Ein Platzen der US-Schuldenblase wird die Welt böse treffen – Russland jedoch nicht

Ein Platzen der US-Schuldenblase wird die Welt böse treffen – Russland jedoch nicht

13 Okt. 2021 21:32 Uhr

Eine neue Runde in der wiederkehrenden US-Schuldenkrise droht die Welt zu erschüttern. Vom Westen durch Sanktionen und Misstrauen größtenteils abgeschnitten, dürfte ausgerechnet Russland vor den Folgen dieser heraufziehenden Situation verschont bleiben.

Ein Kommentar von Glenn Diesen

Die lang erwartete US-amerikanische Finanzkrise scheint auf dem Weg zu sein. Die Inflation steigt, die Energiepreise steigen jenseits jeder Kontrolle und bereits jetzt ist das Niveau der privaten und öffentlichen Verschuldung untragbar hoch. Washington stehen nur noch wenige Werkzeuge zum Abwenden oder Mildern der Krise zur Verfügung – und dabei hat es eine Menge zu verlieren.

Es scheint sich eine erneute US-amerikanische Finanz- und Währungskrise anzubahnen, die die ganze Welt zu erfassen und weltweit zu dramatischen Verschiebungen in der internationalen Machtverteilung zu führen droht. Die ganze Welt? Nein! Ein von unbeugsamen Realpolitikern geleitetes Russland zeigt sich auf die kommenden Turbulenzen vorbereitet. Deren Strategie lautet: Den Spritzumkreis einer bald platzenden Blase einfach frühzeitig verlassen. Neben der Sicherstellung strenger Budgetdisziplin ist dabei die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China als einer der Schwerpunkte hervorzuheben, die mit einer Abkopplung vom internationalen Finanzsystem unter Führung der USA einhergeht.

Die Tugend der Vereinigten Staaten: Probleme würdevoll vor sich herschieben

Der Segen, die Weltreservewährung drucken zu können, ist gleichzeitig auch ein Fluch. Die USA waren über Jahre hinweg in der Lage, massive Defizite einzufahren und damit einen Lebensstandard und ein Imperium weit über ihre Verhältnisse aufrechtzuerhalten, während Politiker behaupten konnten, die Ungleichgewichte seien ein Zeichen für eine gesunde Wirtschaft und als Beweis hierfür gelte die Bereitschaft der ganzen Welt, den USA so große Geldmengen zu leihen. Der Fluch, den die Lizenz zum Drucken der weltweiten Handels- und Reservewährung birgt, besteht im Verwässern der Notwendigkeit, eine Budgetdisziplin aufrechtzuerhalten, da sämtliche Probleme einfach in die Zukunft verschoben werden können. (…)

Der vollständige Kommentar findet sich hier:

Who was Dag Hammarskjöld?

September 18, 2021

Through his independence, Hammarskjöld had managed to anger both Cold War camps, writes Joe Lauria. By Joe Lauria Special to Consortium News Dag Hammarskjöld set the standard for integrity and independence that all United Nations secretaries-general are judged against. He pioneered

Quelle: Who was Dag Hammarskjöld?

Biden-Doktrin entschärft China-Spannungen

Quelle: https://www.indianpunchline.com/biden-doctrine-abates-china-tensions/

Veröffentlicht am 11. September 2021 von M. K. BHADRAKUMAR

Biden-Doktrin entschärft China-Spannungen

Ein 90-minütiges Telefongespräch zwischen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und Chinas macht sicherlich weltweit Schlagzeilen, aber das Telefonat von Präsident Joe Biden mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Freitag zieht aufgrund seines Zeitpunkts, des Hintergrunds und des Inhalts besondere Aufmerksamkeit auf sich. https://www.indianpunchline.com/biden-doctrine-abates-china-tensions/

Veröffentlicht am 11. September 2021 von M. K. BHADRAKUMAR

Biden-Doktrin entschärft China-Spannungen

Ein 90-minütiges Telefongespräch zwischen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und Chinas macht sicherlich weltweit Schlagzeilen, aber das Telefonat von Präsident Joe Biden mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Freitag zieht aufgrund seines Zeitpunkts, des Hintergrunds und des Inhalts besondere Aufmerksamkeit auf sich. 

Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 und inmitten der hohen Erwartungen an eine „Biden-Doktrin“, die in der US-Außenpolitik gerade erst geboren wird. Alle drei sind entscheidende Momente vor dem Hintergrund eindeutiger Anzeichen für einen langsamen, stetigen Niedergang der Vereinigten Staaten, der sich in letzter Zeit beschleunigt hat. 

Ein ausgezeichneter Aufsatz in der Zeitschrift Foreign Affairs definiert die Biden-Doktrin wie folgt:

Eine „kohärente Version des pragmatischen Realismus – eine Denkweise, die die Förderung konkreter US-Interessen in den Vordergrund stellt, von anderen Staaten erwartet, dass sie ihre eigenen Interessen verfolgen, und den Kurs ändert, um das zu bekommen, was die Vereinigten Staaten in einer wettbewerbsorientierten Welt brauchen… [markiert] eine willkommene Abkehr von der jahrzehntelangen übermäßig durchsetzungsfähigen US-Außenpolitik, die Leben und Ressourcen bei der Verfolgung unerreichbarer Ziele verschwendet hat.“ weiterlesen

Natürlich ist die obige Definition nur teilweise richtig. War Biden nicht ein glühender Verfechter der NATO-Erweiterung, dem Wendepunkt in der Großmachtpolitik der Nachkriegszeit? George Kennan hatte damals mit großer Voraussicht gewarnt: 

„Warum sollten sich die Ost-West-Beziehungen bei all den hoffnungsvollen Möglichkeiten, die das Ende des Kalten Krieges mit sich brachte, auf die Frage konzentrieren, wer mit wem verbündet sein würde und folglich gegen wen in irgendeinem phantastischen, völlig unvorhersehbaren und höchst unwahrscheinlichen künftigen militärischen Konflikt?“

„Kurz gesagt: Die Erweiterung der NATO wäre der verhängnisvollste Fehler der amerikanischen Politik in der gesamten Zeit nach dem Kalten Krieg. Es ist zu erwarten, dass eine solche Entscheidung die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in der russischen Öffentlichkeit anheizen, sich negativ auf die Entwicklung der russischen Demokratie auswirken, die Atmosphäre des Kalten Krieges in den Ost-West-Beziehungen wiederherstellen und die russische Außenpolitik in eine Richtung lenken würde, die uns ganz und gar nicht gefällt …“ 

Biden vertrat zweifellos das amerikanische Establishment und war wie die strategische Gemeinschaft und die politische Elite der USA vom „unipolaren Moment“ überzeugt. Er unterstützte die von den USA angeführte Militärintervention in Jugoslawien und stimmte für die Genehmigung der Kriege in Afghanistan und im Irak. In der berauschenden Anfangsphase der Invasion des Irak sah er sogar, dass die USA dieses Land „auf den Weg zu einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft“ bringen würden.  

Als jedoch klar wurde, dass die Kriege in Afghanistan und im Irak schrecklich schief liefen, lehnte Biden jede Aufstockungsstrategie ab und drängte auf einen schnellen Rückzug. Nennen Sie es eine pragmatisch-realistische Ader oder die Vorahnung eines vollendeten Politikers, hierin liegt die beste Hoffnung für die Biden-Doktrin, die er am 31. August in einer bahnbrechenden Rede zum Ende des Krieges in Afghanistan verkündete. (…)

Original Text mit Übersetzung findet sich hier:

Die politisch unkorrekte Wahrheit über das, was wirklich in Afghanistan passiert ist

Die politisch unkorrekte Wahrheit darüber, was wirklich in Afghanistan passiert ist

5. September 2021

By Andrew Korybko

Die politisch unkorrekte Wahrheit über das, was wirklich in Afghanistan passiert ist

Viele Amerikaner könnten die großen strategischen Ziele ihrer Regierung in dieser Hinsicht für das Fehlen jeglicher Moral, Ethik oder Prinzipien halten, wenn man bedenkt, dass sie jetzt weitgehend mit den Zielen Chinas, Pakistans, Russlands und sogar der Taliban übereinstimmen, obwohl die Öffentlichkeit über die Jahre hinweg glauben gemacht wurde, dass alle vier ihre Feinde sind.

Afghanische Ambiguität

Der Durchschnittsamerikaner hat Mühe, sich einen Reim darauf zu machen, was im letzten Monat in Afghanistan geschehen ist, da sich alles so plötzlich entwickelt hat. Den meisten war klar, dass der Krieg schon lange verloren war und sich in einen so genannten „endlosen“ Krieg verwandelt hatte, aber nur wenige hatten erwartet, dass er so enden würde, wie er es schließlich tat. Fast nichts von dem, was die Biden-Administration tat, ergab für sie einen Sinn, und nur wenige haben eine Vorstellung davon, was die Zukunft dort bringen wird. In diesem Beitrag soll alles in „politisch unkorrekten“ Begriffen erklärt werden, damit alle es besser verstehen können.

Ein Vorgeschmack auf das, was kommen wird

Beginnen wir mit dem verblüffenden Ergebnis und erklären wir dann, wie es dazu kam. Die USA sind jetzt teilweise mit denselben Taliban, die sie offiziell immer noch als Terroristen bezeichnen, in ihrem gemeinsamen Kampf gegen das vergleichsweise größere Übel ISIS-K verbündet. Amerikas Nachkriegspläne für die Region sehen auch vor, dass sie sich auf Chinas Vorzeigeprojekt der Belt & Road Initiative (BRI), den chinesisch-pakistanischen Wirtschaftskorridor (CPEC), stützen, um ihren wirtschaftlichen Einfluss in Afghanistan und Zentralasien auszuweiten, obwohl sie sich offiziell in einem neuen Kalten Krieg mit Peking befinden.

Die „unheilige“ Anti-Terror-Partnerschaft zwischen den USA und den Taliban ist weder perfekt noch das, was einer der beiden ursprünglich wollte, sondern wurde in den letzten zwei Wochen des amerikanischen Rückzugs aus Kabul durch gemeinsame Interessen geschmiedet. Die Taliban schützten die Amerikaner vor diesen Terroristen, obwohl sie selbst von der amerikanischen Regierung offiziell als Terroristen bezeichnet wurden, weil sie hofften, dass Washington Afghanistan auch nach dem Ende des Krieges in gewissem Umfang unterstützen würde, wenn auch nur indirekt über internationale Organisationen. (…)

Source: https://oneworld.press/?module=articles&action=view&id=2207

Rückkehr der Taliban: Das Ende der Besatzung

marx21.de

Rückkehr der Taliban: Das Ende der Besatzung | marx21

56-68 Minuten


Was bedeutet der Sieg der Taliban in Afghanistan? Warum konnte Kabul so schnell erobert werden? Was passiert jetzt mit den afghanischen Frauen und warum unterstützen so viele Afghan:innen die Taliban? Nancy Lindisfarne und Jonathan Neale über die erneute Machteroberung der Taliban

Erstens: Die Taliban haben die Vereinigten Staaten besiegt.

Zweitens: Die Taliban haben gewonnen, weil sie mehr Unterstützung in der Bevölkerung haben.

Drittens: Das liegt nicht daran, dass die meisten Menschen in Afghanistan die Taliban lieben. Es liegt daran, dass die amerikanische Besatzung unerträglich grausam und korrupt war.

Viertens: Der Krieg gegen den Terror ist auch in den Vereinigten Staaten politisch besiegt worden. Die Mehrheit der Amerikaner:innen ist jetzt für den Abzug aus Afghanistan und gegen weitere Kriege im Ausland.

Fünftens: Dies ist ein Wendepunkt in der Weltgeschichte. Die größte Militärmacht der Welt wurde von den Menschen in einem kleinen, bitterarmen Land besiegt. Dies wird die Macht des amerikanischen Imperiums überall auf der Welt schwächen.

Sechstens: Die Rhetorik der Rettung der afghanischen Frauen wurde weithin benutzt, um die Besatzung zu rechtfertigen, und viele Feministinnen in Afghanistan haben sich auf die Seite der Besatzer gestellt. Das Ergebnis ist eine Tragödie für den Feminismus.

In diesem Artikel werden diese Punkte erläutert. Da es sich um einen kurzen Artikel handelt, behaupten wir mehr, als wir beweisen. Aber wir haben viel über Geschlecht, Politik und Krieg in Afghanistan geschrieben, seit wir dort vor fast fünfzig Jahren als Anthropologen Feldforschung betrieben haben. Am Ende dieses Artikels findest du Links zu vielen dieser Arbeiten, so dass unsere Argumente im Detail nachgelesen werden können. [1] (…)

Afghanistan: Retrospective analysis and future forecast – CGTN

Afghanistan: Retrospective analysis and future forecast – CGTN
— Weiterlesen news.cgtn.com/news/2021-08-17/Afghanistan-Retrospective-analysis-and-future-forecast-12LSyjfJxQY/index.html

Afghanistan: The Great Western Escape

The “Great Western Escape” from Afghanistan carries with it powerful imagery that speaks to the countless failures of the international coalition.
— Weiterlesen oneworld.press/

Die große westliche Flucht

Die „große westliche Flucht“ aus Afghanistan ist mit starken Bildern verbunden, die von den zahllosen Misserfolgen der internationalen Koalition zeugen.

Die Taliban übernehmen die Macht in Afghanistan viel schneller, als die meisten Beobachter erwartet haben, was zu einem Exodus des Westens aus dem vom Krieg zerrütteten Land führt. Mehr als ein Dutzend regionaler Hauptstädte sind in der vergangenen Woche von der Gruppe eingenommen worden, darunter auch die zweitgrößte Stadt Kandahar. Alle bereiten sich nun auf den scheinbar unausweichlichen Marsch der Taliban auf Kabul vor, obwohl die internationale Gemeinschaft immer noch verzweifelt versucht, in letzter Minute ein Friedensabkommen zu schließen, um dieses düstere Szenario abzuwenden. Einige Länder drohen auch damit, die Taliban nicht anzuerkennen, falls sie gewaltsam an die Macht zurückkehren, aber das dürfte sie nicht abschrecken.

Die „große westliche Flucht“ aus Afghanistan ist nun im Gange. Die USA haben gerade mehrere tausend Marinesoldaten entsandt, um die Evakuierung ihrer Bürger zu erleichtern, und flehen die Taliban an, ihre Botschaft nicht anzugreifen. Auch Kanada und das Vereinigte Königreich entsenden einige Truppen, um ihren Landsleuten zu helfen. Indien hat bereits einige seiner Bürger evakuiert und bereitet sich Berichten zufolge auf das Szenario vor, wie der vollständige Rückzug der Zivilbevölkerung und der Diplomaten erfolgen soll, falls die Taliban die afghanische Hauptstadt erreichen. Alle diese Länder haben Kabul uneingeschränkt unterstützt, haben aber trotz der Investitionen von zwei Jahrzehnten nichts vorzuweisen.

Die spürbare Panik in der internationalen Gemeinschaft und insbesondere unter den westlichen und mit dem Westen verbündeten Ländern wie Indien ist darauf zurückzuführen, dass sie es nicht geschafft haben, sich pragmatisch an die sich rasch verändernden Umstände anzupassen, die ihre Strategen schon lange hätten kommen sehen müssen. Die Afghanische Nationale Armee (ANA) war immer ein Papiertiger, der durch ausländische Luftunterstützung gestützt wurde. Außerhalb einiger weniger Städte verfügte sie nie über eine wirkliche Macht vor Ort. Als die USA aufhörten, die Taliban so häufig zu bombardieren, sammelten sich ihre Kämpfer in Massen und begannen, eine regionale Hauptstadt nach der anderen einzunehmen, wobei sie sich zunächst auf die Grenzregionen konzentrierten und nun ins Landesinnere vorstießen.

In weiser Voraussicht haben sie das Szenario ausländischer Streitkräfte, die Anti-Taliban-Vertreter aus den Nachbarländern unterstützen, vorweggenommen und versuchen nun sprichwörtlich (oder vielleicht sogar wörtlich), Kabul einzunehmen. All das Geld, das Kabuls Verbündete in Afghanistan investiert haben, wurde für Korruption und andere Projekte verschwendet, wie z. B. die Nutzung des Landes als Sprungbrett für die Destabilisierung der Nachbarländer durch bewaffnete Kämpfer, die von Zielen wie Pakistan als Terroristen angesehen werden. Es wurde nie etwas Substanzielles investiert, um das Leben der einfachen Afghanen zu verbessern und schrittweise die Herzen und Köpfe zu gewinnen, die für die Aufrechterhaltung ihrer Regierung erforderlich sind.

Indien hat zwar viel in afghanische Infrastrukturprojekte investiert und eine führende Rolle bei der Unterstützung von Anti-Taliban-Vertretern gespielt, aber erstere wurden von den Einheimischen als etwas Selbstverständliches angesehen, das sie zu Recht verdient haben, und nicht als Belohnung dafür, dass sie die Taliban in Schach gehalten haben, während letztere brutal und korrupt waren und damit kontraproduktiv die Wahrnehmung der Taliban in der Bevölkerung verbesserten. Indien hätte nach seinen ersten Erfolgen nach der Ankündigung der vollständigen Abzugspläne der USA Notstandsgespräche mit den Taliban aufnehmen können, hat dies aber – aus welchen Gründen auch immer – auf Kosten seiner Interessen abgelehnt.

Indien flieht nun aus Afghanistan, zusammen mit seinen westlichen Verbündeten, die alle beschämt abreisen und wissen, dass dieses Ergebnis nicht unvermeidlich war. Hätten sie sich aufrichtig für die Menschen in Afghanistan eingesetzt, wäre das alles vielleicht nicht passiert, aber sie alle verfolgten strategische Hintergedanken, die nie wirklich etwas mit dem Wiederaufbau dieses vom Krieg zerrütteten Landes zu tun hatten. Jeder von ihnen verbreitete im Ausland Propaganda, die die eigenen Entscheidungsträger nach einiger Zeit schließlich selbst glaubten und behaupteten, die Taliban seien nicht wirklich populär und daher zum Scheitern verurteilt.

Die „Große Flucht des Westens“ aus Afghanistan ist mit einer starken Symbolik verbunden, die von den zahllosen Misserfolgen der internationalen Koalition zeugt. Die Soft Power der sich zurückziehenden Streitkräfte wird von niemand anderem als ihnen selbst zerstört, nachdem sie der Welt gezeigt haben, dass sie nichts von dem erreichen konnten, was sie sich offiziell vorgenommen hatten, obwohl sie zwei Jahrzehnte und buchstäblich Billionen von Dollar in dieses Ziel investiert hatten. Nichts war jemals so, wie es zu sein schien, und keiner von ihnen war ehrlich darüber, was dort wirklich geschah. Die Wahrheit ist nun endlich ans Licht gekommen, und sie ist nicht schön, aber sie ist hoffentlich eine Lehre für alle, die daraus lernen wollen.
Von Andrew Korybko
Amerikanischer Politologe

-=Ende der maschin. Übersetzung=-

Wolfram ELSNER Zeitenwende – eine Rezension

Klicke, um auf Rez_Zeitenwende_MarxBlaetter_2021-4.pdf zuzugreifen

Corona als globale Zeitenwende
Wolfram Elsner: Die Zeitenwende – China, USA und Europa »nach Corona«, PapyRossa, ISBN 978-3-89438-750-1, 1. Auflage 2021, 304 Seiten, € 22,-


Die Debatte um die Entwicklung Chinas und dessen weltweite Rolle ist nicht nur Gegenstand propagandistischer Zuspitzungen mit Narrati- ven wie »westliche Wertvorstellungen« contra »Diktatur und Menschenrechtsverletzungen«, sondern auch in marxistischen Bewertungen. Letzteres beschränkt sich leider oft in Debatten über Sozialismus und Eigentumsfragen.1 Darüber hinaus erfolgen Debatten darüber, ob das globale politische Auftreten Chinas angesichts dessen wirtschaftlichen Stärke als neuer Imperialismus bezeichnet werden kann. Unterbelichtet bleiben dabei vor allem die auf nationaler Ebene vorhandenen sozialen und kulturellen Traditionen mit ihren Wirkungen in die Gegenwart und daraus ableitbaren, weiteren Entwicklungen, d. h. diejenigen Kriterien, die als die eigentlichen zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheit anzusehen sind. Nur damit lassen sich Zukunftsprognosen erstellen im Sinne von Rosa Luxemburgs Zuspitzung »Sozialismus oder Barbarei«. (…) Karl-Heinz Peil Marxistische Blätter

Chris Hedges: The return of the Taliban to power in Afghanistan will be one more signpost of the end of the American empire — RT Op-ed

26.07.2021

The US empire is in terminal decline, and heading for a dystopian future. Yet no-one – not the generals, the politicians or the fawning MSM – will be held accountable for all the military follies that herald its imminent collapse.

Quelle: Chris Hedges: The return of the Taliban to power in Afghanistan will be one more signpost of the end of the American empire — RT Op-ed

Maschinelle Übersetzung ins Deutsche:

Chris HEDGES Die Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan wird ein weiterer Wegweiser für das Ende des amerikanischen Imperiums sein

Chris Hedges ist ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Journalist und Gastgeber von RT’s On Contact, einer wöchentlichen Interview-Serie über die US-Außenpolitik, wirtschaftliche Realitäten und bürgerliche Freiheiten in der amerikanischen Gesellschaft. Er ist der Autor von 14 Büchern, darunter mehrere New York Times-Bestseller.

Das US-Imperium befindet sich im Niedergang und steuert auf eine dystopische Zukunft zu. Doch niemand – weder die Generäle, noch die Politiker oder die kriecherischen MSM – wird für all die militärischen Torheiten, die den bevorstehenden Zusammenbruch ankündigen, zur Rechenschaft gezogen werden.

Das Debakel in Afghanistan, das in den nächsten Wochen blitzschnell im Chaos versinken und die Rückkehr der Taliban an die Macht sichern wird, ist ein weiterer Wegweiser für das Ende des amerikanischen Imperiums.

Die zwei Jahrzehnte des Kampfes, die eine Billion Dollar, die wir ausgegeben haben, die 100.000 Truppen, die eingesetzt wurden, um Afghanistan zu unterwerfen, die High-Tech-Gadgets, die künstliche Intelligenz, die Cyberkriegsführung, die Reaper-Drohnen, die mit Hellfire-Raketen und GBU-30-Bomben bewaffnet sind, und die Global Hawk-Drohnen mit hochauflösenden Kameras, das Special Operations Command, das aus Elite-Rangern, SEALs und Luftkommandos besteht, die Black Sites, Folter, elektronische Überwachung, Satelliten, Kampfflugzeuge, Söldnerarmeen, Infusionen von Millionen von Dollar, um die lokalen Eliten zu kaufen und zu bestechen und eine afghanische Armee von 350.000 Mann auszubilden, die nie den Willen gezeigt hat, zu kämpfen, und es nicht geschafft hat, eine Guerilla-Armee von 60.000 Mann zu besiegen, die sich durch Opiumproduktion und Erpressung in einem der ärmsten Länder der Erde finanziert.(…)

Hedges- Die Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan 20210726

Brief der 120 für die Freiheit von Julian Assange

Brief der 120 für die Freiheit von Julian Assange

12.07.2021

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,wir sind in großer Sorge um die Gesundheit und das Leben des Journalisten Julian Assange und wenden uns an Sie im Hinblick auf Ihren geplanten Besuch bei US-Präsident Joe Biden in Washington in diesem Monat.Seit nunmehr elf Jahren kann der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks nicht mehr in Freiheit leben. Seit April 2019 ist er im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London inhaftiert, wo er auf die Entscheidung warten muss, ob er von Großbritannien an die USA ausgeliefert wird. Dort drohen Julian Assange wegen seiner journalistischen Arbeit, darunter die Enthüllung von US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan, 175 Jahre Haft.Wie viele namhafte Menschenrechtsorganisationen und Journalistenverbände sehen auch wir in der Verfolgung von Julian Assange einen Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit, der mit aller Entschlossenheit zurückgewiesen werden muss. Wer Menschenrechten und Demokratie verpflichtet ist, kommt nicht umhin, sich für die Freiheit von Julian Assange einzusetzen.Frau Bundeskanzlerin, helfen Sie mit, dass Julian Assange nicht weiter in Haft bleiben muss, in der er durch anhaltende Isolation gesundheitlich systematisch zerstört wird. (…)

Der gesmte Aufruf mit der Erstunterzeichnern :