TTIP-geopol-Sprengstoff-IMI-Studie2014_10.pdf
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Von: IMI [mailto:imi@imi-online.de]
Gesendet: Dienstag, 7. Oktober 2014 10:40
An: Informationsstelle Militarisierung
Betreff: PM zur Studie „TTIP: Geopolitischer Sprengstoff“
Im Vorfeld des Europäischen Aktionstags gegen TTIP, CETA & Co am 11.
Oktober 2014 veröffentlichte die Informationsstelle Militarisierung
(IMI) soeben die Studie „Geopolitischer Sprengstoff: Die
militärisch-machtpolitischen Hintergründe des TTIP“. Autor Tim
Schumacher beschäftigt sich in ihr mit den möglicherweise gravierenden
friedenspolitischen Auswirkungen des Abkommens: „Zu Recht steht die
‚Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft‘ aufgrund
vieler sozialer und ökologischer Gründe in der Kritik. Aber auch ihre
friedenspolitischen Auswirkungen sind katastrophal.“
Fünf Aspekte sind nach Aussagen der Studie dabei von besonderer
Bedeutung: Erstens geht es ganz grundsätzlich um die Neuformierung und
Stärkung des westlichen Machtblocks gegen Rivalen wie China oder
Russland. Dieser westliche Block erhofft sich mit dem TTIP zweitens,
neoliberale globale Standards zu setzen und zu stärken, um so das eigene
Ordnungsmodell gegenüber dem angeblich grassierenden
„Staatskapitalismus“ besser in Stellung zu bringen. Als dritter Aspekt
soll der Ausbau der transatlantischen Energiekooperation vor allem die
Abhängigkeit der Europäischen Union von Russland reduzieren und so den
Weg für eine noch konfrontativere Politik frei machen. Und schließlich
soll das Abkommen eine Vertiefung der transatlantischen
Rüstungskooperation und einen europäischen Rüstungsschub bewirken. All
diese Auswirkungen des Abkommens fördern die ohnehin schon gefährlichen
Tendenzen zu einer weiteren Blockbildung im internationalen System und
leisten einer weiteren Militarisierung im Westen Vorschub. Aus diesem
Grund muss das Abkommen auch in der Friedens- und Antikriegsbewegung
künftig stärkere Beachtung finden.
„Die ‚Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft‘ droht den
ohnehin beobachtbaren Tendenz zur internationalen Blockbildung und den
sich hiermit verschärfenden Konflikten weiter Vorschub zu leisten und
die Militarisierungstendenzen in den westlichen Staaten erheblich zu
verschärfen. Deshalb muss das Abkommen auch in der Friedens- und
Antikriegsbewegung künftig stärkere Beachtung finden“, so Tim
Schumachers Fazit.
Die Studie kann gratis von der Internetseite der Informationsstelle
Militarisierung heruntergeladen werden: http://www.imi-online.de
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