Chinese President Xi Shared His Vision Of Win-Win Ties With America 18 February 2021

Chinese President Xi Shared His Vision Of Win-Win Ties With America

By Andrew KORYBKO 18 February 2021

There are two main arguments in favor of President Biden responding positively to his Chinese counterpart’s suggestions other than the most obvious one that it’s simply the right thing to do in the interests of global stability.

Chinese President Xi Jinping and US President Joe Biden had their first phone call last week since the latter was inaugurated last month. The Chinese leader used this opportunity to share his vision for win-win ties with America. He emphasized their common goals in containing the COVID-19 pandemic, assisting the global economic recovery, combating climate change, and ensuring regional stability. President Xi also suggested reestablishing dialogue mechanisms to this end and cooperating more closely on a whole range of other issues such as financial, law enforcement, and military ones among others.

One of the most important highlights of their conversation was President Xi reminding his American counterpart that Taiwan, Hong Kong, and Xinjiang are China’s internal affairs and that the US must respect them accordingly. The US has been meddling in these issues over the past few years, so it’s important that it changes its behavior for the better in order for relations with China to finally improve. Provided that President Biden listens to President Xi’s advice, then both countries can focus on the boundless possibilities for win-win cooperation between them. (…)

Appell für eine zügige weltweite Zulassung für russische, chinesische und kubanische Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19. Für internationale Zusammenarbeit und Solidarität!

Appell für eine zügige weltweite Zulassung für russische, chinesische und kubanische Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19. Für internationale Zusammenarbeit und Solidarität!

Nachdem bereits vor Monaten erstmals über den erfolgversprechenden Impfstoff Sputnik V aus Russland und die erfolgreiche Einführung chinesischer Impfstoffe berichtet wurde, werden jetzt in der globalen Gesundheitskrise die Forderungen nach Einsatz dieser Impfstoffe lauter.

Sogar die westlichen Medien veröffentlichen zunehmend positive Berichte über den Sputnik V-Impfstoff, insbesondere nach der Veröffentlichung einer Studie in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Lancet. Und jetzt gibt es auch zahlreiche positive Berichte über chinesische Impfstoffe, nachdem zunächst überwiegend negative Bewertungen in den westlichen Medien veröffentlicht wurden.

Wir fordern daher, dass schnellstmöglich Produktionskapazitäten oder Importlizenzen für russische und chinesische Impfstoffe bereitgestellt werden. Die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in westlichen Ländern darf nicht noch zusätzlichen Schaden nehmen, indem sie zum Spielball geopolitischer Machtkämpfe gemacht wird. Angesichts der dramatischen Eskalation der Spannungen zwischen den USA, den NATO-Staaten und ihren Verbündeten auf der einen Seite und Russland, China und anderen Ländern auf der anderen Seite könnte eine intensive Zusammenarbeit in diesem Bereich sogar zur Entspannung dieser sehr gefährlichen Situation beitragen.

Sputnik V hat laut einer Studie, deren Ergebnisse jetzt in der britischen medizinischen Zeitschrift Lancet veröffentlicht wurden, eine hohe Schutzwirkung von 91,6 % erreicht. Schwere Erkrankungen wurden vollständig verhindert und weitere Probleme sind offenbar nur äußerst selten aufgetreten. Ähnliche Ergebnisse wurden über chinesische Impfstoffe berichtet.

Sputnik V wurde bisher in 15 Ländern registriert und wird teilweise in Lizenz hergestellt. In einigen Ländern zeichnet sich eine mögliche Zusammenarbeit mit Pharma-Unternehmen ab. Der russische Impfstoff, der in zwei Dosen verabreicht wird, soll weniger als zehn Dollar pro Dosis kosten. Die Impfung ist für russische Staatsbürger kostenlos. Chinesische Impfstoffe, die ebenfalls zu erschwinglichen Preisen verkauft oder sogar kostenlos vertrieben werden, werden in vielen Ländern bereits erfolgreich eingesetzt. Milliarden von Dosen der russischen und chinesischen Vakzine werden voraussichtlich im kommenden Jahr hergestellt.

Russland, China und Kuba haben seit Beginn der Covid-19-Krise in vielen Ländern massive Hilfe geleistet. Hilfe, die im Westen kaum anerkannt wurde. Häufig kam es sogar, trotz der außerordentlichen Anstrengungen dieser Länder in der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, zu Verleumdungen und Schuldzuweisungen in den westlichen Medien.

Kubas medizinische Brigaden wurden in viele vom Virus betroffene Länder entsandt und dafür sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Russland schickte Hilfsflüge mit hunderten von Militärärzten, Virologen und Epidemiologen in zahlreiche Länder. Neben Medikamenten beinhalteten die Hilfslieferungen, Spezialausrüstung und Notkrankenhäuser. Ärzteteams und Berater des Chinesischen Roten Kreuzes halfen in einer Reihe von Ländern. Chinas Hilfslieferungen umfassten Millionen von Masken, große Mengen von Beatmungsgeräten und zuletzt auch Impfstoffe.

Als Partner der Blockfreien Bewegung, der auch Kuba angehört, haben Russland und China in der Vergangenheit immer die Bedeutung einer friedlichen internationalen Zusammenarbeit betont und folgerichtig auch in dieser Krise Hilfteams in die von der Krise am stärksten betroffenen Regionen entsandt.

China, das mit seiner Initiative „Neue Seidenstraße“ einen immensen Infrastrukturplan für die Verbindung von Asien, Europa und Afrika initiiert hat, erweitert dies nun um ein neues multipolares Projekt namens „Seidenstraße der Gesundheit“.

In der Umsetzung der Idee von Multilateralismus werden Impfstoffe und Medikamente preisgünstig oder sogar kostenlos in andere Länder geliefert. Westliche Staaten hingegen setzten ihre Sanktionspolitik gegen Länder wie Kuba, Venezuela, Nicaragua, Iran und Syrien auch auf dem Höhepunkt dieser globalen Krise fort.

In den meisten westlichen Ländern hingegen wurde während dieser Pandemie eine an Profitinteressen ausgerichtete Strategie betrieben. Insbesondere private Pharmaunternehmen und Dienstleister konnten – so auch in Deutschland – von der Gesundheitskrise in hohem Maße profitieren.

Ausserdem wurde in Deutschland eine von Egoismus und Profitinteressen getragene Strategie in der Pandemie eingeschlagen. So konnten private Pharmafirmen und Dienstleister extrem von der Gesundheitskrise profitieren.

Dass die deutsche Regierung hohe staatliche Subventionen zur Entwicklung von Impfstoffen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie nicht an Auflagen geknüpft hat, Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, damit Hersteller weltweit wirksame Mittel nachproduzieren können, verdient schärfste Kritik.

Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen in Deutschland verlangen, produzierte Covid-19 Impfstoffe weltweit und in ausreichenden Mengen und zu bezahlbaren Preisen zugänglich zu machen. Es wird umfassende Transparenz gefordert, was Testdaten, Herstellungskosten, finanzielle Investitionen in die Impfstoffe und den Anteil öffentlicher Fördergelder betrifft. Es wird zudem gefordert, dass die Unternehmen sich verpflichten, ihr geistiges Eigentum nicht geltend zu machen, sondern dieses durch
offene Lizenzierung mit qualifizierten Herstellern zu teilen.

Immer lauter wird die Forderung , dass öffentliche Unterstützung mit der Verpflichtung einhergehen muss, Menschen weltweit Zugang zu Covid-19-Impfstoff zu gewähren. UN-Generalsekretär António Guterres hat es auf den Punkt gebracht: „Ein Impfstoff an sich ist nicht genug. Wir brauchen globale Solidarität, um sicherzustellen, dass jede Person überall Zugang dazu hat.“

Wir fordern die schnellstmögliche Zulassung russischer, chinesischer und kubanischer Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19 weltweit. Geprüfte und bewährte Impfstoffe müssen globales Gemeingut werden. Eine globale Pandemie kann nur global überwunden werden. Wir brauchen internationale Solidarität in dieser Krise.

Wir bitten um Unterstützung und Weiterverbreitung!
Please support and  forward!  


Appell für eine zügige weltweite Zulassung für russische, chinesische und kubanische Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19. Für internationale Zusammenarbeit und Solidarität!
http://berlin-gegen-krieg.de/ex/covid19appell

Appeal for the fast approval of Russian, Chinese and Cuban vaccines and medicines to fight Covid-19 around the world.
We urgently need international cooperation and solidarity!
http://berlin-gegen-krieg.de/ex/covid19appeal 


Unterstützer/Signatories: (…)

RusStrat: China bietet Russland offizielles Militärbündnis an

https://de.rt.com/international/112974-militarbuendnis-zwischen-russland-und-china-in-aussicht/


RusStrat: China bietet Russland offizielles Militärbündnis an
Nachdem sich die „strategische Partnerschaft“ zwischen Peking und Moskau viele Jahre bewährte, wäre ein Militärbündnis die logische Fortsetzung der immer enger gewordenen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Kooperation und Abstimmungen zwischen den beiden Ländern. Laut dem Moskauer Institut für internationale Strategien gibt es jetzt ein solches Angebot Chinas.


Ein Gastbeitrag von Rainer Rupp, 10.02.2021
Angesichts des vom Westen entfachten, neuen Kalten Krieges scheinen jetzt beide Länder bereit, einen längst überfälligen Schritt zu wagen. Nach einer Analyse (hier auf Russisch) vom Moskauer Institut für internationale politische und wirtschaftliche Strategien (RusStrat) vom 9. Februar 2021 stehen Russland und China nun kurz vor einem Militärbündnis. Dabei bezieht sich das renommierte Institut auf ein Telefongespräch zwischen den Außenministern Russlands und Chinas, Sergei Lawrow und Wang Yi, das am 4. Februar 2021 stattgefunden habe und „dessen Bedeutung nicht überschätzt werden kann“, so RusStrat.
Im Rahmen der Neuunterzeichnung des bald auslaufenden Vertrages über Freundschaft und gute Nachbarschaft (vom 16. Juli 2001) habe Peking vorgeschlagen – so RusStrat –, „den neuen Vertrag mit epochalen Inhalten zu füllen, was nicht nur den Wunsch beider Länder nach dem Schutz ihrer eigenen Sicherheit widerspiegelt, sondern auch den vieler Nachbarstaaten“. Dann betont das Institut:
„In der Tat können wir sagen, dass Peking Moskau den Abschluss eines offiziellen Militärbündnisses angeboten hat. (…)

EU – Russia Conflict Deepens -MoA

February 12, 2021

Last week. during a visit by the EU’s foreign policy chief Josep Borrell, Russia’s Foreign Minister Sergei Lavrov slapped down the EU’s sanctimonious interference in Russia’s internal policies.

Back in Brussels, Borrell, who was criticized by some EU hardliners for not directly rebuffing Lavrov’s talk, set down to write a blog post in which again attacked Russia over the latest Navalny stunt:

I have just returned from a very complicated visit to Moscow, on which I had embarked to discuss the fraught state of EU-Russia relations. They have been low for a number of years, and deteriorated even further after recent developments linked to the poisoning, arrest, and sentencing of Alexei Navalny as well as the related mass arrests of thousands of demonstrators. The purpose of this mission was to express directly the EU’s strong condemnation of these events and to address, through principled diplomacy, the process of a rapid worsening of our relationship with Russia, and to help prepare the forthcoming European Council discussions on EU-Russia relations.

Borrell is delusional. Hardly anyone in Russia believes the nonsensical poisoning story for which the ‚west‘ could provide exactly zero evidence:

Brett Harris @BrettHar123 – 18:41 UTC · Feb 7, 2021

Only 15% in Russia believe the Navalny poisoning was the Govt trying to eliminate an opponent, and the 15% based this opinion from Telegram and the Internet and were mostly 18-24. The rest think it was staged, a Western false flag, personal or opposition: https://levada.ru/2020/12/24/… (…)

https://www.moonofalabama.org/2021/02/lavrov-russia-is-ready-to-end-relations-with-the-european-union.html

Crucial statement by Foreign Minister Lavrov — The Vineyard of the Saker

Foreign Minister Lavrov just made the following statement that Russia is willing to sever her ties with the EU if the EU introduces new sanctions.  He said: “Мы исходим из

Crucial statement by Foreign Minister Lavrov — The Vineyard of the Saker

Wenn Amerika erfolgreich sein will, muss es das Streben nach globaler Dominanz vergessen und akzeptieren, dass sich die Welt verändert hat

https://www.rt.com/op-ed/513662-america-global-dominance-biden/

Wenn Amerika erfolgreich sein will, muss es das Streben nach globaler Dominanz vergessen und akzeptieren, dass sich die Welt verändert hat

Von Tom Fowdy 26 Jan, 2021 15:05

Joe Biden scheint darauf bedacht zu sein, die Rolle der USA als „Weltpolizist“ zu bekräftigen. Aber das spiegelt nicht die Art und Weise wider, wie sich die Welt entwickelt hat, und eine Position, die nicht von einem amerikanischen Primat ausgeht, würde helfen, unnötige Konflikte zu vermeiden.

1991 rief US-Präsident George H.W. Bush am Vorabend des Golfkrieges eine „neue Weltordnung“ aus. Die Rede markierte einen Wendepunkt in der Geschichte. Die Sowjetunion lag in den letzten Zügen, und der baathistische Irak unter Saddam Hussein stand kurz davor, nach der Besetzung Kuwaits die Last der nun unangefochtenen globalen Dominanz Amerikas zu spüren.

Für den älteren Präsidenten Bush würde die Ankunft der US-Unipolarität und der Anbruch eines „neuen amerikanischen Jahrhunderts“ seinem Land eine offene Leinwand geben, um seine Vision in der ganzen Welt zu verwirklichen und so seine Position als „globaler Polizist“ zu etablieren. (…)

Der vollständig (maschinell) übersetzte Text findet sich hier zusammen mit zwei dokumentierten Aufsätzen von Stephen WERTHEIM in Foreign Affairs:

a) Wahnvorstellungen von Dominanz – Biden kann die amerikanische Vormachtstellung nicht wiederherstellen – und sollte es auch nicht versuchen

b) Der Preis der Vorrangstellung Warum Amerika die Welt nicht dominieren sollte

The Making of US Empire at the dawning of its end

21.01.2021 – https://asiatimes.com/2021/01/the-making-of-us-empire-at-the-dawning-of-its-end/

The Making of US Empire at the dawning of its end

by Pepe Escobar

As the Exceptional Empire gets ready to brave a destructive – and self-destructive – new cycle, with dire, unforeseen consequences bound to reverberate across the world, now more than ever it is absolutely essential to go back to the imperial roots.

The task is fully accomplished by

Tomorrow, the World: The Birth of U.S. Global Supremacy, by Stephen Wertheim, Deputy Director of Research and Policy at the Quincy Institute for Responsible Statecraft and a research scholar at the Saltzman Institute of War and Peace Studies at Columbia University.

Here, in painstaking detail, we can find when, why and especially who shaped the contours of US “internationalism” in a roomful of mirrors always disguising the real, ultimate aim: Empire.

Wertheim’s book was superbly reviewed by Prof. Paul Kennedy. Here we will concentrate on the crucial plot twists taking place throughout 1940. Wertheim’s main thesis is that the fall of France in 1940 – and not Pearl Harbor – was the catalyzing event that led to the full Imperial Hegemony design.

This is not a book about the U.S. industrial-military complex or the inner workings of American capitalism and finance capitalism. It is extremely helpful as it sets up the preamble to the Cold War era. But most of all, it is gripping intellectual history, revealing how American foreign policy was manufactured by the real flesh and blood actors that count: the economic and political planners congregated by the arch-influential Council on Foreign Relations (CFR), the conceptual core of the imperial matrix.

(…)

China-Bashing ist brandgefährlich Teil 1&2 (WeltnetzTV)

Dass der mit äußerster Aggresivität geführte Propaganda-Krieg zu einem wirklichen Krieg wird, ist zwar zur Zeit unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. Der Elefant taumelt.“ Das ist jedenfalls die Meinung von Prof. Dr. Wolfram Elsner, seines Zeichens Makroökonom an der Universität Bremen und anerkannter China-Experte. China ist wegen seiner Erfolge in der Corona-Bekämpfung unangefochten „Weltgesundheitsweltmeister“ und, weil seine Wirtschaft wieder auf normalen Touren läuft, auch die allgemein anerkannte „Weltmarktkonjunkturlokomotive“.

Die USA dagegen bieten ein trauriges Bild: die Corona-Pandemie scheint unbeherrschbar, die Wirtschaft stagniert und die sozialen Spannungen im Land nehmen ein wahrhaft bedrohliches Ausmaß an. Und schließlich und endlich: das viel gerühmte Modell der ältesten und besten Demokratie der Welt ist bei der letzten Präsidentenwahl zu einer Karrikatur seiner selbst geworden.

In dem langen Interview mit Wolfram Elsner werden viele Themen angeschnitten: Aktuelles aus der letzten ZK-Sitzung der KP Chinas, die neuen Klimaziele, das Konzept der „dual circulation“, die Verringerung der Exportabhängigkeit, die (weiter steigende) Entwicklung der Pro-Kopf-Einkommen, die technologische Offensive, der Prozess der Urbanisierung, das Management der Corona-Krise, die Zollkriege und die De-Coupling-Strategie der USA mit den Fällen Huawei, TikTok und WeChat, das China-Bashing, der Propaganda-Krieg gegen China und und und. Eigentlich müssten sich ja die westlichen Länder angesichts der Erfolge Chinas brennend für seine Gesundheits-, Wirtschafts-, Technologie-, Sozial- und Umweltpolitik interessieren.

Es ist aber leider ist das Gegenteil der Fall. Ignoranz, Desinteresse, Häme, Verleumdungen und Fake News in Mengen beherrschen die westlichen Medien. Nur die wirtschaftsnahe Presse, die eher die Wirtschaftseliten informieren wollen, berichten mit mehr Sachlichkeit. Ansonsten ist China-Bashing angesagt, das, wie gesagt, brandgefährlich ist. Sönke Hundt !!!

https://cooptv.wordpress.com/2020/11/06/china-bashing-ist-brandgefahrlich-teil-12-weltnetztv/

Die Folgen des Übergangs vom Industrie zum Finanzkapitalismus

Die Folgen des Übergangs vom Industrie- zum Finanzkapitalismus

7. Januar 2021

Michael HUDSON und Pepe ESCOBAR haben letzten Monat an der Henry George School of Social Science einen harten Blick auf Miete und Rent-Seeking geworfen.

Das Nobelkaufhaus Saks Fifth Avenue hat vor einer Black-Lives-Matter-Demonstration in New York private Sicherheitskräfte, Zäune und Stacheldraht aufgestellt, 7. Juni. 2020. (Anthony Quintano, CC BY 2.0, Wikimedia Commons)

Michael Hudson: Nun, ich fühle mich geehrt, hier in der gleichen Show mit Pepe zu sein und über unser gemeinsames Anliegen zu sprechen. Und ich denke, man muss das ganze Thema so einrahmen, dass China auf dem Vormarsch ist und der Westen das Ende der ganzen 75-jährigen Expansion erreicht hat, die er seit 1945 hatte.

Es gab also die Illusion, dass Amerika wegen der Konkurrenz aus China de-industrialisiert wird. Und die Realität ist, dass es keine Möglichkeit gibt, dass Amerika reindustrialisiert und seine Exportmärkte zurückgewinnt, mit der Art und Weise, wie es heute organisiert, finanziert und privatisiert ist, und wenn es China nicht gäbe. Der „Rust Belt“ würde immer noch vor sich hin rosten. Die amerikanische Industrie wäre immer noch nicht in der Lage, im Ausland zu konkurrieren, einfach weil die Kostenstruktur in den Vereinigten Staaten so hoch ist.

Michael Hudson. (Wikimedia Commons)

Der Wohlstand wird hier nicht mehr durch Industrialisierung gemacht. Er wird finanziell erwirtschaftet, hauptsächlich durch Kapitalgewinne. Steigende Preise für Immobilien oder für Aktien und für Anleihen.  In den letzten neun Monaten, seit das Coronavirus hierher kam, wuchs das oberste 1 Prozent der US-Wirtschaft um 1 Billion Dollar. Es war ein Glücksfall für das eine Prozent. Der Aktienmarkt ist weit oben, der Anleihenmarkt ist oben, der Immobilienmarkt ist oben, während der Rest der Wirtschaft nach unten geht. Trotz der Zölle, die Trump auf chinesische Importe erhoben hat, steigt der Handel mit China, weil wir einfach keine Materialien produzieren.

Amerika stellt seine Schuhe nicht selbst her. Es stellt keine Schrauben und Muttern oder Verbindungselemente her, es stellt keine industriellen Dinge mehr her, denn wenn man mit einem Industrieunternehmen Geld verdienen will, dann kauft man das Unternehmen und verkauft es, nicht um Kredite zu vergeben, um die Produktion des Unternehmens zu steigern. New York City, wo ich lebe, war früher eine Industriestadt, und die Industriegebäude, die Handelsgebäude wurden alle zu hochpreisigen Immobilien gentrifiziert, und das Ergebnis ist, dass die Amerikaner so viel Geld für Bildung, Miete, medizinische Versorgung zahlen müssen, dass sie, selbst wenn sie alle ihre physischen Bedürfnisse, ihre Nahrung, ihre Kleidung, alle Waren und Dienstleistungen umsonst bekämen, immer noch nicht mit ausländischen Arbeitskräften konkurrieren könnten, wegen all der Kosten, die sie zahlen müssen, die man im Wesentlichen als Mietwucher bezeichnet. (…)

Michael Hudson ist ein amerikanischer Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Missouri Kansas City und ein Forscher am Levy Economics Institute am Bard College. Er ist ein ehemaliger Wall-Street-Analyst, politischer Berater, Kommentator und Journalist. Er bezeichnet sich selbst als einen klassischen Ökonomen. Michael ist der Autor von J is for Junk Economics, Killing the Host, The Bubble and Beyond, Super Imperialism: The Economic Strategy of American Empire, Trade Development and Foreign Debt und The Myth of Aid, um nur einige zu nennen. Seine Bücher wurden ins Japanische, Chinesische, Deutsche, Spanische und Russische übersetzt veröffentlicht.

Pepe Escobar, geboren in Brasilien, ist Korrespondent und Chefredakteur der Asia Times und Kolumnist für Consortium News und Strategic Culture in Moskau. Seit Mitte der 1980er Jahre hat er als Auslandskorrespondent in London, Paris, Mailand, Los Angeles, Singapur und Bangkok gelebt und gearbeitet. Er hat ausgiebig über Pakistan, Afghanistan, Zentralasien bis hin zu China, Iran, Irak und den weiteren Nahen Osten berichtet. Pepe ist der Autor von Globalistan – Wie sich die globalisierte Welt in einen flüssigen Krieg auflöst; Red Zone Blues: A Snapshot of Baghdad during the Surge. Er war mitwirkender Redakteur bei The Empire and The Crescent und Tutto in Vendita in Italien,. Seine letzten beiden Bücher sind Empire of Chaos und 2030. Pepe ist auch mit der in Paris ansässigen European Academy of Geopolitics verbunden. Wenn er nicht auf Reisen ist, lebt er zwischen Paris und Bangkok.

The Consequences of Moving from Industrial to Financial Capitalism

The Consequences of Moving from Industrial to Financial Capitalism

January 7, 2021

Michael Hudson and Pepe Escobar last month took a hard look at rent and rent-seeking at the Henry George School of Social Science.

High-ended retailer Saks Fifth Avenue added private security, fencing and barbed wire ahead of a Black Lives Matter protest in New York, June 7. 2020. (Anthony Quintano, CC BY 2.0, Wikimedia Commons)

Michael Hudson: Well, I’m honored to be here on the same show with Pepe and discuss our mutual concern. And I think you have to frame the whole issue that China is thriving, and the West has reached the end of the whole 75-year expansion it had since 1945.

So, there was an illusion that America is de-industrializing because of competition from China. And the reality is there is no way that America can re-industrialize and regain its export markets with the way that it’s organized today, financialized and privatized and if China didn’t exist. You’d still have the Rust Belt rusting out. You’d still have American industry not being able to compete abroad simply because the cost structure is so high in the United States. (…)