurden und nach dem Ende des Kalten Krieges fortgesetzt wurden (s. bspw. die opulente, nach Ländern chronologisch angelegte Zusammenstellung von William Blum: „Killing Hope. Zerstörung der Hoffnung. Globale Operationen der CIA seit dem 2. Weltkrieg“. Frankfurt 2. erw. Aufl. 2014; s. Regine Igel: „Terrorjahre. Die dunkle Seite der CIA in Italien“. München 2006 oder Seymour Hersh über „Cheneys Killertruppe“ Joint Special Operations Command JSOC http://www.hintergrund.de/20090814467/globales/kriege/cheneys-killertruppe-und-das-grosse-schweigen.html)

Viele Grüße

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange News