SPIEGEL: Kriegshetze im Stil des STÜRMER

Die Propagandaschau

Der SPIEGEL lässt auch die letzte Tünche journalistischer Unabhängigkeit, Seriösität und Objektivität fallen und geht in offene Kriegshetze über. In der Machart und auf dem Niveau des nationalsozialistischen Stürmers, wird – umrahmt von Bildern der Opfer des Fluges MH17 – gefordert:

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Es ist bekanntlich nicht die erste kriegvorbereitende Hetzausgabe des Hamburger Magazins, aber der Missbrauch von Opferbildern, verbunden mit einem kriegstreiberischen Aufruf, stellt eine neue Eskalationsstufe und einen neuen Tiefpunkt journalistischer Rechtschaffenheit dar, wie man ihn allenfalls von Springers BILD oder Streichers STÜRMER kennt.

BidHwgHCAAAxgfZDiese reiht sich in eine ganze Kampagne gleichgeschalteter westlicher Medien. Perfide, vollkommen unseriös und einzig und allein der Emotionalisierung dienen dabei die Bilder der Opfer. Es gibt weder harte Beweise, noch stichhaltige Indizien, die Russlands Schuld an der Tragödie von MH17 begründen könnten. Vielmehr ist klar, dass der Westen und die von ihm installierte Junta in Kiew, harte Beweise unterdrücken und erwiesenermaßen Lügen verbreiten.

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Kai EHLERS: Artikel zur Lage: Beschleunigung in der Ukraine – und die Frage der kritischen Solidarität; 25.07.2014

Martin Zeis schreibt in GC-News am 27.07.14

Liebe Leute,

kurz vor einer Sommer“pause“ will ich Euch noch einen Text zur Lage in der Ukraine von Kai EHLERS (25.7.2014) zukommen lassen, der – da bin ich sicher – in einigen Passagen im weiten, vielschichtigen Kreis der TeilnehmerInnen dieser Mail-Liste Kontroversen auslöst. Kai Ehlers kenne ich von Kongressen, Workshops (der Attac EU-AG Stuttgart und Region + andere) in den Jahren 2003-2006 zum Themenberich Entwicklung der Sowjetunion/Russlands, der postsowjetischen Republiken, (Süd-)Osteuropas, der Rolle von US/NATO/EU in diesem Prozess (insbesondere 1989 ff) …

„… Ehlers hat (seit über 30 Jahren) weite Teile des riesigen Landes politisch und kulturell erkundet, war in Sibirien und in der Mongolei. Während der Jahre entstand daraus ein Netzwerk an Kontakten und Freundschaften mit verschiedensten Menschen, darunter Intellektuelle und Künstler. So gilt er heute als einer der wenigen Russland-Kenner, die die Entwicklungen im Lande kritisch, aber mit großer Sympathie für die Menschen begleitet haben.“ (zit. a. Hintergrund, III/2014, S.18)

Im Folgenden dokumentiere ich die Einleitung des Textes plus Anmerkungen. Der gesamte Text ist als pdf-Datei beigefügt und über die URL: http://kai-ehlers.de/texte/artikel-zur-lage/2014-07-25-beschleunigung-in-der-ukraine-und-die-frage-der-kritischen-solidaritaet erreichbar.

Salute,
Martin Zeis

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http://kai-ehlers.de/texte/artikel-zur-lage/2014-07-25-beschleunigung-in-der-ukraine-und-die-frage-der-kritischen-solidaritaet

Artikel zur Lage
Beschleunigung in der Ukraine – und die Frage der kritischen Solidarität

von Kai EHLERS, 25.07.2014

Die Eskalation des Bürgerkrieges in der Ukraine steigert sich von Tag zu Tag. Der soeben erfolgte Zerfall der Koalitionsregierung wird das Tempo eher noch beschleunigen als abbremsen, steht zu befürchten. Solidarität wird mehr und mehr zum Gebot der Stunde.

Aber mit wem solidarisch sein? Die Ansichten dazu gehen so diametral auseinander wie die Speichen eines Fahrrades. Mit den Mitgliedern der Regierung, die durch das Auseinanderfallen der Koalition noch härter unter den Druck der Rechten und des internationalen Kapitals geraten? Mit den Soldaten, die laut Poroschenko „heldenhaft unser Land verteidigen“, die aber ab August keinen Sold mehr bekommen werden, wenn nicht sofort das neue Steuergesetz verabschiedet werden kann, das heißt im Kern, wenn nicht endlich die Oligarchen zu ausreichenden Steuerabgaben verpflichtet werden können? Mit den Wehrpflichtigen und ihren Müttern, die gegen Poroschenkos neue Mobilmachung demonstrieren? Mit den Opfern der Kiewer Offensive gegen „Terrorismus“? Für welche Ziele stehen welche Gruppierungen? Ist der Westen des Landes „faschistisch“? Sind der Osten und Süd-Osten, namentlich der Donbas „terroristisch“?

(…)

Anmerkungen m.z.

(1)vgl. Erklärung von Jalta – der Versammlung von Bürgern der Ukraine und Repräsentanten internationaler Solidaritätsnetzwerke vom 7. Juli 2014. – URL: http://kai-ehlers.de/texte/thesen/2014-07-16-erklaerung-von-jalta

Kai EHLERS: Bericht: Internationale Konferenz in Jalta – Aufruf zur Verteidigung der Menschenrechte in der Süd- und Ostukraine-Konferenz; URL:
http://kai-ehlers.de/texte/aktuelle-beitrage/2014-07-16-internationale-konferenz-in-jalta-aufruf-zur-verteidigung-der-menschenrechte-in-der-sued-und-ostukrainekonferenz

(2) Weiterführende Teste zur (jüngeren) inneren und äußeren Geschichte Russlands, der Ukraine, der dort aufeinanderprallenden geostrategischen Interessen, der Rolle des von Soros mitfinanzierten PR-Zentrums in Kiew (900 JournalistInnen der „Welt“medien versorgend), sind u.a. in der jüngsten Printausgabe des Quartalsmagazins „Hintergrund“ (Nr. III-2014) abgedruckt:

Kai EHLERS: Diesem Land kann man nur schwer zu Leibe rücken“ – Seit dreißig Jahren bereist und erforscht Kai Ehlers Russland. Er kennt die Befindlichkeiten der Menschen und erläutert den Aufstieg Putins. S. 18 – 24

Reinhard LAUTERBACH: Zwischen Expansion und Rückzug – Reinhard Lauterbachs Streifzug durch Geschichte und Gegenwart russicher Außenpolitik. S. 4 – 10

Boris KAGARLITZKI: Vor einer revolutionären Erschütterung? – Der Politikwissenschaftler Boris Kagarlitzki analysiert Russlands politischen und ökonomischen Wandel. S. 10 – 18

Mathias RUDE: Der Strippenzieher – Was der Spekulant und Financier Geroge Soros mit der Ukraine-Krise zu tun hat. S. 24 – 28
Sebastian RANGE: Russlands neue Freunde – Sebastian Range geht der Frage nach, warum sich so viele europäische Rechtsparteien an Moskau orientieren. S. 46 – 50

Susann WITT-STAHL: „Pressefreiheit gibt es nicht“ – Susann Witt-Stahl spricht mit Andrej Borodavka über die Arbeitsbedingungen von Journalisten in der Ukraine nach dem Putsch. S. 54 – 56