Hybride Kriegsführung im Informationsraum


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Hybride Kriegsführung im Informationsraum

René ZITTLAU

21–25 Minuten


Der technische Fortschritt schlug sich schon immer sehr schnell in der militärischen Praxis wieder, denken wir an das Automobil oder den Funk. Inzwischen hat die Verquickung von technologischer Entwickung und militär-strategischer Nutzung ein Maß erreicht, das die Vorstellungskraft der meisten Menschen übersteigt. Staaten sind inzwischen gezwungen, auch unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Souveränität zu wahren.

Einführung

Es war einmal. Das, was stolz das Völkerrecht, die internationale Ordnung genannt wurde, gibt es nicht mehr. Praktisch jeden Moment erwartet die Welt einen nächsten Akt der Zerstörung, eine weitere Provokation der „der Westen“ genannten absoluten globalen Minderheit gegen ausgewählte Staaten der erdrückenden Mehrheit der Weltbevölkerung. Deren „Vergehen“ – sie wollen einfach nur ihr eigenes, nichtwestliches Entwicklungskonzept verfolgen. Das ist ihr gutes Recht. Zumindest war es das nach den völkerrechtlich verbindlichen Dokumenten zahnloser Organisationen wie UNO oder OSZE.

Januar 2026

Naher Osten, zu Beginn des Jahres 2026. Im engen Schulterschluss waren Israel und die USA der Meinung, dass der Moment gekommen sei, im Iran nach westlich-amerikanisch-israelischen Ordnungsprinzipien mal so richtig aufzuräumen, die Mullahs hinwegzufegen und den Iranern die Segnungen westlicher Zivilisation darzubieten. Selbstredend Letztere erst nach der Regelung einiger unwesentlicher Fragen wie jener über die Eigentumsrechte die reichlich vorhandenen iranischen Rohstoffe betreffend, Öl und Gas ganz oben auf der Liste. Was weder die Israelis und schon gar nicht die Amerikaner begreifen können und wollen: Der Bedarf der Iraner an derartigen Gaben wurde bereits im Zeitraum 1953 bis 1979 so verschwenderisch gedeckt, dass das überaus multiethnische iranische Volk sich lieber weiter an den über 6.000 vom gesamten Westen gegen das Land zelebrierten Sanktionen „ergötzt“, als sich auf ein Szenario wie in Syrien oder dem Libanon einzulassen. (…)

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