Quelle: caitlinjohnst.one
„Im Propagandakrieg ist es sehr schwierig, die Vereinigten Staaten zu besiegen“
Caitlin Johnstone
11.02.2024
10-13 Minuten
(Anmerkung: Weiterführende Links der Autorin finden sich nur im engl. Originaltext)
Hören Sie sich eine Lesung dieses Artikels an (Lesung von Tim Foley):
Ein unterschätzter Moment in Tucker Carlsons jüngstem Interview mit Wladimir Putin kam, als Putin andeutete, dass die NATO-Mächte hinter der Bombardierung der Nord-Stream-Pipeline im Jahr 2022 stecken. Carlson fragte daraufhin, warum Putin der Welt keine Beweise dafür vorlegen würde, um „einen Propagandasieg zu erringen“.
„Im Propagandakrieg ist es sehr schwierig, die Vereinigten Staaten zu besiegen, weil die Vereinigten Staaten alle Medien der Welt und viele europäische Medien kontrollieren“, antwortete Putin und fügte hinzu: „Der eigentliche Nutznießer der größten europäischen Medien sind amerikanische Finanzinstitute.“
Ich weiß nicht, was genau er mit seinen Nord Stream-Andeutungen meint, aber Putin hat definitiv recht, was die Stärke der amerikanischen Propagandamaschine angeht. Von allen Fronten, an denen man die Vereinigten Staaten herausfordern könnte, ist die Propaganda sicherlich die ungünstigste. Das US-Imperium verfügt über die bei weitem ausgeklügeltste und effektivste Propagandamaschine, die es je gegeben hat, und die so komplex arbeitet, dass die meisten Menschen nicht einmal wissen, dass sie existiert.
In einem „Faktencheck“-Artikel mit dem Titel „5 Lügen und 1 Wahrheit aus Putins Interview mit Tucker Carlson“ bezeichnet Politico Europe die obige Behauptung als Lüge mit der Begründung, dass in Russland die Medien staatlich geführt werden, während die US-Medien in Privatbesitz sind.
„Die größten Nachrichtenmedienunternehmen sind in Privatbesitz und arbeiten ohne direkte staatliche Kontrolle, im Gegensatz zur staatlich kontrollierten Medienlandschaft in Russland“, schreibt Sergey Goryashko von Politico. „Das russische Staatsfernsehen und die wichtigsten Nachrichtenagenturen dort sind Eigentum der Regierung, und der Kreml kontrolliert andere Medien oder vernichtet diejenigen, die nicht bereit sind, mit ihm zusammenzuarbeiten.“
Am Ende des Artikels steht eine Zeile mit folgendem Wortlaut: „Sergey Goryashko ist im Rahmen des von der EU finanzierten EU4FreeMedia-Residency-Programms bei POLITICO untergebracht.“ (…)
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