Der UN-Sicherheitsrat wurde Zeuge einer seltenen, explosiven Intervention, als der Ökonom Jeffrey Sachs eine umfassende Warnung zu Venezuela aussprach. In einer Notfallsitzung bezeichnete Sachs die Krise als Test für das Völkerrecht selbst und nicht für die Politik der Führungskräfte. Er zeichnete die jahrzehntelangen Maßnahmen der USA zum Regimewechsel nach, stellte die Rechtmäßigkeit von Gewalt und Sanktionen in Frage und warnte vor katastrophalen Folgen, wenn die Regeln der UNO im Atomzeitalter zusammenbrechen.
Seit 1947 hat die Außenpolitik der Vereinigten Staaten wiederholt Gewalt, verdeckte Aktionen und politische Manipulation eingesetzt, um einen Regimewechsel in anderen Ländern herbeizuführen. Dies ist eine sorgfältig dokumentierte historische Tatsache. In ihrem Buch Covert Regime Change (2018) dokumentiert die Politikwissenschaftlerin Lindsey O’Rourke allein zwischen 1947 und 1989 70 versuchte US-Operationen zum Regimewechsel.
Diese Praktiken endeten nicht mit dem Kalten Krieg. (…)
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