Hallo zusammen,
nachdem am vergangenen Wochenende eine Reihe Konzern-/Banken-Vorständen aus D, USA, Russland sowie Oligarchen aus der Ukraine einen 10-Punkte-Katalog zur Lösung des Ukraine-Konflikts veröffentlicht haben (1), der sich in wesentlichen Teilen mit den seit Monaten vorgetragenen Positionen des russischen Außenministers Lavrov deckt, hat sich nun der frühere deutsche Außenminister Genscher auf Phoenix für ein Ende der Sanktionen, Gespräche auf Augenhöhe mit Russland ausgesprochen und vertreten, die Empörung Putins über die Stationierungen von Nato-Truppen und Waffensystemen an der russischen Westgrenze sei berechtigt.
Grüße,
Martin Zeis
www.zeit.de/politik/2014-09/hand-dietrich-genscher-putin-russland-ukraine
UKRAINE-KRISE
Genscher für Ende der Russland-Sanktionen
Der ehemalige Außenminister hat um Verständnis für Putin geworben. Dessen Position kann Genscher nachvollziehen. Notwendig seien offene und gemäßigte Worte.
Der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hat ein Ende der europäischen und amerikanischen Strafmaßnahmen gegen Russland gefordert. „Ich habe meine Zweifel, ob wir am Ende sagen werden, das war eine besonders erfolgreiche Unternehmung“, sagte Genscher dem Sender Phoenix. „Sanktionen sind wie eine Leiter, immer eine Stufe höher, und auf einmal ist sie zu Ende. Dann stehen sie vor der Frage, ob sie wieder runterklettern oder runterspringen“, sagte er. „Das möchte ich uns lieber ersparen.“
Genscher zeigte Verständnis für die Position des russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Putin ist ein Mann, der eine klare Zielsetzung hat, eine Position zu schaffen, die nichts mehr zu tun hat mit der Schwächeposition eines Jelzins“, sagte er. Ohne Russland gebe es keine Stabilität in Europa. „Dann lohnt es sich natürlich, auch das ernst zu nehmen, was die Repräsentanten an Auffassung haben“, sagte Genscher. Die Empörung Putins über die Stationierungen von Nato-Truppen und Waffensystemen an der russischen Westgrenze sei berechtigt. (…)
(1)
Geneva Ukraine Initiative / WORLD ECONOMIC FORUM
In the spirit of dialogue and in the search for common ground to find solutions for the conflict in Ukraine, sixteen prominent business leaders with equal representation from Ukraine, the Russian Federation, Europe, and the United States gathered privately on the invitation of Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, on Sunday September 14th in Geneva. While acknowledging the complexity of the situation and the different viewpoints, the participants succesfully agreed on a common approach. The ten points summarized below are considered by all to help resolve the conflict. All participants recognize that the implementation of these proposals in the present context is challenging given the many complexities. They trust the political leaders involved and their ongoing dialogue, and hope that these proposals can support their initiatives for resolving the Ukraine conflict. The participants also hope that the political leaders can meet soon to bring an end to the conflict, and they pledge their full support for such a political process (…)
Full text see: http://www3.weforum.org/docs/WEF_GenevaUkraineInitiative_CommonPrinciples_2014.pdf
Participants of the Meeting: Joe KAESER (CEO Siemens), Kurt BOCK (CEO BASF), Indra NOOYI (CEO Pepsi), German GREF (CEO Sberbank), Andrej KOSTIN (CEO VTB), Ukrainian Oligarchs Wiktor PINTSCHUK, Serhij TARUTA et al.
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