Quelle: https://www.imi-online.de/download/Mittelstreckenraketen-Web.pdf
Es war ein sicherheitspolitischer Paukenschlag allererster Güte: In mickrigen drei Sätzen gaben die USA und Deutsch land am 10. Juli 2024 bekannt, ab 2026 diverse Mittelstreckensysteme hierzulande stationieren zu wollen. Die Bundes- regierung wartete mit der wenig überzeugenden Begründung auf, es gelte eine Fähigkeitslücke gegenüber russischen Waffen zu schließen. Doch eine Fähigkeitslücke besteht hier nicht wirklich. Denn der Westen hat entsprechende luft- und see- gestützte Systeme bereits in Europa. Stattdessen deutet alles darauf hin, dass es eigentlich darum geht, Überraschungsangriffe tief im russischen Raum durchführen bzw. glaubhaft damit drohen zu können. Entwaffnend offen gab beispielsweise Claudia Major von der regierungsberatenden „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP) an: „Die Tomahawks sollen bis zu 2.500 Kilometer weit fliegen können, könnten also Ziele in Russland treffen. Und ja, genau darum geht es. […] So hart es klingt. Im Ernstfall müssen NATO-Staaten auch selbst angreifen können, zum Beispiel, um russische Raketenfähigkeiten zu vernichten, bevor diese NATO-Gebiet angreifen können, und um russische Militärziele zu zerstören, wie Kommandozentralen.“1 (…)
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