David Hornemann von Laer (Wissenschaftler an Uni Witten/Herdecke zur Einladung und dem Vortrag von Daniel GANSER heute Abend; 29.10.2015

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 29.10.2015

Hallo zusammen,

telepolis veröffentlicht heute ein Interview mit dem Kunst- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer von der Universität Witten/Herdecke zu den Gründen, weshalb er den Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser zu einem Vortrag „Fakten, Meinungen, Propaganda – Wie mache ich mir selbst ein Bild?“ eingeladen hat. Hornemann beschreibt zum Schluss auch das zentrale Anliegen seiner Tätigkeit an der Universität:

“ … Warum haben Ihrer Auffassung nach heute so viele Menschen Angst davor, sich selbst ein Bild zu machen?

David Hornemann von Laer: Das liegt daran, dass es zum einen viel einfacher ist, eine Meinung zu übernehmen, als sich selbst anzustrengen und mittels eigener Beobachtungen und Gedanken sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Zum anderen kann Ihnen niemand das eigene Beobachten und Denken abnehmen, das heißt, Sie sind dabei immer zunächst allein. Es kann ja sein, dass Sie dann später Menschen finden, die zu demselben Urteil kommen, aber der Weg dahin beginnt alleine. Davor schrecken einige zurück. Denken Sie daran, was für eine Unsicherheit für viele damit verbunden ist, wenn in der Zeitung nicht mehr die Welt erklärt wird, wie sie ist, sondern plötzlich gesagt wird, dass die Journalisten oft nur gekauft sind usw.
Ich versuche deshalb, in meinen Seminaren die Studierenden möglichst nicht zu belehren, sondern sie zu ermutigen, ihren eigenen Augen, ihren eigenen Einsichten zu vertrauen, sodass sie zu eigenen Lösungen, eigenen Ideen durchdringen können und sich nicht einem Kollektiv, einer Autorität unterwerfen müssen.“ (Hervorh. m.z.)

Das gesamte Interview ist im Anhang (pdf. 4 S.) und über unten stehende URL abrufbar.

Grüße,
Martin Zeis

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46412/1.html

Weltbild in Gefahr:
Auftritt von Daniele Ganser an Uni in Witten
Marcus Klöckner
Telepolis, 29.10.2015

Hochschule ermutigt Studenten, eigenständig zu beobachten und zu denken

„Fakten, Meinungen, Propaganda – Wie mache ich mir selbst ein Bild?“ – unter diesem Titel wird der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser heute einen Vortrag an der Universität Witten/Herdecke halten. *

Ziel ist es, laut Presseerklärung der Universität, den Besuchern der Veranstaltung aufzuzeigen, welche Recherchemöglichkeiten durch das Internet bestehen und wie sich zwischen Fakten, Meinungen und Propaganda unterscheiden lässt.

* vgl. http://www.uni-wh.de/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltungs-details/event//daniele_ganser_wer_kontrolliert_die_vierte_gewalt/event/tx_cal_phpicalendar//2015/10/29/

Im Interview mit Telepolis erklärt der Kunst- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer, was ihn dazu bewegt hat, Ganser einzuladen und warum die Universität den Forscher nicht ausladen wird. …

HORNEMANN-zu-Ganser-Vortrag-Uni-Witten151029.pdf

Kai EHLERS: Apropos Sanktionen: Ein Blick auf Russlands Ressourcen; 26.10.2015

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 28.10.2015

Hallo zusammen,

nach seiner jüngsten Sommerreise in Russland hat sich Kai Ehlers mit einem fulminanten Text zur russischen Geschichte, den Besonderheiten des Landes und der Untauglichkeit, dieses Land und seine Menschen in Knie zwingen zu wollen, zu Wort gemeldet.

Der vollständige Text ist erreichbar über die folgende URL und im Anhang (pdf, 8 Seiten).

Grüße,
Martin Zeis

http://kai-ehlers.de/2015/10/apropos-sanktionen-ein-blick-auf-russlands-ressourcen/
Apropos Sanktionen: Ein Blick auf Russlands Ressourcen
Von Kai Ehlers [*]

nachgedruckt in NDS 27.10.2015

Nach vorübergehender Annäherung zwischen Russland und dem Westen, speziell der EU, lautet die herrschende Frage des Westens heute wieder, ob die Welt Angst vor Russland haben müsse. Wer glaubte, Russland fünfundzwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder auf die Knie zwingen und zu einer Erdöl liefernden Regionalmacht, gar Kolonie herabstufen zu können, sieht sich getäuscht. Wieder einmal, muss hinzugefügt werden. Schon Napoleon, später Hitler unterlagen dieser Täuschung. Jetzt hat Russland den Erweiterungs-Offensiven der EU und der NATO ein klares Njet entgegengesetzt, verwandelt die vom Westen gegen das Land verhängten Sanktionen und Isolierungsversuche in neue eigene Entwicklungsschübe und festigt sein Bündnissystems mit den aus der US-Hegemonie heraustretenden Neuen Welt.

  • Woher nimmt Russland die Kraft der „Weltgemeinschaft“ auf diese Weise zu trotzen?
  • Wie erklärt sich die Russland-Phobie der USA – obwohl doch „einzige Weltmacht“?
  • Wovor fürchtet sich die EU – obwohl doch im Besitz der höchsten zivilisatorischen Werte?

Doppelt gestaffelte Autarkie
Die Antwort ist umwerfend einfach, dabei jedoch, wie es scheint, ebenso schwer zu verstehen wie sie einfach ist: Sie liegt – wenn man sich nicht nur an der Person Wladimir Putins aufhalten will – in Russlands Möglichkeit zur Autarkie. Die russische Autarkie ist doppelt begründet. Das sind zum einen die natürlichen Ressourcen der eurasischen Weite: Gas, Öl, Erze, Wald, Tiere usw.; es sind zum zweiten die sozio-ökonomischen Ressourcen, die aus der Fähigkeit der russischen Bevölkerung zur Eigenversorgung und den damit verbundenen, ins Land eingewachsenen kulturgeo-grafischen Strukturen folgen. Dazu gehört als besonderes Element auch noch die Vielfalt der in Russland lebenden Völker, die zusammen einen Organismus bilden, in dem Zentrum und Autonomie sich noch einmal unterhalb der staatlichen Verwal-tungsstrukturen in besonderer Weise ergänzen. …

Basis der Autarkie – extreme Bedingungen …
Asiatische Produktionsweise …
Russlands Besonderheiten …
Modernisierungsetappen: Stolypin, Lenin, Stalin …
Heute …
Putin …
Internationale Kraftlinien …

Unter all diesen Bedingungen haben die Westmächte, wenn sie Russland klein hal-ten wollen, statt ein starkes Russland als Chance für einen zukünftigen Weltfrieden zu begreifen, nur wenige Optionen. Eine erneute Destabilisierung Russlands auf dem jetzigen Niveau wäre gleichbedeutend mit einer Destabilisierung des Weltmarktes und der internationalen Beziehungen. Eine direkte militärische Zerstörung Russ-lands, die mehr bewirken sollte als nur eine vorübergehende Lähmung des Landes auf dem Niveau der Selbstversorgung wäre angesichts atomarer Bewaffnung der möglichen Kontrahenten gleichbedeutend mit einer Zerstörung der Welt. Daran können selbst größenwahnsinnige Noch-Hegemonisten kein Interesse haben. Was außerhalb rationaler Interessen geschieht, ist eine andere Frage, über die zu speku-

[«*] Kai Ehlers ist Journalist, Publizist und Schriftsteller. Sein Spezialgebiet ist die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des post-sowjetischen Raumes. Viele seiner Artikel sind auf der Seite Kai-Ehlers.de nachzulesen – www.kai-ehlers.de.

EHLERS-Blick-auf-Russlands-Ressourcen151027.pdf

Gatekeeper des Empire – „Die dunkle Seite der Wikipedia“ – DOKUMENT: Offener Brief von SPD-Grünen-Piraten in Witt en

Guten Tag,

kein Ereignis der letzten 20 Jahre hatte so weit reichende Folgen wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 (innenpolitische in den USA, der andauernde global war on terror, Ausrufung des NATO-Bündnisfalls, der bis heute nicht aufgehoben ist). Zugleich blieben bei keinem anderen Ereignis so viele offene Fragen und Unzulänglichkeiten der offiziellen Untersuchung. Ein Schutzwall an Tabus (vgl. Bröckers, Terror und Tabu) umgibt die Geschehnisse um den 11.9. und die von vielen Seiten (darunter Architekten, Feuerwehrleuten, Geheimdienstlern, Physikern) erhobenen Forderungen nach einer neuen unabhängigen Untersuchung.

Diejenigen, die sich fachlich und wissenschaftlich mit den Anschlägen befassen, werden- ohne Prüfung ihrer inhaltlichen Aussagen und Argumentation – als Verschwörungstheoretiker diffamiert und aus dem etablierten Hochschul- und Medienkontext herausgedrängt.

Welche Rolle die Online-Enzyklopädie Wikipedia dabei spielt, hat der Biologielehrer Markus Fiedler zusammen mit einem Kollegen exemplarisch am Eintrag über den Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser recherchiert. Der Dokumentarfilm klärt auf über das Funktionieren von Wikipedia und seine selbst gesetzten Regeln, die mit verschiedenen Rechten ausgestatteten anonymen Hierarchieebenen (Sichter, Administratoren, Bürokraten) und die willkürliche, autoritative Nutzung dieser Rechte, um eine bestimmte Version eines Eintrags durchzusetzen.

Die dunkle Seite der Wikipedia. Ein Film von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer

https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA

Markus Fiedler ist Diplombiologe, arbeitet als Biologie- und Musiklehrer und ist Gastdozent für das Fach ‚Integrated Media‘ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Im Zusammenhang mit der Untersuchung verschiedener Deutungen zum 11. September ist im deutschsprachigen Raum vor allem der schweizer Historiker Ganser bekannt. Im Vorfeld seiner Vorträge, die sich auch mit Nato-Geheimarmeen, aufgeklärten Fällen von gewaltsamen Regimechanges der letzten Jahrzehnte und Ressourcenkriegen befassen, startet regelmäßig eine Kampagne, die ihn als Verschwörungstheoretiker und neuerdings Rechtspopulist diffamiert und die Absage der Veranstaltung fordert. Jüngstes Beispiel ist ein Vortrag an der Uni Witten-Herdecke zum Thema „Wer kontrolliert die Vierte Gewalt?“

Dagegen wendet sich ein Bündnis aus SPD, Grünen und Piraten-Partei in einem Offenen Brief. Dieser Offene Brief übernimmt ungeprüft die Verschwörungstheorie-Vorwürfe sowie die Darstellung aus der Wikipedia und verlinkt z. T. auf Quellenbelege aus Wikipedia, die im Dokumentarfilm als Scheinbelege bzw. unseriöse Quellen dechiffriert werden. Darüber hinaus arbeitet er wesentlich mit dem Argument der Kontaktschuld. Die inhaltliche Argumentation von Ganser wird noch nicht einmal ansatzweise wahrgenommen, stattdessen finden sich pauschale Urteile. Allein das Stellen von Fragen zu aus ihrer Sicht geklärten Vorgängen wird von den Autoren und Unterstützern schon als Beleg für einen Verschwörungstheoretiker angeführt. Ein „Argument“ gegen den Referenten Ganser ist die schlichte Unterstellung, er werde von AfD- un d Pegida-Anhängern unterstützt.

Der Offene Brief fordert von den Veranstaltern nicht nur, den Referenten auszuladen, sondern sich von den – ihm unterstellten – weltfremden und undifferenzierten Auffassungen zu distanzieren.

http://www.ruhrbarone.de/daniele­ganser­offener­brief­gegen­911­truther­an­der­uni­-witten­herdecke

Daniele Ganser: Offener Brief gegen 9/11­-Truther an der Uni Witten Herdecke

(Offener Brief im Anhang).

In einer Stellungnahme der Uni hält sie an der Veranstaltung fest:

„Die Universität ist ein Ort der Erkenntnissuche und kein Ort des Dogmas. […] Es gäbe keine wissenschaftlichen Entdeckungen, wenn nicht Wissenschaftler*innen gegen die herrschende Meinung auf ungewöhnliche Phänomene, Erklärungslücken, methodische Fehler und sogenannte Anomalien in Theorien aufmerksam würden und ihrer Neugier auch gegen den Widerstand ihrer Kolleg*innen nachgehen würden“.

(vollständige Stellungnahme im Anhang)

Viele Grüße

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange NEWS

Ganser-Stellungnahme Uni-Witten-zum-Offenen Brief 27.10.15.doc

SPD-GUENE-WITTEN-OffenerBrief-Ganser-Verschwörungstheoretiker2015 10.pdf

Uni verteidigt Einladung Gansers 20151028

Presseschau vom 27.10.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/10/27/presseschau-vom-27-10-2015/

Presseschau vom 26.10.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/10/26/presseschau-vom-26-10-2015/

Julian ASSANGE: ‘Strategic depopulation’ of Syria likely cause of EU refugee crisis; RT 27 Oct, 2015 02: 13

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Martin Zeis, 27.10.2015

https://www.rt.com/news/319797-syria-depopulation-refugees-assange

Julian ASSANGE: ‘Strategic depopulation’ of Syria likely cause of EU refugee crisis
RT – Published time: 27 Oct, 2015 02:13

The flooding of Europe by countless waves of refugees may be the result of the “strategic depopulation” of Syria carried out by opponents of the country’s government, WikiLeaks founder Julian Assange has suggested.

Transparency organization WikiLeaks has looked through its diplomatic cables and unearthed “an interesting speculation about the refugee movement,” Assange said in an interview with Geek news site, ThePressProject.

“So, the speculation was this: Occasionally opponents of a country would engage in strategic depopulation, which is to decrease the fighting capacity of a government,” he explained.

The whistleblower pointed out that “it’s predominantly the middle class that is fleeing” Syria on account of having “language skills, money, some connections.” Engineers, managers and civil servants are “precisely, the classes that …[are] needed to keep the government functioning,” he said.

30 minute interview with Julian ‪#Assange including on the strategic depopulation of Syria — see: http://thepressproject.gr/podcast/final_assange.mp3

(…)

ASSANGE-Strategic-Depopulation-of-Syria151027.pdf