Presseschau vom 29.09.2016 — Alternative Presseschau

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus […]

über Presseschau vom 29.09.2016 — Alternative Presseschau

Troubling Gaps in the New MH-17 ReportBy Robert PARRY

28.09.2016 –https://consortiumnews.com/2016/09/28/troubling-gaps-in-the-new-mh-17-report 

Troubling Gaps in the New MH-17 Report

By Robert PARRY

 

Investigative reporter Robert Parry broke many of the Iran-Contra stories for The Associated Press and Newsweek in the 1980s. You can buy his latest book, America’s Stolen Narrative, either in print here or as an e-book (from barnesandnoble.com).

 

Exclusive: The new accusation of Russian complicity in 2014 Malaysia Airlines shootdown was based on Ukrainian intelligence intercepts that were selectively interpreted while contrary information was ignored, writes Robert Parry.

 

The key conclusion of the Dutch-led criminal inquiry implicating Russia in the 2014 shootdown of Malaysia Airlines Flight 17 relied heavily on cryptic telephone intercepts that were supplied by the Ukrainian intelligence service and were given incriminating meaning not clearly supported by the words.

The investigators also seemed to ignore other intercepts that conflicted with their conclusions, including one conversation that appeared to be referring to a Ukrainian convoy, not one commanded by ethnic Russian rebels, that was closing in on the Luhansk airport, placing Ukrainian troops deep inside rebel territory.

That conversation was among five that the Joint Investigation Team (JIT) released in seeking the public’s help in identifying persons of interest in the MH-17 shootdown. The callers seemed to discussing information from Moscow regarding the movement of a convoy, but they describe it as a “Ukrops” or Ukrainian troop convoy.

“B: I am saying about the confirmation of the convoy that is going in the direction of the airport… Moscow/Moskva has confirmed… they see it. Is it err… whatsit… Ukrops convoy?

“A: The convoy that is going in the direction of the airport? Yes.

“B: And how did it go through?

“A: Most likely through Sabovka,” which the JIT interprets to be the town of Sabivka, about five miles west of Luhansk and about 92 miles northeast of Donetsk, the two rebel capitals. The Luhansk airport is about 20 miles south of the city center.

In other words, if this intercept from JIT is correct, the Ukrainian military was operating near the highway routes that the alleged Russian Buk missile battery would have been using. The conversation then picks up, referring to a possible battle for the airport:

“B: So, the convoy was confirmed. Where the convoy can be from?

“C: I don’t know where it is going from. It’s from west, isn’t it?

“B: It’s somehow going from west. From west. Fucking one and a half kilometres from the airdrome.

“C: From the airdrome?

“B: Yes.

“C: It can’t be one and a half kilometres from the airdrome because there is a populated locality there, there are positions there. Probably… I don’t know. Will now try to do something. … I think we will be receiving information soon… our groups have left.

“B: Uh-huh.

“C: Ok. Well, if they come in the airport, will fight at the airport. What else can we do?

“B: Ok. I got you.”

Although it’s difficult to know precisely what these callers are discussing, the conversation seems to refer to a potential battle for an airport, not the deployment of a Buk missile system.

Also, if Ukrainian forces had penetrated that deep into rebel territory, it is difficult to exclude that a Ukrainian Buk battery might have traveled along the southerly route H-21, which skirts Donetsk and then heads east toward the JIT’s claimed firing site in a field near the town of Pervomaiskyi. H-21 then bends north toward Luhansk airport and the city of Luhansk.

The Ukrainian Buks

Raketen für den Jihad, 29.09.2016

Globalcrisis/Globalchange NEWS
Stephan Best

In Ergänzung zum Interview von Jürgen Todenhöfer mit einem Kämpfer und Kommandeur der Al Nusra Truppen in Syrien dokumentieren wir einen Bericht, der die Hintergründe um Waffenruhe, Flugverbotszonen und Syrienstrategien etwas erhellt. Da eine vom Westen schon so oft geforderte Flugverbotszone momentan nicht durchsetzbar erscheint, erinnert man sich an den Afghanistan-Krieg , als Kämpfer gegen die Sowjetische Besatzung mit mobilen Stinger Raketen ausgerüstet worden waren. (Der vollständige Text findet sich im Anhang)

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Raketen für den Jihad

29.09.2016

DAMASKUS/BERLIN
(Eigener Bericht) – Berichte über eine womöglich beginnende Aufrüstung der Aufständischen in Aleppo mit schultergestützten Luftabwehrraketen begleiten die Forderungen Berlins nach einer Erneuerung des Waffenstillstands. Die syrische Regierung und Moskau müssten umgehend zu einer Feuerpause zurückkehren, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die Kriegsgewalt in Aleppo sei unerträglich. Während die Kämpfe immer blutiger werden, war der Waffenstillstand von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil bedeutende aufständische Milizen – Parteigänger des Westens – ihn nicht mittrugen und die Kämpfe weiterführten. Auch verweigerten sie sich einem Hauptelement der Waffenruhe, indem sie die Forderung zurückwiesen, nicht mehr gemeinsame Sache mit Al Qaida bzw. deren syrischem Ableger Jabhat al Nusra/Jabhat Fatah al Sham zu machen. Die Forderung galt als besonders wichtig, weil Al Qaida, wie Experten seit Monaten warnen, dabei ist, ein Jihadisten-Emirat im Norden Syriens aufzubauen. Angesichts der möglichen Eroberung Aleppos durch die syrischen Regierungstruppen zieht Washington nun eine Belieferung der mit Al Nusra kooperierenden Rebellen mit „Manpads“ in Betracht, wie sie ehedem die afghanischen Mujahedin im Krieg gegen die sowjetischen Truppen erhielten. Weil die eigenen Favoriten davon profitieren, schweigt Berlin – obwohl die Raketen bei Al Qaida landen könnten.

Ein Jihadisten-Emirat
Die Berliner Waffenstillstandsforderung kommt zu einem für die Syrien-Strategie der westlichen Mächte heiklen Zeitpunkt. Experten warnen seit Monaten, der Al Qaida-Ableger Jabhat al Nusra bereite die Gründung eines Emirats in den nordsyrischen Gouvernements Idlib und Aleppo vor (german-foreign-policy.com berichtete [1]). Die Warnungen sind vor wenigen Tagen bekräftigt worden. Al Nusra gewinne in den aufständischen Gebieten mit einer geschickten Politik seit geraumer Zeit an Popularität, bestätigt der US-amerikanische Syrien-Spezialist Charles Lister der britischen Wochenzeitschrift „Economist“; zu konstatieren sei dabei, dass die Organisation sich zwar formal von Al Qaida losgesagt und in Jabhat Fatah al Sham umbenannt habe, dass dies allerdings nur als kosmetischer Akt einzustufen und Fatah al Sham weiter der Strategie und den Zielen von Al Qaida verpflichtet sei. Mit ihrer immer intensiveren Verankerung könne Jabhat al Nusra/Fatah al Sham womöglich wirklich ein Emirat errichten, das Jihadisten „eine geschützte territoriale Basis an den Grenzen Europas“ biete – und das dann sehr schwer auszuschalten sei.[2]

Kein zweiter „Islamischer Staat“?
Der von den USA und Russland ausgehandelte, inzwischen gescheiterte Waffenstillstand ist ein Versuch gewesen, die Bemühungen von Jabhat al Nusra/Jabhat Fatah al Sham zu durchkreuzen. Er sah insbesondere vor, Washington werde die mit ihm verbündeten aufständischen Milizen dazu bringen, sich von Fatah al Sham zu trennen, und anschließend gemeinsam mit Moskau gegen den Al Qaida-Ableger kämpfen.[3] Mit einem solchen Vorgehen wären die Konsequenzen aus recht ähnlichen Konstellationen in den Jahren 2012 und 2013 gezogen worden. Im August 2012 berichtete der US-Militärgeheimdienst DIA, in Syriens Osten zeichne sich die Gründung eines „salafistischen Fürstentums“ ab, das allerdings den Interessen der auswärtigen Assad-Feinde durchaus entspreche: Es schneide die syrische Regierung von ihren Unterstützern in Teheran ab. Damals billigten die westlichen Mächte die Entwicklung; letztlich entstand daraus der „Islamische Staat“ (IS/Daesh, german-foreign-policy.com berichtete [4]).

Im Bündnis mit Al Nusra
Allerdings ist der Plan, Al Nusra/Fatah al Sham mit dem Waffenstillstand innerhalb der aufständischen Milizen zu isolieren, krachend gescheitert. Vor allem zwei Milizen, Ahrar al Sham, eine der stärksten Truppen in Syrien und ihrerseits salafistisch-jihadistisch orientiert, sowie Jund al Aqsa, haben die Feuerpause von Anfang an rundheraus zurückgewiesen. Laut dem US-amerikanischen Carter Center hat Ahrar al Sham in einem Bündnis mit Fatah al Sham und einer weiteren Miliz ihre Angriffe bei Quneitra in Syriens Südwesten nach dem Beginn des offiziellen Waffenstillstands einfach fortgesetzt. Auch Jaish al Islam hat die Waffenruhe gebrochen und am 13. September nahe Damaskus Attacken gestartet.[5] Russische Quellen berichten von zahlreichen weiteren Waffenstillstandsbrüchen der Rebellen, während westliche Medien darüber weitgehend schweigen. Zudem haben Ahrar al Sham und Jaish al Islam sowie 19 weiteren Milizen am 12. September, dem Tag des Beginns der Waffenruhe, eine Stellungnahme publiziert, in der sie den Versuch, den Al Qaida-Ableger Fatah al Sham auszugrenzen, ablehnen. Aus der – vom Westen bevorzugt unterstützten – Free Syrian Army (FSA) heißt es ebenfalls, man werde sich von Fatah al Sham nicht trennen: „Fatah al Sham hat immer an der Seite der FSA gekämpft“, lässt sich ein Sprecher des Verbandes zitieren.[6]

Flugverbotszone
Mit dem Ende des Waffenstillstands stehen die Vereinigten Staaten nun vor der Option, entweder, wie geplant, gemeinsam mit Russland gegen Fatah al Sham vorzugehen und dabei zugleich ihre Verbündeten zu attackieren, die sich nicht vom Al Qaida-Ableger trennen wollen – oder aber die im Bündnis mit Fatah al Sham operierenden Verbündeten auch weiterhin zu unterstützen und auf diese Weise die Gründung eines Al Qaida-Emirats faktisch zu begünstigen. Offenkundig ist die Entscheidung für Letzteres gefallen. Von US-Luftschlägen gegen Fatah al Sham ist keine Rede mehr; stattdessen erhöhen die NATO-Mächte den Druck auf Russland, seine Luftangriffe in Syrien einzustellen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat bereits in der vergangenen Woche „ein zeitlich begrenztes, aber vollständiges Verbot aller militärischen Flugbewegungen über Syrien“ gefordert – „mindestens für drei, besser für sieben Tage“.[7] Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wollte zunächst sogar zu Friedenskundgebungen für Syrien aufrufen – ungewöhnlich für ein Mitglied einer Regierung, die ihrerseits die syrischen Aufständischen politisch unterstützt und damit selbst Partei im Bürgerkrieg ist.[8] Inzwischen nutzen die NATO-Mächte den mörderischen Angriff auf einen Hilfskonvoi am 19. September, für den Russland im Westen zumindest eine Mitschuld zugeschrieben wird, um den Druck zu erhöhen und von Moskau energische „Bemühungen zur Wiederherstellung der Feuerpause“ zu verlangen.[9] Wie das funktionieren soll, ist nicht ersichtlich – schließlich ist der von Russland ausgehandelte Waffenstillstand nicht von russischen Truppen, sondern vor allem von aufständischen Milizen gebrochen worden, die ihre Haltung seitdem nicht geändert haben.
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Ciao Stephan Best

Raketen für den Jihad- GFP 29.09.2016.docx

Dokumentiert — Jürgen, Frederic TODENHÖFER: Interview mit Al Nusra Kommandeur Abu Al Ezz; Kölner Stadtan zeiger 26.09.2016

globalcrisis/globalchange News
Stuttgart, 27.09.2016

Hallo zusammen,

wir dokumentieren im Anhang das Mitte September in einem Steinbruch in Aleppo von Jürgen und Frederic TODENHÖFER mit dem Al Nusra Kommandeur Abu Al Ezz geführte Interview (Video-Aufzeichnung abrufbar unter: https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/videos/10154022081580838 )

Die einführenden Worte Todenhöfers und der übersetzte/transkribierte Wortlaut des Interviews erschienen gestern im Kölner Stadtanzeiger und wurden weltweit beachtet – das Interview-Video innerhalb eines Tages 455 000 mal abgerufen.
(vgl. u.a. www.zerohedge.com/news/2016-09-26/america-our-side-al-nusra-commander-tells-german-press-us-arming-jihadists
http://www.moonofalabama.org/2016/09/todenhöfer-interview-with-al-nusra-commander-the-americans-stand-on-our-side.html )

Im Folgenden das Vorwort Todenhöfers.

Grüße,
Martin Zeis

Kölner Stadtanzeiger, 26.09.2016 — http://www.ksta.de/politik/interview-mit-al-nusra-kommandeur–die-amerikaner-stehen-auf-unserer-seite–24802176

Interview mit Al Nusra-Kommandeur „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite“
von Jürgen TODENHÖFER

Es war die siebte Reise meines Sohnes Frederic und mir in das Bürgerkriegsland Syrien. 13 Tage waren wir dort. Mit Worten lässt sich das Ausmaß der Zerstörungen und des Leids auf beiden Seiten kaum noch beschreiben.
Das Interview haben wir vor zehn Tagen geführt mit einem Kommandeur der Al Kaida-Filiale „Jabhat Al Nusra“. Abu Al Ezz berichtet sehr offen über seine Geldgeber Saudi-Arabien, Katar und Kuwait. Wir haben die Identität des Mannes genau recherchieren können und wissen praktisch alles über ihn.

Interview im Steinbruch in Aleppo
Das Interview wurde über einen Rebellen aus Aleppo arrangiert. Ich habe seit Jahren Kontakte zu syrischen Rebellen. Es fand außerdem in einem Steinbruch in Aleppo in unmittelbarer Sicht-und Schussweite von Jabhat al Nusra statt, den nur ein Mitglied von Al Nusra gefahrlos erreichen konnte.
Seine Kämpfer waren teilweise nicht maskiert, d.h. leicht identifizierbar. Ein Teil seiner Aussagen wurde darüber hinaus kurz darauf vom Mufti von Aleppo fast wörtlich bestätigt, andere Voraussagen über das Desinteresse der Rebellen an einem Waffenstillstand und an internationalen Hilfskonvois haben sich ebenfalls bestätigt. Genauso wie seine Vorhersagen über geplante militärische Aktivitäten in mehreren Städten Syriens.
Bild: Hier fand das Interview mit dem Kommandeur statt. – Foto: Frederic Todenhöfer

Abu Al Ezz, Kommandeur, sagte über Jabhat al Nusra (Al Kaida):

„Wir sind ein Teil von Al Kaida. Unsere Prinzipien sind: Bekämpfung der Lasterhaftigkeit, Ehrlichkeit und Sicherheit. Unsere Angelegenheiten und unser Weg haben sich geändert. Zum Beispiel gewährt uns jetzt Israel Unterstützung, da Israel sich im Krieg mit Syrien und mit der Hisbollah befindet.
Auch Amerika hat seine Meinung über uns geändert. Eigentlich waren der „IS“ und wir eine Gruppe. Aber der „IS“ wurde entsprechend den Interessen der großen Staaten wie etwa Amerika für politische Zwecke benutzt. Und von unseren Prinzipien weg gelenkt. Die meisten seiner Führer arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, das ist uns klar geworden. Wir, die „Al Nusra-Front“, haben unseren Weg. Sie waren früher mit uns, sie waren unsere Unterstützer.
Unser Ziel ist der Sturz des diktatorischen Regimes, des Tyrannen-Regimes, des Regimes der Abtrünnigen. Unser Ziel ist auch die Durchführung von Eroberungen, wie sie [der große arabische Feldherr] Khaled Ben Al Walid gemacht hat. Erst in der Arabischen Welt und dann in Europa.“

TODENHÖFER-Al_Nusra-Commander-Interview160926.pdf

Presseschau vom 26.09.2016 — Alternative Presseschau

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

über Presseschau vom 26.09.2016 — Alternative Presseschau

Die konfuse Agonie der Obama-Regierung — The Vineyard Saker – Deutsche Version

vom Saker Why the recent developments in Syria show that the Obama Administration is in a state of confused agony

Auf Deutsch:

vom Saker

Why the recent developments in Syria show that the Obama Administration is in a state of confused agony

Die jüngsten Ereignisse in Syrien sind, so glaube ich, nicht das Ergebnis irgendeines überlegten Plans der USA, ihren „moderat terroristischen“ Verbündeten vor Ort zu helfen, sondern das Symptom von etwas noch Schlimmeren: dem kompletten Kontrollverlust…

über Die konfuse Agonie der Obama-Regierung — The Vineyard Saker – Deutsche Version

TISA: New Trade Deal Could Be Even Greater Threat to Public Services Than TTIP

global crisis/globalchange NEWS

Elke Schenk 20.09.2016

http://www.commondreams.org/newswire/2016/08/30/new-trade-deal-could-be-even-greater-threat-public-services-ttip

Tuesday, August 30, 2016

via

http://www.defenddemocracy.press/tisa-new-trade-deal-even-greater-threat-public-services-ttip/

TISA: New Trade Deal Could Be Even Greater Threat to Public Services Than TTIP

  • Trade in Services Agreement (TISA) could lock in privatisation and increase ability of big business to call the shots on health, education and basic utilities
  • Rights of some migrant workers could regress to system similar to Saudi Arabia and Qatar
  • UK likely to emulate Norway signing up as individual nation post-Brexit

A global trade deal currently being negotiated in secret and involving 50 different countries could prove to be a serious threat to public services according to a briefing published today by campaign group Global Justice Now.

The Trade In Services Agreement (TISA) is a proposed international trade treaty between 23 parties, including the European Union and the United States. Unlike most trade deals, TISA is about services, not goods. The briefing argues that this means it will affect areas like labour rights, banking regulation and whether public services like electricity and water are run for public good or private benefit.

Nick Dearden the director of Global Justice Now said:

“This deal is a threat to the very concept of public services. It is a turbo-charged privatisation pact, based on the idea that, rather than serving the public interest, governments must step out of the way and allow corporations to ‘get on with it’. Of particular concern, we fear TiSA will include clauses that will prevent governments taking public control of strategic services, and inhibit regulation of the very banks that created the financial crash. TISA will also affect countries that haven’t even had the opportunity to develop decent public services like Pakistan. No wonder Uruguay has already walked away from the talks. We urge MEPs to tell the European Union to do the same.

“Millions of people across the EU voiced their opposition to toxic trade deals like TTIP and TISA. A broad coalition of trade unions, civil society groups and progressive politicians are coming together to make sure that we put a stop to TISA as well as TTIP – both of them enormous corporate power grabs at the expense of democracy.”

The briefing, A blueprint for global privatisation argues that:

  • TISA would lock in privatisation of public services. TISA contains mechanisms, such as ‘ratchet’and ‘standstill’ clauses, that make it much harder to reverse privatisations and will allow greater market access for foreign companies;
  • TISA would be terrible for the climate. TISA entrenches the idea of technological neutrality on energy policy. This could stop countries favouring renewables over coal, oil and gas;
  • TISA will mean more casino capitalism. TISA will undermine efforts to regulate the financial sector and avoid another crisis;
  • TISA threatens online privacy. TISA promises to hand much more power to the likes of Google and Microsoft to move personal data across borders to countries with lax data protection laws;
  • TISA will be especially damaging to countries in the global south. TISA includes countries like Pakistan that could be hindered in developing public services. It also poses a threat to countries outside TISA, because, once approved, rich countries will seek to impose TISA-style measures globally through the WTO;
  • TISA could mean a rollback on the rights of migrant workers. Proposals being negotiated under TISA mean that some migrant workers may end up being categorised as ‘independent service suppliers’ and will consequently not have rights to things like the minimum wage or be allowed to join a union. Workers’ presence in a country could also be tied to their employer. This form of indentured labour is in effect in countries like Saudi Arabia and Qatar and has resulted in horrific working conditions under unscrupulous employers.

Nick Dearden added:

“Many people were persuaded to leave the EU on the grounds they would be ‘taking back control’ of our economic policy. But if we sign up to TISA, our ability to control our economy – to regulate, to protect public services, to fight climate change – are all massively reduced. In effect, we would be handing large swathes of policy making to big business.

“Two of the biggest challenges facing society right now are dealing with the climate crisis and trying to tame the unruly banks and financial markets that have caused so much damage to the global economy. What’s being proposed under TISA would massively restrict the ability of governments to take action on either front, at a time when flexible and effective policy intervention is so badly needed.”

Download the briefing.

Global Justice Now is a democratic social justice organisation working as part of a global movement to challenge the powerful and create a more just and equal world. We mobilise people in the UK for change, and act in solidarity with those fighting injustice, particularly in the global south.

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