Machtkampf im Asowschen Meer (II) – GFP – 03.12.2018

(Eigener Bericht) – Begleitet von Forderungen nach Hafensperren für russische Schiffe präsentiert sich die Bundesregierung als Mittlerin im Konflikt um das Asowsche Meer. Russlands Präsident Wladimir Putin habe ihr Plädoyer für Verhandlungen Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs („Normandie-Format“) zu dem Konflikt „zustimmend zur Kenntnis genommen“, teilte Kanzlerin Angela Merkel am Wochenende am Rande des G20-Gipfels mit. Die für Berlin vorteilhafte Mittlerrolle wird inzwischen nicht mehr nur von US-Maßnahmen wie der Aufrüstung der Ukraine, sondern darüber hinaus auch von der Türkei in Frage gestellt: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich vergangene Woche ebenfalls als Mittler zwischen Moskau und Kiew angedient. Die türkische Regierung kann dabei auf gute Beziehungen sowohl zu Russland als auch zur Ukraine bauen. Während der ukrainische Präsident die Forderung nach der Entsendung von NATO-Kriegsschiffen ins Asowsche Meer bekräftigt, schlägt CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer die Aussperrung russischer Schiffe aus der Krim-Region von EU-Häfen vor. (…)

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Krim-Konflikt – Deutsche Medien machen sich zum Anwalt von Poroschenko — Weltnetz.tv – Plattform für linken und unabhängigen Videojournalismus

Uli Gellermann über das wiederholte Versagen der deutschen Medienlandschaft im UkrainekonfliktDie russische Küstenwache hatte vergangenes Wochenende Patrouillenbooten der ukrainischen Marine die Durchfahrt in der Meerenge von Kertsch vor der Krim verweigert.

über Krim-Konflikt – Deutsche Medien machen sich zum Anwalt von Poroschenko — Weltnetz.tv – Plattform für linken und unabhängigen Videojournalismus

Scharmützel im Asowschen Meer – Neuauflage der Maidan-/Krim-Krise?

globalcrisis-/globalchange NEWS
Stephan Best und Martin Zeis

29.11.2018

 

Scharmützel im Asowschen Meer – Neuauflage der Maidan-/Krim-Krise?

 

Wenn man sich die Entwicklung der Vorgänge um das Aufbringen dreier ukrainischer Schiffe im Asowschen-Meer nahe der Straße von Kertsch (Kerch) am heutigen Tag (Stand 29.11.) anschaut, dann kommt der aufmerksame Betrachter zu unterschiedlichen Ergebnissen. Sollte die vom russischen Küsten- und Grenzschutz (FSB) gestoppte Aktion von ukrainischen Marine Schiffen als das wahrgenommen werden, was sie augenscheinlich auch war, nämlich eine Provokation, dann könnte die bewusst herbei geführte Eskalation[1] tatsächlich zu einem Eingreifen internationaler militärischer Kräfte[2] geführt haben oder noch führen. Zumindest haben die meisten westlichen Medien verstanden und sprechen in gewohnter Parteinahme für die ukrainische Seite – ohne weitere Prüfung der Vorgänge – sogleich von russischer Aggression in internationalen Gewässern gegen friedlich daherkommende Wasserfahrzeuge.[3] Es zeigt sich allerdings, dass das Drehen an der Sanktionsschraube gegen Russland immer mehr an Befürwortern verliert und die Bereitschaft wegen Poroshenko wirklich zu den Waffen zu greifen schwindet. Immerhin hat nun POTUS Trump nach anfänglichem Schwanken dem bevorstehenden Treffen mit Putin beim G20 Gipfel doch noch eine endgültige Absage erteilt, da er die russische Aggression ablehnt. Obwohl auch ihm die auf ca. 7-8% gesunkenen Umfragewerte des Ukrainischen Präsidenten nicht entgangen sein dürften. So scheint der Konsens, dass die russische Reaktion zu verurteilen sei, bis hin zum UN Sicherheitsrat geteilt zu werden.[4] Die verbalen Schärfen allerdings lassen erkennen, dass derzeit ein Trend zur Deeskalation kaum zu erwarten ist. (…)

Der vollstädige Artikel als PDF (13 S.)Best Zeis Scharmützel im Asowschen Meer 20181129

 

[1] http://thesaker.is/ukrainian-crews-were-given-the-order-to-try-to-covertly-cross-the-kerch-stait/

 

[2] Poroschenko setzt auf Merkel, http://www.xing-news.com/reader/news/articles/1881731?cce=em5e0cbb4d.%3AeBchsYylDL1SuJVHV4V8AJ&link_position=digest&newsletter_id=39563&toolbar=true&xng_share_origin=email

 

[3] So fordert Macron den Einsatz von EU-Streitkräften, andere möchten die NATO zum Einsatz bringen und Rebecca Harms wünscht sich auf Twitter Miltärbeobachter wie bei den Kampfhandlungen an der Grenze der Ukraine zu Lugansk und Donezk auch im Asowschen Meer.

[4]Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates nach Eskalation bei Kertsch:
https://www.facebook.com/sputnik.deutschland/videos/575193442924905/

Machtkampf im Asowschen Meer – German Foreign Policy

27.11.2018 (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung soll Kriegsschiffe ins Schwarze Meer entsenden, „neue, viel schärfere Sanktionen“ gegen Russland verhängen und das Land „als Pariastaat“ behandeln. Dies fordert der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, in Reaktion auf die Eskalation der russisch-ukrainischen Auseinandersetzungen in der Einfahrt zum Asowschen Meer. Die russische Küstenwache hatte am Sonntag Kriegsschiffe der ukrainischen Marine gewaltsam daran gehindert, ohne die übliche Abstimmung mit russischen Stellen durch die von Moskau kontrollierte Meerenge bei Kertsch in das Asowsche Meer einzufahren. Zuvor hatten sich die Spannungen über Monate hin aufgebaut, nachdem die ukrainische Küstenwache ein russisches Fischerboot rechtswidrig beschlagnahmt und die Crew inhaftiert hatte. Hintergrund sind Bemühungen Kiews, seine Militärpräsenz im Asowschen Meer auszuweiten. Da die ukrainische Marine viel zu schwach sei, um eine Gefahr für die russische Flotte darzustellen, könne Kiew nur auf Verstärkung durch NATO-Kriegsschiffe hoffen, urteilen US-Strategen. (…)

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7796/