„Moskaus Drang nach Westen“

Miscelaneous

Übernahme des Artikels von german-foreign-policy vom 04.09.2014

MOSKAU/BERLIN
(Eigener Bericht) – Vor dem heute beginnenden NATO-Gipfel stufen frühere US-Geheimdienstmitarbeiter aktuelle Behauptungen über eine angebliche russische Invasion in die Ukraine als ebenso zweifelhaft wie die „Belege“ für irakische Massenvernichtungswaffen 2003 ein. Demnach haben NATO-Fotos, die russische Truppen in der Ostukraine zeigen sollen, „starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten Nationen gezeigt wurden“. Trifft die Einschätzung zu, dann wird die aktuelle Eskalation des Konflikts mit Russland zumindest von Teilen der NATO bewusst und mutwillig herbeigeführt – mit Zustimmung der Bundesregierung. Gravierend ist in diesem Zusammenhang, dass Kiew die Aufklärung sowohl der Todesschüsse auf dem Majdan vom 20. Februar als auch des Abschusses der malaysischen Boeing MH17 verweigert; beides diente dem Westen zur Legitimation für eine Verschärfung des Kurses gegen die damalige Regierung der Ukraine bzw. gegen Russland. Während die NATO ihre Einkreisung Russlands…

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Aachener Friedenspreis 2014 – Laudatio von Gabriele Krone Schmalz

Von: Elke Schenk <e.schenk>
Datum: 4. September 2014 13:55:04 MESZ
An: globalcrisis%martin.zeis
Betreff: Aachener Friedenspreis 2014 – Laudatio von Gabriele Krone Schmalz

Guten Tag zusammen,

der Aachener Friedenspreis wurde am 1.9. an CODEPINK und LEBENSLAUTE
verliehen.

„CODEPINK ist eine von Frauen initiierte Graswurzelbewegung für Frieden und
soziale Gerechtigkeit, die sich zum Ziel gesetzt hat, die US-finanzierten
Kriege und Besatzungen zu beenden, den globalen Militarismus zu bekämpfen und
die bisher für Rüstung und Kriegszwecke eingesetzten (US-amerikanischen)
Finanzmittel stattdessen in Gesundheit, Bildung, „Green Jobs“ usw. zu
investieren.“

„Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit rund 300
MusikerInnen in einem Protestorchester, das sich meist einmal jährlich in
Chor- und/oder Orchesterstärke zu einer größeren bundesweiten Protestaktion,
dazwischen auch in kleineren Ensembles zu regionalen Aktionen zusammenfindet:
„Wir machen Musik zu einer gewaltfreien Aktion zivilen Ungehorsams.“

Weitere Informationen und die lesenswerten Dankesreden der Preisträger, sind
abrufbar unter:
http://www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2014.html

Die Laudatio hielt Gabriele Krone Schmalz.

Sie ist – leider in relativ schlechter Bild- und Tonqualität in drei Teilen
auf youtube verfügbar.
https://www.youtube.com/watch?v=-pNkKzaPneE

Aus der Textfassung wird im Folgenden der Anfang wiedergegeben, die
vollständige Laudatio findet sich als pdf-Datei im Anhang.

DOKUMENTIERT:

Aachener Friedenspreis 2014
Laudatio für die Preisträger
Von Gabriele Krone-Schmalz
Preise übergeben zu dürfen ist immer eine freudvolle Sache, „der Ernst des
Lebens“ bleibt vor der Tür, allen ist nach Feiern zumute. Freudvoll ist das
hier heute auch und ich freue mich aus vielen Gründen, über die ich gleich
reden möchte, ganz besonders, aber es hat ja keinen Zweck zu verdrängen, dass
ausgerechnet 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs der
Antikriegstag wichtiger geworden ist denn je.
Und es hat eine bizarre Symbolik, dass die deutsche Regierung in der
vergangenen Nacht beschlossen hat, an kurdische Milizen im Nordirak Waffen zu
liefern, und der Bundestag – der in dieser Angelegenheit gar nichts zu sagen,
was auch bemerkenswert ist – hat diesen Beschluss mit der erdrückenden
Mehrheit einer großen Koalition unterstützt.
Heute Morgen im Radio hat eine Kollegin einem Politikwissenschaftler die
berechtigte Frage gestellt: was läuft da schief, wenn 70 % der Bevölkerung
gegen diese Waffenlieferungen sind, aber die überwältigende Mehrheit des
Bundestages dafür, und die Antwort ihres Gesprächspartners lief
darauf hinaus, dass wir in Deutschland schließlich keine direkte Demokratie
haben – da läuft also nichts schief – und Abgeordnete und Regierung hätten nun
einmal gegenüber der Bevölkerung eines Wissensvorsprung. Das müsse man
akzeptieren. Pardon, ich akzeptiere das nicht. Und zwar aus einem ganz
einfachen Grund: es sind falsche politische Entscheidungen von denjenigen mit
dem unterstellten Wissensvorsprung, die uns alle erst in solche Situationen
bringen, in denen der moralische Druck unerträglich wird und in der Frage
gipfelt: willst Du etwa durch deine pazifistische Gefühlsduselei dazu
beitragen, dass unschuldige Menschen abgeschlachtet werden.
Nein, das will ich ganz und gar nicht, und jetzt ist es in der Tat im Grunde
unmöglich, das Richtige zu tun, es ist die klassische Situation einer
Tragödie, man kann sich nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden,
sondern nur noch zwischen falsch und falsch. Aber es wird Zeit, diesen
Teufelskreis zu durchbrechen.
Ob Irak oder Ukraine – falsche politische Entscheidungen des Westens, der mit
Siegermentalität durch die Welt trampelt, sind für einen großen Teil der
Probleme verantwortlich, die uns jetzt um die Ohren fliegen.

(Forts. s. Datei im Anhang)

Viele Grüße

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange-News

AachenerFriedenspreisLaudatioKrone-Schmalz.pdf

„Moskaus Drang nach Westen“

Miscelaneous

Übernahme des Artikels von german-foreign-policy vom 04.09.2014

MOSKAU/BERLIN
(Eigener Bericht) – Vor dem heute beginnenden NATO-Gipfel stufen frühere US-Geheimdienstmitarbeiter aktuelle Behauptungen über eine angebliche russische Invasion in die Ukraine als ebenso zweifelhaft wie die „Belege“ für irakische Massenvernichtungswaffen 2003 ein. Demnach haben NATO-Fotos, die russische Truppen in der Ostukraine zeigen sollen, „starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten Nationen gezeigt wurden“. Trifft die Einschätzung zu, dann wird die aktuelle Eskalation des Konflikts mit Russland zumindest von Teilen der NATO bewusst und mutwillig herbeigeführt – mit Zustimmung der Bundesregierung. Gravierend ist in diesem Zusammenhang, dass Kiew die Aufklärung sowohl der Todesschüsse auf dem Majdan vom 20. Februar als auch des Abschusses der malaysischen Boeing MH17 verweigert; beides diente dem Westen zur Legitimation für eine Verschärfung des Kurses gegen die damalige Regierung der Ukraine bzw. gegen Russland. Während die NATO ihre Einkreisung Russlands…

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Gabriele Krone-Schmalz zur Verleihung des Aachener Friedenspreises am 1. September 2014.

Gabriele Krone-Schmalz zur Verleihung des Aachener Friedenspreises am 1. September 2014. Ein…
youtube.com

ARD Weltspiegel extra: Mörderischer Ukraine-Krieg (mit russischen Phantomsoldaten)

Die Propagandaschau

ardARD 02.09.14 22:45 Uhr

Weltspiegel extra

Mörderischer Ukraine-Krieg – Flucht aus Ilowajsk

Ein ARD-Team begleitet eine Woche lang das ukrainische Freiwilligen-Batallion „Mirotworetz“. Es dokumentiert, wie die Männer im kleinen Ilowajsk eingekesselt werden und zeigt deren verzweifelten und verlustreichen Kampf, als sie unter Beschuss durch Moskau-treue Separatisten geraten…(LINK)

Schon im zweiten Satz des Programmhinweises auf die Weltspiegel extra-Ausgabe springt dem Leser die Propaganda ins Auge wie ein heimtückisches Schrapnell: Moskau-treu!

Was soll man dazu noch sagen? Es macht sprachlos, wie aggressiv und dümmlich der hysterische Staatsfunk mittlerweile versucht, den Krieg der Kiewer Junta gegen die Ostukraine Russland in die Schuhe zu schieben. Dahinter steckt die pure Verzweiflung transatlantischer Mächte, die gedacht haben, sie könnten in der Ukraine putschen wie in einer mittelamerikanischen Bananenrepublik – doch selbst da haben sich die Menschen gegen die militärischen Interventionen der USA regelmäßig und oft unter hohem Blutzoll gegen die rechten Todesschwadronen…

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Mohssen MASSARRAT: IS – Hintergruende – USA – Mittlerer Osten – Ziele der „humanitaeren“ Hilfe des Westens …

Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: „Martin Zeis“ <Martin.zeis>
Datum: 4. September 2014 10:30:19 MESZ
An: gc-special01%Martin.zeis
Betreff: Mohssen MASSARRAT: IS – Hintergruende – USA – Mittlerer Osten – Ziele der „humanitaeren“ Hilfe des Westens …

www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20734
Die USA wollen keine „humanitäre Hilfe“ gegen die „IS“ leisten –
Ziel ist die US-Hegemonie in der Region
von Mohssen Massarrat
Online-Flyer Nr. 474 vom 03.09.2014

www.nachdenkseiten.de/?p=23047
Titel: Die Bekämpfung des sogenannten „Islamischen Staates“ liegt allein in der Hand der betroffenen Staaten
von Mohssen Massarrat
Datum: 29. August 2014 um 16:17 Uhr

Im Folgenden wird der Anfang des Aufsatzes von Mohssen Massarrat (1), der von ihm am 25.08.2014 gepostet wurde, dokumentiert – im Anhang die Printfassung des Textes auf den NachDenkSeiten (29.08.2014) und bei der Neuen Rheinischen Zeitung (03.09.2014).

„Die bisher schwerste Krise im Mittleren Osten, die militärische Eroberung des sogenannten „Islamischen Staates“ im Irak und in Syrien ist in eine äußerst absurde Phase eingetreten. Die europäischen Staaten sind im Begriff, den Vereinigten Staaten von Amerika zu folgen und die autonome Kurdenregion, die unter der Kontrolle von Mustafa Barzani steht, mit umfangreichen Waffenlieferungen zu stärken. Als Begründung wird „humanitäre Hilfe“ angeführt. Sie wollen angeblich helfen, einen Völkermord an den Yeziden zu verhindern. Um die öffentliche Meinung in Deutschland für eine angebliche Ausnahmereglung für Waffenexporte in eine Krisenregion umzustimmen, besuchte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier demonstrativ und mit starker Medienbegleitung vor Ort eine sichtlich vom Leid geprägte yezidische Opferfamilie. Jedem sollte so die Dringlichkeit deutscher Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak ans Herz gelegt werden. Die deutsche Bundesregierung, die übrigen Regierungen des Westens und ihre Medien erwecken mit Nachdruck den Eindruck, dass die Waffenlieferung an die irakischen Kurden die einzige Möglichkeit darstellt, der drohenden Katastrophe vorzubeugen. Alle anderen kurz- und langfristigen Alternativen werden nicht einmal in Erwägung gezogen. Auch alle Hinweise der Experten auf dramatische Folgen einer militärischen Unterstützung der irakischen Kurden werden systematisch ignoriert. Schon deshalb setzen sich die westlichen Regierungen aus meiner Sicht dem Verdacht aus, mit humanitären Motiven zum Schutze der Yeziden einen neuen Vorwand zu konstruieren, um ausschließlich eigene Interessen durchzusetzen:

Die USA nutzen die unbestreitbar bestehende Bedrohung der brutalen „IS“-Kämpfer dazu, um ihr im Mittleren Osten massiv beschädigtes Image aufzupolieren und gleichzeitig zu unterstreichen, warum ihre weitere militärische Präsenz in der Region unabdingbar ist. Dabei ist die eigentliche Erfinderin der „IS“ keine geringere als die ehemalige US-Außenministerin Condoleeza Rice, die 2006, auf dem Höhepunkt der us-iranischen Konflikteskalation, in der saudiarabischen Hauptstadt Riad, mit Verweis auf den durch den Iran gegen die arabische Sunniten angeblich aufgebauten schiitischen Gürtel, alle sunnitische Staaten aufgefordert hat, möglichst rasch ihren eigenen sunnitischen Gürtel ins Leben zu rufen. Fortan erhielt die libanesische Regierung Militärhilfe mit dem ausdrücklichen Zweck der Eindämmung der schiitischen Hisbollah im Libanon. Fortan machte sich auch der saudische Geheimdienstchef, der berüchtigte Prinz Bandar, an die Arbeit. Das Ergebnis sind die wie Pilze aus dem Boden gestampften brutalen Gruppen wie Al-Nusra und „ISIS“ gegen die Assad-Regierung in Syrien. Und das Ergebnis des Condoleeza-Rice-Plans von 2006 ist letztlich auch die barbarische „IS“-Gruppe, die in der gesamten Geschichte des Islams ihresgleichen sucht.

Die deutsche politische Elite macht sich ganz besonders seit dem Beginn dieses Jahres stark für „mehr Verantwortung“ in der Weltpolitik. Dazu sollen sowohl Restriktionen bei den Waffenexporten in Krisenregionen aufgeweicht, wie aber auch die parlamentarischen Hürden für die sogenannten humanitären Interventionen beiseite geschoben werden. Seitdem werden auch massive Versuche unternommen, die moralischen Bedenken aus dem kollektiven Gedächtnis der Deutschen auszuradieren, damit sich Deutschland in Zukunft hemmungsloser als bisher an den internationalen Kriegseinsätzen beteiligen kann. Der drohende Völkermord an der yezidischen Minderheit im Nordirak wurde deshalb geschickt von einflussreichen Medien zum innenpolitischen Thema Nr. 1 hochstilisiert. Die Glaubwürdigkeit der humanitären Motive der deutschen Bundesregierung kann daran gemessen werden, dass dieselbe Regierung zu Israels Gräueltaten in Gaza, die zur gleichen Zeit vonstatten gehen, kein einziges Wort verschwendet. Zum Leid der Palästinenser wird geschwiegen und das Leid der Yeziden wird für die eigene Politik missbraucht. Das ist eine erschreckende Heuchelei.

Die vier betroffenen Staaten: Irak, Syrien, Türkei und Iran wären gut beraten, eine erneute Intervention der USA und anderer westlicher Staaten in den Mittleren Osten nicht zuzulassen. Der Westen wird das Übel von „IS“, das dieser selbst geschaffen hat, nicht beseitigen. Er wird vielmehr das Chaos in der Region weiter verstärken.

(…)

Massarat-IS-Ziel-US-Hegemonie-im-Mittleren-Osten140903.pdf
Massarrat-IS-Hintergruende140825.pdf