„Russland verstehen – Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens“, heißt der Titel des seit dem 13.02.2015 im Buchhandel erhältlichen jüngsten Werks von Gabriele Krone-Schmalz. Es ist ihr „Vermächtnis“.
Die Journalistin schreibt im Vorwort zu den Aufgaben und dem Ethos ihrer Zunft:
„Wer sich ein Bild machen will, braucht Informationen. Und da kommen die Medien ins Spiel. Der Vorteil einer freien Presse besteht darin, dass sie sich ohne Rücksicht auf Regierungen, wirtschaftliche oder sonstige Interessen äußern kann und dass niemand Angst haben muss, etwas zu drucken oder zu senden, was dem allgemeinen Trend zuwiderläuft. … Ob irgendwo politische Freunde oder Gegner sitzen – das ist keine journalistische Kategorie. Und dass sich Journalisten von ihren eigenen Sympathien und Antipathien so gut wie eben möglich trennen müssen, gehört zum kleinen Einmaleins der Berufsethik. Pressefreiheit bedeutet in jeder Beziehung Unabhängigkeit, von staatlichem und sonstigem Einfluss sowieso, aber auch von so etwas wie Mainstream. … Es muss jedem Journalisten zu denken geben, wenn die Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung immer größer wird. Wie kommt es zu diesen Parallelwelten? … es schockiert mich zutiefst, wenn Berufskollegen ohne mit der Wimper zu zucken, die Urteilsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt in Frage stellen, und sich weigern, Proteste und Beschwerden von Lesern, Zuhörern und Zuschauern ernst zu nehmen, die sich in nie gekannter Zahl zu Wort melden, weil ihnen einseitige Berichterstattung auffällt und sie sich Sorgen machen angesichts einer verbalen Aufrüstung mit Blick auf Russland. … Und damit sind wir wieder beim stigmatisierenden Etikett „Russlandversteher“. Ich war drauf und dran, dieses Buch „Ich bin ein Russlandversteher … und das ist gut so“ zu nennen. … Das Signal ist klar: sich zu bekennen ohne Rücksicht darauf, ob das Gesagte in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Bereit zu sein, sich auseinanderzusetzen und zu argumentieren und – nicht zuletzt – diejenigen zu ermutigen, die sich nicht trauen, das, was sie denken und nach intensiver Beschäftigung mit der Materie für richtig erkannt haben, auch öffentlich zu sagen.“ zit. an. Russland verstehen, a.a.O., S. 7ff — Hervorh. m.z. —
I n h a l t / S.
Der Auftakt oder: Wie alles anfing 14
Mit zweierlei Maß – eine unendliche Geschichte 35
Enttäuschte Hoffnungen – verpasste Chancen 54
Die Idee vom Frieden 89
Die Ukraine, Russland und der Westen 116
Der Kampf um die Ostukraine 135
Ausblick 160
Wie es auch hätte laufen können – ein Sendekonzept aus den neunziger Jahren 167
Wer wenig Zeit hat und einige wichtige Aussagen des Buchs vorab erfahren will, kann sich Teile von Krone-Schmalz’ Vortrag: „Russland, Ukraine und der Westen“ ansehen, den sie am 18. Dezember 2014 vor 600 Zuhörern beim „Kundenevent der Harzsparkasse“ in Werningerode (Sachsen-Anhalt) gehalten hat. Die Referentin zitiert dort passagenweise aus ihrem Buch, u.a. zur Frage der Sezession/“Annexion“ der Krim; Fälschungen der Mainstream-Medien am Beispiel der behaupteten Geiselnahme von OSZE-Beobachtern in der Ostukraine …
Die auszugsweise Videoaufzeichnung (Dauer: 12:46 min) ist abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=1PHgkz9FXSc und http://de.wn.com/gabriele_krone-schmalz (2. Eintrag auf dieser Seite; dort sind dreizehn weitere Video-Aufzeichnungen mit der Journalistin zu den Themen Medien, Ukraine-Konflikt, Russland, NATO, Pazifismus … verlinkt).
Hervorheben möchte ich einen Dialog auf PHOENIX mit Alfred Schier am 4. Oktober 2014 (Dauer: 32:58 min), veröffentlicht am 05.10.2014, URL: http://www.phoenix.de/content/878118 und https://www.youtube.com/watch?v=LNc-QOe1teI .
Grüße,
Martin Zeis
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange News
martin.zeis@gmxpro.net
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